Hunting Season – Blutige Fährte

Land: USA 2025  Laufzeit: 100 min.  Regie: RJ Collins Mit: Mel Gibson, Shelley Hennig, Sofia Hublitz, Jordi Mollà, James DuMont  Label: Leonine  FSK: 18 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Leonine

Bowdrie (Mel Gibson) ist ein Mann, der sich in der Natur der Wälder Oklahomas wohler fühlt als unter Menschen. An seiner Seite wächst seine Tochter Tag auf, der er alles beibringt, um sich in der Natur behaupten zu können und den Menschen aus dem Weg zu gehen. Dieser Vater-Tochter-Aspekt ist der Teil von „Hunting Season“, der am besten funktioniert, nicht zuletzt dank Gibsons Darstellung, der dem Streifen nicht nur hier, aber hier ganz besonders mehr gibt, als sich Regisseur Raja „RJ“ Collins erhoffen durfte.

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Predator: Badlands

Land: USA 2025  Laufzeit: 107 min.  Regie: Dan Trachtenberg Mit: Elle Fanning, Dimitrius Schuster-Koloamatangi, Mike Homik  Label: Disney  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Für die meisten Menschen ist John McTiernan der Regisseur von „Stirb langsam“ (1988) und später „Stirb langsam – Jetzt erst recht“ (1995). Es ist mal wieder Zeit, daran zu erinnern, dass McTiernan bereits ein Jahr vor „Stirb langsam“ Filmgeschichte schrieb: Als Regisseur des Arnold-Schwarzenegger-Hits „Predator“ (1987), der zugleich als ironische Umkehrung der Prämisse von James Camerons „Terminator“ (1984), als auch als eigenständiges Konglomerat aus Science-Fiction-, Action-, Horror- und Kriegsfilms funktioniert und auch fast 40 Jahre nach seiner Premiere nichts von seiner Faszination verloren hat.

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Misdirection: Rache sitzt tief

Land: USA 2025  Laufzeit: 98 min.  Regie: Kevin Lewis  Mit: Olga Kurylenko, Frank Grillo, Oliver Trevena  Label: Meteor  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Olga Kurylenko, 1979 geboren, wurde im zarten Alter von 13 Jahren in der Moskauer U-Bahn von einem Model-Scout für die Pariser und Mailänder Laufstege entdeckt. 2005 folgte ein beachtetes Filmdebüt, den Höhepunkt ihrer Leinwandkarriere feierte sie bereits 2008, als sie neben Daniel Craig in „Ein Quantum Trost“ das Bond-Girl geben durfte. Danach bewegte sich Kurylenko nicht unbedingt bergab, es folgten immer wieder auch interessante Produktionen, aber eben eher seitwärts als bergauf.

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Telefon

Land: USA 1977  Laufzeit: 103 min.  Regie: Don Siegel Mit: Donald Pleasence, Charles Bronson, Lee Remick Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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In Moskau ist Tauwetter ausgebrochen. Weil sich darüber nicht alle Alt-Stalinisten freuen können, fallen sie in bewährter stalinistischer Tradition „Unfällen“ zum Opfer. Dalchimsky (Donald Pleasence), ein Nachrichtenmann alter Schule, kann diesem Schicksal gerade noch durch Flucht in die USA entkommen und beschließt sich zu rächen. Er hat nicht nur Informationen über ein Schläferprogramm vergangener Tage, er weiß auch, wie man die Schläfer zu tödlichem Leben erweckt. Spätestens nach dem dritten Terroranschlag, so sein Kalkül, sollte sich das mit der Entspannung erledigt haben. Der KGB sieht das ähnlich und schickt Major Borzov (Charles Bronson; im wirklichen Leben übrigens Charles Buchinsky) hinterher, um Dalchimskys Treiben ein Ende u bereiten.

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Revolver

Land: Südkorea 2024  Laufzeit: 114 min.  Regie: Oh Seung-uk Mit: Ji Chang-wook, Lim Ji-yeon, Jeong Jae-yeong, Jeon Do-yeon, Lee Jung-jae Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Plaion

Soo-yeong war Polizistin. Dann hat sie das Angebot angenommen, an ihrer Stelle die Schuld für einen Korruptionsskandal auf sich zu nehmen. Zwei Jahre Gefängnis für viel Geld und eine schöne, große Wohnung, wenn sie `rauskommt. Als sie `rauskommt, kann sich natürlich niemand an den Deal erinnern. Was soll die kleine, über 50-jährige Frau schon anstellen? Zur Polizei gehen?

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Afterburn

Land: USA 2025  Laufzeit: 105 min.  Regie: J.J. Perry Mit: siehe Cover…  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Tja, sowas passiert, wenn man den Klimawandel nicht ernst nimmt. Zack, ist das Magnetfeld der Erde weg und eine massive Sonneneruption zerstört die gesamte irdische Infrastruktur. Das war’s dann auch mit Zivilisation und so. Wir sind zurück im Hobbes’schen Naturzustand, in dem Warlords wie King August (Samuel L. Jackson) das Sagen über die britischen Inseln übernommen haben. Zum Glück für den Ex-Soldaten Jake (Dave Bautista) sammelt der Kunst und bietet ihm eine Superyacht gegen die „Mona Lisa“. Leider befindet die sich nicht mehr im Louvre, wo bekanntlich eine Hebebühne für den Job ausgereicht hätte, sondern in einem schwer zugänglichen Bunker auf dem ehemals französischen Festland, das von Augusts grausamen Kollegen Volkov beherrscht wird. Rebellin Drea (Olga Kurylenko) ist für ein bisschen weibliche Ablenkung zuständig.

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A Man Called Magnum

Land: Italien 1977  Laufzeit: 108 min.  Regie: Michele Massimo Tarantini Mit: Luc Merenda, Salvatore Billa, Enzo Cannavale, Adolfo Lastretti, Claudio Gora, Claudio Nicastro, Franco Marino Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Unter dem Label „explosive media“ veröffentlichen Plaion Pictures nun bereits seit einigen Jahren interessante, nicht selten zu Unrecht in Vergessenheit geratene Filme. Sagen wir es frei heraus: Das jüngste Exemplar, „A Man Called Magnum“ (1977), zählt nicht dazu.

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Osiris

Land: USA 2025  Laufzeit: 108 min.  Regie: William Kaufman Mit: Max Martini, Brianna Hildebrand, LaMonica Garrett, Linda Hamilton Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Der Regisseur William Kaufman hat auf billig produzierten Action-Filmen über Männer der Tat, meist Soldaten, die wissen, dass man Waffen erst entsichern muss, ehe man sie abfeuern kann, beinahe so etwas wie eine Karriere aufgebaut. „Osiris“ (2025) ist sein jüngstes Werk und als solches aufgrund der Ausgangsidee beinahe eine Fußnote wert.

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Getaway – Ihre Chance war gleich Null

Land: USA 1972  Laufzeit: 123 min.  Regie: Sam Peckinpah Mit: Ali MacGraw, Sally Struthers, Steve McQueen, Ben Johnson Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Sam Peckinpah, Beschönigung ist nicht möglich, hat sich zu Tode gesoffen. Aber als er am 28.12.1984 mit noch nicht mal 60 Jahren starb, hinterließ er ein konzentriertes Werk von Klassikern und Beinahe-Klassikern, auf das Regisseure, die länger lebten und mehr Filme drehten nur neidisch sein können. Manche, nicht nur böse Zungen, waren überzeugt, das wäre ohne Sams Alkoholkrankheit nicht möglich gewesen. Wer die Genialität dieses US-amerikanischen Ausnahmefilmemachers feiert, kann seine Exzesse nicht ignorieren.

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London Calling

Land: USA 2025  Laufzeit: 112 min.  Regie: Allan Ungar Mit: Aidan Gillen, Rick Hoffman, Josh Duhamel, Jeremy Ray Taylor  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Kann man in einem angesagten Londoner Club, in dem die Bässe das Gehör vor eine echte Herausforderung stellen und Neonblitze die maßgebliche Lichtquelle zu sein scheinen, einen Mann im schwarzen Jackett und einer Eselsmaske über dem Gesicht mit einem Mann in einem braunen Jackett mit Pferdemaske verwechseln? Ohne jede Frage, vor allem wenn man längst eine Sehhilfe nötig hätte. Dummerweise ist das Resultat der Verwechslung, dass der Cousin der Frau von Gangsterboss Freddy Darby tot zurückbleibt und Berufskiller Tommy Ward in L.A. Zuflucht suchen muss.

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The Thicket – Jagd auf Cut Throat Bill

Land: USA 2024  Laufzeit: 118 min.  Regie: Elliott Lester  Mit: Peter Dinklage, Juliette Lewis, Levon Hawke, Gbenga Akinnagbe  Label: Meteor  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„The Thicket“ (2024; zu Deutsch: „Das Dickicht“), ist Patchwork as Patchwork can. Dieser Film hat keinen originellen, oder besser: originären Knochen im Leib – und funktioniert, in der richtigen Stimmung betrachtet, unbegreiflicher Weise dennoch. Aber der Reihe nach:

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Yakuza

Land: USA 1970  Laufzeit: 112 min.  Regie: Sydney Pollack Mit: Robert Mitchum, Ken Takakura Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Im US-Kino gibt es Meister (sagen wir: Howard Hawks) und Handwerker (sagen wir: Henry Hathaway). Dann gibt es Regisseure, die auch schreiben (sagen wir: Richard Brooks) und Autoren, die auch Regie führen. Zur letzteren Kategorie zählt ohne Zweifel Paul Schrader (78), der inzwischen auf eine über 50-jährige Karriere im Film-Business zurückblicken kann, die allein schon aufgrund ihrer immer wiederkehrenden dramatischen Auf und Abs kaum zu fassen ist.

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Ricochet – Der Aufprall

Land: USA 1991  Laufzeit: 102 min.  Regie: Russell Mulcahy Mit: Denzel Washington, Ice-T, John Lithgow, Kevin Pollak Label: Plaion  FSK: 18 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„Ricochet“ ist ein Brot-und-Butter-Film, wie sie manchmal auch große Stars machen, weil ein Vertrag erfüllt werden muss oder sich gerade kein interessanteres Engagement anbietet. Wie die meisten dieser Filme ist „Ricochet“ nicht wirklich gut, ohne aber deshalb wirklich schlecht zu sein. Dazu wirken an entscheidender Stelle zu viele Profis mit. Allen voran Regisseur Russell Mulcahy und Star Denzel Washington.

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Mr. No Pain

Land: USA 2025  Laufzeit: 110 min.  Regie: Dan Berk/Robert Olsen  Mit: Jack Quaid, Amber Midthunder, Ray Nicholson, Jacob Batalon, Betty Gabriel  Label: Paramount  FSK: 18 – Von Georgios Tsapanos

© Paramount

“Sie sind ein Superheld!”, lacht Nates Flamme Sherry und Nate lächelt zurück, wenn auch eher gequält. Denn Nates Problem ist keine Superheldeneigenschaft, sondern eine schwerwiegende, genetisch bedingte Erkrankung des Nervensystems, die auf einen komplizierten Namen hört: „Congenital Insensivity to Pain with Anhidrosis Type IV“, kurz: CIPA (auf Deutsch: „Hereditäre sensorische und autonome Neuropathie Typ IV“, kurz: HSAN IV). Mit anderen Worten: Nate spürt keinen Schmerz und er schwitzt nicht. Weiterlesen „Mr. No Pain“

Love Hurts – Liebe tut weh

Land: GB/USA 2025  Spielzeit: 84 min.  Regie: Jonathan Eusebio  Mit: Ke Huy Quan, Ariana DeBose, Daniel Wu, Marshawn Lynch, Sean Astin  Label: Universal  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Universal

Ke Huy Quan. Na? Klingelts? Sollte es. Denn Ke Huy Quan – und der unbedingte Wunsch des Stunt-Koordinators Jonathan Eusebio, Regisseur zu werden – ist der Grund, weshalb der Film „Love Hurts“ (2025) existiert. Quan hat 2023 den Oscar als Bester männlicher Nebendarsteller in „Everything Everywhere All at Once“ (2022) gewonnen. Weiterlesen „Love Hurts – Liebe tut weh“

Flight Risk

Land: USA 2024  Laufzeit: 92 min.  Regie: Mel Gibson  Mit: Mark Wahlberg, Michelle Dockery, Topher Grace, Monib Abhat  Label: TOBIS  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Aus „Flight Risk“ hätte etwas werden können. Nichts Besonderes, aber immerhin etwas Unterhaltsames. Zumindest für die 90 Minuten, die der Film für seine Reise durch den ebenso überschaubaren wie sattsam vertraut wirkenden Plot benötigt. Weiterlesen „Flight Risk“

Auf unmöglicher Mission: Alle Autos, Bikes und Jets der Blockbuster-Reihe

Am 21.5.2025 startet der nächste Agentenkracher Mission: Impossible – The Final Reckoning in den deutschen Kinos. Wer sich schonmal einlesen möchte:
Autor: Knut Simon Verlag: Motorbuch, Juli 2024  ISBN: 978-3-613-04639-9   Umfang: 192 Seiten, 21.5 x 28.5 cm, Hardcover  Preis: 29.90 Euro

© Motorbuch

Sachen gibt’s! Noch vor ein paar Jahren hätte ich dem Motorbuch-Verlag keine Zeile gewidmet. Doch dann begann man in Stuttgart, Filmbücher zu verlegen. Der neueste Band ist den Action-Krachern mit Tom Cruise gewidmet…
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Armor

Land: USA 2024  Laufzeit: 89 min.  Regie: Justin Routt  Mit: Sylvester Stallone, Josh Wiggins, Dash Mihok, Jason Patric, Laney Taylor  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Leonine

Verlieren wir nicht allzu viele Worte über diesen Flop namens „Armor“ (2024). Der Verleih wirbt damit, dass Sylvester Stallone hier erstmals seit langer Zeit einen waschechten Bösewicht spielt. Wobei „spielt“ schon arg übertrieben ist. Weiterlesen „Armor“

Weekend in Taipei

Land: Frankreich/Taiwan 2024  Laufzeit: 98 min.  Regie: George Huang  Mit: Luke Evans, Gwei Lun Mein, Sung Kang  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Leonine

Wieso lesen wir Bücher, besuchen das Theater, gehen ins Kino, spielen Video-Spiele oder streamen was das Netz so hergibt? Die einfachste und immer zielsichere Antwort: Eskapismus. Ja, der Begriff reüssierte in der Psychologie, meinte die Flucht vor der Realität oder gleich der ganzen Welt und war alles andere als positiv gemeint. In der Welt des Kinos, des Vaudeville, des Jahrmarktsvergnügens könnte er aber positiver kaum besetzt sein: Wir mögen vor der Wirklichkeit fliehen, aber nur um in eine andere Welt, nein, nicht entführt, sondern eingeführt zu werden. Eine Welt, die für irgendetwas zwischen 90 und 120 Minuten deutlich mehr Vergnügen bereitet als unser Alltag. Sollte Sinn dabei eine Rolle spielen, so bleibt der hoffentlich so lange vor der Tür.

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[PRI]SONS

Land: Finnland 2024  Laufzeit: 100 min.  Regie: Esa Jussila  Mit: Jarmo Pukkila, Ari Savonen, Gareth Lawrence, Ilkka Koivula, Renne Korppila  Label: Busch Media Group  FSK: nope  – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Busch Media Group

Zwei Finnen sitzen an der Bar und kippen ein Glas Wodka nach dem anderen runter. Nach zwei oder drei Stunden sagt der erste: „Na?“ Daraufhin der zweite: „Sind wir hier um zu trinken oder um zu quatschen?“.
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