Fryboyter

Jujutsu - Eine mit Git kompatible Versionsverwaltung

Seit Jahren verwende ich die Versionsverwaltung Mercurial. Und ich bin sehr zufrieden damit. Allerdings muss oder will ich ab und zu Code auf Plattformen wie Codeberg veröffentlichen. Diese unterstützen Mercurial aber offiziell nicht. Daher nutze ich zusätzlich die Erweiterung hg-git die es ermöglicht Plattformen wie Github oder Codeberg mit Mercurial zu nutzen. Hg-git hat allerdings ein Problem.

Und zwar erfolgt die Entwicklung recht schleppend. Was aktuell ungünstig ist, da sich bei Mercurial als auch bei Dulwich (Abhängigkeit von hg-git) in letzter Zeit einige geändert hat. Also, selbst wenn man vorhandene Merge Requests manuell installiert ist die Erweiterung aktuell nicht nutzbar. Für mich aktuell kein Problem, weil ich aktuell nichts über Codeberg & Co. veröffentlichen muss.

Aber da ich die Versionsverwaltung Jujutsu sowieso mal ausprobieren wollte, hatte ich aufgrund des Problems mit hg-git mal einen Grund es zu machen.

Müsste ich nach 2 Tagen des Testens Jujutsu beschreiben, würde ich die Aussage treffen, dass Mercurial und Git miteinander ein Kind gezeugt haben, dass aber irgendwann seinen eigenen Weg gegangen ist. Und ja, mir gefällt es. So ist beispielsweise das Auflösen von Konflikten meiner Meinung nach einfacher als bei Git. Und Mercurial.

Jujutsu macht allerdings viele Dinge anders als es Nutzer gewohnt sind. Es gibt somit keine “Staging Area”. Was beispielsweise dazu führt, dass so etwas wie “git add” nicht nötig ist. Und auch das Arbeitsverzeichnis ist sozusagen ein Commit für sich. Genauer kann und will ich darauf nicht eingehen. Zum einen, weil ich mich noch zu wenig auskenne. Aber auch, weil der Artikel sonst zu umfangreich wird. Anfangs habe ich auch überlegt, was die Entwickler geritten hat solche und andere Entscheidungen zu treffen. Aber wenn man seine Vorkenntnisse mit anderen VCS ignoriert, sind diese irgendwie nachvollziehbar. Und wenn man sich darauf einlässt, sind diese Unterschiede sogar aus meiner Sicht sogar gut.

Wird nun Jujutsu noch in diesem Jahr Git ersetzen? Auch wenn immer mehr Jujutsu verwenden (z. B. Google), lautet die Antwort “nein”. Zum einen, weil viele Nutzer nach dem Motto “never change a running system” vorgehen. Aber auch weil, Jujutsu noch nicht den gesamten Funktionsumfang wie Git bietet. Aber Jujutsu ist bereits eine ernstzunehmende Alternative zu Git für viele Nutzer. Auch für die, die lieber Mercurial nutzen.

Für die Leute, die sich für Jujutsu interessieren, hier ein paar Links die mehr Informationen liefern.

Wer lieber bei seiner bisherigen Versionsverwaltung bleiben will, sollte bei dieser bleiben.

OSBN

Meine Konzerte - Teil 1

Viele Jahre bin ich nicht mehr auf ein Konzert gegangen. Keine Zeit. Keine Lust. Zu teuer. Was auch immer. Als ich letztes Jahr wieder damit angefangen habe auf Konzerte zu gehen, habe ich mich mit jemanden unterhalten, ob ich noch Eintrittskarten von früher habe. Was leider so gut wie nicht der Fall ist. Was ich schade finde.

Daher, und weil ich 2025 ein paar Konzerte besucht habe und schon für 2026 einige Karten gekauft habe (Monobo Son am 31.01.26 in Weiden (i.d.OPf.) und Monika Roscher Bigband am 21.11.26 in Nürnberg), möchte ich diese Artikelserie starten. Und zwar mit einer Band meiner Jugend. Skunk Anansie.

Durch einen Zufall habe ich letztes Jahr mitbekommen, das diese Band noch aktiv ist und anlässlich der 30-jährigen Bandgeschichte aktuell auf Tournee ist. Eines der Konzerte hat in Würzburg in der Posthalle stattgefunden. Was von mir aus gesehen nicht allzu weit entfernt ist. Da die Sängerin Skin (und wohl auch alle anderen Bandmitglieder) so langsam auf die 60 zugeht und es daher nicht sicher ist, wie lange es die Band noch geben wird (nicht jede Band sind die Rolling Stones), habe ich mir eine Karte organisiert. Zumal ich die Möglichkeit bei REM und Nirvana bereits verpasst habe.

Das Konzert dürfte eines der schlimmsten aber auch eines der besten Konzerte gewesen sein, die ich bisher besucht habe.

Fangen wir mit dem weniger guten Dingen an. Es hatte an dem Tag deutlich mehr als 30 Grad. Außentemperatur. In der Posthalle hatte es bereits nach der Vorband, mehr als 40 Grad. Es war also kein Spaß. Ich möchte mich an der Stelle bei den Leuten vom Bayerischen Roten Kreuz nachträglich bedanken, die vor, während und nach dem Konzert für den Fall der Fälle zur Verfügung standen. Glücklicherweise mussten laut einer Mitarbeiterin des BRK aber wenig Leute diesen Dienst in Anspruch nehmen.

Nun zu den guten Dingen.

Alle waren nett. Die Konzertbesucher, die Mitarbeiter und sogar die Security. Und die Band hat abgeliefert. Während ich bei 40 Grad plus froh war, trotz genügend antialkoholischer Flüssigkeitszufuhr und sehr stabilen Kreislauf, nicht einfach umzukippen, hat Skunk Anansie kompromisslos das Konzert durchgezogen. Und ich konnte endlich Weak live erleben. Aber auch die neuen Lieder, die sich deutlich von den alten unterscheiden, waren gut. Gesanglich hört sich Skin immer noch so gut, wenn nicht sogar besser, an. Das schafft nicht jeder nach mehreren Jahrzehnten.

Allerdings gab es einen Vorfall, bei dem ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Verständlicherweise wollten die Gäste in der ersten Reihe ihren Platz nicht aufgeben. Was aufgrund der Hitze keine gute Idee war. Die Sängerin hat daher irgendwann über das Mikrofon gebeten, für die Leute in der ersten Reihe Wasser zur Verfügung zu stellen. Keine Reaktion. Erst als Skin, wieder über das Mikrofon, die Aussage gemacht hat, für das Wasser zu zahlen, wurde reagiert. Ja, bei solchen Veranstaltungen geht es darum, Geld zu verdienen. Aber was kostet Wasser? Und welche Getränke würde jemand kaufen der umgekippt ist und vom BRK abtransportiert wird und daher vielleicht nie wieder die Posthalle besucht?

Allgemein

Wenn die Internetverbindung als eingeschränkt angezeigt wird aber alles funktioniert

Auf meinem Notebook verwalte ich die Netzwerkverbindungen mit NetworkManager. Gestern wurde mir angezeigt, dass die WLAN-Verbindung eingeschränkt funktioniert. Aber es hat alles funktioniert. Ein Bug?

Nicht wirklich. Einige Distributionen die NetworkManager anbieten, führen Pings auf eine bestimmte Internetadresse aus um die Internetverbindung zu testen. Verwendet werden hierfür beispielsweise die Adressen http://nmcheck.gnome.org/check_network_status.txt und http://static.redhat.com/test/rhel-networkmanager.txt. Oder in meinem Fall http://ping.archlinux.org/nm-check.txt.

Und genau diese Adresse war gestern nicht erreichbar. Somit war die Verbindung gestern für NetworkManager eingeschränkt, obwohl sie es nicht war. Dieser Test ist also nur dann aussagekräftig, wenn die angepingte Internetseite funktioniert.

Wer diesen Test deaktivieren will, kann beispielsweise unter /etc/NetworkManager/conf.d/ die Datei 20-connectivity.conf mit folgendem Inhalt anlegen.

1[connectivity]
2enabled=false

Wer eine andere Adresse nutzen möchte, kann die gleiche Datei mit folgendem Inhalt anlegen (anstelle von xxx trägt man die gewünschte Adresse ein).

1[connectivity]
2uri=xxx
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In eigener Sache - Migration auf Uberspace 8 abgeschlossen

Vor ein paar Tagen hatte ich den Umzug auf Uberspace 8 angekündigt. Diese ist aktuell abgeschlossen.

Dass es mehrere Tage gedauert hat, lag nicht daran, dass ich zu blöd war. Also nicht nur. Es hat mehrere Domains und Dienste betroffen. Und andere Dinge, wie Weihnachten, waren einfach wichtiger. Daher habe ich die Umstellung auf mehrere Tage verteilt.

Was fryboyter.de betrifft, sollte alles wie gewohnt funktionieren. Nur die Kommentarfunktion habe ich, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, komplett entfernt. Wer mir etwas mitteilen will, kann dies weiterhin per E-Mail oder Mastodon machen.

Da sich Uberspace 8 aktuell noch in der Beta-Phase befindet, können demnächst noch Änderungen nötig sein, welche ich möglichst zeitnah durchführen werde. Also meist am Wochenende.

OSBN

In eigener Sache - Anstehender Umzug auf Uberspace 8

Der von mir bevorzugte Webspace-Anbieter uberspace.de ist seit einiger Zeit dabei seine Plattform auf Version 8 zu aktualisieren, welche auf Arch Linux basieren wird. Also ähnlich wie das Steam Deck von Valve. Vor ein paar Tagen ist nun der öffentliche Beta-Test von U8 freigegeben worden.

Ich werde daher in Kürze meinen Krempel von Uberspace 7 auf Uberspace 8 umziehen. Hierbei wird es nötig sein, die DNS-Einträge anzupassen. Bis jeder DNS-Server diese Änderungen mitbekommen hat, kann es im schlimmsten Fall bis zu 72 Stunden dauern. Daher, und weil es bei meinem Glück vermutlich auch noch andere Probleme geben wird, wird die Erreichbarkeit von fryboyter.de daher die nächsten Tage eingeschränkt sein.

OSBN