Suzi Moore
Mein Herz schlägt für uns beide
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Verlag: cbj (26. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570156452
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Lexiland
€ 12,99
»Meine Schwester starb am 1. März, und das war richtig blöd. Immerhin war das mein Geburtstag. Es war unser Geburtstag. Laura war meine Zwillingsschwester.«
So beginnt Emma ihre Geschichte – eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft. Ohne ihre vorlaute, starke Schwester fühlt sich Emma verloren und unsichtbar. In der Schule ebenso wie in ihrer Familie. Nachts, wenn sie die Augen schließt, hört sie Lauras Stimme, die ihr Mut zuspricht. Doch eines Tages begegnet sie Lexi und alles verändert sich. Lexi ist wild, geheimnisvoll und Emma wird unaufhaltsam hineingezogen in Lexis wunderbar-verrückte Welt. Lexis Temperament und Zuneigung geben Emma Kraft, endlich die richtigen Fragen zu stellen und ihren eigenen Weg zu finden … Eine bewegende Geschichte über das Loslassen und Abschiednehmen.
„Mein Herz schlägt für uns beide“ von der Autorin Suzi Moore erzählt die Geschichte von Emma, ihrer Familie und ihrer verstorbenen Schwester Laura. Emma und Laura waren eineiige Zwillinge, und das werden sie auch bleiben, auch über den Tod hinaus. Und genau um diesen geht es – um den Verlust der Tochter und Schwester.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Emma schildert
diese ihre Monate nach dem Geschehen, wie es in der Schule läuft, weil man behandelt sie seitdem anders ,
wie die Eltern miteinander umgehen und den Verlust der Tochter tragen,
letztendlich ist da noch der kleine Bruder Rory.
Es war der 1. März im vergangenen Jahr, als Laura starb und
Emma beschließt, sie will nicht mehr an diesem Datum Geburtstag haben.
Schließlich war das ihr Tag – der von den Zwillingen Laura und Emma. Und nun war es der Todestag von Laura.
Für sie steht definitiv fest, kein Geburtstag am 1. März.
Unser Geburtstag
– Zwillingsgeburtstag.
Emma, der Wissenschaftszwilling
Laura, der Kunstzwilling,
so nannte Mum sie.
Emma wollte auch kein Weihnachten
mehr, denn das letzte war für die ganze Familie schlimm, ohne Laura.
Wenn sich die Eltern doch nicht
immer so viel streiten würden und dann immer dieses Getue, ob es ihr gut ginge,
also was sollte das alles?
Ohne irgendetwas zu verraten, man
hatte Emma in dem Glauben gelassen, dass Laura auf der Geburtstagsfeier an
einem Stück Kuchen erstickt sei.
Ab sofort war der 5. Juli ihr neuer
Geburtstag. Und da war sie auf einmal, die Stimme in der Nacht, Laura? Oder
waren es Emmas Gedanken, die mit ihr sprachen, die ausdrückten, wie sehr ihr
Laura fehlte, sie vermisste. Aber Emma vermisste noch viel mehr!
Kurz vor dem verhaßten 1. März
kommt eine Neue in Emmas Klasse, eine Piratin! Nein, nicht wirklich, sie hieß
Alexandria, kurz Lexi genannt. Das Wort Piratin hatte Emma ihr gegeben, weil
Lexi eine Augenklappe trug.
Emma, dieses kleine Mädchen, die
sich selbst im Weg steht, so klug und doch so verletztlich, wo immer sich ein
Fettnäpchen auftat, sie trat hinein. Freunde werden sie und Lexi zu Beginn der
Geschichte nicht. Lexi und Emma, die so viel gemeinsam haben, jede auf ihre
Art.
Erst der Besuch bei Emma Opa in den
Osterferien bringt eine positive Veränderung für sie. Die Eltern machen
getrennt ein paar Tage Urlaub, man könnte es auch Auszeit nennen. Die Mutter
ist mit Rory zu ihrer Schwester nach London gefahren, und Emma erlebt ein
besonderes Highlight, zusammen mit dem Vater fährt sie zu ihrem Opa nach
Oxford. Opa wohnt auf einem Hausboot!
Opa ist es auch, der mit ihr
Fahrrad fährt, was sie daheim nicht darf, der ihr zeigt, was das Internet
bedeutet und wie man per Mail miteinander kommuniziert. Ihm gegenüber öffnet
sich Emma und erzählt alles von Lexi.
Der Grundstein für eine wunderbare
Freundschaft wurde hier gelegt, nun mussten sie beide noch die Steine darauf
setzen. Ich habe mir das mal bildlich vorgestellt, wie wenn Kinder mit den
Duplosteinen bauen. Die Legoplatte und dann darauf die Duplos setzen. Nicht
immer klappt es beim ersten Mal.
S. 106 Opa ist der Beste!
Doch zu Hause gibt es den nächsten
Ärger mit der Mutter, weil Opa mit Emma Fahrrad gefahren ist.
S. 108 ... stellte sie lauter
komische Fragen darüber, ob ich es anstrengend gefunden hätte und ob ich außer
Atem gewesen sei. Jetzt hatte sie sogar Angst, weil ich Rad gefahren war!
Das Buch „Mein Herz schlägt für uns zwei“ ist so berührend
geschrieben, auch wenn es klar ist, dass Laura nicht an einem Kuchen erstickt
sein kann. Und trotz der Traurigkeit spürt man das Lebendige, das „schaut mal
her, ich bin da und mir tut es auch weh, aber Laura möchte mit uns leben,
fröhlich sein, auch wenn sie nicht mehr lebt“.
„Zeit der Geheimnisse“ ist aufgeteilt in 26 Kapitel. Der
ewige Kreislauf der Natur, des Lebens, das Leben und Sterben zum Alltag
gehören, die Autorin hat hier ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Es nicht zu
lesen, Emma und Laura und auch Lexi nicht kennen zu lernen,
ich bin sehr froh, dass mich die Kurzinfo angesprochen
hatte.
Meinem Bauchgefühl ein ganz „dickes Danke!“
Was soll ich noch mehr schreiben? Meine Empfindungen,
überhaupt alles zum Thema, Verlust, Trauer, Freude, die Autorin hat mich von
der ersten Seite an abgeholt und es hat einige Zeit gedauert, bis ich nach
dem Ende aus der Geschichte entlassen wurde.
Ich bin gespannt, ob und wie es weiter geht mit
Das Buch erhält meine absolute Leseempfehlung – für Jung und
Alt, Eltern, Großeltern, Tante usw.
Aufgewachsen in Manchester, lebt Suzi Moore heute in
Somerset, wo sie viele Jahre lang als Nanny und Lehrerin sowie als
Sozialarbeiterin mit Kindern aus Pflegefamilien gearbeitet hat. "Mein Herz
schlägt für uns beide" ist ihr Kinderbuchdebut, das in der britischen
Buchszene großes Aufsehen erregt hat.
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