Archiv für Juli 2022

25
Jul
22

Eichhörnchentage…

Heute hat mir das „Diese Musik könnte Dir auch gefallen…“-Programm von Spotify das Lied „Eichhörnchentag“ von Ina Müller vorgespielt. Ich habe das noch nie vorher gehört, kannte auch Ina Müller nicht, aber das Lied fand ich recht ansprechend. Ina Müller singt ziemlich humorvoll von den Schwierigkeiten, die ein Mensch mit Aufmerksamkeitsstörung in seinem Alltag erlebt… […]

Eichhörnchentage…

Dies ist ein „Teaser“, das erste e ist wichtig, zu einem Artikel meines lieben und geschätzten Kollegen, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

21
Jul
22

Die Spatzen pfeifen’s von den Dächern…

Es gibt da eine Plattform, die heißt Twitter. Zu deutsch Zwitschern. Für kleine Pfiffe und Anpfiffe nebenbei, die in 140 Zeichen ausgedrückt werden können. Die 140 stimmt wohl nicht mehr so ganz, aber das Prinzip soll dasselbe sein.

Ich stelle fest: Twitter ist nichts für mich. Es ist die Ausgeburt des Ungefiltert-in-die-Welt-Posaunens, also quasi WhatsApp in schlimmer, weil ich bei WhatsApp bestimmen kann, was ich wem schreibe und von wem ich was lesen will. Bei Twitter bekomme ich nicht nur vorgesetzt, was Menschen schreiben, deren Gezwitscher ich zu lesen entschieden habe – nein, ich bekomme auch noch ständig vorgesetzt, was andere Leute schreiben, denen Menschen folgen, denen wiederum ich folge. Ein Schneeballsystem. Kannste nicht abstellen, das Ding geht halt so. Im Endergebnis sind über 90% der Beiträge in meiner „Timeline“ solche, die ich nie bestellt habe. Nicht nur Leute, die – wie Blogger ja auch – ihre persönliche Weltsicht in die Welt blasen, sondern auch hunderttausende und aberhunderttausende, deren Lebenszweck augenscheinlich darin besteht, anderen zu sagen, was sie zu denken und zu sagen bzw. gerade nicht zu denken und zu sagen hätten. Es hat sie niemand um ihre Meinung gefragt, aber sie drängen sie auf und beanspruchen auch, irrtumsfrei zu sein und darum keinen Widerspruch erfahren zu können. Soziologisch mag das höchst interessant sein, aber auch höchst ermüdend, und in den Abgründen der Übergriffigkeiten und Beleidigungen wird mir übel.

Und wenn da bei all dem unverlangt Vorgestellten mal was bei ist, was interessant wäre, wozu man was zu sagen hätte – dann kann man es nicht formulieren. Denn 140 Zeichen – was ist das schon? Und selbst wenn es 200 Zeichen sind, wie soll man damit einen vernünftigen Gedanken formulieren?

Erstaunlicherweise tragen aber auf Twitter noch mehr labile Menschen (nehmen Sie das bitte nicht als Wertung, ich meine damit Menschen, deren seelisches Gleichgewicht leicht zu erschüttern ist) ihre Lebensgeschichte vor als in Blogs. Die fallen dann natürlich den Wölfen schnell zum Opfer, und gern auch einmal übereinander her. So gab es dieser Tage eine hitzige Debatte darüber, ob „Trigger-Warnungen“ notwendig, hilfreich, unsinnig oder schädlich seien. Wer am wenigsten dazu zu sagen haben durfte, waren übrigens diejenigen, die beruflich mit diesem Thema umgehen: Psychiater und Psychotherapeuten. Die Roten Khmer lassen grüßen, die jeden Brillenträger als Intellektuellen und damit Systemfeind identifizierten.

Nein, Twitter ist nichts für mich. Ich überlege gerade noch, ob ich meinen Zugang zu dieser Plattform ein für allemal schließe, oder ob ich „nur“ der App im Handy die Benachrichtigungen untersage. Aber suchen Sie mich da nicht; da bin ich nicht zuhaus.

15
Jul
22

Mainstream, Minderheit und Predigt

Am 20. Mai hat das Landgericht Bremen den Martini-Pastor Olaf Latzel vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen. (Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt hat.) Das ist mir bisher entgangen; am 20. Mai ist meine Mutter verstorben, und wir hatten logischerweise andere Prioritäten.

Im Prinzip halte ich dieses Urteil für wichtig und richtig: es muß möglich sein in einer offenen Gesellschaft, Ansichten zu vertreten, die nicht dem Mainstream oder der politischen Leitlinie des Staates entsprechen. Eine Gesellschaft, die sich als tolerant ansieht, muß das aushalten – anderenfalls stellt sie sich in die lange Reihe der Meinungsdiktate von der Antike über das Mittelalter und den Absolutismus bis zu den Diktaturen des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein System, das – um bei Latzels inkriminiertem Vortrag zu bleiben – die Ablehnung von ausgelebter Homosexualität unter Strafe stellt, ist ebensowenig freiheitlich-demokratisch wie das Putin-Regime, der (in treuer Nachfolge der NS-Ideologie, das muß auch mal eben gesagt sein) genau diese Ablehnung zur Staatsraison macht.

Darum kann und darf es nicht sein, daß ein bundesdeutsches Gericht einen Pastor verurteilt, wenn dieser sagt, aufgrund seiner biblischen Studien sei er zu der Erkenntnis gekommen, homosexuelle Handlungen seien von Gott nicht gewollt und würden darum zur Entfremdung mit Gott führen (mit anderen Worten: sie seien Sünde). Das geht nicht nach dem Selbstverständnis des deutschen Staates und den Grundrechten, die sich dieser Staat in sein Grundgesetz geschrieben hat. Es geht auch nicht nach dem Prinzip der Trennung von Kirche und Staat, und wer das nicht versteht, möge sich bitte mal eine Stunde Zeit nehmen und die Theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen (29.-31. Mai 1934) durchstudieren.

Weiterlesen ‚Mainstream, Minderheit und Predigt‘
14
Jul
22

Finde den Fehler!

Screenshot aus arte. https://www.arte.tv/de/videos/086890-000-A/kranke-geschaefte/

07
Jul
22

Demokratie? Gülle drauf!

Das, was diese „Landwirte“ da abziehen, ist Landfriedensbruch und somit Terrorismus – nichts anderes. Eine Regierung, die einen Funken Rückgrat besitzt, schickt da keinen Vermittler. Mit Terroristen darf man nicht verhandeln, denen muß mit der ganzen Macht des Gesetzes Einhalt geboten werden: Haft, Tatwerkzeug einziehen. (So ein Trecker hat den Neupreis eines Einfamilienhauses samt großzügigem Baugrundstück. Das tut weh, wenn man den so verzockt.)

Die wahren Drahtzieher bekommt man so freilich auch wieder nicht, denn die sitzen in bequemen Ledersesseln in Bürohäusern in Den Haag oder Amsterdam.




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