Eine Postkarte für’s tolle LaTeX-Template…

“The first version of the template was released in early 2006. From the feedback and postcards I received so far, it seems to be in heavy use all over the world. (…) Users of classicthesis are kindly asked to send me a real postcard to the address provided in the manual. Thanks to everybody who honored my kind request. This website serves as a showcase of all the postcards I received so far.” (André Miede)

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Perspektive der Geschichtswissenschaft

Mit dem Deutschen Historikertag findet alle zwei Jahre eine der größten geisteswissenschaftlichen Fachtagungen in Europa statt. Veranstaltet vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und jeweils einer Universität bietet dieser Kongressteilnehmer/-innen aus dem In- und Ausland Gelegenheit zum fachwissenschaftlichen Austausch. (VHD, 2014a)

Im Rahmen des 50. Deutschen Historikertags im September 2014 in Göttingen erörterten während einer knapp zweistündigen Podiumsdiskussion Vertreter/-innen aus Bibliotheken, der geschichtswissenschaftlichen Forschung und dem VHD die SSG/FID-Entwicklung sowie ihre Chancen und Risiken für das Fach Geschichte. Anlass und Motivation der Veranstaltung war der bevorstehende FID-Antrag für eine DFG-Förderung im Bereich Geschichtswissenschaft. Da nach Kenntnisstand der Verfasserin bis auf Hänsich (2014) kein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung vorliegt, sollen im Folgenden die wichtigsten Punkte auf Basis eigener Notizen zusammengefasst werden.

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Vorbereitung der qualitativen Befragung

In Vorbereitung auf die demnächst anstehenden Gespräche mit zwölf Vertretern der geschichtswissenschaftlichen Fachcommunity anbei ein Zitat aus dem Artikel ‘Das Ende der Sondersammelgebiete – Ende einer Infrastruktur‘ von Ralf Depping (2014):

“Die Erfahrungen vieler Fachinformationsdienste zeigen (…) deutlich, dass die Motivation von Wissenschaftlern, sich mit Fragen der Informationsversorgung auseinander zu setzen, keineswegs stark ausgeprägt ist. Insbesondere wenn es [sich] nicht um die Dienstleistungen an der eigenen Hochschule, sondern um ein relativ abstraktes und wenig bekanntes überregionales Angebot handelt, haben Wissenschaftler ein geringes Eigeninteresse daran, die Weiterentwicklung solcher Dienste aktiv mit zu gestalten. (…) Gerade der Anspruch, diejenigen Wissenschaftler zu erreichen, die das bisherige Angebot der SSGs nicht (oder nicht bewusst) nutzen, ist (…) eine besondere Herausforderung.”

Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr über die Bereitschaft der unterschiedlichen Gesprächspartner, ihre Vorstellungen über Möglichkeiten einer langfristigen Einbindung der Fachcommunity in einen zukünftigen FID Geschichtswissenschaft zu konkretisieren.

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Fachinformationsdienst für Theologie

Und noch eine aktuelle Pressemitteilung zur Thematik: Die Universitätsbibliothek und Theologischen Fakultäten der Universität Tübingen betreuen gemeinsam den neu geförderten Fachinformationsdienst für Theologie, der insbesondere den Ausbau der bereits existierenden Aufsatzdatenbank ‘Index Theologicus‘ vorsieht.

Zitat: “Die Katholisch-Theologische und die Evangelisch-Theologische Fakultät übernehmen als Mitherausgeber des neuen FID Verantwortung für die fachwissenschaftliche Qualität des Index Theologicus. ‘Auf diese Weise können wir unsere Fachexpertise noch besser in diese international renommierte Fachdatenbank einbringen’, betonen Dekanin Prof. Ruth Scoralick und Dekan Prof. Jürgen Kampmann.”

Die Tätigkeit von Herausgebern schwankt ja bekanntlich von reiner Namensgebung bis zu hohem organisatorischen und inhaltlichen Aufwand. Man darf gespannt sein, inwiefern da eine tatsächliche Einbindung der Fakultäten respektive der Fachexpertise erfolgen wird.

Startschuss für den Aufbau weiterer Fachinformationsdienste

In einer Pressemitteilung vom 16. Januar 2015 gibt ein Konsortium aus wissenschaftlichen Bibliotheken und Fachinformationseinrichtungen (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Universitätsbibliothek der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Georg Eckert Institut (GEI) und Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin) den offiziellen Startschuss für die Einrichtung des Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung.

Eine kontinuierliche Nutzungsevaluation sowie ein Projektbeirat aus Wissenschaft und Bibliothek soll die Entwicklung und langfristige Betreuung des Fachinformationsdienstes begleiten und damit der Anforderung der DFG auf eine Einbindung der Interessen der Fächer gerecht werden.

Bereits Mitte Dezember 2014 hatte die DFG die Förderung von fünf weiteren Fachinformationsdiensten für die Wissenschaft (FID) angekündigt (Pressemitteilung): In den kommenden drei Jahren soll der Aufbau von FIDs in den Disziplinen Theologie, Pharmazie, Mathematik, Darstellende Kunst sowie Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung unterstützt werden. 2013 wurden die ersten fünf (von damals zwölf beantragten) Fachinformationsdienste(n) Kunst, Musikwissenschaft, internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung, Kriminologie, sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft bewilligt (Pressemitteilung).

Die Antragsstellung für die Geschichtswissenschaften (plus regional definierte Sondersammelgebiete, Sprache/Literatur, Ethnologie und Zeitungen) liegt bei Mitte Mai 2015.

Literaturverwaltung mit Zotero

Für die Literaturverwaltung nutze ich seit einigen Monaten die Open Source Software Zotero in der Standalone-Version mit Firefox-Extension. Fokus diese Woche war nun die Einbindung in LaTeX, d.h. in meinem Fall der Export von Metadaten aus Zotero via Plug-In (Entscheidung für Better Bib(La)TeX) sowie Zugriff auf die exportierte Datei durch den Editor TeXStudio. Die derzeitigen Vorarbeiten werden den kommenden Arbeitsprozess hoffentlich wesentlich erleichtern!

Die Open Video Lecture ‘Arbeiten mit Literaturverwaltungsprogrammen’ der TIB Hannover bietet übrigens einen guten Einstieg zum Sinn und Zweck von Literaturverwaltungsprogrammen. Eine hervorragende Entscheidungshilfe bei der individuellen Wahl eines Literaturverwaltungsprogramms ist der Leitfaden ‘Softwarevergleich Literaturverwaltung’ der Unibibliothek der TU München.