Tauchfahrt des Schreckens

Land: USA 1978  Laufzeit: 92 min.  Regie: Kevin Connor Mit: Doug McClure, Lea Brodie, Shane Rimmer, Peter Gilmore  Label: Plaion  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Früher, als bekanntlich vielleicht nicht alles, aber doch sehr vieles besser war, gab es in der Heimatstadt des Autors dieser Zeilen ein Kino und samstags wie sonntags gab es dort um 15 Uhr eine Kinder- und Jugendvorstellung. Das waren Anlass, Zeit und Ort, für die Filme wie „Tauchfahrt des Schreckens“ (1978) gedreht worden sind. Vorgeblich eine Mischung aus Horror und Scienc-Fiction, vor allem aber lauter und bunter Kintopp, den ernst zu nehmen absolut unmöglich ist, bei dem es aber gerade deshalb auch nicht so sehr darauf ankommt, ob die ungeteilte Aufmerksamkeit des vornehmlich jugendlichen Publikums tatsächlich den Geschehnissen auf der Leinwand galt.

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Anaconda (2025)

Land: USA 2025  Laufzeit: 89 min.  Regie: Tom Gormican Mit: Owen Wilson, Jon Voight, Ice Cube, Jennifer Lopez  Label: Plaion  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Hollywood liebt Filme übers Filmemachen. Das ging schon in der Stummfilm-Ära los (z.B. King Vidors „Show People“ von 1928). Manche sind längst verdiente Klassiker (z.B. Billy Wilders „Sunset Boulevard“ von 1950, Vincente Minnellis „The Bad and the Beautiful“ sowie Stanley Donens und Gene Kelly „Singin‘ in the Rain“, beide von 1952), manche zu Unrecht in Vergessenheit geratene, liebenswerte Komödien (z.B. Peter Bogdanovichs „Nickelodeon“ von 1976). In letzter Zeit geht es selbst in den Hollywood-Hollywood-Filmen Hollywoods ziemlich postmodern zu. Jüngstes Beispiel: Tom Gormicans „Anaconda“ von 2025.

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Das Leben der Wünsche

Land: D 2025  Laufzeit: 95 min.  Regie: Erik Schmitt  Mit: Matthias Schweighöfer, Luise Heyer, Henry Hübchen, Verena Altenberger, Benno Fürmann  Label: AL!VE  FSK: 12  – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Manchen gelingt alles und sie müssen sich nicht mal anstrengen. Manche strengen sich an und es gelingt ihnen so gut wie nichts. Felix Niemann zählt zur letzteren Spezies. Gleich zu Beginn lässt „Das Leben der Wünsche“ kein Register ungezogen, um seinen Protagonisten zu erniedrigen. Seine Frau liebt ihn nicht mehr. Seine Kinder sehen ihn als nützlichen Gebrauchsgegenstand. Seine berufliche Karriere existiert schon lange nicht mehr. Der Barista schreibt beharrlich „Niemand“ auf seinen Kaffeebecher. Und die Geheimratsecken ziehen sich auch immer weiter zurück. Der erfahrene Filmfan weiß: Wer im Kino erhöht wird, wird tief fallen. Wer im Kino erniedrigt wird, wird höchste Höhen erklimmen. Aus der Distanz zwischen diesen Polen schöpfen Komödien ihre Kraft.

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La Riffa – Dein Preis für eine Nacht

Land: Italien 1991  Laufzeit: 89 min.  Regie: Francesco Laudadio  Mit: Monica Bellucci, Giulio Scarpati, Massimo Ghini  Label: Busch Media Group  FSK: 16  – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Francesca ist jung, wunderschön, frisch verwitwet und pleite. Ihr Mann hat ihr und ihrer Tochter Giulia nur Schulden hinterlassen. Auf Anraten ihres Anwalts Cesare verkauft sie all die schönen Dinge, die das Leben so angenehm machten: Juwelen, Villa, Yacht. Aber am Ende sind drastischere Maßnahmen von Nöten. Francesca beschließt eine sehr exklusive Tombola zu veranstalten, an der wirklich nur sehr reiche Männer teilnehmen können. Der Hauptpreis: Sie selbst. Wer sie gewinnt erwirbt das Recht, vier Jahre lang mit ihr tun zu können, was immer er möchte.

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Marvel Studios Cross-Sections

Originaltitel: Marvel Studios Cross-Sections  Autor/innen: Div. Verlag: Dorling Kindersley, Februar 2026  Umfang: 200 Seiten, 26 x 31 cm, gebunden  ISBN: 978-3-8310-5279-0 Preis: 40 Euro

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Hand aufs Herz: Blicken Sie beim Marvel Cinemativ Universe (MCU) noch halbwegs durch? Der Schreiber dieser Zeilen hat bei der Unmenge an Superheld/innen und Lokalitäten längst den Durchblick verloren…

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Free Fall

Land: Russland 2025  Laufzeit: 81 min.  Regie: Oleg Urazaykin  Mit: Alexander Kuznetsov, Anya Chipovskaya, Andrey Merzlikin, Andrey Pynzaru  Label: Busch Media Group  FSK: 12  – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Maxim erlebt den Alptraum jedes Astro-, oder in diesem Fall Kosmonauten, denn „Free Fall“ (2025) ist eine durchaus ansehnliche russische Produktion, die mal wieder die Busch Media Group auf ihrer unendlichen Reise durch den Bauch des Kinos für den deutschsprachigen Markt ausgegraben hat. In Folge einer heftigen Sonneneruption wird seine Raumstation zerlegt. Fortan driftet Max durchs All, von der tödlichen Außenwelt nur durch seinen Raumanzug geschützt, der ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und sein Sauerstoffvorat wird nicht ewig reichen.

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Rental Family

Land: USA 2025  Laufzeit: 110 min.  Regie: Hikari Mit: Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Shannon Gorman, Akira Emoto  Label: Disney  FSK: 0 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Die Parallelen zwischen Sofia Coppolas „Lost in Translation“ (2003) und Mitsuyo Miyazakis (das ist die Dame, die sich hinter dem nome de guerre Hikari verbirgt) „Rental Family“ (2025) sind so überdeutlich – alternder US-Schauspieler kam vor einigen Jahren nach Tokyo, um einen Werbespot zu drehen, ist geblieben und muss nun damit leben -, dass man sie gleich zu Beginn erwähnen muss – um sie sogleich vom Tisch zu wischen.

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Kraken

Land: Russland 2025  Laufzeit: 134 min.  Regie: Nikolay Lebedev  Mit: Alexander Kuznetsov, Anya Chipovskaya, Andrey Merzlikin, Andrey Pynzaru  Label: Busch Media Group  FSK: 12  – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Wasser fasziniert die Menschheit von Anbeginn der Zeit an. Was unter dem Wasser, unsichtbar, geheimnisvoll und meist auch gefährlich lauert, umso mehr. Die Liste der Verdächtigen, von verführerischen Flussnymphen bis zur possierlichen Nessie, vom „Schrecken vom Amazonas“ bis zum „Weißen Hai“ ist lang, ganz vorne aber steht der Riesenkraken, der ganze Schiffe samt ihren Besatzungen mit seinen vielen Armen in die Tiefe zieht. Weder Jules Verne in seinem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer (1869/70), noch Richard Fleischers berühmte Verfilmung von 1954 kam an dem Meereswesen vorbei, das sich für das Charakterfach des Meeresungeheuers schon optisch anbietet wie kaum ein anderes.

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Silent Night, Deadly Night

Land: USA 2025  Laufzeit: 96 min.  Regie: Mike P. Nelson Mit: Rohan Campbell, Ruby Modine, Mark Acheson, David Lawrence Brown, David Tomlinson Label: Studiocanal  FSK: 18 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Im fleischwundenlastigen Slasher-Kino, in dem nie die bluttriefenden Morde selbst, sondern allenfalls deren wenig originelle Ausführung zum Skandal werden können, kann alles den tragischen Helden triggern, vom netten Jungen von nebenan zum Serienmörder mit Stil zu mutieren. Den einen wird der volle Mondenschein zum Verhängnis, den anderen die Vorweihnachtszeit, die sie dazu inspiriert, bis zur Bescherung im Weihnachtsmannkostüm ihren Adventskalender ganz eigener Art abzuarbeiten. Wer nicht spätestens jetzt an den kleinen Klassiker „Silent Night, Deadly Night“ eines gewissen Charles E. Sellier Jr. aus dem Jahr 1984 denkt, kann weder den, noch eines seiner vier (!) Sequels zur Kenntnis genommen haben, die selbstverständlich alle eine der seinerzeit weit verbreiteten „Freitag der 13.“-Hommagen waren.

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Becoming Led Zeppelin

Land: USA 2025  Laufzeit: 122 min.  Regie: Bernard MacMahon Mit: Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones, John Bonham  Label: Plaion  FSK: 6 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Zu Beginn von Martin Scorseses Konzert-/Dokumentarfilm „The Last Waltz“ (1978) weist ein Insert darauf hin, dass dieser Film laut abgespielt werden muss. Tatsächlich führt dieser sicherlich freundlich gemeinte Hinweis direkt zum großen Problem dieser gesamten Spielart des Genres: Entscheidendes Moment ist die Musik der portraitierten Musiker und Bands. Aber schaut man sich einen Film an, um Musik zu hören? Und die Aufzeichnung eines Konzerts ersetzt jenes kaum in Worte zu fassende, berauschende Gefühl live dabei gewesen zu sein in keiner Weise. Nicht zu vergessen: Wir reden hier von der Zeit vor MTV und der Ära des Musikvideos, in der das Bild zum Ton beinahe wichtiger wurde als der Ton selbst.

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Shoot Like Wes – Fotografieren wie Wes Anderson

Originaltitel: Shoot Like Wes Autor/innen: Adam Woodward, Liz Seabrook Verlag: Prestel, März 2026  Umfang: 160 Seiten, 17 x 23 cm, Pappband  ISBN: 978-3-7913-9186-1  Preis: 24 Euro

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Möchte man die Filme von Wes Anderson beschreiben, muss man fast ein neues Genre im Kino definieren. Zwar ist jeder Film von ihm unvergleichlich und irgendwie wunderbar kindlich, aber trotzdem nach nur wenigen Sekunden eindeutig als ein „Anderson“ erkennbar: Durchkomponierte Bilder voller Details, die in ungewöhnlichen Perspektiven auf die Leinwand gebracht werden und bei denen sich der Zuschauer dem Risiko aussetzt, sie nicht vollständig bei einer einzigen Sichtung des Films zu erfassen. Herrlich engagierte Schauspieler, die sich ohne Hemmungen voll in ihre herumkaspernden Charaktere hineinknien. Und natürlich die kunstvolle und gleichzeitig unterhaltsame Geschichte, die zu Hochgefühlen bei den Anhängern des Regisseurs und zu Ratlosigkeit bei nicht Eingeweihten führen wird…

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Stiller

Land: Deutschland 2025  Laufzeit: 90 min.  Regie: Stefan Haupt Mit: Albrecht Schuch, Paula Beer, Max Simonischek, Marie Leuenberger, Stefan Kurt, Sven Schelker Label: Studiocanal  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Jeder ist jemand. Aber wer? James Larkin White ist sich immerhin sicher: „Ich bin nicht Stiller!“ Viele, angefangen bei den Beamten an der Schweizer Grenze, sehen das anders. Sie sehen in ihm den vor sieben Jahren verschwundenen Bildhauer Anatol Stiller, der aufgrund einer ominösen Verstrickung in eine dubiose Affäre auf den Fahndungslisten der Polizei gelandet ist. In der Folge wirkt es fast so, als verfolge Staatsanwalt Rehberg nicht das Ziel, White als Stiller zu enttarnen, sondern White davon zu überzeugen, Stiller zu sein. Auch die Frauen sind keine Hilfe. Stillers frühere Geliebte Sibylle ist nun Rehbergs Frau. Und Stillers eigene Frau Julika ist sich nicht wirklich sicher.

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Turbulence (2025)

Land: GB/USA 2025  Laufzeit: 91 min.  Regie: Claudio Fäh Mit: Hera Hilmar, Jeremy Irvine, Kelsey Grammer, Olga Kurylenko  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Wieso macht Claudio Fäh eigentlich Filme? Kürzlich haben wir seinen Passagier-Jet-unter-Wasser-Thriller „No Way Up“ (2024) besprochen, der dieser Tage auch im ZDF zu sehen war, was vor allem beweist, wie tief die Filmredaktion des Senders mittlerweile gesunken ist. Sieht man einmal vom derzeit obligatorischen Hai in der Kabine ab, hat Fähs Film nichts zu bieten, was „Airport ’77“ (1977) nicht bereits spektakulärer, besser besetzt und spannender abgehandelt hätte.

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Der Hochstapler – Roofman

Land: USA 2025  Laufzeit: 126 min.  Regie: Derek Cianfrance Mit: Channing Tatum, Kirsten Dunst, Peter Dinklage, Juno Temple  Label: Leonine  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

© Leonine

Reden wir über den Regisseur Derek Cianfrance. Sein Fall könnte als idealtypische Warnung an alle Hoffnungsfrohen da draußen durchgehen, lieber doch nicht Filmregisseur werden zu wollen. Sein Debüt, „Brother Tied“, kam 1998 in die Kinos, war eine sympathische Dramedy zwischen Brüderlein und Schwesterlein und wurde von kaum jemanden weiter bemerkt. Das war bei seinem zweiten, „Blue Valentine“ schon anders. Der romantische Liebesfilm mit steten Anleihen bei der Wirklichkeit hätte auch in einem stärkeren Filmjahr als Entdeckung gegolten. Das Problem: wir sind jetzt im Jahr 2010, zwischen dem ersten und zweiten Film liegen 12 Mal Weihnachten. Immerhin sollte es bis zu „The Place Beyond the Pines“ nur drei Jahre dauern und diese besondere Cops & Robbers-Version mit Ryan Gosling und Bradley Cooper als Antagonisten zählt zu den besten US-Filmen des Jahres 2013.

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Blu Ray-Disc bei MediaMarkt bestellen? Ich war so blöd!

Da ich eine ausgeliehene Kubrick/Spartacus-Scheibe nicht wieder bekommen habe, musste eine Neue her. Ich werde beim lokalen MediaMarkt vorstellig: Der Mitarbeiter bestellt am 2.3.2026 online die BD für 8.99 Euro, ich soll sie gegen Ende der Woche in der Filiale können. Die E-Mail-Bestatigung folgt am 3.3.2026:

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Operation kleiner Bruder

Land: Italien 1967  Laufzeit: 104 min.  Regie: Alberto De Martino Mit: Neil Connery, Daniela Bianchi, Adolfo Celi, Agata Flori, Bernard Lee, Anthony Dawson, Louis Maxwell  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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„James Bond jagt Dr. No“ (1962), “Liebesgrüße aus Moskau“ (1963), „Goldfinger“ (1964) – Mitte der 1960er Jahre nahm die Bond-Mania Fahrt auf und prompt folgten Kopien über Kopien. Manche waren ernst gemeint, manche mindestens ebenbürtig (die Harry-Palmer-Reihe mit Michael Caine), die meisten aber versuchten auf die Schippe zu nehmen, was sich selbst zunehmend nicht mehr wirklich ernst nahm; die erste „Casino Royale“-Verfilmung von 1967 zum Beispiel mit David Niven als James und Woody Allen als Jimmy Bond. Kein Wunder, dass da auch die italienische Filmindustrie, die in jenen Tagen alles kopierte und parodierte, was bei drei nicht auf dem Baum war, nicht tatenlos abseits stehen wollte.

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Filmjahr 2025/2026 – Lexikon des Internationalen Films

Eigentlich sollte an dieser Stelle – wie jedes Jahr – das Filmlexikon aus dem Hause Schüren stehen. Doch der Verlag hat bereits Anfang 2026 in den asozialen Medien verkündet, das Standardwerk nach 25 Jahren einzustellen, weil die Redaktion des Film-Dienstes sich auf andere Dinge konzentrieren möchte:

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Eddington

Land: USA 2025  Laufzeit: 150 min.  Regie: Ari Aster Mit: Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Luke Grimes, Deirdre O’Connel, Michael Ward, Emma Stone  Label: Leonine  FSK: 16 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Als der 1986 geborene Regisseur Ari Aster 2018 mit „Hereditary“ sein Spielfilmdebüt hinlegte und 2019 „Midsommar“ folgen ließ, galt er rasch als Versprechen weit über die Grenzen des Horror-Genres hinaus, dem diese beiden Filme wohl zuzurechnen sind. Dann folgte lange nichts und dann „Beau is Afraid“ (2023), der zwar kein Horror-Film ist, angesichts dessen aber einem dennoch Angst und Bange werden konnte – um Ari Aster. Denn „Beau“ war mit drei Stunden Laufzeit nicht nur mindestens eine zu lang, er glich in seiner hemmungslosen Idiosynkrasie auch mehr Asters producer only Projekten: „Dream Scenario“ (2023 mit Nicolas Cage, „Tanz der Titanen“ (2024 von Guy Maddin oder „Bugonia“ (2025 von Yorgos Lanthimos). Einzelne Szenen und Sequenzen sind großartig, der Film als Ganzes blieb aber hinter der Summe seiner Einzelteile weit zurück.

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Die Unfassbaren 3 – Now You See Me

Land: USA 2025  Laufzeit: 113 min.  Regie: Ruben Fleischer Mit: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Dave Franco, Isla Fisher, Justice Smith  Label: Leonine  FSK: 12 – Ein Beitrag von Georgios Tsapanos

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Sie kennen den Spruch: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Der Krug ist in diesem Falle die tollkühne Idee, eine Truppe genialer Magier in den Dienst der guten Sache gegen eine böse, böse Organisation zu stellen, die gigantische Zauber-Live-Shows vorführen, während man als Zuschauer (des Films) nie ganz sicher sein kann, tun sie das für die Zuschauer (im Film) oder ist die Show Teil eines faszinierenden Plans, die Bösen hinters Licht beziehungsweise hinter schwedische Gardinen zu führen. Der Krug ist die Kinokasse und die darin schlummernden Scheinchen. Fertig ist das Konzept von „Die Unfassbaren“, garniert mit einem Aufmarsch unheimlich gut aufgelegter jüngerer und älterer Stars: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Morgan Freeman, Michael Caine. Um ein paar zu nennen.

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