Leseblog: Jutta Profijt: Das Tuch des Schweigens

Mit der Inselbücherei komme ich nicht recht weiter … daher gibt es hier ab sofort auch mein „LeseTagebuch“      :

Jutta Profijt: Das Tuch des Schweigens.  EditionNova 2004

 

Verlagstext:

Jutta Profijt verwebt in Das Tuch des Schweigens eine Spur rätselhafter Ermittlungen mit feinem Gespür für Milieus und Alltagsbeobachtungen. Im Zentrum steht Lara Lewandowski, eine Übersetzerin, die unfreiwillig zur Verdächtigen wird, als eine Kollegin ermordet aufgefunden wird. Die Handlung verlagert sich geschickt zwischen dem eleganten Textilbezirk Mönchengladbachs und den neonleuchtenden Schatten Krefelds, wodurch die Atmosphäre dicht und kalt wirkt. Profijt zeichnet das Verhältnis zwischen Lara und ihrem kauzigen Vermieter Herr Fiedler als eine着sanfte Komödie der Misstrauen, die dennoch von gegenseitigem Vertrauen getragen wird. Mit gekonnten Wendungen hält die Autorin die Leserschaft im Ungewissen, ohne jemals in plakative Thriller-Logik abzugleiten. Die Spurensuche entfaltet sich dabei zu einem feinen Geflecht aus Verdächtigungen, familiären Geheimnissen und wirtschaftlichen Verstrickungen der Textilbranche. Dabei gelingt es, alltägliche Detailfülle – Gerüche, Geräusche, Gespräche – in eine packende Krimennote zu verwandeln, die weder sensationalistisch noch oberflächlich wirkt.

Insgesamt präsentiert Profijt eine kluge, witzig getönte Kriminalgeschichte, die durch präzise Dialoge und eine behutsame Charakterzeichnung besticht.

Hörblog: Siri Hustvedt: Damals

Neben meinem Leseblog gibt es ab und an auch einen Hörblog:

Siri Hustvedt: Damals   Gelesen von Iris Berben.  ArgonVerl. 2019

Verlagstext:

Eine junge Frau bezieht im Jahr 1979 ein winziges Zimmer im heruntergekommenen Morningside Heights. S.H. kommt direkt aus der amerikanischen Provinz; daher ihr Spitzname: «Minnesota». Das wilde New York lockt, und Minnesota saugt alles Neue begierig in sich auf. So auch die oft skurrilen Monologe und Gesänge ihrer Nachbarin Lucy Brite, die immer dringlicher werden. Von Misshandlung ist die Rede, Gefangenschaft, Kindstod, sogar Mord. Bis eines Nachts ein dramatisches Ereignis in Minnesotas Wohnung Lucy Brite auf den Plan ruft – und ein Geheimnis beginnt, sich zu lüften …

Rezensionen

Siri Hustvedt hat einen schillernden autobiografischen Roman geschrieben.“Damals“ ist eine nostalgische, metafiktionale und kluge Geschichte, die zentrale, existenzielle Fragen aufwirft: Ich ist ein anderer – wie bewahren wir es, schreiben es auf, wenn wir alt werden und das Ende sehen können? Sarah Pines, Die Welt, 02. März 2019

Im Wechselspiel der Zeit – die Ich-Erzählerin als Kind, als Tagebuch-Schreiberin sowie als 61-jährige Schriftstellerin – entfaltet die US-Autorin Siri Hustvedt in „Damals“ eine virtuose Geschichte über Unterdrückung und Befreiung. Stern, 07. März 2019

Sehr einfühlsam und spannend gelesen von Iris Berben

Leseblog: Heinrich Steinfest: Die Büglerin

Mit der Inselbücherei komme ich nicht recht weiter … daher gibt es hier ab sofort auch mein „LeseTagebuch“      :

Heinrich Steinfest: Die Büglerin.  Piper 2018

 

Verlagstext:

Tonia Schreiber ist Büglerin. Mit der Hand bügelt sie die Wäsche ihrer vermögenden Heidelberger Kunden. Die Arbeit erledigt sie mit Sorgfalt und Präzision, obgleich sie schlecht bezahlt wird. Denn das Bügeln ist ihre Form der Buße. Sie büßt für eine Tat, die ihr Leben unwiderruflich verändert hat. Ein Leben, das unter den besten Vorzeichen stand: Als Tochter renommierter Botaniker verbrachte sie ihre Kindheit auf einer Segeljacht. Später lebte sie in Wien in der elterlichen, mit Aquarien ausgestatteten Villa und zog gemeinsam mit ihrer Halbschwester ihre Nichte Emilie auf. Bis Emilie auf tragische Weise starb. Und Tonia alles aufgab, ihre Freunde, ihren Reichtum, die Wissenschaft. Sie verließ ihre Heimatstadt Wien und begann zu bügeln. Doch das Leben ist noch nicht ganz fertig mit ihr. Denn der Zufall spielt ihr etwas in die Hände, das Emilies Tod in ein anderes Licht rückt.

Es geht das Gerücht, Heinrich Steinfest schreibe Krimis. Ich finde Heinrich Steinfest schreibt die amüsanteste und intelligenteste Literatur unserer Gegenwart.“ Denis Scheck

Mit einem wunderbaren Humor, sprachlicher Ausgefeiltheit und wunderbaren Ideen und Einfällen beschreibt Steinfest das Leben der Tonia Schreiber, die nach einem dramatischen Ereignis als Büglerin in Heidelberg lebt und auf diese Weise Buße tut.“Literaturcafe.de

Hörblog: Ellen Sandberg:  Keine Reue

Neben meinem Leseblog gibt es ab und an auch einen Hörblog:

Ellen Sandberg: Keine Reue   Gelesen von Vera Teltz.  Audioverl. 2023

Verlagstext:

Erinnerungen können gefährlich sein.

Eigentlich könnte man Barbara Maienfeld beneiden. Sie lebt in einer schönen Stuttgarter Altbauwohnung, mit dem Mann, den sie seit Studententagen liebt. Niemand ahnt, dass ein Verrat ihrem Glück zugrunde liegt. Doch nun stehen die Maienfelds kurz davor, alles zu verlieren. Und der einzige Weg, der sie retten kann, stößt die Tür zu ihrer Vergangenheit auf – mit der sie längst abgeschlossen hatten. Damals, Ende der 80er Jahre, wohnten die Maienfelds mit ihren Kindern zurückgezogen in der Eifel. Scheinbar genossen sie dort die ländliche Idylle – doch tatsächlich versteckten sie sich vor dem Verfassungsschutz. Bis zu einem verhängnisvollen Tag. Jetzt – Jahrzehnte später – erkennt Barbara, dass das Vergangene nie wirklich vorbei ist. Und schon bald balancieren die Maienfelds zum zweiten Mal in ihrem Leben am Rande eines Abgrunds …

Rezensionen

Ellen Sandberg versteht es, Fiktion und wahre Begebenheit zu verknüpfen. Es handelt von der Zeit in der die RAF das Land terrorisierte und sich eine Familie auf dem Land vor der Verfassungschutz versteckte und Jahrzehnte später von der Vergangenheit eingeholt wird. Sehr spannend und fesselnd geschrieben. Brunhild Pelzer Thalia Jülich

»Ellen Sandberg versteht es in ihren spannenden Familienromanen meisterlich, glaubwürdige und authentische Figuren zu erschaffen. Sie recherchiert genau und legt größten Wert auf Detailtreue.« („Merkur.de über Das Unrecht“)

Sehr einfühlsam und spannend gelesen von Vera Teltz

Leseblog: Freya Sampson: Die letzte Bibliothek der Welt

Mit der Inselbücherei komme ich nicht recht weiter … daher gibt es hier ab sofort auch mein „LeseTagebuch“      :

Freya Sampson: Die letzte Bibliothek der Welt.  DuMont  2021

 

Verlagstext:

Die schüchterne June Jones lebt in dem britischen Dorf Chalcot und ist mit Leib und Seele Bibliothekarin. Ihre besten Freunde sind die Menschen, denen sie Tag für Tag bei ihrer Arbeit begegnet: der alte Stanley, dem sie mit dem Computer hilft, Chantal, eine Schülerin, die zu Hause keine Ruhe zum Lernen hat, Leila, eine geflüchtete Frau, für die sie Kochbücher heraussucht. Außerhalb der Bibliothek bleibt June allerdings gern für sich – und in Gesellschaft ihrer Bücher. Junes wohlgeordnetes Leben gerät aus den Fugen, als die Gemeinde mit der Schließung der Bücherei droht. Und dann trifft sie auch noch Alex wieder, einen alten Schulfreund, für den sie bald ganz neue Gefühle entwickelt.
Während June alles tut, um ihre Welt aus Büchern zu retten, lernt sie viel über sich selbst – und darüber, wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Liebe sind …

Ein Buch für meine BuchBücherliste:

https://steinegarten.wordpress.com/2018/01/13/buch-buecher-liste/

Leseblog: Ellen Feldmann: Die Buchhändlerin von Paris

Mit der Inselbücherei komme ich nicht recht weiter … daher gibt es hier ab sofort auch mein „LeseTagebuch“      :

Ellen Feldmann: Die Buchhändlerin von Paris. Goldmann 2022

 

Verlagstext:

Frankreich, 1944.

Charlotte Foret arbeitet in einer kleinen Buchhandlung im besetzten Paris. Auf sich allein gestellt kämpft sie nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um das ihrer kleinen Tochter Vivi. Als diese erkrankt, nimmt Charlotte die Hilfe des deutschen Arztes Julian an. Es ist ein Akt der Verzweiflung, der sie das Leben kosten könnte. Für Julian hingegen wird Charlotte zur großen, unmöglichen Liebe. Kurz vor Kriegsende, den Tod vor Augen, gelingt es ihm, die junge Frau und sich selbst zu retten. Charlotte emigriert nach New York und glaubt, die Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Bis Vivi beginnt, Fragen zu stellen …

Mehr dazu in der Histo-Couch

Ein Buch für meine BuchBücherliste:

https://steinegarten.wordpress.com/2018/01/13/buch-buecher-liste/

Leseblog: Oliver Pötzsch: Der Lehrmeister

Mit der Inselbücherei komme ich nicht recht weiter … daher gibt es hier ab sofort auch mein „LeseTagebuch“      :

Oliver Pötzsch: Der Lehrmeister. (Faustus-Serie 2) Ullstein 2021

 

Verlagstext:

Der Weg zum Licht führt durch die Dunkelheit

Der goldene Herbst 1518 neigt sich dem Ende. Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der berühmte Magier Johann Georg Faustus aus Nürnberg geflohen ist. Sein Ruhm ist gewachsen, selbst an den Höfen von Herzögen, Grafen und Bischöfen sucht man seinen Rat. So als würde der Herrgott – oder sein böser Gegenspieler? – eine schützende Hand über ihn halten. Gemeinsam mit seinem neuen Gefährten Karl Wagner und der jungen Gauklerin Greta, seiner Ziehtochter, reist er als Quacksalber und Astrologe durch die Lande. Doch Johann spürt, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Sein Erzfeind Tonio ist noch nicht besiegt. Tief im Inneren weiß Johann, dass das Böse zurückkehren und erneut seine Hand nach ihm ausstrecken wird …

»Bereits im ersten Band ist Oliver Pötzsch die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten famos gelungen.« Süddeutsche Zeitung

Mehr dazu in der Histo-Couch

Hörblog: Daniel Defoe: Moll Flanders

Neben meinem Leseblog gibt es ab und an auch einen Hörblog:

Daniel Defoe: Moll Flanders    Gelesen von Gabriele Zorn. HörbuchVerl. 2006

Verlagstext:

Eigentlich meint es das Leben nicht gut mit Moll Flanders. Doch trotz zahlreicher Rückschläge schafft sie es immer wieder, sich gegen ihr Schicksal zu stemmen, und am Ende ihrer kuriosen Irrfahrt durchs Leben steht das Glück, das sie so lange gesucht hat. Wie ‚Robinson Crusoe‘ ein zeitloser Klassiker.

Mit der Erzählung von Moll Flanders hat Daniel Defoe dem heutigen Leser ein detailreiches Porträt seiner Zeit hinterlassen. In den schicksalhaften und mitunter komischen Wendungen im Leben seiner Protagonistin Moll Flanders spiegelt sich aber auch das Schicksal des Autors, dessen Leben geprägt war von dramatischen Wendungen. Er erlebte die große Pest von London, verdingte sich als Händler – eine Episode, die mit einem Bankrott endete –, wurde Essayist, verfasste aufrührerische Schriften, und landete dafür im Gefängnis, schrieb einen Bestseller und sah kaum Geld dafür.

Hörblog: David Baldacci: Das Versprechen

Neben meinem Leseblog gibt es ab und an auch einen Hörblog:

David Baldacci: Das Versprechen.   Gelesen von Franziska Pigulla. LübbeVerl. 2001

Verlagstext:

Ein Roman mit einem großen Herz und viel Gefühl

Amerika 1940: Ein einziger schrecklicher Moment ändert das Leben der zwölfjährigen Lou von Grund auf. Bei einem Autounfall kommt ihr Vater ums Leben, und ihre Mutter fällt ins Koma. Die einzige Verwandte, die sich um Lou und ihren kleinen Bruder Oz kümmern kann, ist ihre Urgroßmutter Louisa Mae, die auf einer Farm in Virginia wohnt. Doch das Leben in den Bergen ist hart, und die Kinder müssen schwer mitarbeiten. Nur allmählich erschließt sich ihnen die Schönheit der Welt, die sie umgibt. Erst als eine Bergbaugesellschaft die Hände nach dem Besitz ausstreckt, wird Lou klar, wie viel ihr das Land, das ihr Vater so liebte, bedeutet, und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt …

Das Hörbuch zu David Baldaccis fesselndem Roman „Das Versprechen“ versetzt den Hörer in das ländliche Amerika der 40er Jahre.

Wunderbar gelesen von Franziska Pigulla.

Hörblog: Jo Nesbø: Nachthaus

Neben meinem Leseblog gibt es ab und an auch einen Hörblog:

Jo Nesbø : Nachthaus    Gelesen von David Nathan. HörbuchVerl. 2024

Verlagstext:

Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus: Nach dem tragischen Tod seiner Eltern bei einem Hausbrand wird der vierzehnjährige Richard Elauved zu Tante und Onkel in das abgelegene, düstere Städtchen Ballantyne geschickt. Kaum angekommen, haftet ihm das Stigma des Außenseiters an – und als sein Mitschüler Tom spurlos verschwindet, sind sich alle sicher: Der neue, zornige Junge muss etwas damit zu tun haben. Niemand glaubt Richard, als er behauptet, die Telefonzelle am Waldrand habe Tom wie in einem Horrorfilm in den Hörer gesogen. Niemand – außer Karen, eine rätselhafte Außenseiterin, die Richard ermutigt, den Hinweisen zu folgen, die die Polizei ignoriert.

Ein gruseliges (fast ) Jugendbuch .. für mich nach den ersten Kapiteln nicht mehr zu ertragen .. grausame Fantasy