Vor zwei Jahren spielte die Deutsche Rugby-Nationalmannschaft in Dessau. Das wollte ich nicht verpassen.
Einen Tag vor dem Spiel kam ich aus dem Skiurlaub zurück. Perfekt. Karte gekauft.
Und vergessen.
Das sollte mir in diesem Jahr nicht wieder passieren. Schließlich wohne ich nur eine halbe Stunde von Dessau entfernt.
Dessau ist kein Rugbystandort, schon gar keine Hochburg. Die Wahrheit ist, dass es hier nicht mal ein Rugbyteam gibt.
Umso schöner, dass der DRV ab und an auch hierher Spiele verlegt.
Und weil die workawayerin noch da war und sie die vorangegangenen Wochenenden eh Six Nations mit mir gucken musste, kam sie mit.
Allerdings
Ich hatte vergessen, wie kalt es im Februar ist. Schließlich war ich schon bei einigen Spielen der Six Nations. Auf der Insel und in Frankreich. Ich hätte es wissen müssen.
Und es war immer kalt.
So auch in Dessau.
Ich glaube, es war sogar der kälteste Tag des Jahres.
Bestimmt war er das.
Ich zog alles an, was übereinander passte, die workawayerin auch.
Und so froren wir uns im Stadion bei Glühwein und netten Gesprächen bis zum Spiel.
Die Leute kamen aus Halle, Magdeburg, Berlin, Leipzig und weiter her. Es hätte so schön sein können. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre. Wir wechselten die Stadionseite nur, um nicht anzufrieren.
Und dann ist es passiert!
In der Halbzeitpause musste ich mir einen dickeren Schal kaufen. Und die workawayerin brauchte dringend eine Mütze.
So habe ich nun einen Deutschlandschal! Der verschwand aber zu Hause sofort im Schrank.
Die Amerikanerin aber trug ihre Mütze stolz und überall.
Bevor es weitergeht, ein paar Fotos



Im März wurde es dann wärmer. Also eigentlich schon im Februar. Bestimmt kurz nach dem Rugbyspiel.
Die Sonne gab ihr bestes und wir saßen im Hof und ließen sie uns auf den Bauch scheinen.
Doch Mitte März war Schluss damit. Eine Woche nach dem Frauentag war es sogar wieder richtig kalt. Und es regnete.
Ok, es war nicht so kalt wie ein Jahre davor.
Da waren wir auf dem Rennsteig. Schliefen bei Oberhof in einer der Schutzhütten. In der Waldgaststätte eines Bekannten feierten wir den 8. März.
Ich aber stellte beim Packen entsetzt fest, dass ich beim Umzug ins Haus K1 den falschen Winterschlafsack, der bis dahin in meiner Abstellkammer lagerte, zurück gegeben hatte. Nämlich meinen. Ich hatte stattdessen den von K1 mit nach Sachsen- Anhalt genommen. Der wärmt bis -18°C, meiner bis -22°C.
Vier Grad mögen nicht viel klingen, können aber den Unterschied zwischen Leben un d Tod ausmachen.
Jawoll.
Zumal K1 ihren das ganze Jahr nutzte, ich dagegen meinen wirklich nur im Winter.
Ich fror ganz erbärmlich. Wirklich. Denn auch wenn tags darauf die Sonne schien, in der Nacht war es bitterkalt.
Ein paar Fotos, bevor es weitergeht









Da der Schwiegersohn, der, den mit K1 verheiratet ist, meinen guten Schlafsack verkauft hatte, schaffte ich den häufiger benutzten also zum Waschen und Auffüllen.
Und nahm dann vorsichtshalber noch den Sommerschlafsack mit.
Ja, ich bin eine Frostbeule.
Diesmal ging es zum Kaiserbiwak an einem der Tagebauseen südlich von Leipzig.
Da stehen ein paar Refugios und sogar ein Trockenklo. Auf Anfrage wird Feuerholz herbei geschafft und Ja, wir haben trotz Nieselregen am Feuer gesessen.
Eine wirklich gute Idee, dieser Biwakplatz.
Trotzdem.
Ich würde gern mal wieder im Sommer draußen schlafen.
Und zuletzt die Fotos vom Biwak am See








































































































