Lesungen: AT: Jes. 2, 1-5
Epistel: (Eph. 5, 8b-14) Evangelium: Matth. 5, 13-16
Predigttext: Röm. 6, 17-23
Bevor wir in den Text einsteigen, scheint es mir angebracht, den Begriff der „Gerechtigkeit“, der hier gebraucht wird, richtig zu verstehen. Gerechtigkeit ist hier natürlich das Gegenteil von Sünde. Aber ist es die Gerechtigkeit der Richter und der Strafe? Das sei ferne, würde Paulus sagen. Die Gerechtigkeit Gottes ist nicht eine Gerechtigkeit der Verdammung, sondern der Rechtfertigung. Und die ist eben nicht mit Vorwürfen gekoppelt, wie es unser Sprachgebrauch unterstellt, sondern hören wir Rechtfertigung im Wortsinn: zurechtbringen, richtig machen. Den Fehler, den Irrtum korrigieren – aber nicht strafen, und schon gar nicht den Irrenden vernichten! Gerechtigkeit ist hier also pädagogisch, auch heilend, wenn Sie wollen. Und bestimmt nicht Strafe!
Und in unserem Abschnitt könnte Paulus statt „Gerechtigkeit“ auch einfach „Gott“ sagen. Genauer: „Geist Gottes“. Er spricht von Gerechtigkeit, um den Kontrast zu unterstreichen zwischen der Sünde, die mit Lohn und Sold arbeitet, und Gott, der schenkt. Weiterlesen ‚Untertan‘
Archiv für August 2014
10
Aug
14


Neueste Kommentare