Guck mal, gibt es immer noch!, meine Mutter schickt mir ein Foto der Auslage des Schreibwarengeschäfts am Kirchenweg.
Penny, der ich es weiterleite, lacht:. Die Meli! Voll die Influencerin, das letzte was sie beabsichtigt hat!
Die Meli ist nun bald 15 Jahre tot, meine Eltern wohnen noch in S., sonst kenne ich dort niemanden mehr. In Melis Wohnung lebt eine russlanddeutsche Familie. Vielleicht hat meine Mutter den Kindern von Luthers Tintenfass erzählt.
Den meisten war die Meli suspekt, ihr Garten war ein bio-dynamischer Gemüsedschungel. In bunten Kleidern mit hochgesteckten Haaren ging sie auf Demonstrationen, was in unserem Reihenhaus sonst niemand tat. Kinder munkelten die Meli sei eine Hexe. Penny und ich aber halfen ihr im Garten, liebten ihren selbstgekochten Schokoladenpudding und lernten fürs Leben.
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