{"id":714,"date":"2015-09-04T15:00:54","date_gmt":"2015-09-04T13:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/?p=714"},"modified":"2015-08-18T13:45:52","modified_gmt":"2015-08-18T11:45:52","slug":"gruppenzugehoerigkeit-als-bewaeltigungsstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/714","title":{"rendered":"Gruppenzugeh\u00f6rigkeit als Bew\u00e4ltigungsstrategie."},"content":{"rendered":"<h3>Die Bedeutung kollektiver Erfahrungen<\/h3>\n<p><em>Maike Breuer<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Soldaten des Ersten Weltkrieges wurden im Kriegsverlauf nicht selten mit Situationen konfrontiert, auf die sich nicht vorbereitet waren und die sie \u00fcberforderten. Das individuelle Kriegserlebnis wurde von ihnen unterschiedlich verarbeitet. F\u00fcr Gerd-Walter Fritsche, der sich schon fr\u00fch der Erforschung von Feldpostbriefen widmete, h\u00e4ngt die Art und Weise, wie ein Mensch seine Kriegssituation bewertet, eng zusammen mit dem \u201eeingegrenzten ,Rahmen\u2018, der durch die Zugeh\u00f6rigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppierungen abgesteckt wurde\u201c.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Auch die vielen Feldpostbriefe August Jaspers, die seine inneren N\u00f6te und sein Bed\u00fcrfnis, sich brieflich auszudr\u00fccken, widerspiegeln,<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> lassen verschiedene Gruppenbeziehungen erkennen; so bezieht er sich auf seine Mitmenschen an der Front, die Bekannten in der Heimat und seine Familie. Welchen Einfluss diese Gruppen auf den Soldaten und seine Beurteilung des Kriegsgeschehens hatten, ob der Kontakt zur Heimat zur Bew\u00e4ltigung seiner Probleme beitrug und einen Zusammenbruch August Jaspers verhinderte, wird im Folgenden zu er\u00f6rtern sein.<\/p>\n<p>Zahlreiche Briefe an seine Ehefrau Bernhardine dokumentieren, wie sehr seine Familienangeh\u00f6rigen auch aus der Ferne wichtige Bezugspersonen darstellen. So schreibt er h\u00e4ufig von seiner Sehnsucht nach ihnen<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> und seinem Heimweh, das er aufgrund des Krieges ertragen m\u00fcsse.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Doch auch wenn er Dina mitteilt, dass es ihm \u201esoweit wieder ganz gut\u201c gehe, obgleich er sich \u201eerst wieder hier an das Leben gew\u00f6hnen\u201c und sich mit dem \u201eHeimweh\u201c arrangieren m\u00fcsse,<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> wird \u00fcber diese Herausforderung hinaus noch eine weitere Ebene sichtbar: Da er wiederholt davon schreibt, er k\u00f6nne sich<\/p>\n<blockquote><p>\u201eso recht noch gar nicht wieder an diesen Leben gew\u00f6hnen\u201c,<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>hat es den Anschein, als gelinge es August Jasper nur bedingt, die Kriegsumst\u00e4nde in seinen neuen Alltag zu integrieren.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>August Jasper bezieht sich in seinen Briefen wiederholt auch auf die Soldaten an der Front. So schreibt Jasper immer wieder davon, dass sie die gleichen \u00c4ngste und Ungewissheiten teilen,<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> sie den Tod der Kameraden verkraften m\u00fcssen.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Gerade zum Ende des Krieges wird deutlich, wie sehr sich die Soldaten verbr\u00fcdern und sich als Leidensgenossen in \u201edieser elenden H\u00f6hle\u201c verstehen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Daher schreibt Jasper \u2013 dabei das Wir betonend \u2013 fast fatalistisch:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eob wir den Krieg gewinnen oder verlieren, kann uns einerlei sein\u201c.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Trotzdem tauchen W\u00f6rter wie \u201eKameraden\u201c oder \u201ekameradschaftlich\u201c nur 14-mal in seinen Briefen auf. Von Gespr\u00e4chen oder Treffen zwischen den Soldaten ist in seinen Briefen kein einziges Mal die Rede. Offenbar ist \u201eKameradschaft\u201c f\u00fcr Jasper eine eher unpers\u00f6nlichere Verbindung, die mehr durch den Kriegseinsatz bestimmt ist.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Dennoch sind die Kameraden von besonderer Bedeutung f\u00fcr August Jasper, denn obwohl sie sich nicht n\u00e4her kennen, verbindet sie die gemeinsame Erfahrung des Krieges.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_127\" aria-describedby=\"caption-attachment-127\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/05\/PK_087_V.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-127\" src=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/05\/PK_087_V-300x193.jpg\" alt=\"R\u00fcckseite der Postkarte vom 12.06.15\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/05\/PK_087_V-300x193.jpg 300w, https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/05\/PK_087_V-500x321.jpg 500w, https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/05\/PK_087_V.jpg 1616w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-127\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite der Postkarte vom 12.06.15; Kameraden.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als zweite Gruppe, der sich August Jasper zugeh\u00f6rig f\u00fchlt, lassen sich seine Bekannten aus der Heimat, die ebenfalls im Felde sind, kennzeichnen. Jasper berichtet in seinen Briefen von vielen gegenseitigen Treffen und Besuchen an der Front. Dabei ist Jasper zum einen erstaunt und \u00fcberrascht, so viele Bekannte an der Front wieder zu sehen, zum anderen erfreut er sich an diesen Treffen.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Benjamin Ziemann erkennt in solchen \u201efreudigen Ereignis[sen]\u201c noch eine andere Qualit\u00e4t: Der Kontakt mit den alten Bekannten verlaufe nicht nur problemlos, sondern zeichne sich zudem durch ein Gef\u00fchl der Vertrautheit aus.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Diese Beobachtung des vertrauten Umgangs findet sich auch bei Jasper wieder: \u201eNat\u00fcrlich hatte ich nichts eiligeres, als ihn [Wilh. Sippel, M.B.] besuchen, habe ihn auch gleich getroffen. Trinken augenblicklich eine Flasche Wein zusammen und diese Nacht noch bei Ihm bleiben\u201c.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Nur zwei Tage sp\u00e4ter, am 19. Januar 1915, schreibt er \u00fcber ein anderes solches Treffen: \u201eDa habe ich auch gleich August Hilgemann getroffen. [\u2026] Er ist noch genauso verdreht wie fr\u00fcher\u201c.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Die Gespr\u00e4che \u00fcber die alten Zeiten und der Austausch \u00fcber Neuigkeiten aus Kattenvenne<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> bieten Jasper Halt in einer schweren Zeit und dienen als Identifikationsm\u00f6glichkeit, um den Kontakt zur Heimat aufrecht zu erhalten.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Dabei erfreut er sich umso mehr an den Treffen mit seinen Bekannten, da es sich um Menschen handelt, die er aus der Heimat kennt, die ihn verstehen und an der Front die gleichen Erfahrungen wie er durchmachen.<\/p>\n<p>Da August Jasper enge Beziehungen vor allen zu seinen Bekannten aus der Heimat pflegt,<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> lie\u00dfe sich darauf schlie\u00dfen, dass ihm der Kontakt zu seinen Verwandten zuhause ebenfalls viel bedeutet. Doch wertet August Jasper in seinen Briefen an seine Frau Bernhardine das eigentlich gute Verh\u00e4ltnis zu seiner Verwandtschaft in der Heimat immer wieder ab.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Dies, so der Historiker Aribert Reimann, sei meist auf ein besonderes Wissen zur\u00fcckzuf\u00fchren, das die Soldaten w\u00e4hrend ihres Fronterlebnisses gewonnen h\u00e4tten und das diese von ihren Verwandten separiere.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Auch Jasper betont diese Erlebnisdifferenz zwischen Front und Heimat, in dem er das Verhalten der Verwandtschaft kritisiert und die St\u00e4rke seiner Kernfamilie hervorhebt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eNa, ich m\u00f6chte die [Ehepaar Gustav und Luise Jasper, M.B.] mal w\u00fcnschen, das der doch auch mal fort m\u00fc\u00dfte, da f\u00fchlen sie vielleicht erst, wie Dir zumute ist, denn bis jetzt wissen sie es noch nicht.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Obgleich es sich bei dieser Gruppe um diejenigen handelt, die zu seinen Verwandten geh\u00f6ren und ihm nahe stehen m\u00fcssten, kann sich August Jasper nicht mit ihnen identifizieren, da sie keine gemeinsamen Erfahrungen mehr teilen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_715\" aria-describedby=\"caption-attachment-715\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-715\" src=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_003-300x235.jpg\" alt=\"August Jasper an seine Frau Bernhadine, erste und letzte Seite des Briefes vom 03. Dezember 1915.\" width=\"300\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_003-300x235.jpg 300w, https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_003-500x392.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-715\" class=\"wp-caption-text\">August Jasper an seine Frau Bernhadine, erste und letzte Seite des Briefes vom 03. Dezember 1915.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_716\" aria-describedby=\"caption-attachment-716\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-716\" src=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_004-300x234.jpg\" alt=\"August Jasper an seine Frau Bernhadine, zweite und dritte Seite des Briefes vom 03. Dezember 1915.\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_004-300x234.jpg 300w, https:\/\/feldpost.hypotheses.org\/files\/2015\/08\/b_517_004-500x391.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-716\" class=\"wp-caption-text\">August Jasper an seine Frau Bernhadine, zweite und dritte Seite des Briefes vom 03. Dezember 1915.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aufgrund des andauernden Heimwehs, der abnehmenden Kameradschaftlichkeit und der vielen Toten kann sich August Jasper letztlich nicht mehr mit seinem anf\u00e4nglichen vaterl\u00e4ndlichen, soldatischen Pathos identifizieren<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a> und bewertet den Krieg zunehmend als sinnlos. Auch die kriegsfern lebenden Verwandten zuhause werden abgelehnt, da sie ihn weder verstehen, noch wissen, was August Jasper denkt und erlebt. Die \u201etraditionell g\u00fcltigen Identifikationsmuster\u201c<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a> wie die Kernfamilie und die heimatlichen Bekannten an der Front beeinflussen ihn und nehmen daher eine umso gr\u00f6\u00dfere Bedeutung f\u00fcr ihn ein.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> Entscheidend f\u00fcr August Jasper ist, dass seine Frau Bernhardine und er miteinander kommunizieren und sie ihn und sein Handeln im Krieg versteht, was er durch die gemeinsamen Kriegserfahrungen der Gruppen zu vermitteln versucht.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p><strong><span class=\"Apple-style-span\">Anmerkungen und Verweise<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0 Gerd-Walter Fritsche, \u201eBedingungen des individuellen Kriegserlebnisses\u201c, in: Peter Knoch (Hg.), Kriegsalltag. Die Rekonstruktion des Kriegsalltags als Aufgabe der historischen Forschung und der Friedenserziehung. Stuttgart 1989, S. 114\u2013153, hier S. 119.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> \u00a0\u00a0 Peter Knoch, \u201eKriegserlebnis als biographische Krise\u201c, in: Andreas Gestrich\/Peter Knoch\/ Helga Merkel (Hg.), Biographie \u2013 sozialgeschichtlich. G\u00f6ttingen 1988, S. 86\u2013109, hier S. 103.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0 Siehe dazu den Kommentar von Pascal Pawlitta (erscheint in K\u00fcrze).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> \u00a0\u00a0 August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 3. Dezember 1914, 4. Januar 1915, 3. April 1915, 29. Juli 1918.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u00a0\u00a0 August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 8. Juli 1917.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> \u00a0\u00a0 August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 2. November 1916.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0\u00a0 Knoch, Kriegserlebnis als biographische Krise, S. 92f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> \u00a0 August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 24. August 1914: \u201e[\u2026] von Dir noch nichts erhalten, wie die andere Kameraden auch, ob sie uns nicht finden k\u00f6nnen, wissen wir nicht\u201c. Sowie am 11. Oktober 1914 \u201e[\u2026] w\u00e4ren ja lieber hier geblieben, denn da geht es ja wieder anders, wollen aber den Mut nicht verlieren.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> \u00a0\u00a0 August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 4. Juni 1917: \u201eHaben n\u00e4mlich wieder drei liebe Kameraden zur letzten Ruhe bestattet [\u2026]. Ja Herz, das H\u00e4uflein von den alten wird immer und immer etwas kleiner\u201c. Zum Thema Tod siehe auch den Kommentar von Maximilian Wiech (Erscheint in K\u00fcrze).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 10. Juli 1917.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 28. Juli 1918.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Siehe dazu den Kommentar von <a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/242\" target=\"_blank\">Giancarlo Str\u00f6hmann<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Siehe zum thema Kameradfschafta uch die Kommentare von <a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/702\" target=\"_blank\">Niklas Costa Gouveia <\/a>und <a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/681\">Christian Senf.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 25. Oktober 1914: \u201eHermann Hilgemann ist heute auf Wache. Nicht wahr wie man sich manchmal treffen kann\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Benjamin Ziemann, Front und Heimat. L\u00e4ndliche Kriegserfahrungen im s\u00fcdlichen Bayern 1914\u20131923. Essen 1997, S. 236.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 17. Januar 1915.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 19. Januar 1915: \u201e[\u2026] bei W. Sippel gewesen [\u2026]. Gelacht habe ich \u00fcber einen Brief, den er mich lesen lie\u00df von Anna Blom. Du wei\u00dft ja, was f\u00fcr ein Unikum es ist\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 20. April 1915.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Ziemann, Front und Heimat, S. 236.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Ebd., S. 232.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 3. Dezember 1914: \u201eVon Mutter h\u00f6re ich nichts. Ich habe ja auch lange nicht mehr hingeschrieben, denn wenn die keine Zeit finden zu schreiben, dann habe ich schon lange keine.\u201c Oder am 29. Juli 1918: \u201e [\u2026]das ist doch unversch\u00e4mt, so nahe in der Verwandtschaft. Aber die wollen alle reich werden nun im Kriege [\u2026]\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Aribert Reimann, \u201eDie heile Welt im Stahlgewitter. Deutsche und englische Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg\u201c, in: Gerhard Hirschfeld\/Gerd Krumeich\/Dieter Langewiesche\/Hans-Peter Ullmann (Hg.), Kriegserfahrungen. Studien zur Sozial- und Mentalit\u00e4tsgeschichte des Ersten Weltkriegs. Essen 1997, S. 129\u2013145, hier S. 139; August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 18. Dezember 1915: \u201eEr [Heinrich] sollte nur eine vierzehn Tage zu uns kommen, in diesen Schlamm und Dreck, da w\u00fcrde er auch die Nase voll haben\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> August Jasper an Bernhardine Jasper, vom 3. Dezember 1914.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Siehe dazu den Kommentar von <a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/82\" target=\"_blank\">Dimitrij Schaf<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Ziemann, Front und Heimat, S. 242.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Benjamin Ziemann spricht in dem Zusammenhang von einer \u201eZielprojektion\u201c. Ebd., S. 243.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Zum Verh\u00e4ltnis von August und Berhadine sieh auch die Kommentare von <a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/505\" target=\"_blank\">Marietheres Tkotz<\/a><em>,<\/em><a href=\"http:\/\/feldpost.hypotheses.org\/287\" target=\"_blank\"> Frederick Schattka<\/a><em>, <\/em>Katja Flemming und Ksenia Eroshina (erscheinen in K\u00fcrze).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bedeutung kollektiver Erfahrungen Maike Breuer &nbsp; Die Soldaten des Ersten Weltkrieges wurden im Kriegsverlauf nicht selten mit Situationen konfrontiert, auf die sich nicht vorbereitet waren und die sie \u00fcberforderten. Das individuelle Kriegserlebnis wurde von ihnen unterschiedlich verarbeitet. 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