{Olive} 2/2 2025

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Hier ist der Anfang von 2025. Hier das erste Halbjahr 2024 und das zweite Halbjahr 2024, und hier das erste und zweite Halbjahr 2023.

Juli

Nachdem wir den Juni ja so positiv beendet haben, was vor allem die Bewältigung meiner Angst anging, war der Juli holprig. Der Galopp auf dem Platz war schwierig und er war vor allem schwierig, weil ich das Gefühl hatte, in der Verdauung hackt es. Aber ich konnte das nicht so richtig einordnen. Es ging dann auch immer wieder sehr gut und wir dachten eben, es wäre eine Mischung aus Stress durch Neues und eben dass sie erst lernen muss auf dem Platz richtig in den Galopp zu springen. Gewicht war aber für Sommer auch immer noch gut: 462,5kg. Und überhaupt war und ist das Pferd sonst eine Freude.

August

Im August habe ich dann vermutet, dass die Reitproblematik auch an einem erneut schiefen Sattel liegen könnte. Also gab’s Ende des Monats einen Sattlertermin. Ich hatte auch einen schönen Kurs zur Neuroathletik, wo es mehr um mich ging und ich auf dem Boden lag und Übungen gemacht habe, während das Pferd geschlafen hat. Ich war auch noch mal alleine draußen und wollte da noch mal intensiv am Galopp geradeaus arbeiten: ich hatte sie sonst alleine draußen immer relativ schnell durchpariert, damit wir erstmal gucken, ob das klappt, aber jetzt hatte ich mir vorgenommen, sie mal ein bisschen laufen zu lassen. Stellt sich heraus: Oli will gar nicht alleine draußen galoppieren, das war ultrastressig für sie, das habe ich unterschätzt. Das erste Stück ging gut, dann wollte ich gerne noch mal, da ist sie einfach in einen Busch gelaufen und hat mir mitgeteilt, dass sie jetzt hier steht. Habe sie tatsächlich auch auf dem Ausritt ein Stück geführt, damit sie hinter mit gehen kann und wieder runterfahren kann ohne dass sie das Gefühl hat, sie müsste die Führung übernehmen. Babypferd. War aber trotzdem gut. Wir waren dann auch noch mal anderen draußen, da ging der Galopp sehr gut. Auf dem Platz zwickte immer noch irgendwie der Bauch im Galopp. Also das heißt, sie hat einfach viel geäppelt, musste dafür stehen bleiben und ich konnte quasi spüren, wie da irgendwas verkrampft. Aber es war dann auch immer wieder weg und bei den anderen Sachen auch nie da. Ich habe aber einen Futterberatungstermin gemacht, das geht so nicht.

September

In den September bin ich also ohne Sattel gestartet, aber ich reite das liebe Pferd ja gerne ohne Sattel. Nur Ausreiten gehe ich dann doch nicht und Galopp lassen wir ganz ohne Sattel auch lieber weg, sodass die Problematik dann halt eh schon mal weg war. Einfach Dinge nicht machen, dann gibt es keine Probleme! Osteo war da, bisschen fest an den üblichen Stellen, aber prinzipiell alles gut. Dann war die Futterberatung und wir denken, das liebe Pferd hat ein bisschen Magen. Die Idee war, das erstmal mit Futter zu behandeln, was heißt, die Dame hat zweimal am Tag aufgekochtes Essen bekommen.. kein Thema, machen wir. Es ging aber überraschend gut. Morgens kommen die Pferde ja theoretisch zum Frühstück und wenn die mal nicht kommen, war meistens jemand da, der das übernehmen konnte und dann habe ich nachmittags noch mal gefüttert. Ich habe direkt eine Verbesserung gemerkt, das war super! Der Sattel kam auch wieder, aber irgendwie hat es sich nicht so gut angefühlt und ich bin wirklich wenig geritten. Galopp war auch mit besserem Bauch immer noch schwierig. Also das Reinspringen und vor allem das Halten. In dem Monat habe ich übrigens sehr viel longiert, teilweise ich, teilweise Dario, damit er das ab Oktober machen konnte. Wir hatten aber auch übrigens einen richtig richtig guten Ausritt auf eine meiner Lieblingsstrecken, die ich noch nie mit Oli gegangen bin. Einfach mal den geraden Weg lang galoppieren und wissen, die macht das gut, die macht nichts blödes. Bestes Pferd!

Oktober

Oktober war der erste Monat, in dem ich unter der Woche nicht mehr da war, und Dario netterweise viel übernommen hat. Auch die Fütterung musste ja aufrecht erhalten werden. Wenn ich da war, bin ich tatsächlich ziemlich viel geritten, vor allem auf dem Platz. Galopp war vom Anspringen viel besser, jetzt fehlte das Zutrauen, dass sie auch um die Kurve kommt. Und die Anlehnung insgesamt war nicht mehr so gut. Irgendwie kamen wir reiterlich nicht ganz vorwärts ohne dass es besonders schlecht war, aber es fühlte sich nicht so rund an. Wir waren aber auch endlich mal wieder mehr (auch mit anderen Ausreiten), konnten auch mehr als einmal draußen galoppieren – das ist richtig anstrengend für Jungpferde vom Kopf her, für Oli jedenfalls. Wenn sie einmal galoppiert war, brauchte sie danach echt eine Zeit wieder ganz entspannt zu sein, sodass wir oft nur einmal galoppiert sind, aber jetzt ging es gut auch zwei mal. Sie trabt nach dem Galopp immer noch lieber erstmal hinter anderen Pferden, dabei hat sie sonst gar kein Thema vorne zu gehen. Sie ist eben doch noch ein Baby.

November

Im November fühlte sich Reiten nach Arbeit und eigentlich ist Reiten auf diesem Pferd keine Arbeit. Wir haben in der Mitte des Monats den Sattel wieder runtergenommen und ein Pad drauflegt. Und das Pferd so: Ja, nimm doch das Ding runter, ich kann in Anlehnung gehen, ich kann einfach auf dem Platz galoppieren, ich kann sogar das halbwegs über den Rücken. Und ich so: Achso, danke. Es tut mir vor allem ein bisschen Leid, weil ich dachte, es könnte nicht der Sattel sein, der war ja so frisch gemacht. Aber seitdem ist Reiten wieder bombig. Außerdem war ich zweimal mit Pferd joggen und musste feststellen, dass man Pferden erst erklären muss, was die Aufgabe dabei ist. Dann lief sie aber entzückend mein Tempo, was für sie natürlich eigentlich einen Tick zu langsam ist.

Dezember

Ich glaube, Dezember war der reitintensivste Monat des Jahres, weil ich so viel Freude daran hatte. Kein Sattel der stört, Verdauung läuft, Pferd ebenfalls. Das war alles sehr toll! Das Wetter war teilweise ekelig. Aber ich danke dem liebsten aller Pferde sehr für die vielen schönen Momente.

Sieht gar nicht so anders aus. Aber sie ist größer geworden. Und schwerer. Ich hoffe, das geht über den Winter wieder etwas runter. Ansonsten ist und bleibt sie das schönste, beste liebste Wunderpferd. Seit über drei Jahren bei mir! Mehr als ihr halbes Leben. Und für den ganzen Rest.

J.

{Bücher} 2025

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  1. Laestadius, Ann-Helén – Die Zeit im Sommerlicht
  2. Meretoja, Hanna – Die Nacht der alten Feuer
  3. Ernaux, Annie – Die Scham
  4. Riikonen, Matias – Matara
  5. Lehmkuhl, Tobias – Der doppelte Erich: Kästner im Dritten Reich
  6. Jones, Janet – Horse Brain, Human Brain: Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft – Wie Pferd und Mensch denken, fühlen, handeln
  7. Harnesk, Tina – Als wir im Schnee Blumen pflückten
  8. Murakami, Haruki – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
  9. Turtschaninoff, Maria – Moorhöhe
  10. Collins, Suzanne – The Ballad of Songbirds and Snakes (The Hunger Games, #0)
  11. Saisio, Pirkko – Das kleinste gemeinsame Vielfache
  12. Durgun, Tahsim – »Mama, bitte lern Deutsch«: Unser Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft
  13. Scanlan, Kathryn – Boxenstart
  14. Karila, Juhani – Der Fluch des Hechts
  15. Collins, Suzanne – Sunrise on the Reaping (The Hunger Games, #0.5)
  16. Jordahl, Anneli – Die Töchter des Bärenjägers
  17. Lindgren, Astrid – Die Menschheit hat den Verstand verloren: Tagebücher 1939–1945
  18. Székely, János – Verlockung
  19. Eschbach, Andreas – Die Auferstehung
  20. Auster, Paul – The Music of Chance
  21. Wahl, Caroline – Die Assistentin
  22. Rytisalo, Minna – Zwischen zwei Leben
  23. Ponthus, Joseph – Am laufenden Band
  24. Nousiainen, Miika – Verrückt nach Schweden
  25. Julio Llamazares – Der gelbe Regen
  26. Labba, Elin Anna – Das Echo der Sommer
  27. Irving, John – Königin Esther
  28. Wenn der Hahn kräht: Zwölf hellwache Geschichten aus Brasilien

28 Bücher, 9.886 Seiten. Für mich hatte ein Durchschnittsbuch also um die 353 Seiten.
17 gebundene Bücher, 8 Taschenbücher, 2 eBooks, 1 Hörbuch.
12 Bücher von Autoren, 16 von Autorinnen.
22 belletristische Werke, 6 Sachbücher im weitesten Sinne.
6 Bücher waren im Original auf Finnisch, 6 auf Schwedisch, 6 auf Englisch, 4 auf Deutsch, 2 auf Französisch, jeweils 1 auf Spanisch, Portugiesisch und Japanisch.
Ich habe 25 Bücher auf Deutsch gelesen und auf 3 Englisch, das heißt, ich habe 7 Bücher tatsächlich in der Originalsprache gelesen und 21 Übersetzungen.
28 Bücher gehörten zum Lesezeitpunkt mir und gehören auch immer noch mir.
9 habe ich gebraucht gekauft, 5 neu, 11 wurden mir geschenkt.
17 der Bücher sind 2025 eingezogen, 6 2024, 2 2023, 2 2022 und 1 2015.
Das älteste Buch ist aus dem Jahr 1948 (Székely, János – Verlockung), die neusten aus dem Jahr 2025 (8 Bücher).
Das durchschnittliche Veröffentlichungsjahr ist 2014, ich bin damit im Vergleich zum Vorjahr ein Jahr in die Zukunft gereist.
Ich habe kein Buch wieder gelesen.
11 Bücher wurden für den Finnlandclub, 2 für das Dicke-Bücher-Camp gelesen.

Für mich gehören Die Nacht der alten Feuer, Moorhöhe und Die Töchter des Bärenjägers zusammen, dabei gehören die gar nicht zusammen. Aber es sind alles Bücher, die mich nicht vollständig überzeugt haben, ohne dass ich sie ganz schlecht fand. Dann gehören auch Die Zeit im Sommerlicht, Als wir im Schnee Blumen pflückten und Das Echo der Sommer zusammen, da gilt das gleiche und zusätzlich ging es um Saamen. Matara und Der Fluch des Hechts sind sicherlich literarischer als die anderen Werke, aber dafür hat mich da die Story nicht bekommen, die war mir in beiden Fällen zu abgedreht. Ein Buch, welches mich erst auch nicht überzeugt hat, mir beim Lesen aber sehr lieb gewordne ist, ist Zwischen zwei Leben. Dann musste ich noch ein altes Finnlandbuchclubbuch lesen, welches ich nur mal angefangen habe, aber nicht zu ende gelesen hatte, weil es wirklich nicht gut ist: Verrückt nach Schweden. Immerhin habe ich aber nun alle Rückstände gelesen und alle Buchclubbücher gelesen. Dieses Jahr gab es da auch ein Highlight: Das kleinste gemeinsame Vielfache ist ein sehr gutes Buch, ich freue mich schon, die anderen beiden Teile zu lesen. Ähnlich wie dieses Buch waren auch Boxenstart und Am laufenden Band, die sind alle drei nicht besonders konventionell geschrieben und dadurch sehr spaßig zu lesen. Konventioneller, aber trotzdem toll waren Verlockung und Der gelbe Regen. Dann gab es noch zwei vertraute Autoren, die das gemacht haben, was ich jeweils erwartet habe: The Music of Chance und Königin Esther. Bücher, die mich eher uninspriert hinterlassen haben, waren Die Assistentin (mochte die Geschichte, aber die Erzählweise nicht) und Wenn der Hahn kräht: Zwölf hellwache Geschichten aus Brasilien, eine Sammlung von Kurzgeschichten, für die mir der kulturelle(?) Hintergrund fehlt. Bücher von denen ich gar nicht erwartet habe, dass sie mehr sind als sie waren, waren sowohl The Ballad of Songbirds and Snakes und Sunrise on the Reaping als auch Die Auferstehung.

Die Sachbücher waren gut (Die Scham, Der doppelte Erich), belanglos (Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede, Die Menschheit hat den Verstand verloren) und sehr interessant (Mama, bitte lern Deutsch, Horse Brain, Human Brain). Und damit war das Lesejahr auch schon wieder vorbei.

J.

{12von12} Wien

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Ich bin in den Nebel gelaufen, einen unbekannten Weg, den ich dann nicht mal gesehen habe. Mystisch.

Ich habe die Straßenbahnhaltestelle aber gefunden, ich stieg ein und fuhr los.

Ich musste einmal die Innenstadt queren, da kommt man an prachtvollen Gebäuden vorbei.

Nachdem Aussteigen war der Nebel etwas weniger, ich musste ein kurzes Stück laufen.

Dann war ich bei einem Willkommensbrunch für neue Mitarbeiter:innen der Universität Wien. Ich war da hauptsächlich, weil ich gerne mal in die Sky Lounge wollte.

Das Problem war, dass sich bei dem Nebel der Ausblick gar nicht recht gelohnt hat, aber es war trotzdem dann ein nettes Treffen, bei dem ich wenig Neues über die Uni, aber viel neues über Kinos in Wien gelernt habe. Also durchaus lohnenswert.

Dann bin ich in die mir zugeteilte (und geliebte) Abteilung gelaufen und habe doch auch mal etwas gearbeitet.

Einen kleinen Ausflug zum Supermarkt habe ich noch gemacht, das Couscous war leer und ich wollte doch mein mitgebrachtes Essen essen. Das habe ich getan, aber nicht fotografiert.

Dann bin ich noch im Hellen wieder gegangen, denn ich hatte noch einen Nachmittagstermin.

Dafür musste ich wieder durch die Innenstadt, diesmal bin ich aber gelaufen.

Ich hoffe, der Termin wird zu einem erfreulichem Ende führen.

Dann habe ich Handmaid’s Tale im Bett geguckt und geschlafen. Was sein muss, muss sein.

J.

{12 von 12} Urlaubsfreitag

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Ich bin aufgewacht (1), habe den Haushalt geordnet (2), ein Buch ausgepackt (3), einen kleinen Lauf gemacht (4), ein kleines Zoom-Meeting gehabt (5), mehrere Dinge eingekauft (6), u. a. eben noch mehr Bücher (7), eine Joghurt-Sauce gerührt (8), auf dem Balkon gesessen (9), gegessen (10), am Stall einer Schraube den Kampf angesagt und gewonnen (11), nach dem Stall-Stammtisch nach Hause gekommen (12). Habe auch das süßeste Pferd aller Zeiten gesehen und schon wieder kein Foto gemacht? Naja.

J.

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