Denke manchmal so über Identität und identitätsstiftende Faktoren nach (aus einer privilegierten Situation, in der Staatsbürgerschaft, Hautfarbe etc. keine Rolle spielen, weil ich da der Mehrheit angehöre).
Ich bin ein Mensch, der in der Kleinstadt wohnt und etwas mit Pferden zu tun hat. Das ist ein Bild, das ich jahrelang nicht gerne von mir selbst gehabt habe bzw. haben wollte. Es ist einfacher für mich geworden, mich selbst mit dem Bild in Einklang zu bringen, seitdem ich (hier lachen die Privilegien wieder) ein eigenes Pferd habe. Das ist sehr, sehr wichtig für mich. Es ist in vielerlei Hinsicht vielleicht das Wichtigste, was ich über mich sagen kann: Mir gehört Olivita. Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit damit, entweder beim Pferd zu sein oder mir aktiv Gedanken über das Pferd zu machen. Ein Großteil meines sehr großen Glücks basiert auf Erlebnissen mit diesem Pferd (und Menschen, die damit zu tun haben). Das ist so ein gewaltiger Teil meines Lebens – das ist für mich selbst manchmal absurd.
Aber so ist das halt. Ich bin halt der Mensch, dem das allerbeste Pferd auf der ganzen Welt gehört. Wie sollte mich das nicht glücklich machen?











