Alleskönner im Garten

  • 80 Multitalente im Portrait:
  • blütenreich, insektenfreundlich & essbar
  • von Bärbel Oftring
  • KOSMOS Verlag, Januar 2025  www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • 128 Seiten
  • Format: 217 x 186 x 12 mm
  • 20,00 €
  • ISBN 978-3-40-17960-4


N A T U R G E S C H E N K E

Rezension von Ulrike Sokul ©

Pflanzen sind uns Nahrung, Heilmittel und Augenweide. Bärbel Oftring zeigt und be-schreibt im vorliegenden Buch 80 einheimische Pflanzen, die diese Gaben gleichsam in einer „Pflanzenperson“ vereinen und darüber hinaus auch von beachtlichem ökologischen Wert sind.

Geordnet nach drei Kapiteln: „Wir sind nicht nur schön“, „Wir sind nicht nur essbar“ und „Wir sind nicht nur heilsam“ – werden jene Pflanzen thematisiert, die mehrere Gaben für uns bereithalten und sich deshalb u.a. auch besonders gut und platzsparend für kleine Gärten und Topfbepflanzungen eignen.

So hat beispielsweise der Blutweiderich, eine Pflanze der Gewässersäume, nicht nur eine wasserreinigende Wirkung, sondern bietet mit seinen schönen Blütenkerzen ein reiches Insektenbüfett. Darüber hinaus sind seine Blüten, Sprossen und Blätter auch für Menschen genießbar, und ein Tee aus den getrockneten Blättern ist ein entzündungs-hemmendes und immunsystemstärkendes Heilmittel bei Durchfall und Erkältungs-krankheiten. Blutweiderich läßt sich zudem auch in großen Kübeln kultivieren, wenn für ausreichende Wasserzufuhr gesorgt wird.

Manche Pflanzen eignen sich auch für eine gezielte Beeinflussung der Bodenqualität, sei es wie bei der Ringelblume, die durch ihre Wurzelausscheidungen Nematoden und Drahtwürmer fernhält, oder wie bei der Sonnenblume, die als Starkzehrer den Boden abmagert, was eine einfache Methode ist, um die Gartenerde für eine Wildblumenwiese oder ein mediterranes Kräuterbeet vorzubereiten. Denn manche Pflanzen gedeihen besser in nährstoffarmem Erdboden.

Neben Blumen, Stauden und Kräutern werden auch einige Sträucher (Holunder, Hasel, Hunds-Rose, Kornelkirsche, Mehlbeere, Weißdorn) und Bäume (Apfel, Hainbuche, Sal-Weide, Walnuß) vorgestellt.

Obwohl jeder Pflanze in diesem Buch nur eine Doppelseite zur Verfügung steht, gelingt es der Autorin vortrefflich, neben den botanischen Steckbriefinformationen, wesent-liche Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten darzustellen und diese mit dem ein oder anderen Rezept für Tees, Tinkturen, Kräutermarinaden, Marmeladen, Pestos etc. zu ergänzen. Hinzu kommen noch Anleitungen zum natürlichen Färben mit Blüten und Blättern sowie zur Herstellung von Waschbrühe aus Efeublättern oder Seifenkraut.

Schöne, sinnenfrohe Fotos begleiten alle Texte und schulen sowohl den anfängerischen wie den erfahrenen botanischen Blick. Bärbel Oftring vermittelt in diesem Buch indes nicht nur anschauliche und praktische Pflanzenkenntnisse und Gartentipps, sondern auch lebhafte Naturbegeisterung und achtungsvolle Wertschätzung für die überaus großzügigen Geschenke von Mutter Natur.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
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Die Autorin:

»Bärbel Oftring studierte Diplom-Biologie an den Universitäten Mainz und Tübingen mit den Schwerpunkten Zoologie, Paläontologie und Botanik. Die Autorin, Herausgeberin und Lektorin zahlreicher Garten- und Naturratgeber sowie Kinderbücher lebt in der Nähe von Stuttgart. Zahlreiche ihrer Bücher wurden mit Preisen ausgezeichnet und sind dank Übersetzungen auch international bekannt.«

Querverweis:

Ergänzend bieten sich zudem noch folgende Bücher von Katrin und Frank Hecker an:
 „Kann ich das essen – oder bringt mich das um? Essbare und giftige Wildpflanzen erkennen“  Kann ich das essen oder bringt mich das um? und
 „Natur – verbunden/Entdecke die Pflanzen, die dir guttun“ Natur – verbunden Entdecke die Pflanzen die dir guttun

Mein Artenrettergarten

SUMM,  SUMMA  CUM  LAUDE

Rezension von Ulrike Sokul ©

Dieses ebenso wissenswertvolle wie sehenswerte Gartenbuch ist eine engagierte, natur-liebhaberische Fleißarbeit, die beispielhaft dokumentiert, daß sich der Einsatz für natur-gemäßes Gärtnern wirklich lohnt. Die Autorin, Anja Eder, hat einen 180 Quadratmeter großen Garten in der Wuppertaler Nordstadt und gestaltet diesen Garten seit 2020 konsequent überwiegend mit einheimischen Pflanzen und diversen strukturellen Ge-staltungselementen, die für Insekten sowie Klein- und Kleinstlebewesen förderlich sind. Der alljährliche Zuwachs an Artenvielfalt ist beachtlich und wird von der Autorin mit großer Aufmerksamkeit und Professionalität fotografisch eingefangen.

Einführend erläutert Anja Eder die bedeutsame Rolle, welche Privatgärten, Balkone und Terrassen sowie öffentliche Freiflächen, Baumscheiben usw. für die Artenvielfalt spielen können, wenn sie vermehrt naturnah gestaltet und bepflanzt werden. Wir sprechen hier von mehr als 900.000 Hektar Fläche, auf denen einheimischen Wildpflanzen Raum ge-geben werden kann. Diese Blühpflanzen sind dann wiederum eine appetitliche Ein-ladung für unzählige Insekten, die wiederum für Vögel appetitlich sind usw…

Es versteht sich hoffentlich von selbst, sei aber gleichwohl noch einmal angemerkt: Biologisch gezogene Pflanzen und Sämereien (auch aus Wildsammlung oder regionalem, privatem Samenaustausch) sind zu bevorzugen, da viele der im konventionellen Blumenhandel angebotenen Bienenblühpflanzen mit Pestiziden belastet sind und die gute Absicht dementsprechend konterkarieren.

Fotografie von Anja Eder © Aurorafalter aus dem Buch MEIN ARTENRETTERGARTEN

Ein vielseitiges, annähernd ganzjähriges Angebot an Blühpflanzen und einheimischen Wiesenblumen, die Nektar- und Pollen zur Verfügung stellen, ist wichtig, aber auch Raupenfutterpflanzen und Gräser und Farne sowie das Stehenlassen abgeblühter Stauden bis möglichst weit ins nächste Frühjahr hinein. Denn in den markhaltigen Stengeln werden Insekteneier abgelegt, und die Larven überwintern hier geschützt. Alternativ lassen sich abgeschnittene Staudenstengel aber auch lose gebündelt und aufrechtstehend an einer geschützten Stelle im Garten lagern.

Sinnvoll ergänzt wird dieses Prinzip des „unaufgeräumten“ Gartens durch die Instal-lation von Legesteinhaufen, Trockenmauern, Totholz, Benjeshecken, Käferkellern, Sandstellen und Rasenlücken sowie Laubhaufen für Insekten, die in der Laubstreu überwintern. Totholz bietet nicht nur xylobiontischen Insekten Nahrung und Unter-schlupf, sondern offeriert auch vielen anderen Insekten, welche die verlassenen Käferfraßgänge als Nachfolger beziehen, ein Refugium als Schlafstelle, Larvenkammer oder Winterquartier. Totholz ist übrigens auch ein Magnet für Pilze, Flechten und Moose, und schon erweitert sich das Artenspektrum auch um diese Lebewesen. Ein Teich (selbst ein kleiner) vermehrt die Artenvielfalt um weitere Insekten (Libellen) und Amphibien.
 
Um den eigenen Garten in eine natürliche Oase zu verwandeln, ist es wichtig, den gesamten Lebenskreislauf von Tieren und Pflanzen zu beachten: So stellt die Autorin dem Jahreslauf folgend 260 Pflanzen, die in ihrem Garten wachsen, in kurzen, bebilderten Einzelportraits vor. Dies ist für jeden insektischen und menschlichen Geschmack eine erfreulich große Auswahl.

Fotografie von Anja Eder © Ehrenpreis-Sandbiene aus dem Buch MEIN ARTENRETTERGARTEN

Den botanischen und gartengestalterischen Ausführungen folgt die Dokumentation von über 300 Insektenarten, die inzwischen in Anja Eders Garten eingezogen sind. Dieser Teil des Buches teilt sich in Einzelkapitel auf nach Schmetterlingen (Tag- und Nachtfaltern), Wildbienen, Schwebfliegen, Fliegen & Mücken, Wespen, Ameisen, Pflanzenläusen, Zika-den, Wanzen, Käfern, Ohrwürmern und Heuschrecken. Dabei gibt es ausführliche und kurze, steckbriefartige Beschreibungen und stets schöne, aussagekräftige, sinnlich- stimmungsvolle Makrofotografien, die uns feine Details erkennen lassen, welche beim Beobachten in der Natur kaum zu erkennen wären, die aber dennoch das Entdecker-auge schulen. Auch die Beschreibungstexte vermitteln spannende Detailinformationen und entkräften so manches unangebrachte menschliche Vorurteil gegenüber Insekten wie Fliegen und Wespen.

Mein Artenrettergarten“ ist eine großartige fotografische Fundgrube und naturschöne Augenweide für bekannte und unbekannte Insekten und vermittelt fundiertes, konzen-triertes Wissen über Lebensweise und Lebensbedürfnisse der vorgestellten Insekten. Die  Verleihung des 1. Platzes beim Deutschen Gartenbuchpreis in der Kategorie „Tiere im Garten“ im März 2025 ist wahrlich eine verdiente Anerkennung für dieses Buch, dem man von Herzen eine große Reichweite wünscht.

Anja Eders naturliebhaberische Begeisterung und ihre konkreter, praktischer Hand-lungsbezug  sind ansteckend. Über die Vermittlung von Naturwissen hinaus, ist diese vorbildliche Dokumentation ein sehr anregendes und inspirierendes Beispiel für erfolg-reiche biophile Selbstwirksamkeit. Wer nach dieser Lektüre nicht zum Gastgeber für heimische Pflanzen und Insekten werden will, hat entweder keinen Garten oder kein Herz.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf Anja Eders Webseite: Wildbienengarten – Bücher
https://www.wildbienen-garten.de/shop/

Hier entlang zu einem sehr sehenswerten kurzen YT-Natur-Werbefilm von Anja Eder. Dort sind auch einige Seiten aus dem Buch zu besichtigen: Mein Arten-Retter-Garten: Insekten mit unseren Gärten fördern. Wie das gelingt, seht ihr hier.

Hier entlang zu Anja Eders Vorgängerbuch „Wildbienenhelfer“: Wildbienenhelfer
Anja Eders „Wildbienenhelfer“ wird Sie mit faszinierenden Fotos, hinreißend-schönen Makroaufnahmen und sachdienlichen Informationen wildbienenkundig machen und Ihnen dabei helfen, in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon die passenden Pflanzen und Lebensbedingungen für Wildbienen zusammenzustellen.
 

Die Autorin und Fotografin:

»Anja Eder ist Naturfotografin und selbstständige Grafik-Designerin. Studiert hat sie Kommunikations-Design in Düsseldorf, freie Kunst in Düsseldorf und Besancon (Frankreich). 2014 entdeckte sie ihre Begeisterung für die Insektenfotografie. Vor allem die Makrofotografie der Wildbienen faszinierte sie.
Für das Buch „Wildbienenhelfer“ arbeitete sie sich erstmals mit Ehrgeiz in die Thematik der Hautflügler ein. 2018 erschien die 1. Auflage des Buches, im Oktober 2023 wurde die 3. überarbeitete Auflage gedruckt. Das Buch „Arten-Retter-Garten“ ist ein noch umfassenderes Werk geworden. Von der Idee bis zur gedruckten Auflage mußte ein vorab nicht überschau-barer Aufwand bewältigt werden. Wie schon bei ihrem ersten Buch hat Anja Eder sich auf ihre Fähigkeiten und ihre Autonomie verlassen können.
Mittels Crowdfunding wurde die Erstauflage des Buches 2024 „Mein Artenrettergarten“ finanziert. «

Mein Garten wächst im Topf

  • Mehrjährige Pflanzideen für Terrasse & Balkon
  • von Annette Lepple
  • mit Zeichnungen von Sylvia Bespaluk
  • Ulmer Verlag, Januar 2025 www.ulmer.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenheftung
  • 144 Seiten
  • 115 Farbfotos
  • 20 farbige Illustrationen
  • 20,00 €
  • ISBN 978-3-8186-2384-5

JEDEM  PFLÄNZCHEN  SEIN  TÖPFCHEN

Rezension von Ulrike Sokul ©

Topfgärtnern ist nicht nur für Balkone und Terrassen interessant, sondern auch ein ergänzendes praktisches Gestaltungselement für Gärten. Manche empfindlichen oder zu ausbreitungsfreudigen Pflanzen lassen sich im passenden Topf besser pflegen oder ein-hegen. Zudem kann man Pflanzen, die ähnliche Standortbedingungen brauchen, zu attraktiven Kompositionen im Topf kombinieren.

Das Besondere an den Pflanzanregungen dieses Buches ist die Konzentration auf mehr-jährige Topfbepflanzungen, die ökologisch wesentlich sinnvoller sind als kurzlebige, saisonale Wegwerfbepflanzungen.

Zunächst vermittelt uns die Autorin ein wenig Topfkunde, weist auf Vor- und Nachteile verschiedener Topfmaterialien und –Formen hin sowie auf praktische Aspekte wie beispielsweise die Berücksichtigung der Traglast bei Balkonen, die allzu große und schwere Töpfe eher ausschließt. Sodann folgen Hinweise auf passendes Substrat, Gieß-aufwand, organische Düngung, Kompost, Kletterhilfen, Gehölzrückschnitt, Umtopfen, Mulchen und Winterschutz sowie Topfpflege.

Selbstverständlich werden für die 20 verschiedenen Pflanzideen, welche uns die Autorin vorstellt, überwiegend Pflanzen gewählt, die einen natürlichen Mehrwert für Insekten und Vögel haben. Von kleintopfigen Blumenparadiesen bis hin zu großtopfigen Strauch-und Baumpflanzungen bieten sich für jede räumliche und klimatische Gegebenheit passende Pflanzenkombinationen.

So finden sich unter dem Motto „Slowfood für Raupen“ Blut-Weiderich, Moschus-Malve, Wilde Möhre und Echtes Mädesüß zu einer schönen Topfgemeinschaft. Von Kräuter-landschaft bis Mini-Steppe oder Wassertopfgarten bis hin zur Kinderstube für Wild-bienen vermittelt dieses Buch vielfältige Anregungen für nachhaltiges Topfgärtnern. Ergänzend zu jedem Pflanzmotto gibt es stets zusätzlich alternative Pflanzen-empfehlungslisten mit  botanischen Beschreibungen und Größenangaben.

Im Kapitel Pflanzen von A –Z werden außerdem besonders topferprobte Stauden, Gräser und Farne, Zwiebeln, Knollen, Gehölze und Kletterpflanzen in Einzelportraits vorgestellt.

Ein alphabetisches Register hilft beim gezielten thematischen Nachschlagen. Hinweise auf Bezugsquellen für biologisches Saatgut, Effektive Mikroorganismen und Wurm-komposter sowie Informations-Webseiten zu Wildbienen runden das Wissensangebot harmonisch ab.

„Mein Garten wächst im Topf“ wartet mit einer gelungenen Verbindung aus praxis-erprobter Anleitung zum ökologischen Topfgärtnern und naturästhetisch-sinnlichen Gestaltungsanregungen auf. Neben den übersichtlich formulierten Informationen haben auch die zahlreichen ausdrucksvoll-attraktiven Fotografien und detaillierten Zeichnungen eine ausgesprochen animierende Wirkung auf ergrünende Daumen und zukünftige Topfologen.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
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Querverweis zu weiteren empfehlenswerten Gartenbüchern von Annette Lepple:
Garten ohne Gießen
Genießen statt Gießen
Mein Wabi-Sabi-Garten

Die Autorin & Fotografin:

»Spiegel-Bestseller-Autorin Annette Lepple studierte Gartendesign in London und hat sich als Fotografin, Journalistin und Autorin einen Namen gemacht. Sie lebt in der Schweiz und in Frankreich, wo sie unter erschwerten klimatischen Bedingungen zauberhafte Gärten gestaltet. Nachhaltiges und genussvolles Gärtnern ist ihr ein großes Anliegen.«
Sehenswerte Einblicke in Annette Lepples eigenes Gartenparadies gewährt ihre Webseite: http://www.personaleden.wordpress.com

Historische Rosen

  • Sorten Geschichten Gartentipps
  • von Sofia Blind
  • DUMONT Verlag, September 2023 www.dumont-buchverlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 160 Seiten
  • 60 farbige Abbildungen
  • Lesebändchen
  • Format: 16 cm x 23 cm
  • 28,00 €
  • ISBN 978-3-8321-8321-6926-8

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ROSENBLÄTTRIGER  LESEDUFTGENUSS

Rezension von Ulrike Sokul ©

Genau das richtige Geschenk für Rosenliebhaber und solche, die es werden wollen!

Rosen gibt es seit ungefähr 35 Millionen Jahren. Sie entwickelten sich, nachdem die Dinosaurier ausgestorben waren und die Erde noch menschenleer war. Aktuelle Datenbanken listen mehr als 40.000 Rosensorten auf.

Im vorliegenden Buch geht es indes recht übersichtlich zu. Es werden fünfzig alte Rosensorten vorgestellt. Angesichts ihrer Schönheit und Pracht fällt es schwer, sich nur für eine Favoritin zu entscheiden.

Nach einer kurzen einführenden Geschichte der Rosen folgen die Einzelportraits, geordnet nach Beetrosen, Strauchrosen und Kletterrosen.

Historische Rosen.Maréchal Niel

Abbildung aus Hariot: Le livre d’or des roses, 1903, Tafel 8

Jede Rose erhält eine Doppelseite für ihren anmutigen Auftritt. Auf der linken Seite finden wir eine ganzseitige Abbildung – zumeist eine historische Illustration des Rosen-malers Pierre-Joseph Redouté, und auf der rechten Seite eine Herkunftsbeschreibung der jeweiligen Rose, ergänzt um historische Anekdoten rund um ihre Entdeckung und Kultivierung sowie einen stichwortartigen, botanischen Steckbrief, der Wuchshöhe, Blütenform, Farbe und Duft sowie Namenssynonyme darstellt.

Den äußerst attraktiven Rosenportraits folgen Garten- und Pflegehinweise sowie einige Rosenrezepte. Der Anhang informiert über Rosenbezugsquellen und Adressen von Rosengärten und enthält ein alphabetisches Sortenregister.

Historische Rosen. Madame Isaac Pereire

Abbildung aus Hariot: Le livre d’or des roses, 1903, Tafel 44

Dieses Rosenbuch vermittelt uns etwa – um nur einige der klangvollen Namen aufzulisten – die Bekanntschaft mit der  Duchess of Portland, Kaiserin Auguste Viktoria, Rose du Roi, Souvenir de la Malmaison, Frau Karl Druschki, Königin von Dänemark und Gloire de Dion.

Die feinen, ja, eleganten Illustrationen und die im charmanten Plauderton komprimiert-informativ formulierten Erklärungstexte wirken unwiderstehlich und wecken ganz  unmittelbare Rosensehnsüchte.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.dumont-buchverlag.de/buch/sofia-blind-historische-rosen-9783832169268-t-5666

Die Autorin:

»Sofia Blind, geboren 1964, lebt als Autorin, Literaturübersetzerin und Gärtnerin im Lahntal. In ihrem historischen Garten wachsen Rosenklassiker wie Maiden’s Blush und Rose de Resht, aber auch seltenere Sorten wie Tour de Malakoff und die Kletterrose Mermaid. Zuletzt erschienen bei DuMont ihre Bücher „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“ (2019) https://www.dumont-buchverlag.de/buch/woerter-die-es-nicht-auf-hochdeutsch-gibt-9783832199562-t-5031  und „Die alten Obstsorten“ (2020) https://www.dumont-buchverlag.de/buch/sofia-blind-die-alten-obstsorten-9783832199883-t-5263 , außerdem übersetzt sie u.a. die Werke  von John Lewis-Stempel und Nigel Slater ins Deutsche.
Dieses Buch widmet sie den drei Rosenfreundinnen Moni, Dolly und Emilie: ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter.«

Pflanzen für Gartenvögel

  • Wie Sie in Ihrem Garten vielfältiges Zwitschern erzeugen
  • Text von Jane Moore
  • Illustrationen von James Weston Lewis
  • Originaltitel: »Planting for Garden Birds«
  • Aus dem Englischen von Linde Wiesner
  • Gerstenberg Verlag, 1. Auflage Juli 2022 www.gerstenbergverlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 14 x 19 cm
  • 144 Seiten
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A), 26,90 sFr.
  • ISBN 978-3-8369-2190-9

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V O G E L E I N L A D U N G

Rezension von Ulrike Sokul ©

Die gärtnerisch-gastgeberische Voraussetzung, um den Garten attraktiv für Vögel zu machen, ist ein vielseitiges Angebot an Pflanzen, die als natürliche Nahrungsquelle dien-lich sind. Dazu zählen etwa Beerensträucher (Felsenbirne, Hartriegel, Holunder, Stech-palme, Weißdorn) sowie Blumen und Gräser, die Samen bilden, und Kletterpflanzen (Blauregen, Efeu, Geißblatt, Klematis).

Bei der Pflanzenauswahl sind einheimische Blühpflanzen, die insektenfreundlich sind, zu bevorzugen. Da Insekten lebendes Vogelfutter sind, ist ein vogelfreundlicher Garten auch zugleich ein insektenfreundlicher Garten und umgekehrt. Dazu gehört selbstver- ständlich auch, daß abgeblühte Stauden und Blumen möglichst erst im folgenden Frühjahr abgeschnitten werden sollten, denn sie sind herbstliche und winterliche Samenvorratskammern und Insektenlarvenkinderstuben.

Pflanzen für Gartenvögel Innenabbildung

Illustrationen von James Weston Lewis © Gerstenberg Verlag 2022

Zudem sind Rückzugsmöglichkeiten und sichere Nistgelegenheiten in Hecken, Sträu-chern, Bäumen, eine mehrstufige Bepflanzung mit unterschiedlichen Wuchshöhen (von Flechten, Gräsern, Moos auf der Erde bis hin zur luftigen Baumkrone) sowie verwilderte Gartenecken und Wasserstellen (als Teich, Pfütze, Vogeltränke) für Vögel überlebens-wichtig.

Mit etwas Einfühlung und Beobachtungsgabe kann man durch die natürliche Gartenge-staltung den Lebensbedürfnissen von Vögeln entgegenkommen und diese mit den ästhetisch-menschlichen Gartenwünschen kombinieren. So ergänzt die Autorin bei der Beschreibung der Pflanzen stets den Nutzen für Vögel mit dem gärtnerischen Nutzen. 

„Pflanzen für Gartenvögel“ stellt eine übersichtliche, jahreszeitlich geordnete Anzahl von empfehlenswerten Pflanzen vor, die sich für einen vogelfreundlichen Garten eignen. Dazwischen sind kurze Einzelportraits gängiger Vogelarten eingefügt sowie generelle Hinweise beispielsweise zur zweckmäßigen Beschaffenheit und Pflege von Futter- und Wasserstellen sowie Nistkästen und Nistmaterial.

Pflanzen für Gartenvögel Innenabbildung Zaunkönig

Illustrationen von James Weston Lewis © Gerstenberg Verlag 2022

Die dekorativen, graphisch-stilisierten Illustrationen von James Weston Lewis bereichern den Text um liebliche Gartenszenerien mit Gartenvögeln.

„Gärtnern für Gartenvögel“ regt charmant und kompetent zu einer naturgast- geberischen Gartengestaltung an. Es gelingt der Autorin sehr gut, den Leser in die Vogelperspektive zu versetzen und ihn zum vogelgemäßen Gärtnern zu beflügeln.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
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Die Autorin:

»Jane Moore ist seit 30 Jahren engagierte Gärtnerin. Einst beaufsichtigte sie den Garten einer Benediktinerabtei, später wurde sie Autorin für Gartenmagazine und Redakteurin für Gartensendungen der BBC. Moore verfügt über ein erstaunliches Pflanzenwissen, das sie mit Begeisterung an andere weitergibt.«

Querverweis:

Ergänzend weise ich zudem gerne noch auf zwei weitere naturharmonische Gartenratgeber von Jane Moore hin:
„Pflanzen für ein naturnahes Leben“ 
Pflanzen für ein naturnahes Leben
„Pflanzen für Schmetterlinge“  Pflanzen für Schmetterlinge

Gärtnern für Ahnungslose

  • So wächst es wie von selbst!
  • von Carolin Engwert und Véro Mischitz
  • KOSMOS Verlag 2023 www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenheftung
  • 128 Seiten
  • 18,00 € (D)
  • ISBN 978-3-440-17679-5Gärtnern für Ahnungslose

EINSTIEG  INS  GÄRTNERN

Rezension von Ulrike Sokul ©

„Gärtnern für Ahnungslose“ vermittelt solides gärtnerisches Grundwissen, ohne allzu sehr in komplexere Wissenstiefen einzutauchen. Für Anfänger und Ahnungslose bietet dieses Buch einen komprimiert-informativen, praktikablen und ermutigenden Einstieg. Ein alphabetisches Register erleichtert das schnelle thematische Nachschlagen, und ein übersichtliches Glossar in der hinteren Buchinnenklappe erklärt kurz und bündig Fachbegriffe wie Anhäufeln, Fruchtfolge, Mulch, Pikieren usw…  

Thematisiert werden u.a. die unerläßlichen Gartenwerkzeuge, der Aufbau und das Wachstum von Pflanzen (Photosynthese), die Co-Evolution von Blüten und Bestäubern, verschiedene Samenarten und Gemüsefamilien (Blattgemüse, Wurzelgemüse, Frucht-gemüse, Sprossengemüse), Blütenarten (Kreuzblütler, Doldenblütler, Schmetterlings-blütler usw…), die spannenden Vorteile von Mischkulturpflanzungen, Pflanzenver- mehrung über Samen und Ableger sowie durch Teilung, passende Aussaat- und Pflanz- zeiten, verschiedene Lichtverhältnisse im Garten, um den angemessenen Standort für Schatten-, Halbschatten- und Sonnenanbeterpflanzen zu finden, Bodenbeschaffenheit (Verhältnis von Ton, Sand und Lehm), nebst einfachen Prüfmethoden zur Bestimmung der Bodenqualität sowie ein freundlich-wertschätzendes Regenwurmportrait, Boden-verbesserung durch Kompost, Urgesteinsmehl, Bentonit und Schafwolle, natürliche Gartengestaltungsmöglichkeiten, insektenfreundliche Blumenlisten quer durch die Jahreszeiten, empfehlenswerte Hecken- und Obststräucher, eine kleine Gartenvogel- kunde und übersichtliche Gemüse- und Kräutereinzelportraits.

Aufgelistete Bezugsquellen (mit Linkverweisen) für Saatgut, Blumenzwiebeln, Stauden, Gehölze, Rosen, Kräuter, Kartoffeln sowie Nützlinge und hochwertige Gartengeräte ersparen dem ahnungslosen Einsteiger umständliche Internetsuchumwege. 

Die Texte sind kurz und eingängig leicht formuliert, so daß auch Kurzstreckenleser infor-mativ mitgenommen werden. Für meinen Lesegeschmack ist der dauerduzenden Schreibstil etwas zu flapsig und enthält viele überflüssige Anglizismen, gleichwohl sind der sinnvolle stufenweise Aufbau, die anschaulichen Anleitungen, die selbstverständ- liche ökologisch-nachhaltige gärtnerische Grundausrichtung und die aufs wesentliche konzentrierte Wissensvermittlung zu loben.

Die Illustrationen mit ihrem heiteren Comicstil inszenieren sich bei den zwischen- menschlichen Gartenszenen überbetont diversitätsdekorativ. Die Naturillustrationen sind – abgesehen von gelegentlichen augenzwinkernden Blumen-, Obst-, Insekten- und Sonnengesichtern – von guter botanischer Wiedererkennbarkeit.

Erwähnenswert ist zudem, daß dieser Gartenratgeber zu entspanntem und genüß- lichem Gärtnern ohne Perfektionsanspruch animiert. Die Autorinnen raten ausdrücklich dazu, auszuprobieren und zu experimentieren, aus Fehlern oder Mißerfolgen zu lernen, sich mit anderen Gärtnern auszutauschen und durch gärtnerische Selbsterfahrung und Naturbeobachtung schließlich nicht nur Pflanzen wachsen zu lassen, sondern auch das eigene Wissen.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
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Die Autorinnen:

»Carolin Engwert ist Grafikdesignerin, Hobbyfotografin und seit 2016 Gärtnerin in ihrem Schrebergarten in Berlin. In einer Hand hat sie die Kamera und in der anderen die Gartenschere, denn beide sind Ausdrucksmittel ihrer grünen Leidenschaft.
Mit hauptstadtgarten.de erhielt sie Auszeichnungen als Bester Gartenblog beim Deutschen Gartenbuchpreis 2019 sowie beim Garden and Home Blog Award 2019.
Ihr erstes Kosmos-Buch „Abenteuer Garten“ https://www.kosmos.de/de/abenteuer-garten_1164129_9783440164129 wurde Spiegelbestseller.«

»Veronika „Véro“ Mischitz ist Diplom-Biologin, freischaffende Illustratorin und Comic-zeichnerin. Sie zeichnet regelmäßig für den Helmholtz-Wissenschaftscomic „Klar Soweit?“ und als Autorin bei KOSMOS. Ihr Herz für Vögel entdeckte sie bereits während des Studiums, als sie auf einer Feldstation in Norwegen viel Zeit mit vogelbegeisterten Freunden und Kollegen verbrachte. Die Faszination für Insekten entdeckte sie bereits in Kindertagen.«

Mein WABI SABI Garten

  • respektvoll gestalten, achtsam genießen
  • von Annette Lepple
  • Ulmer Verlag, Januar 2020 www.ulmer.de
  • Flexbroschur
  • Fadenheftung
  • 144 Seiten
  • 165 Farbfotos
  • 25,00 €
  • ISBN 978-3-8186-0943-6

Mein WABI SABI Garten

LEBENSPHILOSOPHISCHE  GARTENMEDITATION

Rezension von Ulrike Sokul ©

Annette Lepple beginnt ihren Gartenratgeber mit einer Einführung in das ästhetische Konzept des WABI SABI. Der Begriff WABI SABI 侘寂 stammt aus dem Japanischen und wurzelt im Zen-Buddhismus.

Die nachfolgend zitierten Prinzipien des WABI SABI (»Alles ist vergänglich. Nichts ist jemals fertig. Nichts ist vollkommen.« Seite 12) bedingen eine entspannte, gelassene Vorstellung von Schönheit, die das Unvollkommene, natürlich Schlichte, Einfache, Flüchtige, ja, sogar den Verfall wertschätzt.

Übertragen auf die Gestaltung des Gartens bedeutet dies, demütig und dankbar von der natürlichen Harmonie der Natur zu lernen, geschehen zu lassen und nur maßvoll und achtsam sowie mit nachhaltigen, ökologischen Methoden einzugreifen.

Dazu gehört beispielsweise die Verwendung von Naturmaterialien wie Tontöpfen, die gerne Patina ansetzen dürfen, oder von Gestaltungselementen aus Natursteinen und Totholz, die, bewachsen mit Flechten und Moosen, einerseits natürliche und veränder- liche Schönheit repräsentieren und andererseits einen Mikrolebensraum für zahlreiche Mitlebewesen bieten.

Zur WABI-SABI-Ästhetik gehört auch die Wertschätzung kunsthandwerklich herge- stellten dekorativen und funktionellen Zubehörs sowie die Weiternutzung oder Umfunktionierung alter, verwitterter Gegenstände – wobei Gegenstände selbstver- ständlich nur eine sehr bescheidene und vereinzelte Nebenrolle spielen, die Hauptrolle spielt Mutter Natur.

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Foto von Annette Lepple © Ulmer Verlag 2020

Ein WABI-SABI-Garten ist das Gegenteil eines sterilen, akribisch aufgeräumten, natur-entfremdeten Folien-Kies-Gartens, aber er ist auch kein verwilderter Garten. Die Natur wird durchaus kultiviert, aber eben nicht gewaltsam unterdrückt, sondern der WABI-SABI-Gärtner kooperiert, ja, kommuniziert mit der Natur. Dies vereinfacht viele Pflege-maßnahmen. So läßt sich z.B. durch Mulchen und standortgemäße Pflanzen der Auf- wand fürs Gießen reduzieren. Da keine Perfektion angestrebt wird, ist es in Ordnung, daß der Garten niemals fertig ist, sondern stets im Werden begriffen. Weniger Kontrollzwang im Garten führt als wünschenswerte Nebenwirkung zu mehr gartengenießerischer Muße und befriedigender Naturverbundenheit.  

»Im Idealfall entwickelt sich ein guter Garten langsam mit einem selbst.«

Im WABI-SABI-Garten wird es begrüßt, wenn sich Pflanzen selbst ihren Standort aus-suchen und nur wenn sie zu viel Raum einnehmen oder andere erwünschte Pflanzen bedrängen, werden sie reduziert oder entfernt. Der Zauber des Zufalls choreografiert ein veränderliches Erscheinungsbild des Gartens und gibt anmutigen, natürlichen Pflanzenkompositionen Raum.

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Foto von Annette Lepple © Ulmer Verlag 2020

Die Veränderlichkeit des pflanzlichen Erscheinungsbildes im Wechsel der Jahreszeiten wird beachtet und gewürdigt. Also bleiben z.B. Samenstände über den Winter stehen, zeigen ihre eigene Schönheit der Vergänglichkeit und stellen eine ökologisch wertvolle Überwinterungsmöglichkeit für Insekten und eine Futtervorratskammer für Vögel zur Verfügung. Mit WABI-SABI verbinden sich ökologisch-nachhaltige gärtnerische Methoden mit natureinfühlsamen gestalterischen und strukturellen Elementen.  

Die Autorin thematisiert u.a. unterschiedliche Möglichkeiten, den Garten mit Wasser (Teich, Brunnen, Wasserspiel, Minikübelteich, Wasserfall) zu bereichern, Lebens- und Nisträume für Tiere zu schaffen, aus Bambus, alten Ästen, Schwemmholz oder Weiden-ruten Zäune und Rankhilfen zu basteln, Gartenwege mit Rindenmulch, Kies oder Natur-steinplatten zu belegen und Trockenmauern zu installieren.

Passende Pflanzenlisten und bebilderte Einzelportraits von Blumen, Stauden, Sträuchern, Gräsern und Bäumen zeigen ein weites Gestaltungsspektrum.

Zahlreiche sehr schöne Fotos von Gartenszenerien vermitteln einen anschaulichen und inspirierenden Eindruck des meditativen und naturpoetischen Erscheinungsbildes des WABI-SABI-Gartenstils.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
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Die Autorin:

»Annette Lepple studierte Gartendesign in London und hat sich als Fotografin, Journalistin und Autorin einen Namen gemacht. Sie lebt in der Schweiz und in Frankreich, wo sie unter erschwerten klimatischen Bedingungen zauberhafte Gärten gestaltet. Nachhaltiges und genussvolles Gärtnern ist ihr ein großes Anliegen.« Sehenswerte Einblicke in Annette Lepples eigenes Gartenparadies gewährt ihre Webseite: http://www.personaleden.wordpress.com

Trocken-Helden

  • Naturnah gärtnern ohne gießen
  • von Simone Kern
  • Kosmos Verlag 2021 www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • 170 Farbfotos
  • 2 Farbzeichnungen
  • 128 Seiten
  • Format: 25,3 cm x 19,4 cm
  • 20,00 €
  • ISBN 978-3-440-17088-5

Trocken-Helden

TROCKENHEITSTOLERANTE  SCHÖNHEITEN

Rezension von Ulrike Sokul ©

Keine Frage: Die klimatischen Bedingungen fürs Gärtnern haben sich deutlich verändert. Die vertrauten monatlichen Jahreszeitengewohnheiten sind unberechenbarer gewor- den, oft gibt es plötzliche Wechsel von kalten zu warmen, von nassen und sehr nassen bis zu trockenen und sehr trockenen Wetterlagen. Dies macht besonders Gehölzen mit flachen Wurzelsystemen (Fichten) Überlebensprobleme. Doch auch für Obstgehölze, viele Gemüsearten und Stauden wird es schwieriger. Einfach nur mehr zu bewässern ist keine nachhaltige Lösung für diese Probleme, denn Wasser ist kostbar und sollte nur dosiert beispielsweise, bei Aussaat und Anpflanzungen, regelmäßig zum Einsatz kommen.

Die Autorin verschafft uns zunächst einen komprimierten Überblick über die globalen Erwärmungsphänomene, Wetterextreme mit Hitze und Platzregen, veränderte Nieder-schlagsmengen usw. Anschließend betont sie die Notwendigkeit, äußerst verantwor-tungsvoll mit Wasser umzugehen.

Damit Regen leicht versickern kann und zugleich die unterirdischen Grundwasser- speicher füllt, sollten versiegelte Flächen im Garten minimiert werden. Dazu kann man beispielsweise bei Auffahrten und Wegen Sickerpflaster, Fugenpflaster oder Kiesflächen (selbstverständlich ohne versiegelnde Unterlagen) einsetzen. Wasser, das vor Ort versickert, dient dem Pflanzenwachstum und dem Grundwasserhaushalt. Zudem läßt sich Dachflächenwasser leicht in Regentonnen sammeln und später bei Bedarf zum Gießen verwenden. Wer genug Platz hat, kann sogar eine Regen-Zisterne integrieren.

Auch der Boden sollte durch standortgerechte Pflanzungen und strukturelle Gestaltung vor Austrocknung geschützt werden. Eine mehrschichtige Vegetationsdecke bietet Schatten und kühlende Blattverdunstungseffekte. Beiläufig ließe sich übrigens ebenfalls ein Ausgleich für das aufgeheizte Stadtklima schaffen, wenn auch die Innenstädte systematisch durchgrünt würden.

Offene Bodenbereiche des Gartens sollten wahlweise mit organischem Mulch (z.B. Kompost, Laub) oder wasserdurchlässigem Kies- oder Splitmulch bedeckt werden.

Einheimische und fremde Wildpflanzen, die in Extremlagen zuhause sind, haben Wege gefunden, mit kargen Lebensbedingungen und Wasserknappheit auszukommen. Man- che Pflanzen bilden tiefe Wurzeln – so kann der Natternkopf mit seinen bis zu 2,40 cm tiefen Wurzeln sogar in Sandböden überleben -; andere Pflanzen speichern Wasser und Energie in Rhizomen, Wurzelknollen, Zwiebeln oder in fleischigen Blättern, wie bei Dickblattgewächsen (Fetthennen-Arten, Hauswurz und Mauerpfeffer).

Weitere Pflanzen schützen ihre Blätter zusätzlich mit einer Wachsschicht oder feinen Härchen vor zu starker Sonneneinstrahlung und Hitze. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt diese sinnvollen Ordnungen der Natur und kann von ihnen lernen.

Mit einer bunten Vielzahl solcher trockenheitsverträglichen Pflanzen beschreibt die Autorin verschiedene Beetgestaltungsmöglichkeiten – je nach Standort und vorhan- dener Bodenbeschaffenheit. So leselustwandeln wir durch Präriebeete, Steppenbeete, einen klassischen „Gravel Garden“ (Kiesgarten), Steinbeete, Natursteinmauern, mediterrane Beete, Sonnenterrassen, trockene Schattenbeete, Vorgärten und Hauszu- gänge, Rosenbeete, Dachbegrünungen, Wildblumenwiesen, Insektenbeete …

Anschließend folgen Hinweise zur schonenden Bodenbearbeitung, Mulchempfehlungen, gartenpflegerischen Maßnahmen und bedachtsamem Gießverhalten. Für junge Gehölz-pflanzungen empfiehlt sich eine Vertiefungsmulde mit Gießrand, weil sich dort Regen-wasser besser sammelt. Wenn dort gegossen wird, dann maximal zweimal wöchentlich großzügig, damit das Wasser in die Tiefe sickert und das Wurzelwachstum in tiefere Bodenschichten angeregt wird.

Bebilderte Pflanzeneinzelportraits stellen eine Anzahl von Gehölzen, Stauden, Gräsern und Zwiebelpflanzen vor, die zu den pflegeleichten Trockenhelden gehören. Eine ausge-wogene Kombination aus einheimischen und eingewanderten Pflanzen bietet ein gutes Blühangebot für die Insektenwelt, da sich in solchen lokal-globalen Pflanzenkombi- nationen Früh- und Spätblüher hervorragend ergänzen.

Dieser Gartenratgeber bietet detailreiche praktische Anleitungen zum Gärtnern angesichts zunehmender Trockenheitsphasen. Die Wissensvermittlung ist übersichtlich strukturiert und erweitert den ökologischen Horizont hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Klima, Boden, Wasser und Vegetation und animiert zur Einflußnahme auf das Kleinklima im eigenen Garten.

Die vielen attraktiven Fotos von Pflanzkombinationen und Beetgestaltungen wecken unmittelbare Lust, neue botanische Bekanntschaften aus dem anschaulich darge- stellten Fundus trockenheits-toleranter Pflanzen in den Garten einzuladen.

Und da – trotz der Weniger-ist-mehr-Regel – ein bißchen Gießnachhilfe sein darf, zum Ausklang noch ein Hinweis auf den idealen Gießzeitpunkt:

»Empfehlenswert sind die frühen, noch kühlen Morgenstunden. Dann sind Erde und Pflanzen noch feucht vom Tau. Da kann zusätzliches Wasser gut in den Boden ein-dringen. Blätter, welche beim Gießen nass geworden sind, werden ohne Problem in der milden Morgensonne trocknen.« (Seite 85)

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Die Autorin:

»Simone Kern studierte Landschaftsarchitektur und hat im Allgäu ihr eigenes Planungs-büro. Schwerpunkt ihrer vielfältigen Projekte sind naturnahe Gartenanlagen. Dabei sammelte sie langjährige Erfahrungen – stellte damit aber auch hautnah fest, dass sich durch den Klimawandel das Gartenleben massiv verändert. Darauf reagiert sie bei der Gestaltung von Gärten, in denen sich Menschen wohl und geborgen fühlen sollen. Auch Pflanzen und Tiere finden darin neue Lebensräume.
Draußen in der Natur, im eigenen Garten, beim Beobachten, beim Erfahren fremder und heimischer Landschaften – hier holt sie sich ihre Inspirationen.
Über ihre Tätigkeit als Landschaftsarchitektin hinaus engagiert sich Simone Kern seit langem zudem in ökologischen Projekten, insbesondre für den Schutz von Insekten. Ihr praktisches wie theoretisches Wissen gibt sie gerne in Workshops, durch Fachvorträge und Veröffentlichungen weiter.«

Querverweis zu weiteren empfehlenswerten Sachbüchern von Simone Kern:

Der antiautoritäre Garten/Gärten, die sich selbst gestalten“
Der antiautoritäre Garten
„Mein Garten summt/Ein Platz für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln
Mein Garten summt
„Wilde Kübel – unkompliziert, naturnah und insektenfreundlich“ Wilde Kübel

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Pflanzen für ein naturnahes Leben

Pflanzen für ein naturnahes Leben. 2jpg

NATURVERBUNDEN  GÄRTNERN

Rezension von Ulrike Sokul ©

Wenn Sie den Einfluß, den Sie auf die Gestaltung Ihres Gartens haben, dazu nutzen möchten, Artenvielfalt und ökologische Nischen zu fördern, dann finden Sie dafür in Jane Moores Gartenleitfaden eine sehr überschaubare und praxisnahe Anleitung.

Neben empfehlenswerten Pflanzen, die Wildtieren und Insekten sowohl Rückzugs- und Nistmöglichkeiten als auch Nahrung bieten, gibt die Autorin dienliche Hinweise auf strukturelle Gestaltungselemente, die den Lebensbedürfnissen von Wildtieren ent- gegenkommen.

So ist – sofern die Gartengröße es erlaubt – das Pflanzen zumindest eines Baumes stets  sinnvoll, da Bäume vielen Lebewesen einen guten Lebensraum und Nahrung bieten. Tot-holzhaufen geben ebenfalls vielen Mikroorganismen, Pilzen und Insekten Raum und Nahrung, und die Insekten wiederum dienen Vögeln und Kleinsäugern als Nahrung. Da grundsätzlich KEIN Kunstdünger verwendet werden soll, braucht es zudem einen Kom-posthaufen, der mit Hilfe von natürlichen Mikroorganismen organischen Dünger „herstellt“.

Generell ist eine deutlich weniger strenge Ordnung, mit ungemähten Rasenbereichen und verwilderten, ungestörten Nischen sowie der absolute Verzicht  auf tödliche Pestizide der natürlichen Lebenskraft des Gartens förderlich. 

Die Attraktivität für Wildtiere wächst zudem durch das Angebot von flachen Wasser- stellen zum Trinken und Baden und besonders durch einen Teich. Die Autorin widmet ein ganzes Kapitel der Anlage eines Teichs und empfiehlt auch passende Wasser- und Uferpflanzen.

Bei allen Gestaltungsmaßnahmen und Pflanzenempfehlungen beschreibt die Autorin, wie sich der Nutzen für Wildtiere mit praktischem gärtnerischen Nutzen und gärtne- rischer Ästhetik sinnvoll ergänzt. Ihre Pflanzenempfehlungen umfassen ein- bis mehr- jährige Stauden und Kräuter, diverse Kletterpflanzen, Sträucher, Obstbäume und Heckenpflanzen.

Pflanzen für ein naturnahes Leben. Hecken

Illustration von Holly Astle © Gerstenberg Verlag 2022

Erfreulich fand ich besonders Jane Moores Loblied auf den Efeu, der sich als guter Bodendecker eignet und als Kletterpflanze. Efeu ist immergrün, bietet vielen Tieren Unterschlupf, und seine Blätter sind für viele Schmetterlingsarten Raupenfutter. Außerdem blüht er erst im Herbst und serviert Insekten und Bienen viel Nektar und Pollen. Die entsprechend später reifenden Beeren ernähren anschließend im Winter wiederum Vögel. Diese positive Efeubilanz kann ich für meinen Garten nur bestätigen.

Einige sachdienliche Hinweise über die wichtige Rolle der Regenwürmer für die Boden-qualität, zu Igelschlupfwinkeln, Insektenhotels, Vogelfutterstellen und Vogeltränken sowie Tipps zum erfolgreichen Beobachten von Wildtieren im eigenen Garten runden das naturförderliche Informationspaket stimmig ab.

Die Illustrationen sind graphisch-stilisiert und sehr dekorativ. Für ein botanisches Bestimmungsbuch wären sie nicht angemessen präzise, indes sind sie für die hier vorliegenden Gartengestaltungsanregungen durchaus passend.

Jane Moore gelingt es mit unaufdringlicher Beiläufigkeit, daß man bei der Lektüre den eigenen Garten verstärkt aus der Perspektive eines Wildtieres wahrnimmt. Eine solcher-art angeregte Empathie erleichtert die Entscheidung für mehr Wildnis und beflügelt zum naturnahen Gärtnern. 

»Eine naturnahe und ökologische Gartengestaltung hilft Ihnen dabei, dass nach und nach eine stabile Nahrungskette und im Garten ein eigenes Ökosystem entsteht.«
(Seite 46)

»Wildtiere schätzen Gärten, in denen sie Schutz und Deckung, gute Nahrungs- und Wasserquellen und einen sicheren Schlafplatz finden.« (Seite 88)

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Die Autorin:

»Jane Moore ist seit 30 Jahren engagierte Gärtnerin. Einst beaufsichtigte sie den Garten einer Benediktinerabtei, später wurde sie Autorin für Gartenmagazine und Redakteurin für Gartensendungen der BBC. Moore verfügt über ein erstaunliches Pflanzenwissen, das sie mit Begeisterung an andere weitergibt.«

Querverweis:

Ergänzend weise ich zudem gerne noch auf Jane Moores Buch „Pflanzen für Schmetterlinge“ hin: Pflanzen für Schmetterlinge

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Worauf fliegst du?

  • Tierparadiese pflanzen und pflegen
  • von Bärbel Oftring
  • KOSMOS Verlag, 1. Auflage 2021 www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenheftung
  • Format: 215 x 185 x 14 mm
  • 250 Farbfotos
  • 144 Seiten
  • 18,00 €
  • ISBN 978-3-440-17263-6

Ausgezeichnet mit  dem „Deutschen Gartenbuchpreis 2022“ in der Kategorie „Tiere im Garten“

Worauf fliegst du

TIERFREUNDLICHE  INFRASTRUKTUREN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Worauf fliegst du?“ bietet eine komprimierte und übersichtliche Anleitung für die tier-freundliche Gartengestaltung. Dabei kommt es nicht nur auf die Auswahl standortge- rechter einheimischer Pflanzen an, die mit einem guten Nektar-, Blütenpollen- und Früchtevorrat aufwarten, sondern auch auf diverse Kleinstrukturen, die Vögeln, Insek- ten und gegebenenfalls auch Igeln, Eichhörnchen, Siebenschläfern, Haselmäusen, Kröten, Fröschen und Molchen sowie Blindschleichen und Eidechsen einen angemessen- en Lebensraum eröffnen.

Ausreichende pflanzliche Nahrungsquellen sind lebenswichtig, doch ungestörte Rück-zugsräume beispielsweise für den Jahreslauf der Entwicklungsphasen von Insekten, frostschützende Überwinterungsgelegenheiten in Spalten und Löchern von Totholz und Schichten von Laubstreu, sind gleichermaßen wichtig, ja, notwendig für den Lebens- zyklus zahlreicher Insekten. Vögel brauchen zum erfolgreichen Nisten dichte, gerne auch dornige Gehölze und Wildsträucher, Hecken sowie Bäume. Mauer- und Wandbe- grünungen mit Efeu oder anderen Rankpflanzen bieten ebenfalls gute Nist- und Lebensräume für Vögel und Insekten. Der Garten sollte nicht von steriler Ordnung geprägt sein, sondern von einer natürlich gestalteten Wildnis.

»Eine große Vielfalt an Pflanzen genügt nicht, Tiere brauchen auch verschiedene Struk-turen, in denen sie sich verstecken, schützen und vermehren können. In jedem Garten gibt es genügend Platz für viele solche Kleinstlebensräume, die durch weniger Aufräumen auch von selbst entstehen.«

Zu den allgemeinen Empfehlungen gehört der absolute Verzicht auf Insektizide, Herbi- zide und Fungizide sowie mineralische Dünger. Außerdem wird viel Freiraum für Blumenrasen und Blumenwiesen anstelle von „ordentlicher“ Rasenmonokultur empfohlen. Verwelkte Sommerblumen, abgeblühte Stauden und Gräser sollten den Herbst und Winter über weitgehend stehenbleiben, da deren Samenvorrat noch so manchen Vogel durchfüttern kann und weil in hohlen Pflanzenstängeln viele Insek- tenlarven überwintern, die sonst beim „Aufräumen“ entsorgt werden, so daß im Früh- jahr diese neue Insektengeneration ausfällt. Außerdem schützt eine geschlossene Pflanzendecke nebst Laubstreu den Boden vor Erosion und dient den Bodenorganismen als natürlicher Dünger.

»Pflanzengerecht düngen heißt, Regenwürmer und alle anderen Bodenlebewesen mit organischen Materialien zu ernähren.« (Seite 6)

Weitere für Tiere einladende Gartenbedingungen sind Reisig-, Geäst und Totholzhaufen, Holzstapel, alte Wurzelstöcke, offene, möglichst trockene, sandige oder lehmige Boden-bereiche für bodennistende Wildbienen, lose Steinhaufen und Trockenmauern aus Natursteinen mit offenen Fugen und Hohlräumen und einige Wasserstellen – sei es in Form eines Teichs und/oder durch Wasserschalen -, die zahlreichen Tieren als Tränke und „Badeanstalt“ dienen.
 
Nacheinander werden im Buche die Lebensbedürfnisse von Vögeln, Insekten, Bienen und Wespen, Schmetterlingen sowie Igeln, Eichhörnchen und Co. erläutert. Übersicht- liche Einzelportraits beschreiben auf jeweils einer Doppelseite die Lebensbedürfnisse weitverbreiteter Tierarten, nebst individueller Nahrungs- und Nistplatzvorlieben und typischer Verhaltensweisen. Zahlreiche Farbfotos und eine steckbriefartige Beschrei- bung helfen bei der Tierbestimmung. Dabei wird jedem Tier eine besonders passende Pflanze zugeordnet, die ebenfalls abgebildet und mit ihren botanischen Eigenschaften vorgestellt wird.

So lernen wir über 80 Gartentiere und Pflanzen kennen und können, je nachdem welche Tiere sich vielleicht bereits im Garten gezeigt haben oder welche wir gerne noch ein- laden möchten, entsprechende förderliche botanische und gartenstrukturelle Gestaltungen vornehmen.

Ein alphabetisches Register hilft beim gezielten Nachschlagen. Einige Seiten mit Steck-briefen weiterer empfehlenswerter Gartenpflanzen sowie eine Nahrungspflanzen-Über-sichtstabelle mit aufgelistetem Bienenweidenwert für Honigbienen ergänzen das gärtnerische Wissensspektrum. 

Bärbel Oftring zeichnet sich auch bei diesem Ratgeber wieder durch einen fundierten und sehr anschaulich-lebendigen Schreibstil aus, der ökolo- gische Wissensvermittlung und praktische Informationen gekonnt mit naturliebhaberischer Motivation verbindet.

 

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
Kosmos Verlag: Worauf fliegst du?

Die Autorin:

»Bärbel Oftring ist Diplom-Biologin mit den Schwerpunkten Botanik, Zoologie und Paläontologie. Ihre Liebe zur Natur setzt sie heute als Autorin, Redakteurin und Heraus-geberin von zahlreichen Sachbüchern für Kinder und Erwachsene sowie in erlebnisreichen Naturforscheraktionen in die Tat um. Ihre Bücher vermitteln auf anschauliche und interessante Weise, was es alles über Tiere und Pflanzen in der Natur und im Garten zu entdecken gibt. Viele wurden bereits ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Die engagierte Naturforscherin lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund bei Böblingen.«

Querverweis:

Eine harmonische Ergänzung mit dem Schwerpunkt auf insektenfreundliches Gärtnern bieten folgende Sachbücher von Simone Kern:

„Mein Garten summt!“ sowie der JAHRESPLANER „Mein Garten summt“
Mein Garten summt
„Wilde Kübel – unkompliziert, naturnah, insektenfreundlich“
Wilde Kübel
„Der antiautoritäre Garten/Gärten, die sich selbst gestalten“
Der antiautoritäre Garten

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