Weihnachten

  • Der große und der kleine Igel, Band 6
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2025 www.jacobistuart.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21 x 28 cm
  • 32 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-284-2
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

WEIHNACHTSMITEINANDER

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Kaum hat der kleine Igel Geburtstag gefeiert (siehe Band 5: Der Geburtstag), da wird es auch schon Zeit für die Weihnachtsfeier. Und so machen sich der große und der kleine Igel auf den Waldweg, um den schönsten Tannenbaum zu finden.

Der erste Baum ist zu klein, der zweite viel zu groß und der dritte zu schief, doch der vierte Tannenbaum ist schließlich der passende Kandidat. Eifrig beginnen die Igel, den Baum mit den mitgebrachten Glöckchen, Strohsternen, Kugeln, Kerzen und Zucker-stangen zu schmücken. Auf einmal schaut ein Waschbär zwischen den Tannenzweigen hervor und beschwert sich, was sie denn da mit seinem Wohnbaum anstellten.

Freundlich erklären die Igel ihre weihnachtsfeierlichen Absichten und laden den knurrigen Waschbären auch gleich mit zur abendlichen Weihnachtsfeier ein. Der Waschbär ist nicht abgeneigt, wundert sich aber, daß diese Weihnachtsfeier und die Bescherung schon am Abend stattfinden sollen. Denn da, wo er herkomme, werde dies alles erst am ersten Weihnachtsmorgen gemacht. Außerdem erzählt er vom Brauch des Sockenaufhängens, und das hinzugehüpfte Grauhörnchen weiß zudem noch von Papierkronen und Weihnachts-Knallbonbons zu berichten.

Der große und der kleine Igel sind ganz fasziniert, daß es noch andere Weihnachts-traditionen als die ihnen vertrauten gibt, und sie beschließen, einfach zweimal Weih-nachten zu feiern. Dem Waschbären, dem Grauhörnchen und weiteren Tiere gefällt diese Lösung, und während sie nun gemeinsam den Baum schmücken, lernt der kleine Igel noch beiläufig wie „Frohe Weihnachten“ in einigen anderen Sprachen heißt. 

Es wird ein schönes Weihnachtsfest für alle, und voller Vorfreude auf die feierliche Fortsetzung am nächsten Morgen schläft der kleine Igel selig ein.

Britta Teckentrup erzählt diese weihnachtsvor- und mitfreudige Geschichte in bewährter warmherziger und kindgemäßer Sprache und erweitert unaufdringlich den kindlichen Weihnachtsfeierhorizont.

Die stimmungsvollen Illustrationen bieten eine gelungene bilderbuchkünstlerische Verbindung von Naturbelassenheit und detailreicher Verspieltheit und verbreiten eine großzügige, ebenso schöne wie anheimelnde Portion Weihnachtszauberglanz.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite: https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/neuerscheinungen/der-grosse-und-der-kleine-igel-weihnachten/

Hier entlang zu den igeligen Vorgängerbänden:

Band 1: „Warte doch mal!“  Warte doch mal!
Band 2: „Ich hab doch keine Angst!“ Ich hab doch keine Angst!
Band 3: „Das kann ich auch!“ Das kann ich auch!
Band 4: „Nochmal!“ Nochmal!
Band 5: „Der Geburtstag“ Der Geburtstag

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat in London Kunst studiert. Nach siebzehn Jahren in England, während derer sie zahlreiche erfolgreiche Bilderbücher weltweit veröffentlichte, lebt sie heute mit ihrer Familie in Berlin. http://www.brittateckentrup.com/ «

Der Geburtstag

  • Der große und der kleine Igel, Band 5
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2025  www.jacobystuart.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 32 Seiten
  • Format: 21 x 28 cm
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-259-0
  • Bilderbuch ab 3 Jahren


ÜBERRASCHUNGSFEIER

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Im fünften Band der Reihe „Der große und der kleine Igel“ feiern wir den Geburtstag des kleinen Igels. Zur Feier dieses besonderen Tages bekommt der kleine Igel schon gleich nach dem Aufstehen vom großen Igel einen schönen roten Luftballon geschenkt. Der kleine Igel ist hocherfreut und will sein luftiges Geschenk sogleich allen Freunden präsentieren.

Also machen sich der große und der kleine Igel auf den Weg zu den Wohnstätten ihrer vielen Freunde. Doch die Eulen, der Maulwurf, die Maus, die Frösche, die Schildkröten, der Biber, ja, noch nicht einmal der heitere Marienkäfer befinden sich an den Orten, an denen sie sonst stets anzutreffen sind.
 
Die hohe Stimmung und das Köpfchen des kleinen Igels sinken nun immer tiefer. Er ist sehr traurig und verzweifelt, weil offensichtlich alle anderweitig beschäftig sind und seinen Geburtstag vergessen haben.

Hinter den Kulissen und an den Bildrändern sehen wir als aufmerksame Bilderbuch-betrachter jedoch, daß alle diese Tiere bereits mit Girlanden und Geschenken unterwegs sind, und die Vermutung liegt nahe, daß sie sich allesamt auf den Weg zum Igelhaus gemacht haben.

Ganz geknickt begeben sich nun der große und der kleine Igel auf den Rückweg nach Hause. Doch sie staunen nicht schlecht, als sie dort erwartungsvoll von einer großen Schar geburtstagsfeierwilliger Freunde empfangen werden. So wird es doch noch eine richtig schöne Geburtstagsfeier mit Kuchen, Geschenken, Spielen und Girlanden sowie mit Lichterketten, welche die Nacht erhellen.

Die Illustratorin Britta Teckentrup gestaltet für ihre Figuren schöne abwechslungsreiche Naturkulissen, die über eine sehr warmherzige, lichtstimmungsvolle Ausstrahlung ver-fügen.

Britta Teckentrup erzählt diese Geschichte in einfachen Worten mit anschaulicher szenischer Choreographie und mit Dialogen, welche die gefühlsmäßigen Turbulenzen des kleinen Igels deutlich formulieren. Die lebhafte Gefühlspalette aus Freude, Dank-barkeit, Erwartung, Enttäuschung, Traurigkeit, Verlassenheit, Trost, erneuter freudiger Überraschung und freundschaftlich-feierlichem, gemütlichem Miteinander bietet kleinen Kindern unmittelbar zugängliche Identifikationsmöglichkeiten.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/neuerscheinungen/der-grosse-und-der-kleine-igel-der-geburtstag/

Hier entlang zu den vier Vorgängerbänden:
Band 1: „Warte doch mal!“  Warte doch mal!
Band 2: „Ich hab doch keine Angst!“ Ich hab doch keine Angst!
Band 3: „Das kann ich auch!“ Das kann ich auch!
Band 4: „Nochmal!“ Nochmal!

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat am Central Saint Martins College of Art and Design und am Royal College of Art in London Kunst und Illustration studiert. Sie ist Autorin und Illustratorin zahlreicher erzählender Bilderbücher sowie Sachbücher und ist vielfach ausgezeichnet worden. Heute lebt sie zusammen mit ihrem schottischen Ehemann und ihrem Sohn Vincent in Berlin. Ihre Bücher sind in sehr viele Sprachen übersetzt.« http://www.brittateckentrup.com/

Nochmal!

  • Der große und der kleine Igel, Band 4
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, März 2024 www.jaobystuart.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21  x 28 cm
  • 32 Seiten
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-179-1
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

Nochmal

WIEDERHOLUNGSFREUDE

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der große und der kleine Igel erwachen aus dem Winterschlaf und sind voller Lebenslust und Tatendrang. Die Sonne lacht, Blumen blühen, und der kleine Igel läuft in den Garten und hüpft auf die Schaukel. Der große Igel darf die Schaukel anschubsen, und der kleine Igel bittet ihn immer wieder darum.

Nach dem Schaukelvergnügen machen sich die beiden auf die Suche nach all ihren Freunden, die sie so lange nicht mehr gesehen haben. Zuerst treffen sie die Eulenfamilie. Die beiden Eulenkinder erzählen, wie der kleine Igel geschnarcht habe, und eines der Eulenkinder ahmt das Igelschnarchen nach. Das findet der kleine Igel so lustig, daß alle nochmal und nochmal schnarchen.

Dann spazieren die Igel weiter und kullern nochmal und nochmal einen Hügel herunter. So geht es heiter weiter, und sie treffen die Schildkrötenfamilie, den Marienkäfer, das Eichhörnchen, die Maus, den Frosch und den Maulwurf. Alle spielen miteinander und wippen nochmal und nochmal auf einer großen Wippe.

Schließlich kommt die Abenddämmerung, und es wird Zeit, sich zu verabschieden. Liebevoll trägt der große Igel den kleinen Igel nach Hause und singt ihm noch ein Lied vor. Und bevor der kleine Igel sagen kann, daß er das Lied gerne nochmal hören möchte, ist er schon sanft eingeschlafen.

In diesem vierten Band geht es im Vergleich zu den Vorgängerbänden weniger um die kleinen alltäglichen pädagogischen Herausforderungen, sondern mehr um das freudige Miteinander und die spielerische Wiederholungsfreude.

„Nochmal!“ bietet eine sehr kindgemäße Alltagsbezugsebene und eine angenehme, familiäre, freundschaftliche Atmosphäre, die von einem schönen Naturambiente eingerahmt wird.

Die sanfte – gewissermaßen pflanzenechte – Farbpalette und die stimmungsvollen Lichteffekte der Illustrationen atmen eine ungezwungene Natürlichkeit, die zum nochmal Betrachten einlädt.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/neuerscheinungen/nochmal/

Hier entlang zu den Vorgängerbänden:
Band 1: „Warte doch mal!“  Warte doch mal!
Band 2: „Ich hab doch keine Angst!“ Ich hab doch keine Angst!
Band 3: „Das kann ich auch!“ Das kann ich auch!
Hier entlang zu den Nachfolgebänden:
Band 5: „Der Geburtstag“
Der Geburtstag

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat in London Kunst studiert. Nach siebzehn Jahren in England, während derer sie zahlreiche erfolgreiche Bilderbücher weltweit veröffentlichte, lebt sie heute mit ihrer Familie in Berlin.«

Der Wortschatz

  • von Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger
  • NordSüd Verlag, Februar 2024  www.nord-sued.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 48 Seiten
  • Format: 21,5 x 28 cm
  • durchgehend farbig illustriert
  • 17,00 € (D), 17,50 € (A), 22,90 sFr.
  • ISBN 978-3-314-10067-5
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

cov_978-3-314-10670-5_001_SL4.indd

S P R A C H R E I C H T U M

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Oscar buddelt gerne Löcher und findet bei dieser Gelegenheit eine große, mit einem Hängeschloß gesicherte Holztruhe. Mit einem Bollerwagen transportiert er die Truhe nach Hause und überlegt sich, was darin wohl für schöne Sachen verborgen sein könnten.

Mit diversen Werkzeugen schafft er es schließlich, das Schloß der Truhe zu öffnen. Zu seiner Verwunderung enthält die Truhe einen Haufen Wörter. Er fischt spontan das Wort „Quietschgelb“ heraus, dreht, wendet und dehnt es zwischen seinen Händen und wirft es dann achtlos ins Gesträuch. Kurz darauf läuft ein quietschgelber Igel aus dem Gebüsch heraus.

Oscar nimmt nun weitere Wörter aus der Truhe und verteilt sie in der Umgebung. So bekommt eine Eiche „haariges“ Laub, ein Vogelhäuschen wird zum  „pompösen“ Vogel-hausgebäude-Ensemble, und ein kleiner Käfer wird so „monströs“ riesig, daß Oskar noch schnell das Wort „niedlich“ hinzufügt. Wahllos verteilt Oskar die Wörter, bis die Truhe leer ist.

Oscar fragt verschiedene Erwachsene nach neuen Wörtern, aber sie haben buchstäblich alle kein Wort für ihn übrig.

Zum Glück trifft er auf einer bunten Blumenwiese Louise, die ihm auf seine Frage nach neuen Worten sofort  großzügig Wörter aus ihrem selbstgemachten Wortschatz anbietet. Darüber hinaus zeigt sie Oscar, wie einfach es ist, neue Wörter zu erfinden, wenn man mit offenen Sinnen durch die Welt geht: „Es ist, als würdest du mit deinen Wörtern ein Bild malen.“ So sitzen die beiden auf einem Baum und (er)finden Wörter wie „zartblättrig“, „baumhoch“, „vogelfrech“ und „birnensaftig“

„Pflaumensommersüß“ gestimmt, liegen Oscar, Louise und der quietschgelbe Igel später auf der Wiese, und Lousie verkündet folgende Weisheit:

„Einmal ausgesprochen, haben Wörter eine magische Kraft. Gehe achtsam mit ihnen um. Du lässt mit ihnen die Welt erblühen.“

Oscar ist ein aufgeschlossener Wörterlehrling und erhört, ertastet, erriecht, erschaut, erschmeckt und erfühlt viele, viele eigene Wörter, die er in seiner Wortschatztruhe aufbewahrt und bei sich bietender Gelegenheit gerne weiterreicht.

Durch die humorvolle dramaturgische Korrespondenz zwischen Illustration und Text wird Kindern mit diesem Bilderbuch die Bedeutung und Wahrnehmungswirkung von Wörtern anschaulich und interessant gemacht. „Der Wortschatz“ weckt und animiert spielerisch das kindliche Bewußtsein für Sprache und für die vielen phantasievollen und sinnlichen Möglichkeiten persönlicher kreativer Wortschöpfungen.

Dieses Bilderbuch ist ein gelungener Betrag zur kindlichen Sprachentwicklung und läßt sich vielseitig im Grundschulunterricht einsetzen. Zu diesem Zweck befindet sich auf dem hinteren Vorsatzblatt ein QR-Code zum kostenlosen Herunterladen von päda- gogischem Begleitmaterial für die Grundschule.

Doch auch für jüngere Kinder ab vier oder fünf Jahren bietet „Der Wortschatz“ schöne Beispiele und Anregungen für vergnügliche Wortbilder, Wort(er)findungen und Wortent-deckungen sowie für die Erweiterung des sprachlichen und poetischen Horizontes.

 

Hier entlang zum  Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://nord-sued.com/programm/der-wortschatz/

Die Bilderbuchgestalter:

»Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger, geboren in der Schweiz, leben gemeinsam in Thun – nahe am Wald, am Berg und an der frischen Luft. Sie, eine freischaffende Illustra-torin/Grafikerin, studierte an der Hochschule der Künste Bern und mag Luftsprünge im Wolkenmeer. Er, gelernter Grafiker, arbeitet heute als Art Director und hisst gerne die Segel. Hin und wieder gibt es die beiden auch im Kollektiv, wo gemeinsam Stift und Feder geschwungen werden.«

Querverweis:

Thematisch ergänzend weise ich gerne noch auf zwei Bilderbücher von Valeria Docampo hin:
„Die große Wörterfabrik“ Die große Wörterfabrik
„Der Bär und das Wörterglitzern“ Der Bär und das Wörterglitzern
Außerdem empfiehlt sich noch das äußerst sprachsensible Bilderbuch von Frank Hartmann (Text) und Irina Bruder (Illustrationen): „Lasse findet einen Schatz“ Lasse findet einen Schatz

Das kann ich auch!

  • Der große und der kleine Igel, Band 3
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2022 www.jacobystuart.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21 x 28 cm
  • 32 Seiten
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-145-6
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

ZWISCHEN WOLLEN-KÖNNEN  UND  KÖNNEN-KÖNNEN

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Igel purzelt inzwischen durch sein drittes Bilderbuch. Nach dem ersten Band „Warte doch mal!“ Warte doch mal! und dem zweiten Band „Ich hab doch keine Angst!“ Ich hab doch keine Angst!  übt er sich nun in kindlicher Selbständigkeit.

Es ist Herbst, und nach einer stürmischen Nacht sind viele, viele Blätter von den Bäumen geweht. Der kleine Igel hilft dem großen Igel eifrig dabei, die herabgefallenen Blätter zu einem Blätterberg zusammenzuhäufeln. Merke: Blättersammeln kann der kleine Igel schon!

Nun hängt noch ein einziges Blatt an einem hohen Ast, und der große Igel klettert den Baum hinauf, um das Blatt zu holen. „Das kann ich auch!“ sagt sich der kleine Igel und erklimmt ebenfalls den Baum. Der große Igel ist schon wieder auf dem Boden und schaut dem kleinen Igel dabei zu, wie er auf einem großen Ast balanciert.

Dort hebt ein Marienkäfer soeben zum Flug an, was den kleinen Igel dazu animiert, es dem Marienkäfer nachzutun, allerdings ohne Flügel und nur mit seinen ausgebreiteten Igelärmchen und seinem unermüdlichen Das-kann-ich-auch-Impuls. Sanft landet er im Blätterhaufen und verkündet, er könne fliegen.

So geht es weiter vom Buddeln von Maulwurfsgängen und vom Hüpfen von Stein zu Stein. Dabei landet der kleine Igel auf dem Panzer einer Schildkröte, und als der ver-meintliche Stein sich plötzlich bewegt, rollt sich der kleine Igel erst einmal vor Schreck ein. Da sagt die Schildkröte „Das kann ich auch!“ und zieht sich ganz in ihren Panzer zurück. Neugierig bestaunt der kleine Igel die Schildkröte, und anschließend gehen sie zusammen zum See.

Am See kann er selbstverständlich mit den Schildkötenkindern schwimmen, aber er sieht immerhin ein, daß er nicht so tief tauchen kann wie die Fische und daß er keine Baumstämme annagen kann wie der Biber.

Nach einem langen verspielten Tag trägt die Schildkröte den großen und den kleinen Igel auf ihrem Rücken nach Hause. Sie orientieren sich dabei an Mond und Sternen, und der kleine Igel erkennt, daß er den Weg ohne die großen Begleiter nicht gefunden hätte. Also begnügt er sich zufrieden und schläfrig damit, den schönen Sternenhimmel zu betrachten.

Im Erzähltext und in den Dialogen kommen der igelkindliche Eifer, alles selbst können zu wollen, der leichtsinnige Übermut, aber auch die Einsicht darin, doch nicht alles zu können, ebenso deutlich mitfühlbar zum Ausdruck wie die erwachsene Fürsorge und verständnisvoll-schmunzelnde Zuwendung angesichts der kindlichen Unabhängigkeits-bestrebungen.

Britta Teckentrup illustriert die Geschichte mit schönen Naturszenerien, in pflanzen- echten Farbtönungen und mit abwechslungsreichen, herbststimmigen Lichteffekten. Kleine Details wie die auf jeder Seite in der Kulisse umherwuselnden Ameisen, Falter, Käfer, Kröten, Eichhörnchen und Mäuse laden von Seite zu Seite zum Wiederfinden ein.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite: https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/bilderbuch/igel-3-das-kann-ich-auch/

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat in London Kunst studiert. Nach siebzehn Jahren in England, während derer sie zahlreiche erfolgreiche Bilderbücher weltweit veröffentlichte, lebt sie heute mit ihrer Familie in Berlin.«

Ich hab doch keine Angst!

  • Der kleine und der große Igel, Band 2
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2022 www.jacobystuart.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21,5 x 28,5 cm
  • 32 Seiten
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-130-2
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

Cover_ICH HABE KEINE ANGST_2022.indd
ERMUTIGUNG  ZUR  ANGST

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Der kleine Igel, der im ersten Band (siehe meine Besprechung: Warte doch mal!) ein erfolgreiches Beispiel für kindliche Verzögerungstaktik hinsichtlich des Zubettgehens bot, wacht nun morgens auf, und der große Igel ist nicht anwesend. Zunächst sucht der kleine Igel rund ums Haus nach dem großen Igel, doch dort scheint er nicht zu sein. Der kleine Igel fürchtet sich und überlegt, ob der große Igel vielleicht im Keller sein könne. Auch der dunkle Keller ist etwas angsteinflößend, aber der kleine Igel sagt sich selbst, daß er keine Angst habe und geht langsam die Kellertreppe hinab.

Zum Glück kommt ihm dort schon der große Igel entgegen, und als dieser fragt, ob sich der kleine Igel geängstigt habe, antwortet der kleine Igel, erleichtert über das Wieder-finden,: „Ich hab doch keine Angst!“.

Die beiden Igel unternehmen einen Ausflug in den Wald und pfeifen dabei ein Lied. Viel-leicht pfeifen sie ein Lied, weil der Wald nicht nur schön, sondern auch „etwas unheim-lich“ ist. Allerdings wird es tatsächlich erst unheimlich, als sie spontan mit dem Pfeifen aufhören und das Lied trotzdem weitergepfiffen wird. Es zeigt sich daraufhin, daß eine Schar Vögel Gefallen am Igellied findet und dieses einfach weiterzwitschert. Sie ent-schuldigen sich beim kleinen Igel und versichern ihm, daß sie ihn nicht erschrecken wollten. Wieder antwortet der kleine Igel mit: „Ach was, ich hab doch keine Angst!“.

Die beiden Igel laufen weiter. Plötzlich wittern sie Fuchsgeruch, und der große Igel ruft dem kleinen Igel zu, er solle sich fest einigeln und den Hang hinunterrollen. So entkom-men sie der Gefahr. Der große Igel fragt beim kleinen Igel nach, ob er auch solch große Angst gehabt habe, doch der kleine Igel sagt wieder, wenn auch mit leiser Stimme, seinen Spruch von der Angstlosigkeit auf.

Die beiden geraten noch in weitere mehr oder weniger gefährliche Situationen, und stets wiederholt sich das Dialogmuster. Der große Igel vermutet zu Recht, daß der kleine Igel Angst gehabt habe, doch der kleine Igel verneint – wenig glaubwürdig – seine Angst.

Erst auf dem Weg nach Hause gibt der kleine Igel gegenüber dem großen Igel endlich zu, daß er doch Angst gehabt habe. Lächelnd bestätigt der große Igel den kleinen Igel mit den Worten: „Ich weiß, kleiner Igel, und das ist auch gut so.“ 

So vermittelt der große Igel dem kleinen Igel einfühlsam und fürsorglich, daß Angst manchmal berechtigt ist und zudem eine sinnvolle Schutzfunktion hat. Auch zuvor hat der große Igel bereits dadurch, daß er stets unbefangen seine eigene Angst zugab, dem kleinen Igel ein gutes Beispiel für eine angemessene und authentische Gefühlsreaktion geboten.

Auch der zweite Band vom großen und vom kleinen Igel bietet Kindern leicht zugäng- liche Identifikationsmöglichkeiten. Außerdem regen die beschriebenen Gefahren- situationen und die Angstverleugnung des kleinen Igels dazu an, mit Kindern zu besprechen, wie sie selbst eine ähnliche Situation empfinden würden, oder auch generell nachzufragen, wovor sie Angst haben, und einen konstruktiven Umgang mit der Angst zu finden.

Britta Teckentrup hat die zweite Geschichte vom großen und kleinen Igel illustratorisch in eine schöne Wald- und Stadtrandkulisse gebettet. Die gewissermaßen „pflanzen- echte“ Farbtönung und die abwechslungsreichen Lichteffekte sind sehr stimmungsvoll. Kleine Details, wie die auf fast jeder Seite umherkrabbelnden und fliegenden Ameisen, Falter, Grashüpfer, Käfer, Glühwürmchen, Vögel und ein munteres Eichhörnchen, laden von Seite zu Seite zum Wiederentdecken ein.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/bilderbuch/igel-2-ich-hab-doch-keine-angst/

Hier entlang zum ersten Band vom großen und kleinen Igel: Warte doch mal!

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat in London Kunst studiert. Nach siebzehn Jahren in England, während derer sie zahlreiche erfolgreiche Bilderbücher weltweit veröffentlichte, lebt sie heute mit ihrer Familie in Berlin. http://www.brittateckentrup.com/«

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Igel

Igel (Naturkunden Nr. 76)
I G E L E R K U N D I G U N G E N

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

In dieser Naturkunde begegnet uns der Igel als biologisches Wesen mit seinen art-spezifischen Fähigkeiten und Lebensbedürfnissen sowie als Modell für künstlerische Darstellungen malerischer und bildhauerischer Art und als Charakterfigur in Fabeln, Legenden, Märchen und Bilderbüchern.

Igel sind einzelgängerische, nachtaktive und scheue Tiere, welche die Nähe zu Artge-nossen nur zum Zwecke der Fortpflanzung suchen. Ihr Stachelkleid besteht aus 6000 – 8000 Stacheln, von denen jede über einen eigenen kleinen Muskel verfügt. Bevor ein Igel sich zu seiner passiven Selbstverteidigung einrollt, „stellt er seine Stacheln in einer raffi-nierten Kreuz-und-Quer-Anordnung auf, in der sich die Stacheln gegenseitig stützen (Seite 23). Diese Anordnung schauten sich die Menschen von der Antike bis ins Mittel-alter für ihre militärischen Lanzenaufstellungen ab, und diese Formation wurde auch tatsächlich „Igelstellung“ genannt.

Der Geruchssinn ist der ausgeprägteste Sinn des Igels. Er schnüffelt und schnuppert unentwegt und kann sogar Regenwürmer in der Erde wittern. Igel sind keine Vegetarier. Wenn sie an Obst, Pilzen oder Nüssen knabbern, sind sie sehr wahrscheinlich auf der Jagd nach den darin verborgenen Würmern oder Schnecken. Beim Fressen schmatzen Igel un-überhörbar, weil sie ihre Nahrung sehr gut kauen und einspeicheln. Mit einem speziellen Riechorgan, dem Jacobsonschen Organ, können Igel sogar Gerüche schmecken. Igel können unbeschadet giftige Schlangen und Skorpione verspeisen, aber Milch ist für sie unbekömmlich.

Der Hörsinn des Igels ist immerhin noch drei bis viel Mal besser als der des Menschen, und sie können Töne im Ultraschallwellenbereich wahrnehmen.

Bedroht ist der Igel durch den Schwund natürlicher Lebensräume, Parasiten, Straßen-verkehr, industrielle Landwirtschaft, Pestizide und Insektizide, steril aufgeräumte Gärten sowie durch den Einsatz von Laubbläsern, Rasentraktoren und Mährobotern. Zudem bringt der Klimawandel mit deutlich wärmeren Wintern den Winterschlaf- rhythmus der Igel in lebensbedrohliche Unordnung.

Beim Igel verbinden sich – aus menschlicher Perspektive –  stachelige Unnahbarkeit mit knopfäugiger Possierlichkeit. Angesichts eines naturbelassenen Gartens, der seinen Revierbedürfnissen entspricht, kommt der Igel mit der Nähe zu Menschen zurecht, läßt sich gut beobachten und nimmt auch Futter an. Doch als klassisches Streicheltier eignet er sich nicht, er ist und bleibt ein Wildtier und entzieht sich aufdringlichen Kontaktver-suchen.

Menschen sind schon lange von Igeln fasziniert. So finden sich unter prähistorischen Tierfiguren neben Bison, Höhlenbär und Mammut auch kleine Igelfiguren. Im alten Ägypten waren Igel-Amulette beliebte Grabbeigaben.

Der Künstler Günther Uecker hämmerte 1964 aus Nägeln unterschiedlicher Länge die Körperform eines Igels auf ein Stück Holz, und je nach Generationenzugehörigkeit wer-den sich einige Leser noch an die mehr oder weniger kulinarischen Käse-Igel vergangen-er Partybüffets erinnern.

Igel spielen auch eine beachtliche literarische Rolle z.B. in den Grimmschen Märchen „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ und „Hans mein Igel“ oder in Hans Falladas „Geschichte vom getreuen Igel“.

Der berühmte Igel „Mecki“ begann in den 30er-Jahren des 20.Jahrhunderts seine Karriere als Puppentrickfilmstar und belebte ab 1949 die alljährlich fortgesetztenen Mecki-Bilderbücher der Zeitschrift „Hörzu“. Nach wie vor erscheinen immer wieder Kinder- und Bilderbücher, die Igel als Hauptcharaktere inszenieren (siehe meine vorhergehende Bilderbuchbesprechung der Serie „Der große und der kleine Igel“ Warte doch mal! ).

Im Anschluß an die zoologischen und kulturhistorischen Igelbetrachtungen werden neben dem bei uns beheimateten Braunbrustigel noch einige außereuropäische Igelarten in kurzen Einzelportraits vorgestellt.

Und zum Abschluß kann ich hier wieder meinen lobeshymnischen Refrain zur buchge-stalterischen Materie der Reihe NATURKUNDEN singen. So ist auch der Band „Igel“ (NATURKUNDEN Nr. 76) aus schmeichelgriffigem Papier für Einband, Vorsatzblätter und Buchseiten hergestellt. Die Typographie ist satt und lesefreundlich, der braune Kopf-schnitt ist farblich fein abgestimmt mit der Farbgebung des Bucheinbandes; die Faden-heftung erscheint diesmal interessant farbkontrastisch in dunkelblau, und die zahlreichen alten und neuen Illustrationen sind ebenso schön wie aussagekräftig.

Hier finden wir den harmonischen Einklang zwischen substanzieller innerer und äußerer Buchqualität, wie sie für die von Judith Schalansky herausgegebene Reihe NATURKUNDEN Standard ist. Da kommt Sammellust auf!

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/igel.html?lid=2

Die Autorin:

»Verena Auffermann, geboren in Höxter, wurde nach einer Buchhandelslehre und dem Studium der Kunstgeschichte neben ihrer Tätigkeit als Dozentin und Herausgeberin vor allem als Kritikerin u. a. für DIE ZEIT und Süddeutsche Zeitung bekannt. Darüber hinaus ist sie als Jurorin, Moderatorin und Dozentin tätig. Zahlreichen Veröffentlichungen folgte zuletzt 2009 ein literaturwissenschaftlicher Sammelband, der unter dem Titel 100 Autorinnen in Portraits. Von Atwood bis Sappho, von Adichie bis Zeh im Herbst 2021 in einer erweiterten Neuedition im Verlag Piper erschienen ist. 2016 veröffentlichte Verena Auffermann eine Bildbiografie über Henry James.«

Der Illustrator:

»Falk Nordmann, Zeichner und Illustrator, lebt und arbeitet in Berlin. Ab 2007 Umschlaggestaltungen und Autorenportraits, seit 2013 Tierillustrationen der Reihe Naturkunden für Matthes & Seitz Berlin.«

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Warte doch mal!

  • Der große und der kleine Igel, Band 1
  • Text und Illustration von Britta Teckentrup
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2021  www.jacobystuart.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21,5 x 28,5 cm
  • 32 Seiten
  • 14,00 € (D), 14,49 € (A)
  • ISBN 978-3-96428-113-5
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

Warte doch mal (Der große und der kleine Igel, Band 1)

IM WARTEZIMMER DER NATUR

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Wenn es um die Verschiebung des Zeitpunkts geht, sich zum schlafen zu betten, ent- wickeln kleine Kinder einen beachtlichen verzögerungstaktischen Erfindungsreichtum.

So geschieht es auch in der vorliegenden Bilderbuchgeschichte. Der kleine und der große Igel sind auf dem Weg nach Hause. Nachdem der kleine Igel mit dem großen Igel ausführlich den Sonnenuntergang betrachtet hat, bittet der kleine Igel darum, noch den Mondaufgang zu abzuwarten. Danach müssen noch Blumendüfte eingeatmet werden und den Eulen, Fröschen und Fischen sollten sie  unbedingt auch jedem einzeln noch eine Gute Nacht wünschen. Der Leuchtspur eines Glühwürmchens folgen die beiden ebenfalls, und schließlich schläft der kleine Igel beim Zählen der Sterne ein und wird vom großen Igel nach Hause getragen.

Die einzelnen Etappen des verzögerten Nachhausewegs folgen einem gleichbleibenden Dialogmuster. Der kleine Igel bittet um einen Aufschub, nachsichtig gewährt der große Igel diesen Aufschub und mahnt gleichwohl freundlich die späte Stunde und die zuneh-mende nächtliche Kälte an. Nur während der Betrachtung des zauberhaften Glühwürm-chentanzes vergißt auch der große Igel einmal die Zeit.

Die liebevolle Zugewandtheit des großen Igels zum kleinen Igel kommt sowohl in den Gesprächen als auch im illustrativen körpersprachlichen Gestus deutlich zum Ausdruck.

„Warte doch mal!“ bietet Kindern erzählerisch leichten emotionalen Identifikationsstoff und illustratorisch sehr schöne naturverbundene Szenenbilder.

Die in natürlichen, gedeckt-bunten Farbtönen gestalteten Illustrationen von Britta Teckentrup vermitteln stimmungsvoll Dämmerlicht und Nachtatmosphäre. Kleine Details wie die auf jeder Seite umherkrabbelnden und fliegenden Ameisen, Falter, Grashüpfer, Käfer und Glühwürmchen laden von Seite zu Seite zum Wiederfinden ein.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/bilderbuch/igel-1-warte-doch-mal/

Die Autorin & Illustratorin:

»Britta Teckentrup, geboren 1969 in Hamburg, hat in London Kunst studiert. Nach siebzehn Jahren in England, während derer sie zahlreiche erfolgreiche Bilderbücher weltweit veröffentlichte, lebt sie heute mit ihrer Familie in Berlin. http://www.brittateckentrup.com/«

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Ich will kein Eichhörnchen mehr sein

  • Text und Illustration von Olivier Tallec
  • Originaltitel: »J‘aurais voulu«
  • Aus dem Französischen von Ina Kronenberger
  • Gerstenberg Verlag, Juni 2022 www.gerstenberg-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 28 x 20 cm
  • 36 Seiten
  • durchgehend farbig
  • 13,00 € (D)
  • ISBN 978-3-8369-6173-8
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

U_6173_1A_BILD_ICH_WILL_KEINE_EICHHOERNCHEN_MEHR_SEIN.indd

CHIMÄREN-THEATER

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Olivier Tallecs Eichhörnchen mangelt es auch im dritten Band der Serie deutlich an Ausgewogenheit und Selbstgenügsamkeit. War es im ersten Band extrem besitzan-spruchsvoll (siehe: Das ist mein Baum) und im zweiten Band unmäßig gierig bis zur Zerstörung seiner Nahrungsgrundlage (siehe: Nur ein kleines bißchen ), so ist es nun im dritten Band mit seinem „langweiligen“ Eichhörnchendasein unzufrieden.

Ich will kein Eichhörnchen mehr sein. Biberwunsch

Text und Illustration von Olivier Tallec © Gerstenberg Verlag 2022

Mißmutig lehnt es alle eichhörnchentypischen Fähigkeiten ab und beneidet stattdessen die bewundernswerten Talente des Bibers. Doch nach einem Tag mit Bibertätigkeiten erkennt das Eichhörnchen, daß Bäumefällen viel zu anstrengend ist, ganz zu schweigen von den ewig nassen Füßen. Erschöpft liebäugelt es damit, als Hirsch mit imposantem Geweih durch den Wald zu stolzieren.

Allerdings hat auch das Hirschsein nachteilige Seiten, denn ein klassisches Fluchttier muß verflixt oft vor potenziellen Jägern fliehen. Völlig aus der Puste an einen Baum gelehnt, erscheint dem Eichhörnchen nun das Igeldasein äußerst attraktiv … und so geht es eine Weile weiter mit diversen tierischen Daseinsalternativen von Eule bis Weinbergschnecke.

Ich will kein Eichhörnchen mehr sein. Igelwunsch

Text und Illustration von Olivier Tallec © Gerstenberg Verlag 2022

Stets erweisen sich die zuvor beneideten Vorteile in der Praxis als unvermutet wenig erfreulich und sogar als anstrengend, gefährlich und nachteilig. Schließlich kommt das Eichhörnchen etwas geknickt zu der Einsicht, daß es doch lieber ein Eichhörnchen bleiben möchte. Und zu seinem nicht geringen Erstaunen trifft es dann auch noch ein Wildschwein, das offensichtlich lieber ein Eichhörnchen wäre.

Die illustratorische Inszenierung der diversen Eichhörnchen-Identitätswechsel ist äußerst amüsant gestaltet. Zuerst wird das kleine Eichhörnchenkörperchen mit einem breiten, flachen Biberschwanz ausgestattet, dann kommt ein Hirschgeweih hinzu und ein Igelstachelpelz, und alle diese Accessoires bleiben ihm erhalten, so daß es nur noch sein Eichhörnchenköpfchen und seine Pfoten als Eichhörnchen ausweisen.

Das Eichhörnchen idealisiert die anderen Tiere, deren Eigenschaften es maßlos über- bewertet, während es sein gewohntes Eichhörnchensein abwertet. Es geht dem Eichhörnchen dabei weniger um Neid auf andere Gaben, sondern mehr um die Unzu-friedenheit mit dem alltäglich Vertrauten, das vermeintlich zu wenig Glanz versprüht. Manchmal braucht es offensichtlich Umwege, um die eigenen Qualitäten und Daseins- bedingungen angemessen wahrzunehmen und wertzuschätzen.

So bietet dieses Bilderbuch für Kinder und ihre Vorleser animierenden Gesprächsstoff für selbstreflexive und kommunikative Gedankenspiele: Wie sehe ich mich? Würdige ich mich selbst? Wie sehe ich andere? Sehe ich die Anderen wirklich, oder erliege ich nur meiner Vorstellung von ihnen? Wie werde ich von anderen gesehen, und welche Rolle spielt das für meine Selbstwahrnehmung? Wer oder was würde ich gerne einmal ausprobieren zu sein?

Doch unabhängig von tieferen sinnbildlichen Bilderbuchbetrachtungen ist dieses Buch überaus vergnüglich. Denn Olivier Tallecs Illustrationen geben dem Eichhörnchen eine solch lebhafte und deutlich ablesbare Mimik und ausdrucksvolle Körpersprache, daß Kinder dieser Geschichte auch sehr gut ohne den Begleittext folgen können.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.gerstenberg-verlag.de/Kinderbuch/Bilderbuch/Ich-will-kein-Eichhoernchen-mehr-sein.html?noloc=1

Hier entlang zum ersten Band: Das ist mein Baum Das ist mein Baum
Und hier zum zweiten Band: Nur ein kleines bißchen  Nur ein kleines bißchen

Der Autor und Illustrator:

»Olivier Tallec, geb. 1970, hat an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris studiert und teilt seitdem seine Zeit zwischen Design und Illustration. Seine Bücher wurden in zahlreichen Ländern veröffentlicht und ausgezeichnet.«

Querverweis:

Ergänzend bietet sich zudem das Bilderbuch „Wär ich doch…“  von Mies van Hout an. Auch dort geht es um das Thema, jemand anderes sein zu wollen… Wär ich doch

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

 

Das ist mein Papa!

  • Text & Illustration von Mies van Hout
  • Originaltitel: »Dit is mijn papa!«
  • Übersetzung von Maria Werner
  • aracari verlag, 1. Auflage August 2020 www.aracari.ch
  • Format: 20,5 x 20,5 cm
  • 16 Seiten
  • durchgehend vierfarbig
  • 13,00 € (D), 13,40 € (A), 16,50 sFr.
  • ISBN 978-3-907114-16-2
  • Pappbilderbuch ab 1 Jahr (laut Verlag)
  • ab 2 Jahren (nach meiner Einschätzung)

Das ist mein Papa

PAPAS  ZUM  AUSSUCHEN

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Mit diesem Bilderbuch können kleine Menschenkinder kleinen Tierkindern die richtigen Väter zuordnen.

So fragt etwa der kleine Igel: „Wer ist mein Papa?“, und auf der gegen- überliegenden Seite werden folgende vier Kandidaten zur Auswahl angeboten: Stachelschwein, Kaktus, Seeigel und Igel. Die anschließende Doppelseite zeigt dann den Igel-Papa in anschmiegsam-verspielter Interaktion zusammen mit seinem Igel-Kind.

Bei der Kaulquappe und der Raupe ist die Zuordnung für Kleinkinder selbstverständlich schwieriger, da sich die Körperformen deutlich unterscheiden. Entsprechende kindliche Naturvorerfahrungen wären hilfreich (wenn nicht sogar erforderlich) oder zusätzliche elterliche Erklärungen zur Metamorphose – was in Anbetracht der Alterszuordnung recht anspruchsvoll ist.   

Das ist mein Papa_Raupe

Illustration von Mies van Hout © aracari verlag 2020

Das ist mein Papa_Schmetterling

Illustration von Mies van Hout © aracari verlag 2020

Zum Abschluß fragt auch ein kleiner Junge, wer sein Papa sei. Dies gibt uns ein besonders lustiges Rätsel auf, denn zur Auswahl stehen ein Affe, eine Eule, ein Bär und ein Roboter. Und man muß schon genau hinsehen, um die Verkleidung zu erkennen.

Dieses Bilderbuch bietet Kindern und Eltern unterhaltsamen Rätselspaß und beiläufig etwas Naturkunde. Die leuchtend farbenfrohen Illustrationen von Mies van Hout sind graphisch sehr klar und minimalistisch und gleichwohl mimisch ablesbar. Mies van Houts Bildersprache verfügt über einen ganz unmittelbaren kindgemäßen Charme, der Kindern übrigens auch ein anregendes Vorbild fürs Selbermalen sein kann.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.aracari.ch/page/de/buecher/detail?id=292

Die Autorin & Illustratorin:

»Mies van Hout wurde 1962 geboren und studierte an der Kunstakademie in Groningen Grafikdesign. Seit 1989 arbeitet sie als freischaffende Illustratorin und Grafikdesignerin und hat seitdem viele Bilderbücher illustriert. Ihr Buch »Brave Ben« wurde mit dem niederländischen Kinderbuchpreis ausgezeichnet.«

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/