Veröffentlicht in Fachkonferenz 2026, Fachkonferenzen, Leseförderung

Die 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken im Detail – der letzte Tag

Der letzte Konferenztag bietet noch einmal konzentrierte Workshop-Arbeit und endet mit der gemeinsamen Verabschiedung.

Erste Workshop-Phase (9:10–10:40 Uhr)

Nach der gemeinsamen Morgenbesprechung um 9 Uhr starten die letzten Workshop-Runden:

Aktiv gegen den Leseknick (Christine Wörsching / FK Bib & Schule)
Für diejenigen, die den Workshop am Donnerstagnachmittag verpasst haben, gibt es hier noch einmal die Gelegenheit, aktuelle Buchtitel und kreative Zugänge zur Kinder- und Jugendliteratur kennenzulernen.

Diskriminierungskritischer Bestandsaufbau im KiJu-Bereich (Sarah Hergenröther)
Medien sind ein Abbild der Gesellschaft. Über Bestände vermitteln Bibliotheken Werte, Meinungen und auch Stereotype. Am Beispiel der Münchner Stadtbibliothek wird gezeigt, wie interne Diskussionen abliefen, welche Schlüsse gezogen und Maßnahmen umgesetzt wurden. Die Stadtbibliothek wurde von 2019 bis 2025 im Rahmen des 360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft in Hinblick auf Diversitätsentwicklung gefördert.

Leicht loslesen – mit leseschwachen Kindern und Jugendlichen – Teil I (Sandra Maria Erdmann)
Leseschwache Kinder und Jugendliche für Bücher und Literatur begeistern – wie soll das gehen? Der Workshop bietet eine Auswahl an Methoden und Leicht-Lese-Spielen für das literaturpädagogische Arbeiten zwischendurch mit praxiserprobten Beispielen für einfaches Wortschatztraining.

Kamishibai in der Kinderbibliothek – Teil I (Annette Huber)
Das japanische Papiertheater Kamishibai ist seit Jahren im Einsatz, wird aber nie langweilig! Der Workshop greift Techniken des freien Erzählens, die Erzählhaltung, Auswahl von Bildkartenwerken und die Gestaltung von Veranstaltungen heraus. Geeignet für Erstkontakt und für erfahrene Kamishibai-Nutzer*innen.

Zweite Workshop-Phase (10:45–12:15 Uhr)

Leicht loslesen – mit leseschwachen Kindern und Jugendlichen – Teil II (Sandra Maria Erdmann)
Fortsetzung mit dem literaturpädagogischen Notfall-Koffer und weiteren Praxisideen.

Kamishibai in der Kinderbibliothek – Teil II (Annette Huber)
Vertiefung und praktisches Ausprobieren des vielseitigen Erzähltheaters.

Silent Books und Wimmelbücher spielerisch erkunden (Eva Hansen)
Silent Books und Wimmelbücher sind wahre Fundgruben für kleinere und größere Geschichten, phantasievolle Leerstellen und erste literarische Zugänge. Sie bieten Kindern unzählige Denk- und Sprachanlässe. Im Workshop werden spielerische Vermittlungsmethoden vorgestellt und können selbst ausprobiert oder entwickelt werden.

Spaceship Unity (Nadine Rousseau)
Die Weltraummission als kooperatives Spielen für lösungsorientiertes Denken und Teamwork. Die Teilnehmenden spielen sich durch das Boardless Games „Spaceship Unity“ und erfahren und reflektieren die Stärken von gemeinsamen Handeln im Spiel und den Einsatz von kooperativen Spielen in der pädagogischen Arbeit.

Verabschiedung (12:20 Uhr)

Um 12:20 Uhr endet die 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken mit der gemeinsamen Verabschiedung.

Anmeldungen sind auch weiterhin auf den Seiten der Akademie der Kulturellen Bildung möglich.

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Die 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken im Detail – Tag 2 – Nachmittag und Abend

Donnerstag, 23. April 2026 – Nachmittag: Praxis und Innovation

Nach der Mittagspause geht es um 15 Uhr mit zwei weiteren Workshop-Phasen weiter, die vielfältige Praxisansätze für die Bibliotheksarbeit mit Kindern und Jugendlichen bieten.

Erste Workshop-Phase (15:00–16:25 Uhr)

Laut, wild und zielgerichtet. Kinderbibliotheken der Zukunft (Peter Jobmann)
Kinderbibliotheken sind laut! Sie müssen Räume schaffen für Spiel, Lernen, Lesen und Leben. Was ist eigentlich eine kindgerechte Bibliothek? Nach einem kurzen Input gibt es Raum für Diskussion über neue Konzepte, die bestehendes Wissen anderer Professionen adaptieren.

Medienheld*innen im Rampenlicht – Geschichten erzählen rund um Gaming-Ikonen (Horst Pohlmann)
Digitale Spiele erzählen Geschichten, die Spieler*innen nicht nur erleben, sondern auch mitschreiben. Im Workshop analysieren die Teilnehmenden das Storytelling in aktuellen Games, ergründen, wie Story und Aufgaben zusammenwirken, und probieren aus, wie sich Games für Storytelling-Projekte nutzen lassen.

Vorlesen mit Spielbüchern…niederschwelligen Zugang zum Vorlesen schaffen (Sabine Bonewitz / Stiftung Lesen)
Spielbücher bilden Schnittstellen aus Spielen & Vorlesen und können den Einstieg ins Vorlesen erleichtern. Sie fördern auf verschiedenen Kompetenzebenen und stärken besonders die Eltern-Kind-Beziehung. Der Workshop bietet einen Überblick zu Leseförderangeboten der Stiftung Lesen.

Bibliothek und Ganztag – ein tolles Team – Teil I (Kathrin Pickard)
Vorstellung verschiedener Projekte und Aktionen zur Förderung von Lese- und medienpädagogischer Kompetenz für den offenen Ganztag an Grundschulen am Beispiel der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle Oberhausen.

Bibliothekspädagogik – Teil I (Julia Abel, Ute Engelkenmeyer)
Prof. Dr. Julia Abel berichtet über die institutionelle Situation der Bibliothekspädagogik und diskutiert, wie es um die bildungspolitische Sichtbarkeit von Bibliotheken steht. Anschließend gibt es Austausch über akute Fragen der bibliothekspädagogischen Praxis, u.a. in Form der kollegialen Fallberatung.

Zweite Workshop-Phase (16:30–18:00 Uhr)

Bibliothek und Ganztag – ein tolles Team – Teil II (Kathrin Pickard)
Fortsetzung mit weiteren Projekten und vertieftem Austausch.

Bibliothekspädagogik – Teil II (Julia Abel, Ute Engelkenmeyer)
Fortsetzung der kollegialen Fallberatung und des Austauschs.

Aktiv gegen den Leseknick (Christine Wörsching / FK Bib & Schule)
Ein Praxisseminar über gelingende Zugänge zur aktuellen Kinder- und Jugendliteratur. Es werden aktuelle Buchtitel und kreative Zugänge vorgestellt, die sich in kurzen Einheiten umsetzen lassen. Die Praxisideen können selbst ausprobiert werden, außerdem wird die Verknüpfung von digitaler und analoger (Buch-)Welt thematisiert.

Schreibwerkstätten mit KI (Sascha Pranschke)
Kreativ, zeitsparend oder gefährlich? In diesem Workshop mit Labor-Charakter vergegenwärtigen sich die Teilnehmenden die grundlegenden Anwendungsfelder von KI und stellen verschiedene KI-Textwerkzeuge auf die Probe – ein Experiment mit offenem Ergebnis.

Bock auf Bücher? Frühkindliche Leseförderung (Pia Löber-Wille)
Wie kann es gelingen, Eltern und Kinder nachhaltig für Bücher zu begeistern? Vorstellung des Konzepts „Bock auf Bücher?!“ – ein praxisbewährtes Format in Kooperation zwischen Bibliothek, Buchhandel, Kitas und lokalen Leseförderer*innen, das Bibliotheken als Knotenpunkt eines regionalen Netzwerks positioniert.

Abend: Meet your neighbour! (19:30–21:00 Uhr)

Nach dem Abendessen um 18 Uhr folgt ein besonderes Format: „Meet your neighbour! Impuls-Vorträge & Markt“. Hier erwarten die Teilnehmenden verschiedene Dialog-Lounges und Impulsvorträge:

Dialog-Lounge: Jugendbibliotheksarbeit (Sandra Kügler/Polina Simonson)
Die DialogLounge lädt zu einem offenen Austauschformat ein, bei dem Jugendbibliotheken weitergedacht und mitgestaltet werden. Impulse aus der Praxis zu partizipativer Raumgestaltung, Demokratieförderung oder dem Umgang mit Fake News bilden den Ausgangspunkt für den Austausch über die Jugendbibliothek von morgen.

Dialog-Lounge: Inklusive Lebenswelten (Caroline Schürer/FK Diversität)
Um Inklusion in Bibliotheken zu verwirklichen, werden Medien mit barrierefreiem Zugang benötigt. Inklusive Kinderbücher sollten eine Selbstverständlichkeit sein, keine Besonderheit.

Discord-Plattform für Austausch (Peter Jobmann)
Der Community-Blog der dbv-Kommission informiert zwar, kann jedoch den direkten Austausch nicht ersetzen. Discord hat sich als Plattform für berufliche Vernetzung etabliert. Es wird erarbeitet und diskutiert, welche Anforderungen an den Austausch unter Kinder- und Jugendbibliotheksmitarbeiter*innen bestehen. Im Idealfall steht am Ende ein eingerichteter Community-Server mit ersten Teilnehmenden.

Tillybox (Lisa Mütsch)
Vorstellung der Tillybox.

Miteinander das literarische Lesen in Bibliotheken gestalten (Manuela Hantschel)
Wie bibliothekarische Praxis und literaturpädagogische Ansätze in der Ganztagsbetreuung eine ganzheitliche Leseförderung ermöglichen. Am Konzept ganztagsLesen wird die Qualifizierung des Personals exemplarisch dargestellt und individuelle Förderkonzepte unter Einbeziehung von Bibliotheken diskutiert.

Gütesiegel Buchkita (Meike Betzold)
AKJ (Julia Abel)

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Die 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken im Detail – Tag 2 – der Vormittag

Donnerstag, 23. April 2026 – Vormittag: Workshops

Nach der gemeinsamen Morgenbesprechung um 9 Uhr startet der inhaltlich dichteste Tag der Konferenz mit zwei Workshop-Phasen am Vormittag.

Erste Workshop-Phase (9:10–10:40 Uhr)

In dieser Phase können Teilnehmende zwischen vier Workshops wählen:

Demokratiestärkende Bibliotheksarbeit am Beispiel der Stadtbibliothek Weikersheim (Michaela Stock)
Die Stadtbücherei Weikersheim hat 2024/25 am Projekt „Land.schafft.Demokratie“ teilgenommen und verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche realisiert: „Gedankenflieger: Philosophieren mit Kindern„, Argumentationstraining „Streiten, aber richtig!“ und „Raise your voice“ – ein Podcast für Solidarität. Im Workshop werden diese Angebote vorgestellt und gemeinsam diskutiert, wie sie in der eigenen Einrichtung umgesetzt werden können.

Dachverbandliches Schutzkonzept für Bibliotheken (Mareen Reichardt, Kathrin Hartmann)
Prävention und Kindeswohl sind zentrale Anliegen, die oft mit Unsicherheiten verbunden sind. Gerade als offene Häuser – und zunehmend als Open Libraries – müssen Bibliotheken sichere Räume für Kinder und Jugendliche darstellen. Die AG Schutzkonzepte des dbv stellt ihre Handreichung mit Vorlagen zur Erarbeitung institutioneller Schutzkonzepte vor.

Dritte Orte, aber wie? Die Bibliothek von morgen gemeinsam denken – Teil I (Kawthar El-Quasem)
Dieser zweiphasige Workshop (fortsetzend in der zweiten Session) bietet einen einführenden Input zu Fragen rund um Raum und Bibliotheken als Dritte Orte. Mithilfe des „Hoch-drei-Visionenspiel“ der Kulturstiftung des Bundes wird beispielhaft ein Aushandlungsprozess simuliert, bei dem die Teilnehmenden verschiedene beteiligte Gruppen vertreten.

Gaming mit Stift & Papier: Pen-&-Paper-Sessions in der Stadtbibliothek Oranienburg – Teil I (Jennifer Bonk, Roland Doctor)
Pen-&-Paper birgt vielfältige Möglichkeiten für Bibliotheken: Fantasie, Spannung, Abenteuer, Schauspieltalent und Geschichtenerzählen. Der Workshop bietet Einblicke aus erster Hand und einen praktischen Vorgeschmack, wie sich Pen-&-Paper anfühlt.

Zweite Workshop-Phase (10:45–12:15 Uhr)

Dritte Orte, aber wie? – Teil II (Kawthar El-Quasem)
Fortsetzung des Workshops mit gemeinsamer Reflexion des Aushandlungsprozesses und Entwurf möglicher Variationen für eigene Zielgruppen.

Gaming mit Stift & Papier – Teil II (Jennifer Bonk, Roland Doctor)
Vertiefung der praktischen Erfahrungen mit Pen-&-Paper-Rollenspielen.

Phänomen BookTok in Bibliotheken (Miriam Schnitzler, Sarah Redlich, Corona Eggert)
BookTok hat die Literaturwelt verändert – Jugendliche und junge Erwachsene lesen wieder verstärkt, schreiben selbst und tauschen sich über Plattformen wie Wattpad aus. Der Workshop untersucht, was BookTok für Bibliotheken bedeutet: Wie werden BookTok-Bücher im Bestand berücksichtigt? Welche Auswirkungen zeigen sich im Bereich Jugendbuch und insbesondere im Genre New Adult? Auch die rechtliche Seite wird angesprochen, gefolgt von Austausch und Diskussion.

Mehrsprachigkeit und interkulturelles Lernen in der digitalen Leseförderung bei „Gemeinsam digital“ (Anne Wellingerhof)
Dieser Workshop stellt Praxisbeispiele aus der Förderung von „Gemeinsam Digital“ vor, in denen Mehrsprachigkeit im Fokus stand. Wie kann Mehrsprachigkeit als Ausdruck der Vielfalt Raum in Projekten finden? Wie können Sprachbarrieren überwunden werden? Nach zwei Impulsen aus Projektdurchführungen gibt es Austausch in Kleingruppen zur Konkretisierung eigener Projektüberlegungen.

Um 12:15 Uhr beginnt die Mittagspause mit Mittagessen.

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Die 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken im Detail – der erste Tag

Gesellschaft im Wandel: Was Bibliotheken leisten können

22.–24. April 2026 | Akademie der Kulturellen Bildung, Remscheid


Mittwoch, 22. April 2026: Ankommen und Spielkultur erleben

Der erste Konferenztag steht ganz im Zeichen des Ankommens und des Einstiegs in ein Thema, das Bibliotheken zunehmend prägt: die Spielkultur.

Nachmittag: Brettspiele als Bildungsmedium

Ab 14:30 Uhr beginnt die Konferenz mit Kaffee und der Möglichkeit, anzukommen und erste Kontakte zu knüpfen. Um 15:30 Uhr folgt die offizielle Begrüßung durch die Fachkommission Kinder- und Jugendbibliotheken sowie die Akademie der Kulturellen Bildung.

Der inhaltliche Auftakt erfolgt um 16 Uhr mit dem Kick-off „Let’s Play – Das analoge Brettspiel als Bildungsmedium und Kulturgut“. Christina Valentiner-Brandt von der Brettspielakademie Reinbek moderiert diese Eröffnungsveranstaltung zusammen mit zwei Gästen: Harald Schrapers, 1. Vorsitzender des Vereins „Spiel des Jahres“, und Anna Hoffmann von der Stadtbücherei Eckernförde geben Einblicke, wie Brettspiele als gleichwertiges Bildungsmedium neben Büchern fungieren und welche Kompetenzen sie fördern. Von Spielen mit Kita-Kindern über Open-Play-Angebote für Familien bis hin zu Kooperationen mit Schulen werden verschiedene Veranstaltungsformate vorgestellt.

Abend: Spielplatz für die Praxis

Nach dem Abendessen um 18 Uhr wird es um 19:30 Uhr praktisch: Der „Spielplatz“ bietet Hands-on-Erfahrungen zur Spielkultur in Bibliotheken. Hier können Teilnehmende:

  • Konventionelle Spiele für die Ausleihe testen und erfahren, was sich eignet und was beachtet werden muss (Martina und Andreas Silbermann, Christina Valentiner-Brandt)
  • Das Pub-Quiz/Bar der Stadtbücherei Eckernförde in der „Remscheid-Variante“ spielen (Anna Hoffmann)
  • Gaming im Studio mit Horst Pohlmann ausprobieren

Dieser erste Tag schafft eine lockere, spielerische Atmosphäre und zeigt bereits, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Kinder und Jugendliche über spielerische Ansätze zu erreichen.

Anmeldungen sind auch weiterhin auf den Seiten der Akademie der Kulturellen Bildung möglich.

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Klischeefrei durch die Grundschule: Lesebücher für eine vorurteilsfreie Berufsorientierung

In einer Zeit, in der Geschlechterklischees nach wie vor die Berufs- und Studienwahl vieler junger Menschen beeinflussen, setzt die Initiative Klischeefrei bereits in der Grundschule an. Mit zwei liebevoll gestalteten Lesebüchern rund um die Figur der Oma Eda vermitteln sie Kindern spielerisch einen unvoreingenommenen Blick auf Berufe, Tätigkeiten und Geschlechterrollen.

Kostenlose Bestellung für Bildungseinrichtungen

Die beiden Lesebücher können von Schulen, Lehrkräften und Bildungseinrichtungen kostenfrei über die Website der Initiative Klischeefrei bestellt werden. Die Bücher werden als Set geliefert, wobei pro Bestellung maximal 2 Exemplare bezogen werden können. Diese Beschränkung ermöglicht es, möglichst viele Einrichtungen mit den wertvollen Unterrichtsmaterialien zu versorgen.

Eine Welt voller Möglichkeiten: Die Oma-Eda-Bücher

Der Schauplatz könnte reizvoller kaum sein: Auf einem alten Fabrikgelände erleben Mo, Elias, Mara, Lara, Tom und ihre Freunde gemeinsam mit Oma Eda spannende Abenteuer. Mo und Elias kümmern sich um kranke Tiere, Mara und Lara reparieren kaputte Gegenstände, und Tom entdeckt seine Leidenschaft fürs Kuchenbacken. Niemand fragt hier, ob diese Aktivitäten „typisch“ für Mädchen oder Jungen sind – alle probieren aus, was sie interessiert.

Die beiden Bände richten sich an unterschiedliche Lesestufen:

  • Band 1: „Der Schlüssel zu Oma Edas Welt oder warum Ausprobieren hilft“ eignet sich ideal für Leseanfängerinnen und Leseanfänger
  • Band 2: „Oma Edas wundersame Welt und der geheimnisvolle Raketenplan“ ist für fortgeschrittene Leserinnen und Leser konzipiert

Beide Bücher wurden von Elke Büdenbender, der Schirmherrin der Initiative Klischeefrei, als Hörbuch eingelesen und sind auch als E-Book verfügbar – so können Familien die Geschichten kostenlos digital nutzen.

Bewährt in der pädagogischen Praxis

Seit 2021 werden die Bücher erfolgreich an Grundschulen im Unterricht eingesetzt. Sie sind Teil des Methodensets „Klischeefrei durch die Grundschule“ und bieten pädagogisch geprüfte Inhalte, die völlig frei von stereotypen Zuschreibungen sind. Die hohe Nachfrage und Auflage zeigt: Lehrkräfte schätzen diese Materialien als wertvolle Unterstützung für eine moderne, vorurteilsfreie Bildung.

Die Initiative Klischeefrei: Ein breites Bündnis für freie Berufswahl

Hinter den Büchern steht die Initiative Klischeefrei, ein umfassendes gesellschaftliches Bündnis, das sich für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees einsetzt.

Die Initiative reagiert auf eine bildungspolitische Herausforderung: Berufsbildungsforschung zeigt, dass viele Jugendliche Berufe und Studiengänge von vornherein ausschließen, weil diese vermeintlich nicht zu ihrem Geschlecht passen.

Die Zahlen verdeutlichen das Problem: Während männliche Jugendliche bei der dualen Ausbildung mit 60 Prozent dominieren, sind weibliche Jugendliche mit 70 Prozent in der vollzeitschulischen Ausbildung überrepräsentiert. Handwerksberufe bleiben stark männlich geprägt, während Gesundheits-, soziale und hauswirtschaftliche Berufe kaum Männer anziehen. An Hochschulen zeigt sich ein ähnliches Bild: technische Studiengänge sind männlich dominiert, Geisteswissenschaften werden mehrheitlich von Frauen gewählt.

Das Ziel der Initiative ist klar: Jungen Menschen soll eine an ihren individuellen Stärken und Interessen orientierte Berufswahl ermöglicht werden – unabhängig von ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Denn Berufe haben kein Geschlecht, und Menschen sind vielfältig in ihren Fähigkeiten.

Weitere kostenfreie Materialien

Neben den Oma-Eda-Büchern bietet die Initiative weitere Materialien an, darunter das Wimmelbuch „Mein großes Berufe-Wimmelbuch – Ich kann alles werden“ (ebenfalls Höchstbestellmenge: 2 Exemplare), das klischeefreie Berufswelten für Kinder visualisiert.

Mit diesem frühen pädagogischen Ansatz leistet die Initiative Klischeefrei einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit: Wenn Kinder bereits sehr früh in der KITA lernen, dass ihnen alle Wege offenstehen, legt dies den Grundstein für selbstbestimmte Bildungs- und Berufsentscheidungen in der Zukunft.

Bestellung und weitere Informationen:
Die Lesebücher und das Wimmelbuch können kostenfrei bis 15. Dezember 2025 bestellt werden unter:

https://material.kompetenzz.net/klischeefrei/klischeefrei-mein-grosses-berufewimmelbuch-ich-kann-alles-werden.html

https://material.kompetenzz.net/klischeefrei/buecher-der-initative-klischeefrei-der-schluessel-zu-oma-edas-welt-oma-edas-wundersame-welt-663.html

Veröffentlicht in Fachkonferenz 2026, Fachkonferenzen, Fortbildungen, In eigener Sache

Anmeldung zur 4. Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken

22. – 24. April 2026
Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW

Remscheid

Gesellschaft im Wandel: Was Bibliotheken leisten können

Unsere Gesellschaft befindet sich im dauerhaften Wandel. Jüngere Generationen haben andere Werte und Ansprüche, Fähigkeiten und Bedürfnisse als ältere. Work-Life-Balance, Mental Health, Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit, aber auch Individualisierung und Vereinsamung der Menschen stehen im Vordergrund. Der digitale Raum wird weiterhin größer und bekommt mehr Bedeutung im Alltag. Gleichzeitig wächst das Verlangen nach physischen Welten. Ausgeprägte kognitive Fähigkeiten und Künstliche Intelligenz als Selbstverständlichkeit fordern multisensorische Angebote.

Wie können Bibliotheken Kinder und Jugendliche im dauerhaften Wettbewerb der Medien um Aufmerksamkeit erreichen? Werfen Sie mit uns einen Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten der Bibliotheksarbeit für Kinder und Jugendliche – von Demokratiebildung über Literaturpädagogik bis hin zur Spielkultur, sowohl digital als auch analog.

Anmeldungen sind ab sofort auf den Seiten der Akademie der Kulturellen Bildung möglich.

Hinweis
Die Tagung wird für die Qualifizierung „Literaturpädagogik“ anerkannt und vom Bundesverband Leseförderung mit 12 UE angerechnet (BVL-Module 2.2: 6 UE; 2.4: 6 UE).

Wir freuen uns auf Sie!

Veröffentlicht in AG Schutzkonzepte, Fortbildungen, In eigener Sache

Schutzkonzepte in Bibliotheken : Online-Seminarreihe geht weiter

In einem früheren Beitrag sowie auf der BiblioCon 2024 und im Heft 1/2025 der BuB haben wir bereits das Projekt der Kommission und des dbv zu Schutzkonzepten in Bibliotheken vorgestellt.

Zur Stärkung von Prävention und Kindeswohl erstellt die AG Schutzkonzepte des dbv, bestehend aus Kathrin Hartmann, Carolin Graf und Mareen Reichardt, gemeinsam mit der Expertin Vera Sadowski in diesem Jahr ein verbandliches Schutzkonzept für den Bibliothekskontext, auf dessen Basis Bibliotheken eigene Schutzkonzepte für ihre Einrichtungen erarbeiten können. Die Veröffentlichung des Schutzkonzepts und entsprechender Arbeitshilfen sind für Ende 2025 geplant.

Online-Seminarreihe mit Expertin Vera Sadowski

Begleitend findet nächste Woche das zweite Online-Seminar statt.

  • Spezifische Schutzkonzepte für Bibliotheken.
    Inhalte: Ergebnisse der Risiko- und Potentialanalyse, Empfehlungen für Schutzkonzepte, Feedback der Teilnehmenden.
    Termin: voraussichtlich 4. Juni 2025, 9-13 Uhr
    Anmeldefrist: 02.06.2025
    Hier gelangen Sie zur Anmeldung
  • Vorstellung der Handreichung.
    Inhalte: Teilnehmende werden befähigt, ein Schutzkonzept in ihrer Einrichtung zu entwickeln.
    Termin: voraussichtlich 12. November 2025, 9-15 Uhr (inkl. Pausen)
    Anmeldefrist: 10.11.2025
    Hier gelangen Sie zur Anmeldung

Sollten Sie das erste Online-Seminar verpasst haben: Hier gelangen Sie zur Aufzeichnung.

Notwendigkeit von Prävention in der Bibliotheksarbeit
Inhalte: Sensibilisierung für Präventionsarbeit, Argumentationshilfen gegenüber Leitung und Träger, Finanzierungsmöglichkeiten

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter komkiju [at] bibliotheksverband.de

Veröffentlicht in Leseförderung

Bewerbt euch für den deutschen Lesepreis

Lesefreude und Lesekompetenz sind zentrale Grundlagen für die Bildungsfähigkeit und damit für gesellschaftliche Teilhabe. Doch trotz großer Anstrengungen ist es um die Lesekompetenz in Deutschland noch immer nicht gut bestellt. Leseförderung ist unabdingbar für eine funktionierende Gesellschaft. Alle gesellschaftlichen Gruppen und Akteure sind daher gefordert, sich im Alltag für die Leseförderung in Deutschland zu engagieren. 

Hier sind Bibliotheken eine maßgebliche Bereicherung. Vor allem in den Kategorien „Herausragendes kommunales Engagement“ und „Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“ bieten Bibliotheken eine Vielzahl an großartigen Angeboten. Leider bewerben sich nur wenige Bibliotheken für diese Auszeichnung, obwohl es hier so viel auszeichnungswürdige Leseförderangebote gibt, die mit dem Preisgeld und dem Prestige, das der Preis mit sich bringt, verstetigt werden könnten.

Ab sofort können sich Einzelpersonen, Einrichtungen (Bibliotheken), Kindertagesstätten und Schulen, die sich in Deutschland für die Leseförderung engagieren, für den Deutschen Lesepreis 2026 bewerben. Die Initiatoren Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung zeichnen mit den einzelnen Kategoriepartnern neue, kreative und bewährte Leseförderungsmaßnahmen in sechs unterschiedlichen Kategorien aus. Die Einreichungsfrist endet am 30. Juni 2025.

Veröffentlicht in Gütesigel Buchkita (vormals Buchkindergarten), In eigener Sache, Leseförderung

Jetzt bewerben für das Gütesiegel Buchkita

Liebe Mitglieder des dbv,

gerne möchten wir Sie daran erinnen, in der Leseförderung engagierte Kitas auf das „Gütesiegel Buchkita“ aufmerksam zu machen. Der Deutsche Bibliotheksverband zeichnet seit 2019 gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit diem Siegel Kitas für herausragendes Engagement in der frühkindlichen Leseförderung aus. 

Beiden Verbänden ist es ein großes Anliegen, Buchkultur und Lesekompetenz von Beginn an zu fördern. Die Rolle von Kitas in der Förderung des Lesens und deren Zusammenarbeit mit Bibliotheken und Buchhandlungen soll mit dem Siegel sichtbar gemacht und gestärkt werden. 

Bis zum 31. Mai 2025 können sich Kitas um ein Siegel bewerben. Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Bewerbungsformular auf der Projektinternetseite. Bitte leiten Sie die Ausschreibung an geeignete Einrichtungen, mit denen Sie kooperieren, weiter. Die Auswahl erfolgt über eine unabhängige Fachjury aus Vertreter*innen der Bereiche Leseförderung, Buchhandel, Bibliothek, Erziehungswissenschaft sowie Fachberatung für Kitas. 

Zentrale Kriterien für die Vergabe sind Aktivitäten in folgenden Bereichen:

• regelmäßiges Vorlesen für alle Kinder
• vielseitiger Umgang mit Büchern und Geschichten
• aktive Sprachvermittlung und -förderung
• altersgerechte Medienbildung
• eine gepflegte Kita-Bücherei
• Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung und/oder einer Bibliothek
• Elternarbeit zum Thema Vorlesen
• Fortbildung der Mitarbeiter*innen in den Bereichen Literacy, Sprach- und Literaturvermittlung
• weitere individuelle Projekte rund um Buch, Sprache und Medien

Alle wichtigen Informationen und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Internetseite www.guetesiegel-buchkita.de.     

Die Verleihung des Gütesiegels und die Übergabe der Plakette findet auf der Frankfurter Buchmesse statt. Das Gütesiegel gilt für 3 Jahre und steht unter der Schirmherrschaft des Kinderbuchautors Paul Maar.

Förderer des „Gütesiegels Buchkita“ sind die Verlagsgruppe BELTZ, der Carlsen Verlag, der S. Fischer Verlag GmbH – Fischer-Sauerländer, die Irmgard-Clausen-Stiftung, der Klett Kinderbuch Verlag GmbH, der Verlag Magellan GmbH & Co. KG, die Verlagsgruppe Oetinger, die Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, die Tessloff GmbH & Co. KG sowie Thienemann-Esslinger Verlag GmbH.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

Mit besten Grüßen,
Kathrin Hartmann

Stellv. Geschäftsführerin
Leitung Projekte und Programme
Koordination knb E-Mail: [email protected]
Telefon: 030/644 98 99-15

Veröffentlicht in Aktionstipp, Digitale Medien, Medienpädagogik

Medienquiz vom Deutschen Kinderhilfswerk

© Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Kinder entdecken digitale Medien – mit dem Medienquiz für Bibliotheken
Das Deutsche Kinderhilfswerk startet mit einer Neuauflage des pädagogischen Projektes „Medienquiz” auf der Kinderwebseite www.kindersache.de. Das medienpädagogische Angebot richtet sich in einfacher Sprache insbesondere an Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren, die besondere Herausforderungen beim Lesen und Schreiben oder zum Beispiel aufgrund eines Flucht- oder Migrationshintergrundes (noch) geringe Deutschkenntnisse haben. Das Quiz vermittelt in spielerischer Art Basiswissen zu Themen wie Sicherheit im Internet, Datenschutz oder Kommunikation. Das Projekt wird vom Deutschen Kinderhilfswerk – und unterstützt von Dell Technologies – mit Einrichtungen und Angeboten für geflüchtete Kinder in Deutschland sowie in Zusammenarbeit mit vielen Öffentlichen Bibliotheken im ganzen Bundesgebiet durchgeführt.

Aktionszeitraum:  20. März bis 30. Juni 2025  

Was ist 2025 neu?    

·      Das Quiz wurde umfassend erweitert und enthält jetzt 160 altersgerechte Fragen und Antworten – alle formuliert in einfacher und leichter Sprache. 

·      Es stehen unterschiedliche Schwierigkeitsstufen zur Auswahl – so können sowohl jüngere Teilnehmende als auch Fortgeschrittene passende Inhalte entdecken. 

·      Ein Flyer unterstützt Sie bei der Bewerbung des Projekts direkt vor Ort in Ihrer Bibliothek. 

·      Neu ist auch das praxisnahe Begleitmaterial, das hilft, das Medienquiz medienpädagogisch sinnvoll einzubetten – egal ob in Workshops, offenen Angeboten oder Schulkooperationen.   

Jetzt anmelden 

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Weitere Links auf einen Blick:
Zur Projektseite mit weiteren Informationen
https://www.kindersache.de/projekt-medienquiz

Direkt zum Medienquiz  
https://www.kindersache.de/bereiche/medienquiz

Die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss wird ein kurzer Evaluationsbogen zur Verfügung gestellt, um Erfahrungen im Projektverlauf zu erfassen.