Adventszeit. Die biblischen Lesungen dieser Sonntage erinnern uns: Jesus wird kommen.
Dabei haben die vier Sonntage eine bestimmte Reihenfolge, und man sollte ihre Texte nicht vertauschen: sie führen uns von der Erwartung eines Königs, wie ihn auch die Jerusalemer erwarteten, auf seinem Saumtier und mit Palast und Verwaltung, hin zu dem, der im Stall geboren wird, von einer ledigen Mutter in einer Absteige zur Welt gebracht, wo sonst Obdachlose die Nacht verbringen…
Habt Ihr gemerkt, daß Paulus in der Lesung des vergangenen Sonntags genau dasselbe schreibt, wie Jesus dem Pharisäer sagte, der ihn prüfen wollte? Das Doppelgebot der Liebe, Grundgesetz des Reiches Gottes?
Archiv für November 2010
Er kommt…
Wo ist die Fernbedienung?!?
Eben bei Hao (lebensmut.wordpress.de) gesehen:
Ich wollte euch das nicht vorenthalten…
Frage von Leben oder Tod
Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Wir leben oder sterben – wir sind des Herrn.
Diese berühmte Passage beschließt bei Paulus einen Abschnitt über den Umgang mit den anderen Christen. Da geht es darum, daß die einen kein Problem damit haben, Fleisch zu essen – obwohl die einzigen Metzgereien die heidnischen Tempel sind, und somit alles dort gehandelte Fleisch aus Opferhandlungen stammt. Andere haben sehr wohl ein Problem damit; sie ziehen es vor, vegetarisch zu leben. Es geht darum, daß einige Festtage und -zeiten einhalten, andere aber nicht. Und vor allem geht es darum, daß nicht der eine sich über den anderen erhebt und dem anderen seine Sichtweise vorschreiben will.
All das ist nämlich nicht lebenswichtig, keine Frage von Leben oder Tod. Das wird es erst, wenn wir meinen, unsere Sicht als Monopol den anderen aufdrängen zu müssen. Aber nicht, weil es so wichtig wäre, was wir essen. Jesus hat nie gesagt, „eßt Fleisch“, und er hat nie gesagt, „lebt vegetarisch“. Aber er hat gesagt, „was den Menschen verunreinigt, ist nicht, was zum Mund hineingeht, sondern was da herauskommt.“ Überall da, wo wir uns über den Mitchristen erheben. Wo wir von den Katholiken erwarten, daß sie so tun wie wir – und schlagen doch nicht mal das Kreuz, obwohl Luther es empfiehlt… Aber auch, wo die Katholiken sagen, Einheit der Christenheit geht nur, wo sich alle unter die Autorität des Papstes stellen – und haben selbst keine einheitliche Linie, geschweige denn Bischöfe und Lehrer, die alle die päpstliche Autorität klaglos anerkennen. Davon hängt das Leben nicht ab, und auch nicht das Sterben!
Und wer sind wir schon, uns zu Herren der Brüder aufspielen zu wollen? Sind wir gestorben und auferstanden?
Also bleibt nur die eine Frage übrig, die wichtig bleibt im Leben und im Sterben. Diejenige, die der Heidelberger Katechismus, die erste reformierte Bekenntnisschrift deutscher Sprache, so formuliert: „Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben?“
Zum Nachlesen: Brief des Apostels Paulus an die Römer, 14. Kapitel.
Aber Mama!
Ich kann doch jetzt beim besten Willen kein Fläschchen trinken; du siehst doch, ich bin mit frei Sitzen beschäftigt!
Aber wenn du mir Kompott vom Löffel geben willst – da sage ich nicht nein.
(Und das Möhren-Kürbis-Kompott hat sie mit großem Appetit vertilgt!)
Zum Samstagnachmittag
weil ich heute ganztägig außer Haus bin, für euch vorgeplant…


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