Wir waren gestern zu Gast an einem wunderschönen Ort und haben sensationell gegessen und getrunken. Hannes, Lena, Philip und Alex haben zu einem einzigartigen Event eingeladen, bei dem das Menü fast ausschließlich aus selbst angebauten Pflanzen und Gemüse bestand. In diesem Garten, dem wunderschönen Kleinod von Lena und Philip, fand das Essen gestern abend statt.

Es begann mit dieser von Lena handgemalten Menükarte. Die Tische waren liebevoll eingerichtet. Alle Gäste bekamen ein Glas Cassis-Marmelade geschenkt.




Der Garten besteht aus mindestens zwei Parzellen und besteht umfangreich aus Gemüseanbau. Möhren, Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Sellerie, Porree, alle möglichen Kohlsorten und nocht viel mehr gab es zu entdecken. Dabei wirkte alles ungezwungen und natürlich, obwohl durchaus ein Plan dahinter steckte und auch zu erkennen war.

Das Menü:

Zweiter Gang (den ersten Gang gab es beim Begrüßungsgetränk, den habe ich vergessen zu fotografieren.) Das ist im Grunde flüssige Gurke mit Ingwer und einer Art Eiskugel, ebenfalls aus Gurke, unten drin schwammen Tropfen aus der Brombeere. Da es zu diesem Zeitpunkt noch recht warm war, gab das eine erfreuliche und ausgesprochen leckere Erfrischung.

Hier gab es Tomaten mit Schalotten und Petersilie. Raffiniert waren die Tomatengels und das, was hier wie Pulver aussieht, ist aus getrockneten Tomaten hergestellt worden. Das ganze wurde mit selbstgemachtem Hanföl abgerundet.

Der Fischgang: Ein geräuchertes Makrelenfilet auf Kimchi und mit Salat vom unreifen Rotkohl. Fantastisch.

Der Fleischgang wartete mit regionalem Reh auf und viel Möhren in ganzer und gestampfter Form, dazu Ringelbete und Brennnesselsamen. Der unspektakulär wirkende Salat passte wunderbar dazu.

Für die meisten das absolute Highlight und Krönung des Ganzen: Das Dessert. Wie sich herausstellte, ist Lena Konditormeisterin und verwirklichte sich hier in einem wirklichen Meisterstück. Eine köstliche Apfeltarte mit italienischem Baiser, die gelben Dinge sind vom Kürbis. Den Macaron habe ich tatsächlich nicht gekostet, sondern ob ihrer großen Begeisterung meiner lieben Frau Fischköppi überlassen.
Eine wunderbare Idee, die mit einem Preis von 139€ p.P. inklusive einer großzügigen Weinbegleitung eher unterfinanziert sein dürfte. Alles wurde vor Ort zubereitet und angerichtet. Die Gastgeberinnen und Gastgeber waren mit Leidenschaft und Herzlichkeit dabei, ständig im Kontakt mit den Gästen und sehr präsent. Die anderen Gäste waren angenehm, wir hatten wunderbar unangestrengte Gespräche, die sich hauptsächlich ebenfalls um leckeres Essen (und die Schwierigkeit, in Rostock welches zu bekommen, wenn man es nicht selber kocht) drehten. Der Abend war lau, aber nicht kalt, und wir konnten zum Schluss entspannt mit der Straßenbahn nach Hause fahren.
Wer sich für mehr Hintergrund interessiert: Der federführende Koch Hannes Brandenburg ist bei Instagram aktiv und hat dort die Idee und die Umsetzung auch dokumentiert. Wer also bei Insta ist, sollte ihn dort unter seinem Namen finden. Es lohnt sich bestimmt!
































