Was definiert mich?
Veröffentlicht in 13. Juni 2018 4 Kommentare
Viele von euch dürften schon so das ein oder andere über mich wissen, denn ich bin ja nicht gerade verschlossen über meine Wenigkeit auf diesem Blog, aber weil ich so gerne über mich selbst schreibe, kommt hier noch ein Beitrag über mich. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, dass ich ja völlig banane und vor allem selbstverliebt sein muss, irrt sich (meiner Meinung nach).
Erstes sollte jeder sich wohl und gut dabei fühlen über sich selbst zu reden oder schreiben. Wir sind hier und wir sind wir. Wir sollten stolz auf uns sein dürfen. Wir sollten auch mit uns hardern können. Aber vor allem sollten wir das eine, wie das andere, bedenkenlos ansprechen dürfen, ohne einen Stempel aufgedrückt zu bekommen.
Zweitens, schreibe ich auf meinem Blog gerne über mich und meine Beweggründe, weil es MEIN Blog ist. Ich entscheide, was hier passiert. Ich entscheide, was relevant ist für mein Blog und was nicht. Und wisst ihr was das Tolle daran ist? Ihr könnt auch selbst entscheiden, ob ihr das hier lesen wollt, oder nicht. Ich bin der Meinung, dass ich eher dazu neige über mich zu schreiben, als über mich zu reden, weil ich beim persönlichen Gespräch immer die Sorge habe meinen Gegenüber zu nerven und zu langweilen. Das geht natürlich auch mit geschriebenen Worten, aber offiziell zwingt euch ja niemand dazu diesen Beitrag zu lesen, also… you know…
Ok, also kommen wir endlich zum Thema: Was definiert mich – bzw. was definiert jeden Einzelnen?
Was macht mich zu Saskia?
Ist es mein Aussehen? Mein Beruf? Meine Hobbys? Meine Talente? Meine Persönlichkeit? Meine Ängste? Meine Biografie? Meine Freunde?
Ich denke, dass all das zusammen mich zu der Person macht, die ich bin. Also nehmen wir mich doch Mal auseinander und gehen meiner „Definition“ auf den Grund, ja?
mein Aussehen
Aussehen spielt da sicher immer eine Rolle und damit meine ich nicht nur meinen Körperbau, sondern meine Persönlichkeit, die ich offen für alle in Form meiner Kleiderwahl und Haarfarbe darlege. Ich bin offizell ausgezeichneter Paradiesvogel und stolz darauf. Aktuell ändert sich meine Haarfarbe tatsächlich wöchentlich und wenn mein Name bei meinen Komilitonen nichts auslöst, tut es die Bemerkung „Die mit den bunten Haaren“. Zudem ist mein Kleidungsstil auch nicht zwingend… unauffällig, aber auch nicht mehr sooooo bunt, wie vor ein paar Jahren – wie ich finde.
mein Beruf
Wenn der Studiengang wie die Faust aufs Auge passt, würde ich schon sagen, dass dieser einen definiert. Ob das bei mir der Fall ist, weiß ich nicht genau, würde aber zu JA tendieren. Ganz nebenbei: ich studiere Soziale Arbeit in Bochum. Auf professonieller Ebene mache ich gerne was mit anderen Menschen und würde auch sagen, dass ich nicht komplett scheiße darin bin.
Außerdem kellner ich noch, aber das dient prizipiell eher dem blanken Überleben, als der Persönlichkeitsentwicklung, also gebe ich dem jetzt mal keine große Gewichtung.
meine Hobbys
Momentan sehe ich mich nicht wirklich als Verwirklicher meiner Hobbys, was daran liegt, dass ich entweder keine Zeit habe oder aber zu erschöpft vom Leben bin, um diesen nachzugehen. Aber ich habe Hobbys und sie begleiten mich dennoch durch mein Leben. Relativ neu habe ich Fortnite/ zocken für mich entdeckt (!!!AUFRUF: suche Freunde, die mit mir Fortnite zocken abgesehen von meinem Freund!!!) und damit habe ich mich auch verändert vor allem in der Hinsicht, wie andere mich sehen. Ziemlich interessant, aber vielleicht Stoff für einen Extra-Beitrag.
Ansonsten lese ich gerne, was mich, zusammen mit dem Bloggen, sehr lange, sehr intensiv begleitet und geprägt hat und ich bin dabei dieser Seite von mir wieder mehr Zeit einzuräumen. Kann man Seriengucken als Hobby bezeichnen? Ich bin so dreißt und tu dies jetzt einfach, immerhin begleitet mich mein Serien- und Filmwissen täglich durch den Alltag.
Eigentlich backe und koche ich auch sehr gerne, aber jetzt, wo das Kochen für mich zur Pflicht geworden ist, sinkt meine alltägliche Begeisterung dafür doch etwas.
meine Talente
Tja, da kommen wir dem Kern schon etwas näher. Sachen gerne tun und Sachen gut tun ist ja doch etwas anderes. Also, was ist mein Talent? Ich persönlich finde ja, dass ich einen tollen Schreibstil habe, aber da gibt es sicher einige, die dem nicht zustimmen würden. Andere sagen, ich kann gut zeichnen, trotzdem würde ich dies nicht als Talent bezeichnen, denn das kommt bei mir nicht einfach so aus dem Handgelenk, ich muss mich da richtig drauf konzentrieren und richtig drin sein, sonst sehen meine Zeichnungen aus wie Kindergartenkritzelein und das ist wohl kein Talent.
Ich habe ein Talent im rot- und beschähmt sein, zählt das? Oh, und ich habe ein Talent fürs beinahe-Sterben – Glück im Unglück. Quasi ein Tollpatsch der besonderen Art.
meine Persönlichkeit
Aha aha… damit ich hier nicht zu sehr abschweife ratter ich die Punkte einfach im Schnelldurchlauf herunter.
Ich bin zunächst schüchtern (vor allem in größeren Gruppen), danach bin ich durchaus laut. Ich bin kindisch und verantwortungsbewusst zugleich. Ich bin hyper-ungeduldig und schlecht im trösten, versuche aber trotzdem immer mein Bestes. Ich bin süß, höflich (hoffe ich) und schnell verunsichert. Ich diskutiere gerne, aber nur, wenn ich mein Gegenüber von meiner Meinung überzeugen kann, ansonsten werde ich zickig. Ich tendiere dazu überzureagieren, auch wenn ich in dem Moment weiß, dass ich überreagiere.
Kurz gesagt: Ich bin kompliziert, wie hoffentlich jeder einzelne Mensch dadraußen!
meine Ängste
Jeder Mensch hat Ängste, manche mehr, manche weniger, mache ausgeprägter und offensichtlicher als andere, aber jeder hat sie. Mein offensichtlichste Angst ist die vor Hunden, die mich tatsächlich auch oft im Alltag mehr einschrenkt, als ihr vielleicht denken mögt. Aßerdem sind Verlassensängste und die Angst vorm falsch-verstanden-werden sehr real und tägliche Begleiter.
meine Biografie
Damit würde ich jetzt den Rahmen des Beitrags sprängen, aber die Eckdaten liefere ich euch trotzdem mit Freuden. Meine Familie ist multikulturell beeinflusst und ich könnte kaum stolzer sein. Ich war definitiv kein einfaches Kind und das sage ich nicht nur so daher, das meine ich völlig ernst. Klein Saskia ist ein und Dort- und Scheidungskind und hatte früh mit der Hässlichkeit des Schicksals Bekanntschaft gemacht. Ich stand im Schatten meines Bruders, auch wenn ich mich selbst dorthingestellt habe. Ich bin durch meine „Andersheit“ mit Mobbing in Berührung gekommen. Ich habe Gott für mich entdeckt und dann irgendwann schleichend wieder losgelassen und meinen Fokus auf greifbareres gelegt. Ich habe mich durch verschiedene Ereignisse immer wieder neuentdeckt und vor allem während meines Auslandjahres weiterentwickelt.
meine Freunde
Ich hatte nie viele davon, was auch völlig ok ist. Was nicht ganz so cool ist/ war, dass es oft sehr kurzweilige oder auch falsche Freunde waren, wodurch ich auch jetzt noch Schwierigkeiten habe anderen zu vertrauen, ihnen zu glauben, dass sie mich wirklich mögen um meinteswillen und nicht vor haben mich wieder zu verlassen. Aber ich habe mit der Zeit auch wahre, echte Freunde gefunden und auch meinen Freund, die mir immer wieder beweisen, dass ich es wert bin geliebt zu werden.
Mit der Begegnung mit meinem Freund habe ich das erste Mal so richtig bemerkt, wie unterschiedlich Freundeskreise doch sein können und vor allem, wie man ausblendet, dass es auch noch andere typ Menschen gibt. Während ich eigentlich immer nur mit Menschen zu tun hatte, die zuverlässig zur Schule gegangen sind, realtiv gute Noten geschrieben haben, „unschuldig“ sind und allgemein eher typische „good girls“; ist mein Freund halt eher in der Gamer-Szene zuhause, wo schon auch andere Wertvorstellungen gelten – nicht negativ gemeint! Man hätte zur gleichen Schule gehen können und ich bin mir sicher, dass man den Alltag dort völlig unterschiedlich wahrgenommen hätte. Aber genau diese Unterschiede finde ich jetzt so… interessant und auch anziehend; etwas neues.
Fazit
Es gibt definitiv noch andere Fakten, die mich als Individuum, und uns alle als Menschen beeinflussen, aber ich denke eines ist hoffentlich deutlich geworden: ein Mensch ist mehr als sein Umfeld, seine Hobbys oder sein Aussehen. Es spielen so viele Faktoren mit, die jemanden prägen und definieren, dass es geradezu unverschämt ist jemanden basierend auf einer kleinen Tatsache zu beurteilen. Ein Flüchtling ist nicht nur Flüchtling. Ein homosexueller ist nicht nur homosexuell. Ein Gamer ist nicht nur Gamer. Ein Musiker ist nicht nur Musiker. Ein Tierfreund ist nicht nur ein Tierfreund. Ein Vegetarier ist nicht nur Vegetarier.
Was definiert euch? Welche verschiedenen Eigenschaften und Ereignisse machen euch zu dem Menschen, der ihr jetzt seid?
See you, Saskia xxx
Motivationsloch
Veröffentlicht in 3. Juni 2018 Ein Kommentar
In den letzten Monaten habe ich in einem gigantischen Motivationsloch gechillt, zumindest was das Lesen und Bloggen angeht. Ich habe aufgehört selbst zu bloggen und damit einhergehend auch andere Blogs nicht mehr gelesen. Auch Bücher habe ich quasi keine mehr gelesen.
Dies sind drei Sachen, die jetzt schon mehrere Jahre eigentlich einen Großteil meiner Freizeit eingenommen haben, also was ist passiert, wie habe ich meine Zeit stattdessen verbracht und wie komme ich da wieder raus?
Seitdem ich mein Abi habe (also seit zwei Jahren) hat meine Motivation für die oben genannten Dinge langsam aber stetig abgenommen, aber wieso?
Ich dachte die ganze Zeit, dass es daran liegt, dass ich jetzt einfach andere Sachen im Kopf habe, was natürlich auch stimmt; damals war ich ein Jahr in Australien, wo ich durchaus anderes zu tun hatte und jetzt studiere ich, wohne alleine und bin in einer Beziehung. Klar, dass ist völlig anders, als der Schulalltag, aber das kann doch nicht alles sein, oder?
Vor zwei Wochen bin ich – meiner Meinung nach – der Sache etwas mer auf den Grund gegangen und glaube jetzt besser bescheid zu wissen.
Nebend er alltäglichen Änderungen hat sich vor allem mein Freundeskreis verändert. Zumindest etwas. Meine besten Freundinnen sind dies zwar auch immer noch, sowie meine Leseschwester auch noch meine Leseschwester ist, aber wir sehen uns nicht mehr täglich, wir reden und tauschen uns nicht mehr pausenlos über neuste Bücher aus.
Im Ausland habe ich mich mehr mit dem Reisen beschäftigt, genau wie meine Freunde und Leute, die ich da kennengelernt habe; die Leute, mit denen ich im Alltag zu tun hatte. Und als ich dann zurück war, haben meine Freunde nicht mehr um die Ecke gewohnt und ich habe mich – eher alleine – mit meiner Zukunft beschäftigt. Ich habe dann dreimonate ein Praktikum in einer Wohngruppe gemacht, und in dieser Zeit hatte ich auch fast nur mit den Kids dort zu tun und keine Zeit gehabt mich mit anderen Leuten oder Blogs/ Büchern auseinander zu setzen.
Außerdem bin ich in der Zeit mit meinem Freund zusammengekommen und er hat doch ziemlich wenig mit Büchern am Hut. Durch ihn bin ich dann eher zum Zocken und Seriengucken gekommen (letzteres habe ich schon vorher ganz gut beherrscht). Und da ich jede freie Minute mit ihm zusammen bin (stimmt leider nicht so ganz) oder zumindest an ihn denke (stimmt total), war da dann auch kein Platz fürs Bloggen oder Lesen.
Aber wie schon gesagt, es ist eigentlich kein Zeitproblem, sondern dass ich nicht von Menschen umgeben bin, die mich dazu motivieren zu lesen. Das hat sich jetzt eventuell etwas geändert, denn zum Einen wohnt die krass geniale Anna von Ink of Books bei mir in der Nähe *quiiiitsch* und zum Anderen lesen zumindest ein paar meiner Freunde von der Uni auch gerne und ich hoffe sehr, dass da ein reger Bücheraustausch stattfinden wird, auch wenn wir nicht zwingend das gleiche lesen…
Ganz vielleicht liegt es auch etwas daran, dass ich in letzter Zeit wenig wirklich gute Bücher gelesen habe und dadurch Angst habe ein neues anzufangen/ zu kaufen, weil es ja auch doof sein könnte und dafür habe ich ganz ehrlich kein Geld. Wenn ihr also ein wirklich gutes, spannendes Buch empfehlen könnt, her damit!!
Vielleicht bin ich jetzt wirklich wieder motiviert genug, um zu lesen, vielleicht kommt der nächste Beitrag erst wieder in einem Monat, aber ich freue mich total, dass ihr immer noch da seid! Wollte ich nur einmal gesagt haben!
See you, Saskia xxx
Rezension: Rot wie das Meer
Veröffentlicht in 29. Mai 2018 Hinterlasse einen Kommentar
Lang ist es her, dass ich eine Rezension geschrieben habe, aber jetzt ist es soweit. Nach einer Ewigkeit des „Nicht-lesens“ wurde ich wieder wachgerüttelt und in den Bann des Buches gezogen. Dieses Ereignis kann und will ich nicht einfach unbesprochen stehen lassen, sondern muss meinen Gedanken freien Lauf lassen.

In dem Buch „Rot wie das Meer“ von Maggie Stiefvater geht es zum einen um die mutige und verbissene Puck und zum anderen den Pferdeflüsterer Sean. Wer jetzt denkt, es handelt sich um ein Teenager-Pferdebuch liegt völlig daneben und darf jetzt seine Sachen packen und gehen.
Es geht größtenteils nicht um normale Pferde, wie wir sie kennen, sondern um Capaill Uisce, was ziemlich wilde und blutrünstige Wasserpferde sind. Jedes Jahr im Herbst kommen diese Monster aus dem Wasser auf die Insel Thibsy und locken damit indirekt Touristen auf die Insel. Nicht etwa, weil diese von ihnen verspeist werden wollen, sondern, weil sie dem Rennen der Capaill beibewohnen wollen.
Aus purer Not und Verzweiflung beschließt Puck mit ihrem Inselpferd Dove als erste Frau überhaupt am Rennen teilzunehmen. Schon immer hat sie diese etwas komische Insel geliebt, aber mit diesem Entschluss lernt sie nicht nur die Insel besser kennen, sondern auch den vierfachen Gewinner des tötlichen Rennens Sean Kendrick.

Alles steht und fällt mit den Charakteren und dieses Buch geht kerzengrade. Puck aka. Kate ist eine unglaublich starke und kämpferische Person. Sie weicht vor keinem Stein zurück, der sich ihn in den Weg schmeißt, egal wie groß er auch sein mag. Und obwohl ich nicht behaupten würde, dass ich ihr sehr ähnlich bin, konnte ich mich mühelos in sie hineinversetzen und empfand ihre Handlungen jederzeit ihrem Charakter angemessen. Es sollte definitiv mehr Pucks auf dieser und in der fiktiven Welt geben.
Auch Sean Kendrick ist ganz eigen. Er hat eine Auswirkung auf die eigentlich so gefährlichen Capaill wie es keiner hat. Sein Herz schlägt voll und ganz für diese Pferde insbesondere für Corr, und diese reine und aufrichtige Hingabe ist unglaublich inspirierend. Er ist eher eine bedachte, kontrollierte und ich würde auch sagen verschlossene Person, und damit so gegensätzlich von Puck und ihr gleichzeit so ähnlich.
Auch die anderen Nebencharaktere sind gut dargestellt und bleiben ihrer „Rolle“ treu. Sie sind wichtig für das Geschehen und geben der Handlung Bedeutung, lenken aber nicht vom eigentlichen Geschehen ab.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Puck und Sean geschrieben. In manchen Büchern finde ich solche Sichtwechsel nervig und unnötig, aber hier hat es gut gepasst und beide Seiten der Geschichte hervorgehoben und behelligt. Dadurch hat man sich außerdem von Beiden in den Bann gezogen gefühlt.
Mir fällt es auch nach über vierhundert Seiten noch schwer mir diese Wasserpferde vorzustellen, was nicht an mangelnder Beschreibung liegt, sondern an purer Freude, dass diese Wesen nicht wirklich existieren. Corr mag noch so toll sein, aber in meinen Augen bleibt der erhebliche Teil dieser Pferde blutrünstig und gefährlich. Nicht falsch verstehen, die Capaill Uisce haben erst so richtig für den Nervenkitzel gesorgt, bin nur froh, dass es sich um Fiktion handelt.
Damit dann auch zur Handlung. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Viel mehr brauche ich dazu auch eigentlich nicht sagen. Ich habe gelacht, geschmunzelt, den Atem angehalten, geschrien, geflucht und vielleicht auch die ein oder andere Träne verdrückt. Gefühlskarussell wie ich es schon lange nicht mehr hatte und so gebraucht habe.
Der Schreibstil ist genau richtig, beschreibend, aber nicht todeslangweilig. Es sind keine unnötigen Lückenfüller vorhanden und die „ruhigen Kapitel“ dienen als Erholungspause für meine Gefühlswelt.
Eigentlich schreibe ich auch immer gerne noch etwas negatives in eine Rezension, aber mir fällt einfach nichts ein, außer vielleicht, dass ich Gabe nicht mag, was aber durchaus förderlich für die Handlung ist.
Alles in allem bekommt dieses Buch ganz klare 5 Sterne von mir und ich kann jedem mit Hang zu Spannung und ein Hauch von Fantasie nur dazu raten dieses Buch zu lesen.
See you, Saskia xxx
Von den Werten in allen „Medien“ und warum ich im Zug völlig ausgerastet bin
Veröffentlicht in 4. April 2018 8 Kommentare
Als ich neulich in London war und das Musical „Aladdin“ gesehen kam es zu einer ziemlich… hitzigen Diskussion mit Mrs. X (ich behalte mir vor die Idetität der Person zu wahren) bezüglich der Message von Medien. Hä was?!
Ok, ich steige mal kurz mit der Ereignis ein und komme dann zum Thema selbst. – Eventuelle Übertreibungen meinerseits möglich.
In der Pause habe ich zu Mrs. X gesagt, dass ich das Musical super toll finde und kam irgendwie darauf zu sprechen, dass ich es total cool finde, wie Jasmin dort für sich und damit übertragen für alle Frauen kämpft. Dafür, dass jeder – Mann und Frau – seine eigenen Entscheidungen treffen sollte und Frau sich nicht von Männer verschreiben lassen muss, wen sie heiratet oder was sie tut muss.
Logisch soweit? Dachte ich auch, doch Mrs. X starrte mich nur verwirrt an und meinte, Jasmin sei doch einfach nur zickig. Zugegeben, ich war entsetzt. Auch wenn Aladdin hier eigentlich die Hauptperson ist, geht es für mich viel mehr darum, dass Jasmin für ihre Träume kämpft und sich nichts von den Männern sagen lässt. Sie bestimmt ihr Leben selbst.
Damit war die Diskussion eröffnet und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass sie mehrere Stunden angehalten hat. Es ging nicht nur darum, dass Mrs. X diese eine Sache nicht so gesehen hat, sie hat einfach gar keine Message in dem Theaterstück oder auch nur jedem anderen Film, Buch etc. erkannt; und zugegeben frech behauptet, dass sie schön findet, dass ich diese Sachen sehe, aber locker 95% der Zuschauer dies nicht sehen würden und das alles reine Interpreteationssache sei.
Ok, let’s go. Sollte ihre absurd hohe Prozentzahl der Wahrheit entsprechen, wäre das sehr, sehr traurig, den darum geht es doch bei Filmen, Theater und Büchern oder nicht? Man möchte auf die eine oder andere Art seine Verstellungen und Ansichten mit der Welt teilen und verarbeitet damit auch Geschehnisse.
Das nicht jeder alles gleich sieht oder überhaupt sieht ist ja nur verständlich, aber man kann doch nicht behaupten, dass solche Meisterwerke keine Werte vermitteln sollen?!
Es gab ein Argument ihrerseits, welchem ich tatsächlich zustimmen musste. Heutzutage wachsen wir schon in der Schule damit auf Sachen zu hinterfragen und vor allem zu analysieren. Und wir wachsen mit viel mehr Medien auf.
Das Stimmt, wir sind darauf gedrillt Sachen zu sehen, wo man sonst vielleicht nur Wörter oder Bilder sieht, aber das ist doch keine Ausrede dafür, dass man noch nie einen Film gesehen oder ein Buch gelesen hat und sich danach dachte: „Geile Message!“ Vor allem bei Aladdin finde ich das so interessant, den Jasmin spricht ja gerade zu wortwörtlich die Moral ihrer Story aus. Und ganz abgesehen davon geht es da ja auch um Vertrauen, Zusammenhalt, Ehrlichkeit, etc., aber ok.
Ja, es gibt heute viele Filme und Bücher die vielleicht der reinen Unterhaltung dienen, wobei auch diese irgendwo immer einen tieferen Sinn vermitteln und wenn nur unterschwellig. Aber es gibt mindestens genauso viel – wenn nicht mehr – Medien, die existieren, WEIL sie Werte vermitteln wollen. Das ist der ganze Sinn und Zweck. Meiner Meinung nach fallen vorallem Kinderfilme (GUTE Kinderfilme) in diese Kategorie. Ich meine, nennt mir einen Disneyfilm, der absolut nichts aussagen will?!
Und versteht mich nicht falsch, es gibt auch Filme mit einer scheiß Message – ABER es GIBT eine! – und auch die alten Disneyfilme verköpern nicht gerade das beste Frauenbild, gesprochen aus unserer Zeit, aber trotzdem wollten sie etwas mit der Geschichte aussagen.
Zudem bin ich der Meinung, dass VOR ALLEM damals, früher, Theater vorrangig dafür genutzt wurden kritisch auf die Gesellschaft zu blicken und damit auch Kritik auszuüben UND paralell Werte zu vermitteln. Damals hatten die Leute keine andere Möglichkeit, ihre Meinung kundzutun. Da gab es kein Twitter und Facebook, wo man einfach irgendeinen scheiß posten konnte und seine Meinung „frei“ äußern kann.
Und überhaupt, es verlangt ja auch keine, dass Jeder jede Message entlarven kann und ja vielleicht interpretiert man selbst auch Sachen irgendwo hinein, die da gar nicht hingedacht waren. Aber man sollte zumindest so… vernünftig im Kopf sein, dass man einsieht, dass Autoren sich eigentlich IMMER etwas bei dem denken, was sie schreiben.
-Nachtrag: Autoren wollen vielleicht nicht immer bewusst Werte vermitteln, sondern durchaus auch einfach nur ein Buch schreiben etc, aber trotzdem teilt uns ein Autor ja eigentlich auch ganz unbewusst seine Werte und Ideal mit, indem er seine Charaktere handeln lässt, wie sie handeln. Auf gewisse Art und Weise.-
Auf dem Rückweg von Aladdin habe ich dann J.K. Rowling und Harry Potter ins Spiel gebracht, womit es dann wirklich eskaliert ist, aber das ist eine andere Story. Trotzdem ist J.K. Rowling ein perfektes Beispiel, denn sie hat so viele Werte in ihre Werke eingearbeitet und damit schon so viele Kinder zumindest unterwusst beeinflusst, dass es nierschlagend zu hören ist, dass der Gegenüber absolut NULL davon sieht. *atmet tief ein, weil sie schon wieder kurz davor ist auszurasten*
An dieser Stelle breche ich meinen Monolog auch ab und bitte euch, euch rege zum Thema zu äußern! Jede Meinung ist herzlich Willkommen, wirklich!! Wie seht ihr das Ganze?
See you, Saskia xxx
Waaaaas lifewithsaskia gibt es noch?!
Veröffentlicht in 23. März 2018 12 Kommentare
Der Schock ist groß, ein Raunen geht durch die Menge. Es wird sich fragend umgeschaut. Die einen schauen skeptisch, die anderen geradezu hoffnungsvoll. Ist sie wirklich zurück? LEBT sie überhaupt noch?
Saskia schreitet majestetisch durch die Menge, die Treppe hinauf zum Podest…
… und legt sich der Länge nach auf die Nase.
Ja, ich glaube tollpatschig passt besser zu mir, als majestetisch.
Aber genug von der Kryptik. Ich weiß nicht ob ich sagen würden, dass ich so richtig zurück bin, dafür kann ich mein Leben gerade nicht genug einschätzen, aber ich dachte mir ich haue mal einen „Was bisher geschah“ – Beitrag für die raus, die sich eventuell wirklich gefragt haben, ob ich von einem Stein überrollt wurde – wurde ich nicht!
Nun gut, Steine waren nicht dabei, aber ich finde meine letzten paar Monate waren doch recht ereignisvoll für mich. Vieles hat sich verändert und ich glaube solangsam habe ich mein Leben im Griff. Hatte ich natürlich schon immer *hust* aber jetzt habe ich auch eine realistische Perspektive. Ich träume nicht nur vor mich hin und sage „wird schon irgendwie“… na gut, mache ich immer noch, ABER während ich das die ganze Zeit sage, WIRD es auch WIRKLICH etwas!
Also, was bisher geschah:
Ich habe üben den Winter für drei Monate ein Vorpraktikum für mein Studium in einer Wohngruppe gemacht. Und auch wenn es nicht immer einfach war und es vor allem emotional belastend sein kann, mit den Geschichten und Situationen der Kinder konfrontiert zu werden, hat mir die Zeit dort extrem viel Spaß gemacht. Mir wurde erneut bewiesen, dass es das ist, was mir liegt; was ich wirklich machen will.
Währendessen habe ich 21-Jähriger-Dauersingle es tatsächlich geschafft einen Typen für mich zu gewinnen – wer weiß wie?! – und ich bin überglücklich! Wir sind zwar doch eigentlich sehr unterschiedlich, aber es passt trotzdem, oder gerade deshalb. Ich werde zum Beispiel gerade zu einem Fortnite-Pro ausgebildet *hust*, wenn das nicht mal eine Überraschung ist!
Paralell dazu wurde ich bei meiner Favorieten-Uni in Bochum angenommen und studiere da jetzt ab nächste Woche Soziale Arbeit. *Wuhuuu*
Nachdem das feststand habe ich mich direkt auf Wohnungssuche begeben und nach erster Verzweiflung bin ich doch recht fix fündig geworden. Bitte einmal alle festhalten: ich wohne im Nachbarhaus von meiner besten Freundin aus Australien!!! *waaaaas?!* Crazy, oder?! Gleichzeitig komme ich easy zur Uni und kann zufuß zum Ruhr-Park shoppen gehen.
Vor zwei Tagen bin ich dann auch endlich eingezogen und es steht alles – mehr oder weniger. Es wirkt aber noch sehr irreal, dass ich jetzt alleine wohne und es wird auch noch ein Spaß das ganze Finanzielle zu managen, aber irgendwie wird das schon, richtig?!
Jetzt muss eigentlich nur noch Uni selbst toll werden und ich bin quasi wunschlos glücklich!
Faszinierend, wie das Leben immer und immer wieder etwas neues raushaut und wenn man am Ball bleibt und seine Traume verfolgt und sich nichts einreden lässt, wird es niemals langweilig.
Aber genug von mir, was ging bei euch die letzten Monate?! Es tut mir leid, aber ich habe tendenziell keinen eurer Beiträge gelesen – shame on me – also habe ich keinen Plan. ERZÄHLT!
See you, Saskia xxx
P.S. Mensch, ich habe schon irgenwie vermisst meinen Gedankensalat einfach aufzuschreiben und loszuwerden.
lifewithsaskia 






