Archiv für Januar 2011

26
Jan
11

Organspende. Ein Organ spenden? Eines annehmen?

In wenigen Wochen wird in meiner Stadt eine Art „Runder Tisch“ stattfinden zum Thema „Organspende in den Religionen“. Als Vertreter der protestantischen Fraktion werde ich mit am Tisch sitzen… und frage mich schon, was ich dort zu sagen haben werde. Natürlich gibt es Literatur, aber… wenig Evangelisches, zumindest auf französisch.

Einstweilen bin ich so weit: Weiterlesen ‚Organspende. Ein Organ spenden? Eines annehmen?‘

14
Jan
11

I want Gespräch sofort…

Die Wortteufelin hat das Thema in Kleinbloggersdorf angerissen (und mehrere andere Blogs greifen es auf), aber es ist für mich momentan auch im richtigen Leben (RL) aktuell.
Nämlich habe ich einen Presbyter an der … äh, Hand (sagen wir mal so), der der festen Ansicht ist, man könne ein Pfarramt gar nicht ohne Handy ausüben. Ich bin anderer Ansicht. Nun könnte ich es machen wie mein junger Kollege, mir für teures Geld (28 Euro im Monat; drunter geht’s kaum) ein Diensthandy geben lassen und es dann nicht benutzen. Das will ich aber nicht.

Aber mal ganz ehrlich: zwischen 1520 und etwa 2000 hatten evangelische Pastoren gar keine Möglichkeit, ein Handy zu haben. Autotelefon leisteten sich nur Ärzte und Anwälte, aus gutem Grund.
Und es gibt im Prinzip drei Situationen, in denen ich angerufen werden kann:

  1. Ich sitze in meinem Büro und arbeite: schreibe eine Predigt, lese ein Buch, führe Register oder schreibe einen Blogeintrag
    Das Diensttelefon liegt neben mir. Man kann mich für wenig Geld erreichen; die meisten Leute haben einen Pauschaltarif ins Festnetz. Wozu ein Handy?
  2. Ich bin – egal ob im Büro oder unterwegs – in einem Gespräch, vielleicht gar im Gebet.
    In dieser Situation wird das Diensttelefon, sofern ich im Büro bin, ausgeschaltet: der Anrufer landet auf dem Anrufbeantworter. Hätte ich ein Handy, wäre es ebenfalls ausgeschaltet. Das seelsorgerliche Gespräch oder auch die Arbeitssitzung haben Vorrang. (Übrigens hat der benachbarte Gemeinderat das begriffen, als sein Pastor innerhalb von wenigen Minuten in einer Sitzung drei Anrufe bekam… auf einmal sahen sie: das stört ungemein!)
    Ob man nun auf dem Dienstapparat anruft oder auf dem Handy, man landet auf dem Anrufbeantworter. Wozu ein Handy?
  3. Ich bin im Auto unterwegs.
    Zwar besitze ich eine Freisprechanlage, aber die Kirche hat ihre Dienstwagen immer noch ohne eine solche bestellt. Das ist auch kein Verlust, denn wie soll ich am Steuer ein Gespräch führen, wo mir jemand sein Leid klagt? Der hat doch Anspruch darauf, daß ich mich ganz auf ihn konzentriere! Und wie soll ich am Steuer einen Termin absprechen? Ich kann schlecht meinen Kalender aus der Aktentasche wühlen und aufklappen, wenn ich am Steuer sitze!
    Entsprechend bliebe ein dienstliches Handy im Auto ausgeschaltet. Und der Anrufer, der da eben doch auf dem AB landen würde, kann das ebensogut für weniger Geld auf dem Dienstapparat tun.

Lediglich zwei Vorteile könnte ich sehen, wenn ich ein Diensthandy hätte:

  1. Wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin, und der Bestatter ruft an, könnte ich zwischendurch mal zurückrufen. Bestatter sind ungeduldige Leute, denn sie arbeiten mit „leicht verderblicher Ware“ – und viele Angehörige scheinen ihre lieben Verblichenen möglichst binnen 48h nach Ausstellung des Totenscheins auf dem Friedhof wissen zu wollen.
  2. Wenn ich im Urlaub bin, könnte ich das Diensthandy einer Vertrauensperson mitgeben, die im Falle eines Falles alles Notwendige regelt.
    Ich könnte aber auch einfach die Anrufe auf dem Diensttelefon weiterleiten – bloß geht das in der aktuellen Situation nicht, weil je nach Kirchengemeinde, und ich betreue deren zwei, verschiedene Personen als Ansprechpartner benannt sind. Also sagt der Anrufbeantworter: für die Gemeinde A rufen Sie bitte Herrn X an, für die Gemeinde B rufen Sie bitte Frau Y an. Solange da keine gemeinsame Vertrauensperson benannt ist, hilft also das Handy nix, und die Rufumleitung auch nicht.

Dafür lohnen sich 336 Euro jährlich nun wirklich nicht.

Wohlgemerkt: es gibt Situationen, wo ich die Frage des Handys auch anders sehe. Mein Pfarrbezirk ist mit 60km Länge und 40km Breite noch eher klein; die Kollegin in der Nachbargemeinde hat das Vierfache, bei ungefähr gleich vielen Schäfchen. Und eine andere Kollegin hat noch mehr; sie ist oft zwei oder drei Tage hintereinander nicht im Büro, weil sie auswärts schläft. Da braucht man ein Mobiltelefon. Aber nicht in meinem Pfarrbezirk.
Und montags ist sogar das Diensttelefon lautlos geschaltet, von wenigen Ausnahmen abgesehen (schwer kranke Gemeindeglieder… da muß die Nächstenliebe über dem Feiertag stehen).

07
Jan
11

Ubiquität…

… oder: warum bist du vor und hinter mir gleichzeitig?

So ein Spiegel ist eine verwirrende Sache, und man kann Stunden davor verbringen, in denen man sein Spiegelbild anredet!

05
Jan
11

Geschützt: Saugerfläschchen…

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01
Jan
11

2011 drei Pünktchen

oder vier.

  • endlich wieder ohne Agenda… Hauptsache, ich hab mein Lektionar… (ok, das war für Insider.)
  • fängt so richtig toll an. Das Pfarrfraubaby wird um halb sieben richtig wach, nachdem es schon zwei Stunden zumindest schlecht geträumt hat… dafür schläft sie jetzt auf meinem Arm. Mal sehen, was die Sehnenscheiden dazu sagen.
  • geht auch genau so weiter: Um 6:29 klingelt das Diensttelefon, nicht gespeicherte Nummer (die gespeicherten erkenne ich am anderen Klingelton). Da eine der Säulen der Gemeinde mit unklarem Befund im Krankenhaus liegt, taper ich runter… die anrufende Nummer begann mit 00236… und die Nachricht auf dem Anrufbeantworter „seit Jahren rufe ich zu Neujahr an, aber diese Stimme kenne ich gar nicht“ kam aus Zentralafrika. Der Neujahrsgruß an den Amtsvorgänger, der es in dreieinhalb Jahren nicht fertig kriegt, seinen Freunden seine neue Adresse mitzuteilen, fällt etwas trocken aus.
  • droht teuer zu werden; die Gebäude- und Hausratversicherung ist mal eben um 15% gestiegen (von 440 auf 500 Euro), und bei der Kfz-Versicherung bahnt sich auch noch was an. An Strom, Gas und Wasser können wir nichts sparen, also müssen wir rationeller fahren und das Auswärtsessen komplett einstellen. Und vielleicht Nachhilfe anbieten?
  • wird auf jeden Fall ein aufregendes Jahr mit dem Pfarrfraubaby, das eigentlich gar nicht mehr so sehr Baby ist: sie will essen wie die Großen, und seit vorgestern kann sie sich hinstellen. Bald wird sie wie eine alte Omi vor sich hin brabbelnd durch die Gegend laufen.
  • bietet auch jetzt schon aufregende Momente: wenn das Kind den Hund „tackelt“… (das ist eine Technik beim Rugby, indem man den Gegenspieler um beide Füße greift und so zu Fall bringt. Eigentlich eine Katzentechnik, wie Simon’s-Cat-Fans wissen – und der Hund ist auf die Nase gefallen… der weiß schon, warum er dem Kind aus dem Weg geht!)
  • wird ein gesegnetes Jahr werden. Hoffentlich für euch alle.

Einen Jahresrückblick schreibe ich nicht; lest doch das Blog noch mal nach… 😉




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