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Andreas Rötzer über Anjet Daanje.

Verleger Andreas Rötzer

Wie angekündigt, habe ich den Matthes und Seitz Berlin Verleger Andreas Rötzer zum Meisterwerk Das Lied von Storch und Dromedar von Anjet Daanje interviewt. Denn ich hatte einige Fragen. Ulrich Faure steht mit seiner beeindruckenden Arbeit in der Kategoerie Übersetzung auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse. Alle Daumen sind gedrückt! Denn der Preis wäre in vielerlei Hinsicht mehr als verdient und großartig! Zudem wurde Anjet Daanje mit ihrem Roman Der erinnerte Soldat aktuell für den The International Booker Prize 2026 nominiert. Und bei stories! – Die Buchhandlung steht Das Lied von Storch und Dromedar auf der internen Bestsellerliste. Die Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden sind einstimmig. Und beflügeln uns alle gleichermaßen! So, nun lasst uns hinter die Buchdeckel schauen und lest das tolle Interview.

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Als wäre es ein neuer Brontë-Roman.

Ich gebe zu, dass ich meistens über Bücher schreibe, die mich begeistert haben. Das ist bei Das Lied von Storch und Dromedar eigentlich nicht anders. Eigentlich. Denn dieser Roman hat mich nicht nur begeistert, er gehört für mich schon jetzt – früh im Jahr – zu den besten Büchern 2026! Ganz besonders freue ich mich, dass der Übersetzer des Werkes Ulrich Faure für die Shortlist des Leipziger Buchpreises in der Kategorie Übersetzungen nominiert wurde. Deshalb ist der Titel aktuell kurzfristig nicht lieferbar, aber in zwei Wochen kommt Nachschub.

Ich bin nicht allein mit meiner Begeisterung, wurde das Werk doch bereits in den Niederlanden mit den wichtigsten Literaturpreisen ausgezeichnet. Mehr noch: Selbst das gesamte stories! – Team ist der Meinung, dass wir es hier mit etwas Großartigem zu tun haben. Und das einstimmig! Was sehr selten vorkommt.

Fast eintausend Seiten umfasst das in seidenfeines Papier verpackte Werk. So braucht es ein wenig Ruhe und Geduld, um darin ganz zu versinken. Aber es lohnt sich – garantiert! 

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Chris Kraus über Trauer.

Wie angekündigt, haben wir heute Chris Kraus zu Gast. Die Sonne und die Mond ist nicht sein erster Roman. Er hat bereits vier eröffentlicht. Sein literarischer Durchbruch gelang ihm mit Das kalte Blut. Chris Kraus lebt in Berlin, ist zudem als Drehbuchautor und Filmemacher aktiv. Seine auch international erfolgreichen Kinofilme wurden vielfach ausgezeichnet.

Chris Kraus | Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag
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Die Weisheit des Wassers.

Elif Shafak | Foto: © Ferhat Elik

Es ist nie zu spät. Für eine Entschuldigung, eine Einsicht und ein gutes Buch. Vor einem Jahr ist „Am Himmel die Flüsse“ von Elif Shafak erschienen. Zwölf Monate brauchten wir, bis wir uns fanden. Ich bin ich dankbar für meine innere Stimme, die mir all die Zeit gesagt hat: Halt dieses Buch fest, gib es nicht weg. Und ich habe nicht losgelassen, es nun aufgeschlagen.

Auch, weil Pegah Ferydoni dieses Buch so kongenial vorgelesen hat. Was für eine Interpretin! Jetzt blicke ich tief bewegt und voller Bewunderung auf dieses Wunderwerk. Kann noch nicht ganz fassen, was ich aufgesogen habe, wie ein Schwamm das Wasser.

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Wenn das Meer eine Frau ist.

Eigentlich sollte es an dieser Stelle ausschließlich um eine neue Edition des mare-Verlags gehen. Eigentlich, denn nun wird es doch mehr. Was ich sofort spüre, als ich mit der Programmleiterin Judith Weber im Verlag zusammensitze. Übrigens mit sagenhaftem Ausblick auf die Hamburger Speicherstadt.

Ist der unabhängige Verlag doch schon lange ein erklärter Liebling von mir. Viele, viele Bücher von mare habe ich bereits hier auf dem Blog und bei Instagram besprochen. Und all die Jahre, keimte in mir der Wunsch, Danke zu sagen.

Danke für die Entdeckungen, die Lesefreuden und die wundervoll gestalteten Bücher! Die Programmleiterin hat meinen Dank gern angenommen. Und mich gleich überrascht, wie gut sie meine Lieblingsbücher kennt, während mir von „Ein Teelöffel Land und Meer“ von Dina Nayeri das Ende glatt entfallen ist.

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Jenseits aller Krimis.

Krimis gibt es wie Sand am Meer. Meine Passion ist es, daraus die Perlen zu fischen. Ich lese die skandinavischen genauso gern wie die englischen, aber auch Noirs, klassische Detektivgeschichten und literarische feine Titel, die ich regelmäßig aus der Krimibestenliste von Deutschlandradiokultur empfange. Dass der Juror und Herausgeber Thomas Wörtche lobende Worte für Sebastian Barrys neuen Roman fand, hat mich genauso beglückt wie all die anderen wohlwollenden Kritiken zu diesem außergewöhnlichen Buch: „Jenseits aller Zeit“ von Sebastian Barry.

Der irische Autor begeistert mich immer wieder. Und wie es der schöne Zufall will, war auch hier der von mir äußerst geschätzte Übersetzer Hans-Christian Oeser am Werk. Der sympathische Mann gehört nicht umsonst zu den besten Übersetzern hierzulande. So war schnell klar: „Jenseits aller Zeit“ ist ein ein Must Read für mich. Und, ja, nach der Lektüre empfinde ich eine große Dankbarkeit. Dabei ist es keiner dieser Krimis, die man mal eben so verschlingt. Dieses Buch hat mich mit allen Sinnen gepackt. Aber Vorsicht: „Jenseits aller Zeit“ schlägt sehr melancholische Töne an.

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Wiedersehen macht Fjorde.

Norwegen, Land im hohen Norden Europas, Land der Fjorde und Mythen, der Trolle und Elfen. Und ausgezeichneter Literatur. Selten hat mich ein Gastland mit der Vielfältigkeit seiner Literatur derart begeistert wie Norwegen.

Was mich bereits vor sechs Jahren zu meinem Blog-Spezial bewegt hat, als Norwegen Gastland der Frankfurter Messe war. Nun auch in Leipzig. Ich bin also sozusagen eine Wiederholungstäterin, und das in diesem Fall gern. Ein willkommener Anlass, euch meine aktuellen Favoriten aus diesem Land zu präsentieren.

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Takis Würger über das Schreiben und die Musik.

Wie bereits unter meiner Rezension Für Polina angekündigt, kommt heute der Autor des Werkes bei uns zu Wort. Takis Würger studierte Ideengeschichte in Cambridge. Für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete er aus Afghanistan, Libyen und dem Irak. Seit 2020 arbeitet er als freier Autor. Seine Romane Der Club und Stella waren Bestseller und sind in viele Sprachen übersetzt. Jetzt frisch beim Diogenes Verlag ist Für Polina erschienen. Sein Roman hat bereits unzählige Herzen von Buchhändler:innen und Blogger:innen erobert.

Takis Würger | Foto: Philipp Keel
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Über die Kraft des Verlorenen und des Seins.

Ich bin wieder aufgetaucht. Doch mein Geist ist immer noch in der Lektüre verankert, kann einfach nicht loslassen. Ich spüre den Atem der verschiedenen Figuren auf meinem Gesicht, höre das Echo der Dialoge, während um uns herum die Brandung des Meeres tobt.

Von links vernehme ich Möwengeschrei, setze mich auf ihre Flügel und fliege zurück ins Hier und Jetzt, um euch Audrey Magees beeindruckend schönes Buch „Die Kolonie“ vorzustellen.

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