Eddington

Land: USA 2025  Laufzeit: 150 min.  Regie: Ari Aster Mit: Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Luke Grimes, Deirdre O’Connel, Michael Ward, Emma Stone  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Als der 1986 geborene Regisseur Ari Aster 2018 mit „Hereditary“ sein Spielfilmdebüt hinlegte und 2019 „Midsommar“ folgen ließ, galt er rasch als Versprechen weit über die Grenzen des Horror-Genres hinaus, dem diese beiden Filme wohl zuzurechnen sind. Dann folgte lange nichts und dann „Beau is Afraid“ (2023), der zwar kein Horror-Film ist, angesichts dessen aber einem dennoch Angst und Bange werden konnte – um Ari Aster. Denn „Beau“ war mit drei Stunden Laufzeit nicht nur mindestens eine zu lang, er glich in seiner hemmungslosen Idiosynkrasie auch mehr Asters producer only Projekten: „Dream Scenario“ (2023 mit Nicolas Cage, „Tanz der Titanen“ (2024 von Guy Maddin oder „Bugonia“ (2025 von Yorgos Lanthimos). Einzelne Szenen und Sequenzen sind großartig, der Film als Ganzes blieb aber hinter der Summe seiner Einzelteile weit zurück.

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Dreckiges Gold

Land: USA 1973  Laufzeit: 92 min.  Regie: Burt Kennedy Mit: John Wayne, Ann-Magret, Rod Taylor Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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John Wayne (der Rollenname tut nichts zur Sache, es geht um Wayne, die Legende, nicht darum, wie der heißt, den zu spielen er gerade vorgibt) hilft gemeinsam mit einigen Kumpanen (darunter Rod Taylor und Ben Johnson) einer Witwe (Ann-Margret) dabei, das Gold, das ihr verstorbener Mann der Eisenbahn gestohlen hatte, dieser zurückzugeben, damit ihr Sohn ohne Makel auf seinem Namen aufwachsen könne.

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Cimarron

Land: USA 1960  Laufzeit: 147 min.  Regie: Anthony Mann Mit: Glenn Ford, Maria Schell, Anne Baxter, Arthur O’Connell Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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John Ford, der Großmeister des US-Westerns, brachte 1956 mit „Der schwarze Falke“ („The Searchers“) den größten aller Western und einen der besten Hollywood-Filme in die Kinos. Der Regisseur aber, der das Genre in jenem für Western so dankbaren Jahrzehnt dominierte, hieß Anthony Mann. „Nackte Gewalt“ (1953, „The Naked Spur“) steht gleich neben Fords opus magnum. „Winchester `73“ (1950), „Meuterei am Schlangenfluss“ (1952, „Bend of the River“), „Über den Todespass“ (1954; The Far Country“) und “Der Mann aus Laramie“ (1955, „The Man from Laramie“), alle mit James Stewart in der Hauptrolle, sind Meilensteine. Dazu kommen „Die Farm der Besessenen“ (1950, „The Furies“) und „Fluch des Blutes“ (auch 1950, „Devil’s Doorway“) sowie „Der Mann aus dem Westen“ (1958, „Man of the West“). Und es fehlen immer noch drei weitere Exemplare.

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Ich bin ein geflohener Kettensträfling

Land: Italien 1960  Laufzeit: 100 min.  Regie: Camillo Bazzoni Mit: Steve Reeves Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Starten wir mit einigen Hinweisen: Trotz des gleichlautenden Verleihtitels handelt es sich bei diesem „Ich bin ein entflohener Kettensträfling“ nicht um Mervyn LeRoys klassisches Verbrechens-Melodram aus der Zeit der großen Depression 1932 namens „I Am a Fugitive from a Chain Gang“. Und obwohl der Ex-Bodybuilder Steve Reeves die Hauptrolle spielt, ist es keiner der üblichen Sandalen-Filme aus Cinecittà, die sich Reeves zwischen 1958 und 1968 wie kein Zweiter zu eigen gemacht hatte.

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The Unholy Trinity

Land: USA 2024  Laufzeit: 95 min.  Regie: Richard Gray Mit: Pierce Brosnan, Samuel L. Jackson, Brandon Lessard, Veronica Ferres, Gianni Capaldi, Q’orianka Kilcher  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„The Unholy Trinity“ will kein Klassiker oder Meisterwerk seines Genres (Western!) sein. Was der Streifen von Richard Gray (Regie) und Lee Zachariah (Drehbuch) aber mit Sicherheit will, ist, sein geneigtes Publikum 90 Minuten lang genregerecht gut zu unterhalten. Ein Ziel, dass der Film effektvoller erreicht als so mache, die zu sehr darauf bedacht waren, Meisterwerke und Klassiker zu werden. Geübte Zuschauer wissen, wie dankbar man für solche Werke sein muss, die ihre Ambitionen im Griff haben.

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Spuren im Sand

Land: USA 1948  Laufzeit: 106 min.  Regie: John Ford Mit: Pedro Armendáriz, Ward Bond , Harry Carey Jr., John Wayne Label: Plaion  FSK: 0 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Robert (John Wayne), Pedro (Pedro Armendáriz) und William (Harry Carey Jr.) reiten nach Welcome, Arizona, um die Bank auszurauben. Der Raub gelingt, ab dann aber nicht viel mehr. Erst wird William angeschossen, dann verlieren sie bei ihrer Flucht durch die Wüste ihre Pferde und schließlich stoßen sie an einer zerstörten Wasserstelle auf einen Planwagen, in dem eine Frau (Mildred Natwick) in den Wehen liegt. Kurz bevor sie stirbt, nimmt sie ihnen das Versprechen ab, die Paten des neugeborenen Jungen zu sein.

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Nebraska

Land: USA 1965  Laufzeit: 85 min.  Regie: Burt Kennedy Mit: Sue Ane Langdon, Hope Holiday, Glenn Ford, Henry Fonda Label: Plaion  FSK: 6 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Die Serie „Western Legenden“ haben Plaion Pictures begonnen, als sie noch auf den Namen Koch Media hörten und haben sie trotz Namensänderung dankenswerter Weise nicht eingestellt; auch wenn nicht immer ganz klar wird, weshalb der eine Film unter dem Label „Western Legenden“ und der Andere unter „explosive media“ erscheint. Zuletzt hatten die „Western Legenden“ einen Lauf. Als Nummer 63 erschien Blake Edwards „Missouri“ (1971; „Wild Rovers“), Nummer 64 war Richard Brooks Klassiker „Die letzte Jagd“ (1956; „The Last Hunt“) und Nummer 65 eine der absoluten Größen des Genres, Anthony Manns „Nackte Gewalt“ (1953; „The Naked Spur“).

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The Thicket – Jagd auf Cut Throat Bill

Land: USA 2024  Laufzeit: 118 min.  Regie: Elliott Lester  Mit: Peter Dinklage, Juliette Lewis, Levon Hawke, Gbenga Akinnagbe  Label: Meteor  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„The Thicket“ (2024; zu Deutsch: „Das Dickicht“), ist Patchwork as Patchwork can. Dieser Film hat keinen originellen, oder besser: originären Knochen im Leib – und funktioniert, in der richtigen Stimmung betrachtet, unbegreiflicher Weise dennoch. Aber der Reihe nach:

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Kampf ohne Gnade

Land: USA 1959  Laufzeit: 80 min.  Regie: Thomas Carr Mit: John Dehner, Audie Murphy, Terry Moore Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Audie Murphy drehte 44 Filme, davon 33 Western. Seine zwei herausragenden Leistungen lieferte unter der Regie von John Huston ab. In „Die rote Tapferkeitsmedaille“ (1951) und „Denen man nicht vergibt“ (1960). Murphy war nur 1,65 Meter groß und auch weil seinen Gesichtszügen stets etwas weiches, jungenhaftes eigen war, nahmen ihm manche die Heldenrollen nicht ab. Dabei war Murphy wirklich, was Leute wie John Wayne zu sein nur spielten: Ein Kriegsheld, der höchstdekorierte US-Soldat des Zweiten Weltkriegs.

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Nackte Gewalt

Land: USA 1953  Laufzeit: 91 min.  Regie: Anthony Mann Mit: Millard Mitchell, Ralph Meeker, James Stewart, Robert Ryan, Janet Leigh Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Anthony Mann hat in den 1950er Jahren elf Western gedreht, davon vier mit James Stewart in der Hauptrolle. Alle vier zählen zu den besten Exemplaren, die dieses Genre nicht nur Fans zu bieten hat. Und gäbe es John Fords opus magnum, „Der schwarze Falke“ (1956, „The Searchers“) nicht, Anthony Manns „Nackte Gewalt“ (1953, „The Naked Spur“) wäre der beste US-Western nicht nur der 1950er, sondern aller Zeiten.

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Silverado

Land: USA 1985  Laufzeit: 132 min.  Regie: Lawrence Kasdan Mit: Scott Glenn, Kevin Kline, Kevin Costner, Jeff Goldblum, John Cleese, Linda Hunt Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„Silverado“ ist ein Film aus dem Jahr 1985 und er ist ein Western. Allein das macht ihn zu etwas Besonderem, denn das Brot-und-Butter-Genre Hollywoods war da längst mehr oder weniger komplett von den Leinwänden verdrängt worden. Bemerkenswerter war, dass „Silverado“ kein larmoyanter Spät-Western sein wollte, der endlos über die vergangene Zeit und die verloren gegangenen Werte früherer, besserer Tage jammert. Noch war er ein klassizistischer Western wie Clint Eastwoods „Shane“-Hommage „Pale Rider“ einer war, der ebenfalls 1985 in die Kinos kam.

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Der letzte Rebell

Land: USA 1953  Laufzeit: 81 min.  Regie: Budd Boetticher  Mit: Abbe Lane, George Dolenz, Noah Beery Jr., Rodolfo Acosta, Antonio Moreno, Julie Adams, Van Heflin  Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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In den 1950ern gab es drei Regisseur-Star-Paarungen, die das Western-Genre absolut dominierten: John Ford und John Wayne, die mit „Der schwarze Falke“ (1956) den besten Film des Genres überhaupt hervorgebracht haben. Anthony Mann und James Stewart, die mit „Winchester `73“ (1950), „Meuterei am Schlangenfluss“ (1952), „Nackte Gewalt“ (1953), „Über den Todespass“ (1954) und „Der Mann aus Laramie“ (1955) einen Klassiker nach dem anderen drehten. Und schließlich Budd Boetticher und Randolph Scott, die mit „Der Siebente ist dran“ (1956), „Um Kopf und Kragen“ (1957), „Fahrkarte ins Jenseits“ (1957), „Sein Colt war schneller“ (1958), „Messer an der Kehle“ (1959), „Auf eigene Faust“ (1959) und „Einer gibt nicht auf“ (1960) unter den Bedingungen von B-Produktionen, den beiden anderen Teams in nichts nachstanden. Weiterlesen „Der letzte Rebell“

Bis zur letzten Patrone

Land: USA 1958  Laufzeit: 80 min.  Regie: Richard Carlson  Mit: Beverly Garland, Russell Johnson, Fortunio Bonanova, Allan Lane, Trevor Bardette, Morris Ankrum, John Larch, Rory Calhoun  Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Richard Carlson dürfte heute in Vergessenheit geraten sein. Er hatte kleine Rollen in großen Filmen (z.B. „Die kleinen Füchse“, 1941) und große Rollen in Kleinen (z.B. „Gefahr aus dem Weltraum“, 1953 und „Der Schrecken vom Amazonas“, 1954, beide von Jack Arnold). Danach kam sehr viel Fernsehen. Zwischen 1954 und 1958 fungierte er bei vier Filmen als Regisseur, zwei davon Western, die ihm eine Fußnote in der Geschichte des Genres gesichert haben, denn die beiden gelten am Standard ihrer Zeit gemessen als eher „erwachsene“ Produktionen. Sie deuteten immerhin an, dass es zwischen Männern und Frauen auch im Wilden Westen mehr gab als Galanterie. Weiterlesen „Bis zur letzten Patrone“

Der Todesverächter

Land: USA 1940  Laufzeit: 89 min.  Regie: Leslie Fenton  Mit: Alan Ladd, Robert Preston, Brenda Marshall, Fay Holden, Murvyn Vye, Frank Faylen, William Demarest, Donald Crisp   Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„Der Todesverächter“ (im Original: „Whispering Smith“) aus dem Jahr 1948, mit Alan Ladd und Robert Preston in den Hauptrollen entstanden, ist ein herausragendes Beispiel für die hohe Qualität jener Hollywood-Filme, die keinen anderen Zweck hatten, als die Leinwände des Landes zu beleben und wenn möglich den einen oder anderen ehrlichen Dollar zu machen. Niemand, der daran beteiligt war, wird sich der Illusion hingegeben haben, die Produktion habe irgendetwas mit Kunst zu tun. Weiterlesen „Der Todesverächter“

Peckinpah’s West (7 BD-Box)

Land: USA 1962 – 1973  Laufzeit: 466 min.  Regie: Sam Peckinpah  Mit: Warren Oates, Kris Kristofferson, William Holden, Jason Robards, James Coburn  Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Der Western ist nicht nur ein Genre, er ist die vielleicht einzige genuin amerikanische Kunstform. Ihre Großmeister sind John Ford („The Searchers“, 1956), Howard Hawks („Red River”, 1948), Anthony Mann (“The Naked Spur”, 1953) und Budd Boetticher (“Ride Lonesome”, 1959). Der fünfte Name, der zwingend in diese Reihe gehört lautet Sam Peckinpah (1925 – 1984). Ihm hat Plaion Pictures zum 100. Geburtstag nun eine Box gewidmet – Peckinpah’s West -, die vier seiner fünf herausragendsten Western nicht nur neu herausbringt, sondern in sieben Scheiben regelrecht zelebriert: „Sacramento“ (1962, „Ride the High Country“), „Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz“ (1969, „The Wild Bunch“), „Abgerechnet wird zum Schluss“ (1970, „The Ballad of Cable Hogue“) und „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ (1973, „Pat Garrett and Billy the Kid“). Weiterlesen „Peckinpah’s West (7 BD-Box)“

Sein Name war Gannon

Land: USA 1968  Laufzeit: 105 min.  Regie: James Goldstone  Mit: Anthony Franciosa, Michael Sarrazin, Judi West, Susan Oliver, John Anderson, David Sheiner, James Westerfield  Label: Plaion  FSK: 18 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Wer, wie der Autor dieser Zeilen, Western liebt, wird „Ein Mann namens Gannon“ (1968) nicht viel abgewinnen können. Die Story – erfahrener Haudegen nimmt jugendlichen Heißsporn unter seine Fittiche, lehrt ihn, was es heißt, ein Mann zu sein und kann doch nicht verhindern, dass beide sich auf gegenüberliegenden Fronten wiederfinden – nicht nur wie bereits mehrfach dagewesen, der Film ist tatsächlich ein allerdings lediglich lauwarmes Remake des King Vidor Klassikers „Mit stahlharter Faust“ (1955, „Man Without a Star“) mit Kirk Douglas in der Hauptrolle, den Plaion Pictures schon 2021 wiederveröffentlicht hat. Weiterlesen „Sein Name war Gannon“

Die Welt gehört ihm

Land: USA 1953  Laufzeit: 99 min.  Regie: Rudolph Maté  Mit: Tyrone Power, Piper Laurie, Paul Cavanagh, John Baer, Ron Randell, Ralph Dumke, Julie Adams, John McIntire  Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Carl Theodor Dreyers „Die Passion der Jeanne D’Arc“ (1928) und „Vampyr“ (1932), Fritz Langs einziger französischer Film „Liliom“ (1934), William Wylers „Dodsworth“ (1936), King Vidors „Stella Dallas“ (1937), Alfred Hitchcocks „Der Auslandskorrespondent“ (1940), Ernst Lubitschs „Sein oder nicht Sein“ (1942), Charles Vidors „Gilda“ (1946) oder Orson Welles „Die Lady von Shanghai“ (1948) und viele weitere mehr haben etwas für ihren Erfolg ganz entscheidendes gemeinsam: Rudolph Maté an der Kamera. 1898 in Krakau geboren erwies sich dieser Zauberer des Lichts bald als Legende unter den großen Kameraleuten in Europa und später Hollywood. Weiterlesen „Die Welt gehört ihm“

Wilde Pferde

Land: Italien/Spanien/Frankreich 1973  Laufzeit: 98 min.  Regie: John Sturges  Mit: Marcel Bozzuffi, Charles Bronson, Jill Ireland  Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Der deutsche Titel dieses Films lautet „Wilde Pferde“. Im englischsprachigen Raum heißt er „Chino“ oder „The Valdez Horses“. Weil er aber eigentlich eine italienische Produktion ist, lautet sein Originaltitel „Valdez, il Mezzosangue“ (Valdez, das Halbblut). Diese italienische Version soll von einem gewissen Duilio Coletti inszeniert worden sein, ein Mann für Gebrauchsware am Ende seiner Karriere, der es nicht mal in seinem Heimatland auch nur zu zweifelhafter Bekanntheit gebracht hat. Weshalb außerhalb Italiens John Sturges als Regisseur des Films gilt, ein ungleich namhafterer Mann und Western-Experte mit Sachen wie „Die glorreichen Sieben“ (1960) oder „Gesprengte Ketten“ (1963) in seiner Filmographie. Weiterlesen „Wilde Pferde“

Fort Laramie

Originaltitel: Revolt at Fort Laramie  Land: USA 1957  Spielzeit: 73 min.  Regie: Lesley Selander  Mit: John Dehner, Gregg Palmer, Frances Helm, Robert Keys, Harry Dean Stanton  Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Die 1950er waren die Hochzeit des Hollywood-Westerns. Es gab A-Produktionen großer Regisseure mit großen Stars. B-Produktionen von Regisseuren auf dem Weg nach oben mit nicht ganz so großen Stars. Und es gab alles mögliche darunter, inszeniert von routinierten Handwerkern, in denen Neben- und Kleindarsteller auch mal zeigen konnten, dass sie elegant von einem Pferd absteigen konnten: Lesley Selanders „Fort Laramie“ (1957) zum Beispiel. Weiterlesen „Fort Laramie“