Der Ursprung der Welt, 2025

basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Liv Strömquist

„Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch!”


Du bist herzlich eingeladen zur spektakulärsten Party des Jahrtausends: Wir feiern den 300.000. Geburtstag der Vulva! Zur Feier des Tages lassen wir das Leben der Vulva Revue passieren, erinnern uns an alle witzigen und spannenden Momente, lassen uns überraschen und schenken dem Geburtstagskind unsere volle Aufmerksamkeit!

„Vor 300 Jahren wurde der weibliche Orgasmus in jedem medizinischen Buch erwähnt und man ging davon aus, dass er wichtig für die Fortpflanzung ist.”


Hanni Lorenz und Marie-Paulina Schendel lassen als Gastgeberinnen die Korken knallen und bieten den Gästen eine bunte Party, bei denen alle Geburtstagsspielklassiker wie Sackhüpfen, Eierstocklaufen oder heißer Bonbon ausgepackt werden. Auf der Suche nach Mamas Garten wird in Erinnerungen geschwelgt, es wird von Männern, die sich zu sehr dafür interessieren, was als „das weibliche Geschlechtsorgan“ bezeichnet wird erzählt und hinterfragt, warum der weibliche Orgasmus der Gegenwart angeblich so viel schwieriger zu erreichen ist als der männliche.

Mit Leichtigkeit zeigt „Der Ursprung der Welt“, wie absurd und tief verwurzelt patriarchale Strukturen die Vorstellungen von Weiblichkeit prägen. Das Stück nimmt uns mit auf eine Reise von der Antike bis in die Gegenwart, hält der Gesellschaft den Spiegel vor und lädt dabei zu einer besonderen Geburtstagsfeier ein – mal süß, mal sauer, mal hart, mal weich, so wie eine perfekt zusammengestellte bunte Tüte.

kommende Vorstellungen:

monsun.theater  10. + 11.04.2026 | 19 Uhr

Best OFF Festival in Hannover 24.04.2026 | 18:30 Uhr

Theaterhaus Hildesheim 18. + 19.09.2026 | 20 Uhr

vergangene Termine:

monsun.theater 04., 05., 18., 19.04.2025, 27. + 28.09.2025, 06. + 07.02.2026

Theaterhaus Hildesheim 02.09.2025 

RENE Festival Braunschweig 05.09.2025

Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg 19.-22.11.2025 

TD Berlin 04., 05. + 06.12.2025 

Pavillon Hannover 13. + 14.03.2026 

Premiere:4. April 2025 im monsun.theater Hamburg

Spiel: Hanni Lorenz, Marie-Paulina Schendel, Jojo Rösler

Ausstattung: Karolin Wallowy

Konzept & Regie: Meike Krämer, Amelie Möller

Der Ursprung der Welt ist im avant-verlag erschienen.

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- NDR 90,3 - Peter Helling vom 07.04.2025 -

[...] Im besten Sinn „Scham-befreit“ und „Scham-befreiend“ ist das Eröffnungsstück „Der Ursprung der Welt“. Das junge Theaterkollektiv Frau Emma Gelb erzählt die Geschichte des weiblichen Geschlechtsorgans - nach einer Graphic Novel. „Herzlich willkommen zum 300.000. Geburtstag der Vulva! Wir freuen uns so sehr, dass ihr alle da seid“, heißt es da feierlich. Es ist ein Stück über weibliche Sexualität, weibliche Lust: ein Roadtrip durch die Geschichte, bei dem das Publikum mitmachen, sogar Sackhüpfen, Eier-Laufen und Schleckmuscheln um die Wette lecken darf. Und dem Publikum gefällt‘s: „Es ist ganz toll, denn es löst dieses straffe Korsett auf, das es sonst im Theater gibt. ‚Der Ursprung der Welt‘ will mehr vom Publikum als sitzen und zuhören. Ich darf mitmachen und kann auch ein bisschen meine Scham und mein soziales Korsett verlieren.“ Damit zeigen Hanni Lorenz und Marie-Paulina Schendel, wofür das Monsun steht: temporeiches, lustvolles Spiel - mit Hintersinn. Die vor Fantasie sprühende Performance pendelt zwischen Spiele-Show und Mitmach-Impro, zwischen Comedy und Aufklärung. Ein gelungener Start.

-Hamburger Abendblatt - Heinrich Oehmsen vom 05.04.2025

[...] Hanni Lorenz und Marie-Paulina Schendel sind die beiden Spielerinnen, die durch das Stück führen. Es ist ein kunterbunter Mix aus Mitmachspielen – wie sie zu jedem Kindergeburtstag gehören – und wissenswerten Beispielen über die Geschichte weiblicher Sexualität und ihre Unterdrückung durch patriarchale Strukturen. 90 Minuten lang präsentieren die beiden Schauspielerinnen eine ganze Reihe von absurden Beispielen, wie bis heute über die Klitoris, den weiblichen Orgasmus und das binäre Geschlechtssystem gedacht wird. Schendel, Lorenz und das ganze Team von „frau emma gelb“ werden mit anhaltendem Beifall für diesen frechen und ernsthaften Theaterabend belohnt. Auch Francoise Hüsges kann stolz sein. „Der Ursprung der Welt“ ist Theater mit Herz.

- hamburgtheater - Birgit Schmalmack vom 12.04.2025

[...] So vergnüglich hat man selten etwas über die Vulva und weibliche Sexualität gelernt. Die beiden Performerinnen glänzen in ihrer Comedy-Lecture-Performance. Somit treffen die Regisseurinnen Meike Krämer und Amelie Möller vom Kollektiv frau emma gelb genau den witzigen unterhaltsamen und dennoch informativen Stil der Vorlage für diesen Abend: Graphic Novel von Liv Strömquist. Ein toller Eröffnungsabend für das neue Monsuntheater in der Billrothstraße.

-Neue Presse - Johanna Stein vom 14.03.2026

[...] Bloß: Wie bringt man eine Graphic Novel auf die Bühne? Noch dazu eine voller Episoden, voller Er- und Aufklärung, mit wenig Szenerie? Unter der Regie von Amelie Möller und Meike Krämer ist diese Aufgabe geglückt. Lorenz und Rösler flitzen, hüpfen und rutschen durch das Bühnenbild in Form eines bunten Klettergerüsts. Ebenso rasch wechseln die Themen, die sie besprechen: Scham, Sexualität, Geschlechterzuschreibungen. [...]

Eine Eigenproduktion von frau emma gelb, unterstützt durch das monsun.theater, die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung, die Theaterwerkstatt Pilkentafel, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Friedrich Weinhagen Stiftung. Ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.

Geschlossene Gesellschaft, 2023

Spiel: Hanni Lorenz, Marie-Paulina Schendel

Musik: Toni Laut, Friedemann

Illustration: Annika Bethke

Bühne: Francoise Hüsges

Konzept und Regie: Meike Krämer, Amelie Möller


Eine Produktion von frau emma gelb und dem monsun.theater


Teaser: Martin Hüsges

Premiere: 01.11.2023

„Ich erblick den anderen Menschen und stelle fest, dass er mich erblickt. Ich bin also Subjekt und mache die Erfahrung, dass ich für den Anderen zunächst ein Objekt bin. Der Andere bestätigt mich - er blickt mich an - und verunsichert mich - er macht mich zum Objekt. Aus dieser Spannung heraus entwickelt sich mein Menschsein.”


Aus Das Sein und das Nichts von Jean-Paul Sartre

 

Sich fremd treffen sich drei Personen nach ihrem Tod in einem kahlen Hotelzimmer, das sie für immer gefangen hält – die Hölle. Immer bedacht darauf, was sie erzählen sollten und was nicht. Nach und nach enthüllen sie ihre Lebensgeschichten und dunklen Geheimnisse. Sie zwingen einander ihre Geheimnisse zu offenbaren, während sie gleichzeitig versuchen, ihre eigenen dunklen Seiten zu verbergen. Das Stück zeigt, wie diese drei Figuren in einem Strudel aus Schuldgefühlen und Verurteilung gefangen sind.

Die zentrale Botschaft lautet: „Die Hölle, das sind die anderen.“ Hier geht es nicht um physischen Schmerz, sondern um die ständige Beobachtung und die Abhängigkeit von der Meinung der anderen.

 

In der Inszenierung von frau emma gelb steht der Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen, die Kraft der Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit den eigenen Taten im Mittelpunkt. Die Zuschauenden werden zu Objekten des Dramas, sie beobachten, werden beobachtet und müssen sich zu den Blicken der anderen verhalten.

 

„Ich sehe euch und ich begreife, daß ich in der Hölle bin. Ich sage euch, alles war vorgesehen. Sie hatten vorgesehen, daß ich hier stehe vor all diesen auf mich gerichteten Blicken. All diesen Blicken, die mich auffressen … Ha! Ihr seid nur zwei? Ich dachte, ihr wäret mehr. Also das ist die Hölle.”

 

Aus Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre

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Romeo & Julia
Ein Fest der Begegnungen, 2022

Frei nach William Shakespeare


Ein Blick. Ein Tanz. Ein Kuss. Eine Begegnung, die zum berühmtesten Liebespaar der Welt führte.
Bei dieser Performance begegnen die Zuschauenden der Geschichte Romeo und Julias.
In einem installativen Format lernen sie einander kennen, gehen aufeinander zu, lassen sich aufeinander ein, beobachten sich selbst, die Gruppe, schauen sich in die Augen und kommen sich vielleicht ein Stückchen näher.
Mit dem Fokus auf Begegnungen und zwischenmenschliche Interaktion erzählt das Kollektiv frau emma gelb die Geschichte der beiden Jugendlichen und eröffnet den Zuschauenden einen besonderen Zugang zur Tragödie.


Eine Veranstaltung des Theaterhaus Hildesheim im Rahmen des Förderprogramms deBühne und des LOT-Theaters im Rahmen der Nachwuchsreihe frühSTÜCK - Das Forum für junge Künstler*innen.

Performance: Sarah El-Isaa, Annalena Thielemann

Musik: Toni Laut

Bühne/Kostüm und Illustration: Annika Bethke

Konzept und Regie: Meike Krämer, Amelie Möller


Eine Produktion von frau emma gelb.


Fotos: Annika Bethke

Theaterhaus Hildesheim

Premiere: 05.05.2022 

06.05.2022 

07.05.2022 



LOT-Theater Braunschweig

12.05.2022 

13.05.2022


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Wie die Hummel zynisch wurde
Ein göttlicher Spaziergang, 2021

“Was andere Tiere angeht, so sind die Menschen schon lange zu Göttern geworden.” - Harari 

 

Prometheus erschafft den Menschen und das Zeitalter des Menschen beginnt: Das Anthropozän. 

 

Das Anthropozän beschreibt ein neues geologisches Zeitalter, das vom Menschen bestimmt wird. Seit 200 Jahren, seit der Industriellen Revolution, greift der Mensch so massiv in die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde ein, dass die Auswirkungen noch in 100.000 bis 300.000 Jahren zu spüren sein werden. Ressourcenknappheit, Artensterben, Ozeanversauerung und Bodenerosionen sind nur wenige Schlagworte, die die negativen Folgen des Anthropozäns beschreiben. 

 

In der Performance Wie die Hummel zynisch wurde sollen die Grenzen und die Überschneidungen zwischen

Realität und Fiktion, Wissenschaft und Fantasie, Anthropozän und Mythologie ausgehandelt werden.

Dafür begeben sich die Götter vom Olymp auf die Erde und zeigen die Machtverhältnisse

zwischen Mensch und Natur auf.

Premiere: 20. Oktober 2021

 

Performance: Anna Harnack,  Florentine Fuhrmann, Céline Ilbertz, Marina Antonova, Justin Schropp, Nina Wolf

Lyrik: Rike Möller

Sound: Wanja Nöthig

Illustration und Kostüm: Annika Bethke

Konzept und Regie: Meike Krämer, Amelie Möller und Franca Kunovic


Eine Produktion von frau emma gelb.


Fotos: Annika Bethke und Janina Meyer


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Draußen vor der Tür, 2019

frau emma gelb inszenierte Wolfgang Borcherts Draußen vor der Tür als eine rauminstallative, partizipative Performance. Mit einer Schauspielerin, einer Künstlerin, einem Musiker und dem Publikum in der Rolle des “Anderen” bespielten sie die gesamte Aula der HBK. 

Durch Trennwände und Bauzäune schafften sie viele kleine Bühnen, die aus verschiedenen Winkeln mal einzeln, mal gemeinsam bespielt wurden. Wie auch die Hauptfigur des Dramas sollte sich das Publikum getrieben fühlen und wurde von einem Schauplatz zum Nächsten gescheucht. Mal durfte das Publikum auf Hockern sitzen, mal gab es bequeme Stühle und manchmal mussten sie auch in einer Reihe an der Wand stehen. An den verschiedenen Orten stand jeweils ein Overheadprojektor. Und wenn nicht gerade das Publikum zum*zur Mitspieler*in unserer Schauspielerin wurde, dann die Künstlerin mit ihren Bildern. Mit schwarzer Tusche malte sie mal abstrakte Bilder, die der Figur Licht und Schatten spendeten, sie erdrückten oder ihr einen Weg leiteten. In anderen Szenen wurden die Bilder sehr konkret und Figuren, Geschichten oder Kulissen wurden erschaffen.

In nur acht Tagen schrieb Wolfgang Borchert das Drama Draußen vor der Tür und genau acht Tage hat frau emma gelb geprobt, bevor sie das Stück auf die Bühne gebracht haben.


Premiere: 31. Juli 2019


Performance: Céline Ilbertz
Musik: Rudi Leue

Regie/Konzept: Meike Krämer, Amelie Möller

Illustrationen: Annika Bethke

Fotos: Paula Warkotsch, frau emma gelb

Himmel blau und Elbe blau

Am Wasser steh’n und mehr noch seh’n,
Himmel blau und Elbe blau
Wer ist hier noch zur späten Stunde?
Wer dreht heute seine Runde
an den Landungsbrücken ganz allein?
Sag mir, sag, wer wird das sein?


Einer, der keine Lust mehr hat.
Er starrt nach unten ganz gebannt,
hat das Leben übersatt
und steht viel zu dicht am Rand.
Das Warten findet bald sein Ende,
gleich springt er, er wird es tun!
Plötzlich: die Elbe zittert, wie eben seine Hände.
Ein Mensch stirbt und was nun?


Am Wasser steh’n und mehr noch seh’n,
Himmel blau und Elbe blau
Wer ist hier noch zur späten Stunde?
Wer dreht heute seine Runde
an den Landungsbrücken ganz allein?
Sag mir, sag, wer wird das sein?


Zwei, die sich lieben.
Sie sehen ihr Spiegelbild im Wasser schweben,
sind lange wach geblieben
um diesen Zauber zu erleben.
Auf dem Ponton ein langer Kuss,
der Moment für immer unvergessen,
während sich im kalten breiten Fluss
die Wellen miteinander messen.


Am Wasser steh’n und mehr noch seh’n,
Himmel blau und Elbe blau
Wer ist hier noch zur späten Stunde?
Wer dreht heute seine Runde
an den Landungsbrücken ganz allein?
Sag mir, sag, wer wird das sein?


Ein Dichter, einer der ganz großen.
Hat sich wie von selbst hierhin verirrt.
Schlaflosigkeit hat ihn aus dem Bett gestoßen,
da ist zu viel was in seinem Kopf rumschwirrt.
Wolfgang Borchert steht da an der Elbe
Von Selbstmördern und Verliebten schreibt er wie im Fieberwahn.
Der Fluss bleibt jedoch stets derselbe,
damals und auch heute noch - nach 70 Jahren.


-Rike Möller-