Neulich hatte ich hier die Idee ausgebreitet, kindliches Kleiderchaos durch Einsatz von RFIDs einzudämmen. Das war natürlich nicht ganz ernstgemeint, aber doch irgendwie faszinierend. Es wäre schon praktisch, jedes Kleidungsstück in der Wohnung sofort orten zu können („Die andere Socke? Moment, [klick, klacker, klick, bzw. (im Zeitalter des allgegenwärtigen Smartphones 2018 ergänzt) wisch, antipp, antipp, wisch, tipp] liegt unter dem Sofa…“).
Außerdem – und hier fängt es an unheimlich zu werden – wäre es möglich, bestimmte Kleidungsstücke zu sperren. Alles, was nach dem morgendlichen Anziehen noch im Kleiderschrank ist, darf diesen nicht verlassen. Sobald ein Kleidungsstück aus dem Schrank genommen wird, gibt es einen Alarm. Wenn wegen eines Unglücks neue Kleidung benötigt wird, kann man die ja freischalten. Man könnte natürlich auch einfach den Kleiderschrank abschließen, aber das wäre so archaisch, so brachial, so gar nicht auf der Höhe der Zeit. Und wenn man das schöne RFID-System schonmal hat, wäre man ja blöd, es nicht zu nutzen.
Und wo man das schöne System schonmal am Benutzen ist, könnte man auch gleich Weiterlesen „Grenzen der Technik (2)“
