Mein Freund, der junge russische Organist Nikolai Karpov, läßt die ukrainische Nationalhymne ertönen. Und noch mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Putin_chuilo
Mein Freund, der junge russische Organist Nikolai Karpov, läßt die ukrainische Nationalhymne ertönen. Und noch mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Putin_chuilo
In einem Haus…
In einem Haus sind mehrere Wohnungen, in denen WGs wohnen. In zwei dieser WG haben sich Leute eingemietet, die seitdem ständig behaupten, die gesamte WG wolle gar nicht mehr in diesem Haus wohnen und ins nächste Nachbarhaus umziehen. Den anderen WG-Mitbewohnern sind solche Ideen fremd; sie wollen einfach nur ihr Leben leben.
Der Nachbar nun stimuliert diese Agitatoren. Sie kündigen eines Tages einseitig das Mietverhältnis für die gesamte WG, fristlos, und wollen mit Sack und Pack zum Nachbarn übersiedeln. Weil aber der Vermieter damit nicht einverstanden ist und erstens auf Einhaltung des Mietvertrags pocht, zweitens erklärt, daß er mit diesen Leuten gar keinen Vertrag hat und sie den Vertrag darum nicht kündigen können, stürmt der Nachbar nun, unter Berufung auf das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung, das Haus, verwüstet sämtliche Wohnungen darin und erklärt, er tue das nur, um das Grundrecht der Agitatoren auf Unverletzlichkeit der Wohnung zu wahren.
Einen Angriffskrieg mit Art.51 der UN-Charta zu begründen, ist nun wirklich der Gipfel des Hohns. Kann eigentlich der UN-Sicherheitsrat, wenn es um eines der ständigen Mitglieder geht, Sanktionen verhängen, oder kann das Mitglied alle Sanktionen gegen sich selbst mittels Veto verhindern? Falls letzteres zutreffen sollte, hätten die Väter der UNO mit diesem Veto-Recht einen kapitalen Bock geschossen.
Ich habe es bestimmt schon oft geschrieben: jeder Tod ist eine Katastrophe für die Hinterbliebenen, egal wie jung oder alt, krank oder nicht. Von dieser Sicht her ist es auch völlig unerheblich, was konkret den Tod verursacht hat – außer wenn man der Meinung ist, eine Schuldzuweisung mache den Verlust erträglicher. (Ich halte das für einen gefährlichen und archaischen Irrtum.)
Allerdings war es einmal einer Witwe durchaus wichtig zu wissen, ob ihr Mann nach einem Herzinfarkt gegen den Baum gefahren war oder nach dem Unfall einen Herzinfarkt erlitten hatte.
Nun regt sich das Kleinvolk wieder auf, bereitet eine Klage vor (in wessen Namen eigentlich? Werden da Hinterbliebenen Gefühle aufdiktiert?) – weil eine Ministerin gesagt hat, jedes verstorbene Kind sei tragisch, aber man müsse auch differenzieren, ob es an oder mit Covid gestorben sei.
Wie gesagt: den Hinterbliebenen ist das vermutlich egal. Für vernunftgeleitete Analyse und Entscheidung ist das aber eminent wichtig. Was in der Twitterblase gerade passiert, steht auf dem geistigen Stand von vor 500 und mehr Jahren, als man nicht danach fragte, ob ein Stirnrunzeln einer alten Frau krank machen könnte. „Die hat mich angestarrt jetzt bin ich krank, die ist eine Hexe.“
Wer hier widersprechen will, muß notwendig auch verweigern, einen Unterschied zu machen zwischen „trotz bzw. mit Impfung erkrankt“ und „durch die Impfung erkrankt“ und stellt sich damit genau auf Quärdänker-Niveau, nimmt sogar ihre verquäre Argumentation auf. Wenn die Politik sich auf dieses Niveau begibt, ist unsere Kultur am Ende; dann herrscht der pure angstgesteuerte Aktionismus.
Die Ministerin hat ungeschickt gesprochen. Nicht jede Wahrheit will das Volk auch hören. Aber ich bevorzuge Menschen, die unangenehme Dinge beim Namen nennen. Allen anderen empfehle ich „Biedermann und die Brandstifter“ zu lesen und – Achtung! – zu verstehen.
Sie sind wirklich in Schwierigkeiten. Sie tun, was sie können, mit all ihrem beruflichen Fachwissen – aber es reicht nicht. Die Bedrohung ist stärker. Und jedes Mal, wenn sie meinen, sie kämen endlich voran, kommt eine neue Welle angerollt und wirft sie wieder zurück. Wie gut, daß wenigstens das Boot solide ist – immerhin. Aber der Mut verläßt sie, wird Welle für Welle fortgespült. Wenn doch nur Jesus da wäre! Gestern erst hatte er tausenden Menschen zu essen gegeben; er könnte jetzt auch etwas für sie tun! Nur, Jesus ist weit weg…
Weiterlesen ‚Die Grenzen überschreiten‘
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