Meditation – Einladung oder Befehl?

Meditationen gibt es ja in zig Varianten. Einige Menschen setzen sich unter Druck, wenn es ihnen nicht gelingt, sich voll auf Meditationen einzulassen.


Oder – wenn nicht das passiert, was passieren „soll“.

Aus meiner Sicht macht es einen riesigen Unterschied, ob in Meditationen sanfte Einladungen ausgesprochen werden oder „Befehle“ bzw. Anweisungen.

„Dein Körper ist jetzt entspannt.“

Ist das ein Befehl? So eine direkte Anweisung kann Druck auslösen, wenn die Person merkt, hmm… der ist aber nicht entspannt, was mache ich falsch?

Du machst nichts falsch. Eine Einladung ist häufig einfacher anzunehmen, als eine Anweisung.

Wenn sich zum Beispiel „der Körper erlauben darf, zu entspannen“.

Wobei ich auch verstehen kann, dass die Befehlsform und klare Anweisungen eine gewisse Orientierung geben. Manche Menschen mögen also klare Vorgaben lieber.


Ich selbst mag die Offenheit lieber und finde es auch bei Bildern und Fantasiereisen schwierig, wenn dort zu viel vorgegeben wird.

„Du betrittst einen Garten und neben dir befindet sich ein riesiger Apfelbaum, der Himmel ist blau.“ ist eben etwas völlig anders als „Stell dir einen Garten vor, so wie er für dich angenehm ist – vielleicht mit Blumen, vielleicht mit Wasser, vielleicht ganz anders.“

Herzensprojekte

Hey liebe WordPress Community,

Ich habe ein Herzensprojekt verwirklicht.

Mein eBook, ein kleiner Ratgeber für introvertierte und hochsensible Menschen ist auf dem Markt. Es ist unter anderem auf Amazon, Thalia, Ebozon, Hugendubel, hoebu.de, und weiteren eBook-Shops erhältlich. Übrigens auch ohne eBook-Reader und App als pdf verfügbar. 🙂 Der Markt ist mittlerweile wahrscheinlich überschwemmt von Ratgebern und gerade Lebensshilfe-Ratgeber sind gefragt wie nie.

Mein Anliegen ist es aber nicht „schneller, höher, weiter“ zu fördern und mein eBook richtet sich vor allem an die Leisen unter uns an, an die Sensiblen. Die zarten Seelen, die nicht selten Schwierigkeiten in der extrovertierten Welt haben. Gleichzeitig können beide (bzw. drei) Temperamente – Extros, Intros, Zentros, – gut in einem Team agieren, wenn sie die Stärken des Anderen respektieren und wertschätzen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mein eBook lest und mir vielleicht ein Feedback dazu schreibt. Ich würde mir insbesondere wünschen, dass es gerade die ruhigen Menschen weiterbringt und ihnen hilft ihre Stärken zu erkennen und zu nutzen. Manchem helfen geschriebene Worte vielleicht auch mehr als gesprochene.

Mein Wunsch ist es zukünftig auch, mehrere Bücher zu veröffentlichen. Vielleicht gehe ich auch noch in die Romanrichtung, mal sehen. 🙂

Herzensprojekte habe ich auf jeden Fall noch einige in meinem Kopf, welche Herzensprojekte bewegen euch so? Was möchtet ihr gern machen?

 

Was das Laufen (in der Natur) für mich bedeutet

Laufen ist für mich 10 in 1

Wie versprochen gibt es einen Blogartikel zum Thema Laufen (in der Natur) und was ich damit verbinde. Laufen ist ein wichtige Ressource, wie ich finde. Ich habe 10 für mich wichtige Dinge gefunden, die ich mit dem Laufen verbinde und alle sind auch irgendwie miteinander verbunden.

1. Freiheit und Selbstbestimmung

Laufen bedeutet für mich Selbstbestimmung und Freiheit, beides ist mir sehr wichtig. Die Freiheit wird mir immer besonders dann bewusst, wenn ich die herrliche Landschaft über die weiten Felder kilometerweit überblicken kann. Ich lebe mit der Selbstbestimmung, mich mit meinen Füssen jederzeit dorthin bewegen zu können, wo ich möchte und das ist ein riesiges Geschenk. Ich hatte mir als Teenager mal den Fuß und später einmal beide große Zehen gebrochen. In Folge dessen, war das normale Laufen logischerweise über mehrere Wochen lang nicht möglich. Diese Einschränkung empfand die „Waldläuferin“ (wie mich einer meiner ehemaligen Nachbarn liebevoll nannte) als Bestrafung. Andererseits geht damit natürlich auch eine große Dankbarkeit einher, dass ich mich im Normalfall mit beiden Füssen fortbewegen kann. Selbstbestimmung heißt auch, ich bin nicht auf Andere angewiesen, wir alle wissen, dass dies nicht jedem möglich ist. Laufen ist Freiheit pur.

2. Hobby

Laufen ist Hobby und das schon sehr lange, so wie es eine Zeitlang das Schwimmen war, wenn ich Laufen gehe, fühle ich mich wohl, ich habe Spaß daran. Es ist kein Zwang. Das Laufen verbinde ich meist mit einem weiteren Hobby von mir, der Fotografie. Wenn ich draußen bin, darf die Kamera nie fehlen. Besonders gefällt mir die Macrofotografie, ich nenne es auch achtsame Fotografie. Mit der Macrofotografie werden feine Strukturen und Details sichtbar, die das bloße Augen nicht sieht. Beispielsweise die Struktur eines Blattes. Das fasziniert und begeistert mich immer wieder aufs Neue hin. Mir gefällt außerdem auch die mittlerweile große Auswahl an bunter Sportkleidung, die auch Lust auf das Laufen macht. Die Kleidung darf dann auch mal kosten, Laufen muss nicht grau sein. Wobei es auch schöne, graue Softshelljacken gibt. 😉

3. Natur, Wald und frische Luft

Laufen verbinde ich so gut wie immer mit einem weiteren großen Hobby, nämlich der Natur. Darf man die Natur eigentlich als Hobby bezeichnen? Ich verbringe einfach sehr gerne Zeit in der Natur, die Natur wertet nicht. Besonders der Wald hat es mir angetan. Ich liebe den Geruch der Bäume und Blätter, das Zwitschern der Vögel, das Rauschen von den Bäumen und ganz besonders die Ruhe, die so angenehme und gleichzeitig inspirierende Ruhe. Es ist etwas Besonderes für mich, Tiere zu beobachten und ganz unabhängig vom Wetter zieht es mich täglich nach draußen. Wirklich schlechtes Wetter gibt es für mich nicht, denn selbst an grauen Novembertagen, gibt es so viel zu sehen. Die Macrofotografie mit Regentropfen ist für mich zusätzlich etwas, was mich sehr begeistert, wenn die Tropfen wie glänzende Perlen an Grashalmen hängen – das ist einfach einzigartig. Solche Aufnahmen kommen auch nur bei Regen oder nach Regenwetter zustande.

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4. Meditation

Das Laufen bedeutet ebenso Meditation für mich. Ganz bewusst bei mir sein, mir Zeit nur für mich selbst zu nehmen. Im Sommer setze ich mich täglich meist eine Zeitlang (so lange es der Rücken zulässt) ins Gras, um zu meditieren. Das bedeutet mir auch sehr viel und ich möchte die Meditation (in der Natur) nicht in meinem Leben missen. Für mich ist die Meditation Draußen im Freien auch noch befreiender als Drinnen. Danach fühle ich mich meist erfrischt, sanft, aber auch voll mit neuer Power und Energie. Auch die ganz klassische Meditation kann ich sehr empfehlen, die regelmäßige Meditation, ganz gleich ob geführt oder nicht geführt, kann sehr hilfreich für ein bewussteres Leben im Allgemeinen sein. Ich meditiere selbst seit 1,5 Jahren und bin immer noch überrascht über die vielen Veränderungen. Durch Meditation kann ich soviel gelassener und innerlich ruhiger sein, gleichzeitig ist mein Vertrauen in meine Intuition gestiegen und meine Selbstakzeptanz hat sich enorm gesteigert.

5. Sport und Bewegung

Natürlich bedeutet Laufen für mich auch Bewegung und gleichzeitig Sport, das muss aber kein Hochleistungssport sein. Ganz im Gegenteil! Warum nicht das Laufen mit allen Sinnen bewusst genießen? Das Joggen habe ich mittlerweile an den Nagel gehängt und wechsele meist zwischen Powerwalking und normalem (Spazieren) gehen. Das mache ich je nach Laune, ganz ohne Zwang. Die Kilometeranzahl ist mir mittlerweile egal, ich habe eine Fitnesstracker, der mir die gelaufenen Schritte anzeigt. Es ist aber für mich keine Katastrophe, wenn ich mein gestecktes Ziel von täglich 12.500 Schritten nicht erreiche. Seit ich selbstständig bin, bin ich jedoch meistens etwas drüber mit ca.15.000 Schritten. Täglich sind es etwa 2-3 Stunden, die ich mit bewusstem Laufen (in der Natur) verbringe. Das ist natürlich auch nur deshalb so möglich, weil ich mir meine Zeiten selbst eintakten kann. Im Winter laufe ich meist schon vormittags, im Sommer meist erst am frühen Nachmittag. Oft laufe ich auch 2x Mal täglich, meist mindestens 1,5 h Stunden Vormittags/Mittags und abends noch einmal eine kürzere Runde. Vor ein paar Jahren war es noch so, dass ich meinte jeden Tag eine gewisse Kilometerzahl laufen zu müssen und regelmäßig eine bestimmte Anzahl an Bahnen im Schwimmbad schwimmen zu müssen. Später waren es dann immer mehr Kilos, die ich im Fitnessstudio wuchten „musste“, die Wiederholungen sollten sich steigern und die Wattzahl auf dem Crosstrainer sowieso. Sicher ist Leistungssport besser als gar kein Sport. Aber ein Übertreiben ist nicht zweckmäßig und kann unangenehme Folgen wie Schmerzen und Verletzungen haben. Mittlerweile leiste ich also nicht mehr, ich lebe bewusst. Laufen ist Leben und ein sich Spüren!

6. Schmerzmittel

Ein Antrieb zum Laufen sind (leider) auch meine chronischen Rückenschmerzen. Seit fast 20 Jahren sind sie mein treuer Begleiter. Laufe ich wenig, bekomme ich die Quittung meist auch kurz darauf von meinem Rücken, der sich mit Blockaden bei mir bedankt. Dank knapp 10 Jahren mehr oder weniger, regelmäßiger Physiotherapie, kann ich viele Blockaden zwar selbst lösen, aber keine blockierten Wirbel wären mir natürlich lieber. Wenn ich viel und regelmäßig laufe, spüre ich weniger Schmerzen, es gibt Tage, da spüre ich die Schmerzen sogar fast gar nicht. Aber einen wirklich schmerzfreien Zustand kenne ich, glaube ich gar nicht mehr. Natürlich könnte ich mir Schmerzmittel einwerfen, die Schmerzen sind damit, dass ich sie nicht mehr spüre allerdings nicht verschwunden. Außerdem spüre ich mit Schmerzmitteln auch sonst nicht mehr viel und fühle mich wie ein Stein. Daher sind die Pillen für mich keine Alternative- lieber soviel Bewegung wie möglich. Für alle die auch Rückenschmerzen haben, das Laufen hilft wirklich auf eine sanfte Art und Weise, die verspannte Muskulatur zu entspannen. Mit täglich zusätzlich ein paar Minuten Rückenübungen kann man auch mit chronischen Erkrankungen relativ schmerzfrei leben. Zugegeben, für die Rückenübungen bringe ich auch nicht immer die nötige Motivation auf. Ein paar Minuten am Tag kann aber jeder schaffen, oder zumindest 2,3 Mal in der Woche. Das muss kein einstündiges Workout sein, je nach Beschwerden sollte man auch unbedingt darauf achten, die Übungen dem Beschwerdebereich anzupassen. Ansonsten können sich die Schmerzen noch verschlimmern. Laufen ist auf Jeden Fall ein gutes und sinnvolles Ganzkörperworkout. Dafür werden keine aufwendigen oder teuren Gerätschaften benötigt, einfach nur ein paar gute Laufschuhe und angenehme Kleidung.

7. Inspiration

Oft kommen mir beim Laufen neue Ideen und Gedanken, es ist daher auch eine großartige Inspirationsquelle. Gleichzeitig verschwinden oft negative Gedanken und Grübeleien. Laufen hebt also wie ich finde, einerseits die Laune, es macht aber auch kreativ. Bei verschiedenen Situationen, überlege ich manchmal eine ganze Weile. Beim Laufen kam mir dann schon öfter eine zündende Idee. Laufen motiviert mich auch immer wieder neu, es gibt mir Energie, mich auch an herausfordernde oder unliebsame Aufgaben zu wagen.

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8. Ausgleich zur Arbeit

Ich laufe schon seit einigen Jahren und das Laufen half und hilft mir dabei, von der Arbeit abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen, aber auch neue Ideen zu entwickeln. Da ich eine Arbeit mache, die kognitiv anstrengend sein kann, ist es wichtig einen guten Ausgleich zu finden. Aber auch bei körperlich anstrengender Arbeit kann man eine entspannende Sportart zum Ausgleich ausüben. Yoga soll sich da zum Beispiel ganz gut eignen. Meine Arbeit erledige ich zum Großteil im Sitzen, für mich ist es daher wichtig, einen Sport zu machen, bei dem ich mich auch richtig mal auspowern, aber gleichzeitig entspannen kann. Auf Jeden Fall ist die Bewegung bei sitzenden Tätigkeiten besonders wichtig, bei mir sowieso, wegen der Schmerzen. Fahrrad eignet sich übrigens nicht so gut, wenn man bereits schon 8 Stunden lang im Büro saß.

9. Antidepressiva

Welches Antidepressiva nimmst du? – Wald!

Das Laufen ist für mich eine Art Antidepressiva, es macht glücklich, ich spüre das immer wieder erneut, wie mein Wohlbefinden dadurch steigt. Wenn ich mir wieder einmal zu viele Gedanken mache, lösen die sich oft beim Laufen, auch mein Stresspegel sinkt. Außerdem kann ich beim Laufen so sein, wie ich bin, niemand bewertet mich. Ich kann auch Grimassen schneiden 😉 oder Emotionen zeigen, der Wald bewertet das nicht. Gleichzeitig fühle ich mich beim Laufen auch selbstbewusster und aktiver. Ich fühle mich danach immer gut und erfrischt, ähnlich wie bei der Meditation. Laufen macht Mut- Wenn sich wieder einmal Selbstzweifel eingeschlichen haben, gibt mir das Laufen neue Kraft und Mut. Das ist ebenfalls ähnlich, wie bei der Meditation.

10. Täglich kleine Erlebnisse „to go“

Beim Laufen entdecke ich täglich neue Dinge, meist sehe ich Tiere, die sich sonst eher verkriechen, aber auch interessante Pflanzen, oft auch lustige Dinge. Letztens habe ich zum Beispiel einen Schnuller am Ast eines Baums hängen sehen. Einige Zeit davor stand mal mitten im Wald ein Einkaufswagen. Manchmal treffe ich Menschen mit oder ohne Hund, manchmal ergeben sich Gespräche. Allein darüber könnte ich schon wieder eine Blogartikel schreiben. 🙂 Manche Hundebesitzer meinen, ich müsste ihren Hund erziehen mit den Worten „Wenn er sie anspringt, müssen ihm sagen, dass er das nicht tun darf“ Ach ja, muss ich das? Vermutlich bei manchen Herrchen und Frauchen schon, wenn ich nicht will, dass der Hund mir liebevoll seine Pfoten und den Hals legt. Andere haben sich schon entschuldigt, als ihr Hund nur in meine Nähe kam. An einem heißen Sommertag, lief mir mal ein junger Mann über den Weg, nur mit Shorts begleitet und fragte mich, ob ich einen Freund habe. Ich habe auf meinen Ehering gezeigt und gesagt, bin verheiratet. Damit war das spontane Speeddating zu meiner Freude beendet. Aber zum Schmunzeln war es trotzdem.

Das sind meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Motivation, die ich mit dem Laufen vorzugsweise im Wald verbinde, jetzt bin ich neugierig auf euere. 🙂

Was verbindet ihr mit dem Laufen?

Demnächst wird es übrigens auch einen Gastartikel und zwei Interviews geben, ich freue mich schon sehr darauf und bin ganz gespannt. 🙂

Wie Achtsamkeit mein Leben auf den Kopf stellte…

Bewusstsein für Achtsamkeit

Achtsamkeit in Verbindung mit Achtsamkeitsübung und Achtsamkeitstraining sind seit ein paar Jahren sehr gefragt und viel genannte Wörter. Achtsamkeitsübungen findet man zuhauf im Worldwideweb. Achtsamkeit klingt theoretisch einfach,

Einfach im Moment leben.

So leicht wie es klingt, ist es jedoch nicht umzusetzen. Wir sind es gewohnt immer irgendwie beschäftigt zu sein und am besten 3-4 Dinge gleichzeitig zu machen. Dass die Qualität jeder einzelnen Aktivität darunter leidet, dessen sind wir uns oft nicht wirklich bewusst.

Zum ersten Mal wurde ich 2014 mit dem Begriff der Achtsamkeit konfrontiert, es faszinierte mich sofort, denn die Person die mir davon erzählte, hatte diese besondere Ausstrahlung. Es war eine Art angenehm positive Energie und Wertschätzung, Empathie, Offenheit, kurz gesagt, die Person lebte Achtsamkeit, ich wollte das auch.

Um Achtsamkeit wirklich in mein Leben zu integrieren brauchte es Zeit. Um es zum Lebensgefühl oder besser gesagt zur Lebenseinstellung werden zu lassen, brauchte es noch ein wenig mehr Zeit und Geduld. Es brauchte eine Regelmäßigkeit und Routine, die ich durch tägliche Achtsamkeitsmeditation in meinen Tagesablauf integrierte, anfangs fiel es mir noch schwer und ich sah die Regelmäßigkeit teilweise eher als Pflicht und weniger als „Zeit für mich“ an , doch nach ein paar Wochen stellen sich erste Veränderungen ein:

Innere Ruhe und bessere Konzentration

Gerade als (innerlich) hyperaktiver und chronisch nervöser Mensch ist es alles Andere als einfach, das penetrante Kopfkino liebevoll zu akzeptieren. Ich musste feststellen: Das geht mal nicht schnell innerhalb von ein paar Stunden oder Tagen. Und doch merkte ich ziemlich schnell, dass ich innerlich ruhiger wurde, meine Gedanken begannen weniger zu kreisen, meine Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich enorm. Mittlerweile schweife ich in geführten Meditationen kaum noch ab, wie es z.B. am Anfang der Fall war, da kamen die Gedanken einfach nicht zur Ruhe. Doch nun ist es kein Aushalten mehr, ich genieße diese Zeit für mich, auch wenn mir nicht jede geführte Meditation gefällt, fühle ich mich meist danach frisch und sanft.

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Wertfreiheit und Beobachtung

Ich muss nicht mehr alles bewerten, nicht zu allem eine feste Meinung haben. Vor allem muss ich nicht immer zu allem meine Meinung kundtun, das hat aber nichts mit falschem Anpassungsvermögen zu tun. Ich empfand es einfach als angenehm, beobachten zu dürfen ohne bewerten zu müssen. Ich muss auch keine Gespräche führen, die ich für sinnlos halte, für Zeitverschwendung oder welche, die mich belasten, und kann mich dabei abgrenzen ohne jemanden zu verletzen. Ich kann mich von meinen Gefühlen und Gedanken besser distanzieren, dies heißt nicht, dass ich nun gefühlskalt bin, sondern, dass ich die Wahl habe, wie ich auf das Gefühl und den Gedanken reagiere. Das war anfangs auch etwas, was mir schwerfiel zu glauben, dass es möglich ist, wahrscheinlich deshalb, weil ich mich manchmal von meinen Gefühle überschwemmt fühlte.

Zeit ist Gold wert

Das Alles brauchte etwas Zeit und natürlich braucht Achtsamkeit Übung, denn die Gewohnheit, Situationen aber auch Menschen zu bewerten hatte sich tief eingebrannt. Auf die Idee, dass es auch anders geht, kommt man wahrscheinlich ohne, dass man sich mit Achtsamkeit beschäftigt, gar nicht. Im Vergleich zu anderen, fällt mir auf, dass ich schwierige Situationen mittlerweile viel gelassener ANnehmen kann. Die regelmäßigen Meditationen, (Selbst)akzeptanz und Mitgefühlsübungen zeigten Wirkung. Zeit wird dabei immer wichtiger, wie und mit was/ mit wem verbringe ich meine Zeit qualitativ?

Klopftechnik, Tapping/ PEP nach Dr.Bohne

Empfehlen kann ich dabei auch die Klopftechnik nach Dr. Bohne, die ich anfangs eher skeptisch beäugte und als energetischen Esomüll abtat. Neben dem Abklopfen verschiedener Akupunkturpunkte an der Hand und des Gesichts, geht es darum

„sich selbst sowohl als auch zu akzeptieren“,

Und das ist der große Unterschied, die Bedingungslosigkeit, im Gegensatz zu unserem Selbstwertgefühl, dass wir oft von Bedingungen abhängig machen. „Ich bin gut, ich habe keine Angst…“

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Niemand muss immer gut sein, niemand muss immer angstfrei sein. Möglicherweise nimmt die Bedingungslosigkeit auch inneren Druck. Auch das ist eine sehr gute Möglichkeit sich in Achtsamkeit zu üben, besonders bei Ängsten wirksam. Wie ich bereits sagte, zweifelte ich auch hier anfangs stark an der Wirkung und bin mittlerweile immer noch geflasht von dem was diese „Selbstakupunktur“ scheinbar bewirken kann. Mit einer so starken Wirkung hätte ich nicht gerechnet, als aktuellstes Beispiel kann ich dafür meine Prüfungsangst angeben. Seit ich denken kann, habe ich starke Prüfungsängste, in den letzten Wochen „tappte“ ich regelmäßig mit diesem Satz:

„Auch wenn ich Angst vor der Prüfung habe, liebe und akzeptiere ich mich, so wie bin“

und ich konnte in der Prüfungssitutation im Vergleich zu früher sehr gelassen auftreten und mit einem guten Ergebnis abschließen. Ich glaube allerdings, dass man wenn man nicht gerade Psychologie studiert hat, Ängste und Süchte nicht unbedingt in Verbindung mit Selbstakzeptanz bringt.

Gelassenheit und warum Stress Zeitverschwendung ist

Achtsamkeit lehrte mich Gelassenheit und Akzeptanz. Ich habe gemerkt, dass Stress, (den ich selbst produzierte), Verschwendung meiner wertvollen Lebenszeit ist. Das liebevolle Annehmen der Situation und meiner Person brachten mir sehr viel Lebensqualität, Lebensfreude und Sinn. Es ist eine Verschwendung wertvoller Lebensenergie, sich in Situationen aufzuregen, die nicht veränderbar sind. Denn auch dort entsteht Stress – sinnloser Stress. Wenn wir die Situation, auch wenn sie unangenehm ist, stattdessen erst einmal annehmen, wie sie ist, fällt es uns auch leichter uns selbst zu akzeptieren. Wir fühlen uns außerdem gestärkter, diese Situation bewältigen zu können. Also sollten wir unsere Energie doch lieber dafür aufsparen. Ich finde man sollte Achtsamkeit schon früh in den Lebenslauf integrieren z.B. bereits im Kindergarten oder als Schulfach: Achtsamkeit in der Schule.

Hab Geduld!

Veränderungen sind selten einfach, aber oft spannend und lehrreich, können auch schmerzhaft sein, aber auf jeden Fall lohnend. Skepsis ist erlaubt, aber manchmal gar nicht nötig. Habt Geduld mit euch – Achtsamkeit bedarf Übung.

Alles Liebe,

Sara ❤️

Ist Empathie gleich Empathie? Oder: Kann man auch achtsam empathisch sein?

Die Meisten Menschen, die Anderen oder sich selbst die Eigenschaft Empathie zuschreiben meinen damit, dass die genannte Person sich in Andere Menschen hinein versetzen kann.
Wikipedia definiert Empathie so:

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin auch die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl.[1] Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe.

Mitgefühl oder Empathie?

Mitgefühl ist hauptsächlich kognitiv, es ist die Fähigkeit und Bereitschaft Situationen, Gedanken und Gefühle anderer nachzuvollziehen und motiviert zum Handeln. Mitgefühl ist eine positive Emotion, sie lässt uns klarer denken und freier entscheiden.

Allerdings bedeutet eine alleinige Mitgefühlsbekundung auch nicht unbedingt, dass derjenige auch Mitgefühl empfindet.

Empathie kann wiederum auch ein Zuviel an Mitgefühl sein, das heißt, wir können von Emotionen regelrecht überschwemmt werden. Empathie kann leider auch negativen Emotionen wie Wut und Schmerz auslösen, sie beruht meist auf eigenen Erfahrungen, erfolgt spontan und aus dem Bauch heraus.
Ich denke, dass sich Mitgefühl und Empathie auch oft vermischen, was ich nicht grundsätzlich als schlecht bewerten möchte.

Empathischer Stress

Gerade bei Menschen in helfenden Berufen z.B. Ärzte, Therapeuten; gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass diese sich in das Leiden ihrer Patienten einfühlen müssen und daran Anteil zu nehmen haben. Bei zuviel Empathie besteht die Gefahr der Identifikation damit und dann kann es langfristig gesehen schnell schädlich werden. Zu viel Empathie kann uns überfordern und gleichgültig oder krank (z.B. Burnout) werden lassen. Stress wiederum blockiert unser Empfinden von Empathie.
Ist man es gewohnt, auf Emotionen stark zu reagieren, läuft man Gefahr, dies auch von Anderen zu erwarten und (kognitives) Mitgefühl vielleicht sogar als Gefühlskälte und Gleichgültigkeit zu fehlinterpretieren. Des Weiteren kann man, wenn man empathischen Missbrauch erlebte, wahrscheinlich nicht unbedingt immer SOFORT differenzieren, wann jemand ernsthaft empathisch und mitfühlend mit dir ist und wann Mitgefühl als Mittel zum Zweck eingesetzt wird.
Auch ist es nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen (oder man erkennt es, kann es aber nicht glauben), ob/dass jemand mit dir Mitgefühl ODER Mitleid empfindet, jemand der es missbräuchlich erlebte, wird wahrscheinlich erstmal beides abwehren.
Wichtig finde ich es, sich darüber bewusst zu werden, dass eine Abgrenzung von den Emotionen und Situationen Anderer nicht Egoismus, Selbstbezogenheit oder Gefühlskälte bedeutet, sondern notwendig ist, um selbst gesund zu bleiben. Besser ist ein liebevolles (distanziertes) Wohlwollen, anstatt Gefühlsansteckung und Leid.

Empathischer Missbrauch

Es ist mir wichtig auch diesen Begriff zu erwähnen, denn leider kann die Fähigkeit sich in die Gefühle Anderer hinzuversetzen auch missbraucht werden. Um ihr eigenes Selbstwertgefühl zu erhöhen, werten beispielsweise einige Menschen ihre Mitmenschen ab und schwächen diese in ihrem Selbstwertgefühl, nicht immer muss das beabsichtigt sein, aber wenn es über einen längeren Zeitraum systematisch erfolgt, kann das schlimme Folgen für die Betroffenen haben. Noch dazu, wenn sie dem Verursacher gleichgültig sind.
Ein weiteres Problem ist, wenn Menschen daraus ihren Wert ziehen, anderen Menschen(vermeintlich) zu helfen. Dann kann es passieren, dass Menschen in eine Opferrolle gedrängt werden, damit Helfer ihnen helfen können, dies kann für beide zur Abhängigkeit führen.

Der Unterschied zu Mitleid

Gerade in Krisen wie Naturkatastrophen und Terroranschlägen wird unser Mitleid mit den Opfern angeregt. Bei Politik und Medien kann man davon ausgehen, dass diese unser empfundenes Mitleid benutzen um zu beeinflussen und zu manipulieren.
Leider nutzt den Opfern Mitleid nicht, im Gegensatz dazu, ist bei Empathie und Mitgefühl zumindest die Bereitschaft zum Helfen und Unterstützen da.
Mir kommt Mitleid auch oft wie ein Bewerten oder sogar Abwerten von Situationen und Menschen vor, bei Mitleid laufen viele Menschen glaube ich Gefahr, sich über Andere zu stellen und gleichzeitig froh zu sein, nicht in deren Situation sein zu müssen. Ich habe da auch oft das Gefühl, das Mitleid als Tratsch-, Kaffeeklatsch- und Stammtischthema missbraucht wird.
Mitleid hat also im Gegensatz zu dessen Ruf nicht unbedingt altruistische Hintergründe.
Interessant zu wissen ist auch, dass in Deutschland zwischen Mitleid und Mitgefühl unterschieden wird, während das in anderen Ländern nicht der Fall ist.
Ich denke, es ist sehr wichtig offen zu bleiben,
offen für „achtsame Empathie“ und Mitgefühl, beobachten ohne zu bewerten, Anteil nehmen aber nicht leiden, liebevolle Güte.
Im Buddhismus definiert man Mitgefühl in etwa so:
Mitgefühl bedeutet, Lebewesen zu wünschen, frei von Leid zu sein. Es ist nicht Konfliktvermeidung, es bedeutet nicht sich von anderen ausnutzen zu lassen, sich nicht zu wehren, wenn es Not täte. Es bedeutet auch nicht einfach nur ’nett sein‘ oder ‚brav sein‘. Der buddhistische Meditationslehrer und Künstler Chögyam Trungpa nannt diese verdrehte Art des Mitgefühls einfach „Idiotenmitgefühl“.

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Es gibt Meditationsübungen die das Mitgefühl stärken.
Dazu kann ich eine sehr schöne Metta Meditation empfehlen, hört mal rein, wenn ihr mögt.

Eine kleine Anekdote aus meinem Alltag, heute durfte ich mich gleich zweimal in bedingungsloser (Selbst)akzeptanz üben,

Nr.1: Heute früh, als ich zwei Stunden versuchte meinen Drucker mit dem Laptop zu verbinden und alle Möglichkeiten ausschöpfte (Über Treiber neu installieren, Laptop/Wlan neustarten, Drucker suchen, neu einrichten, neu installieren) als ich irgendwann genervt den Drucker direkt neben die W-Lan Box stellte, funktionierte es. Glück gehabt Mr.Drucker, als nächstes hätte ich es mit einem „Drucker-Fenstersturz“ versucht, soll ja manchmal helfen. 🙂

Nr.2: Ich saß etwa drei Stunden an diesem Blogbeitrag, hatte etwa 1000 Wörter geschrieben und wollte übers Handy noch ein Bild einfügen, versehentlich habe ich den Blogpost überschrieben, keine Chance mehr es rückgängig zu machen, bis auf die ersten 5 Zeilen war alles weg, 3 Stunden Arbeit umsonst. War natürlich alles Absicht, um meine Selbstakzeptanz zu stärken. Der Tisch hat meinen Faustschlag gut überstanden, er steht jetzt endlich an der Stelle, an der er immer stehen wollte.
Alles Liebe,
Sara

Meine Erfahrungen mit Meditation nach einem Jahr Praxis

Kann man nach einem Jahr des größtenteils regelmäßigen Meditierens eigentlich schon von Meditationspraxis sprechen? 🤔

Habe ich mir damit die Lizenz dafür erworben?Ich meine jetzt einfach mal ja und wenn nicht, kann ich damit auch gut leben. 😉 Anfangs brauchte ich etwas Zeit, mir regelmäßig diese Zeit, ohne schlechten Gewissens zu erlauben und gönnen zu „dürfen“. Zu lange stand ich unter Dauerstarkstrom-immer mit dem Gedanken jetzt produktiv sein zu müssen. Abgesehen davon kann meiner Meinung nach Meditation, die Produktivität um einiges erhöhen. Empfohlen wird, dass man sich anfangs täglich die selbe Zeit einplant um eine Art Ritual zu schaffen.

Ich mag das Wort Ritual nicht und mein Freiheits-und Nichtfestlegendrang hielten mich davon ab, mich auf eine bestimmte Zeit festzulegen. Aber mit dem Gedanken im Hinterkopf,

„du kannst, du musst aber nicht, einfach mal ausprobieren „

und weil ich Meditation von Anfang an als hilfreich empfand, entstand jedoch daraus für mich automatisch eine Gewohnheit, die ich sogar fast täglich um die selbe Zeit praktizierte.

Nicht jede Meditation war logischerweise wie die Andere, anfangs nutze ich hauptsächlich die geführten Meditationen durch einen sehr, sehr schönen Meditationskurs und danach geführte Onlinemeditationen. Dabei stellte ich erst einmal fest, wie vielseitig und aufregend Meditation ist. Ich war begeistert, so begeistert, dass ich mehr davon wollte. Mehr darüber erfahren, wissen, mehr Meditation.

Ich durchlief ich eine Menge heftiger Emotionen, von Wut über Trauer, bis hin zu Begeisterung, Verwirrung, Freude, Entspannung, Zufriedenheit, Akzeptanz, Gelassenheit, Liebe. Früher war ich bei allem was mit Meditation zu tun hatte, erstmal skeptisch, ich machte so meine Witze über schwebende Erleuchtete. Im Traum dachte ich nicht daran, dass Meditation ernsthaft hilfreich und heilsam sein könnte.

Mein Fazit aus regelmäßiger Meditation ist folgendes:

Für mich überraschenderweise schon ziemlich am Anfang der Meditation gelang es mir erstmals ein Gefühl von Entspannung und Loslassen entwickeln zu können. Das war mir mit den meisten anderen Entspannungsmethoden vorher nie möglich. Und das allein war schon eine riesige Veränderung. Schon nach der 2. Meditation spürte ich eine tiefe innere Ruhe.

Eine weitere Veränderung, die ich bemerkte ist, dass ich mehr Vertrauen in mich und Andere entwickeln konnte.

Als nächstes merkte ich, dass ich in für mich schwierigen Situationen mittlerweile viel ruhiger und gelassener reagieren kann. Ich nehme weniger persönlich, es gelingt mir leichter, mich selbst zu akzeptieren und mich auch in schwierigen Lebenslagen in Akzeptanz und Geduld zu üben.

Auch kann ich mich besser abgrenzen, ich kann meinen eigenen Gefühlen und meiner Intuition besser vertrauen und mich insgesamt besser auf mich selbst fokussieren. Ich lasse mich nicht mehr ungerechtfertigt für die Gefühle anderer verantwortlich machen. Besonders wichtig und das ist mir auch noch nicht lange so möglich, ich schaffe es mittlerweile eher zu mir selbst und meinen Interessen und Bedürfnissen aber insbesondere auch zu meinen Entscheidungen vor Anderen zu stehen und diese alle und mich selbst ernster zu nehmen.

Weiterhin konnte ich mein Körpergefühl und meine Lebensqualität verbessern, ich merke intuitiv eher was meinen Körper gut tut und kann darauf vertrauen. Anfangs war mir die Meditation im Liegen, in eine Decke gekuschelt am Liebsten, mittlerweile mag ich sie draußen in der Natur, nichtgeführt, am Meisten. Lausche jedoch zuhause über Kopfhörer und manchmal durch Meditationskurs auch gerne geführten Meditationen.

In einem Jahr Meditation ist also ganz viel passiert.

Es lohnt sich, Meditation auszuprobieren, Geduld ist dabei wichtig. Ich denke, viele Menschen können damit sehr gute und wertvolle Erfahrungen sammeln, so wie ich. Ich bin sehr sehr dankbar, dass ich kennen lernen durfte wie bereichernd und positiv lebensverändernd Meditation sein kann.

Ich kann es nur jedem, der unter Unruhe und Gedankenkino leidet empfehlen, probiert es aus und macht mit Meditation Erfahrungen. Eins ist auf jeden Fall ziemlich sicher, nämlich, dass Meditation Wirkung zeigt. Du brauchst nur etwas Geduld. Manche werden anfangs vielleicht bei der Meditation einschlafen, das ist überhaupt nicht schlimm.

Alles Liebe,

Sara

Reblog

13 Blogger zeigen Wege zu einem achtsameren Leben. Mytherapyapp.com hat die besten Achtsamkeits- und Meditationsblogs 2018 ausgezeichnet.

https://www.mytherapyapp.com/de/blog/die-besten-achtsamkeit-und-meditation-blogs Zum Weiterlesen: Meine Blogbeiträge zu Achtsamkeit Achtsamkeitsübungen Filmtipps Achtsamkeit Der Beitrag Meditation und Achtsamkeit: Die besten Blogger 2018 erschien zuerst auf Achtsame…

über Meditation und Achtsamkeit: Die besten Blogger 2018 — Achtsame Lebenskunst

what the fuck is „Achtsamkeit“?

Meditation und Achtsamkeit sind große Wörter.

Hat man sich nie wirklich mit Meditation auseinandergesetzt, denkt man wahrscheinlich schnell an Klangschalen und buddhistische Mönche, die in orangefarbenen Gewändern stundenlang im Lotussitz verharren. 🙂

Im Alltag wird „Achtsamkeit“ eher in Zusammenhang mit Genauigkeit, Vorsicht und Gründlichkeit gebracht.

Meditation ist soviel mehr und achtsam sein kann jeder. Achtsamkeit kann zur Lebenseinstellung werden.

„Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.“

Jon Kabat-Zinn

Achtsamkeit bedeutet:

im Moment gegenwärtig zu sein, mit all unseren Sinnen, uns auf unsere Wahrnehmung zu konzentrieren, sich der Gegenwart annehmen, so wie sie sich uns präsentiert, ohne sie verändern zu wollen und aufkommende Gefühle und Gedanken nicht zu bewerten und zu verdrängen.

Einfach „sein“ zu dürfen.

Ich denke es fällt möglicherweise einem introvertiertem Menschen leichter als einem extrovertiertem. Ein „Intro“ wird sich vielleicht schneller darauf einlassen können und Meditation als angenehm empfinden, als ein „Extro“ der sehr gerne und viel unter Menschen ist und eine Umgebung mit vielen Reizen liebt. Vielleicht ist es aber auch eine Gewohnheitssache und egal welchen Charakter ein Mensch besitzt, man kann trainieren achtsam zu sein.

Das wird am Anfang vielleicht schwer fallen, weil viele von uns es gewohnt sind, immer etwas zu machen, immer in Bewegung zu sein, unsere Zeit am besten von 6.00 Uhr früh bis 23.00 Uhr abends durchzuplanen.

Man kann sich eine feste Zeit einplanen, Meditation und „Achtsamkeitstraining“ zur Routine werden lassen, es sollte aber kein Druck entstehen – Kein „ich muss jetzt meditieren“, Du musst gar nichts.

Das kann jeder für sich selbst ausprobieren, ob es mit festen Zeiten angenehmer ist oder ohne. Ich habe mir z.B. keine bestimmte Zeit festgelegt, aber meistens nehme ich mir Zeit dafür nach der Arbeit oder vor dem schlafen gehen. Also ist es meistens sogar fast die selbe Zeit. Aber wenn es eben mal 19 Uhr ist anstatt 18 Uhr ist, ist das auch nicht schlimm. 🙂

Es gibt sehr viele Möglichkeiten achtsam zu sein, probiert aus, was euch gefällt und was sich umsetzen lässt.

Beispiel: achtsames Essen

Man kann z.B. „achtsam essen“ – langsam, genussvoll, … Die Nahrung mit allen Sinnen wahrnehmen.

  • Wer hat dazu beigetragen, dass ich diese Speise essen darf?
  • Was esse ich? Tut es mir und meinem Körper gut?

Eine achtsame Haltung unserer Nahrung gegenüber und unseren Essgewohnheiten soll uns helfen, uns wieder mit uns selbst zu verbinden, unsere Bedürfnisse zu erspüren und unsere Nahrung und das was uns nährt wieder zu schätze zu wissen.

Achtsamkeit ist die Einladung, unsere Gefühle auch dann wahrzunehmen, wenn sie unangenehm sind.

Was kann man noch achtsam tun?

  • ein Bad nehmen
  • joggen, laufen
  • Musik hören
  • achtsam zuhören
  • etwas lesen
  • etwas reparieren
  • einen Kinofilm sehen
  • … uvm.

Wofür Achtsamkeitstraining?

Wenn Sie Achtsamkeit trainieren, entwickeln und verfeinern Sie drei zentrale menschliche Fähigkeiten: Klarheit, Gleichmut und Konzentration. Achtsamkeit hilft Ihnen auch dabei, Mitgefühl mit sich selbst und anderen zu kultivieren.

„Achtsamkeit heißt also, im eigenen Leben ganz wach zu sein, jeden Moment in all seiner Lebendigkeit, seiner Wirklichkeit, seinen Freuden und Sorgen so zu erfahren, wie er ist.“

Meditation

 

Entspannung für Chronisch-Unentspannte 😉

…Anfang August habe ich angefangen zu meditieren.

Es ist eine achtsamkeitsbasierte Meditation nach Jon Kabat Zinn, sie findet 1x die Woche immer Donnerstag Abend statt.

Ziel sind unter anderem, sich jeden Tag etwas Zeit zu nehmen, um den Blick nach innen zu richten, die Meditation somit selbst fortzuführen, entstehende Gedanken und Gefühle nicht zu bewerten oder zu verdrängen, achtsam zu sein…

Die Methode nennt sich:

mindfulness-based stress reduction

Der, der stirbt, bevor er stirbt, stirbt nicht, wenn er stirbt. Achtsamkeit ist von Augenblick zu Augenblick gegenwärtiges, nicht urteilendes Gewahrsein, kultiviert dadurch, dass wir aufmerksam sind. Achtsamkeit entspringt dem Leben ganz natürlich. … Achtsamkeit bedeutet wach zu bleiben.

Jon Kabat Zinn

Ich probiere gern neues aus, aber was Entspannungsmethoden angeht, bin ich etwas skeptisch. Aus Erfahrung, wie ich später erklären werde.

So war es auch, als ich mit MBSR angefangen habe, ich hatte nicht zu hohe Erwartungen reingesteckt und wurde jedoch mehr als positiv überrascht.

Und zwar sowas von, da passierte einfach ganz ganz viel mit Körper und Geist, damit hatte ich nicht gerechnet, aufgrund der Erfahrungen mit anderen Entspannungsmethoden. Bei denen das Gefühl entstand: Bringt mir irgendwie nichts, ich kann mich nicht darauf einlassen. Und dieses Gefühl war für mich einfach nicht zufriedenstellend.

Meine Erwartungen in Bezug auf ENTSPANNUNG wurden mit den vorherigen Methoden enttäuscht, ich war nicht tiefenentspannt. Unter anderem probierte ich es mit Yoga, Progressive Muskelentspannung, Muskelrelaxion nach Jacobsen und autogenem Training. Aber auch eine Entspannung oder Seelenreinigung, wie auch immer man das nennen möchte, im christlichen Rahmen: „Ruhen im heiligen Geist“ (Vielleicht erzähle ich später mal etwas davon, ich empfand diese Methode als verstörend)

Keine dieser Methoden brachte mich einer wirklichen Entspannung näher.

“ICH MUSS MICH JETZT ENTSPANNEN” funktionierte (zu meinem Leidwesen) nicht. 😉

Umso überraschter war ich, dass es bei der MBSR so gut funktionierte und zwar von Anfang an. Ich konnte mich wirklich darauf einlassen.

Ich?! Als als Inbegriff aller weiblichen Zappelphillips? Oder Zappelliesen? Offiziell habe ich nie den Hyperaktiv-Stempel bekommen, jedoch bemerkten Freunde und bekannte meine ständige Angespanntheit, Hippeligkeit und Unruhe, ich hatte ich einen großen Wunsch nach Tiefenentspannung. Meine Ansprüche waren aber wohl auch sehr hoch gewesen. Eine gewisse Quirligkeit liegt mir eben im Blut und das ist auch gut so, auf Jedenfall besser, als eine Teilnahmslosigkeit.

Nun habe ich auch eine andere Einstellung in Sachen „Entspannung“.

Zurück zum Thema. 😉

Nach der ersten Meditation war ich erst einmal verwirrt und durcheinander, lief rum wie Falschgeld, ich fragte die Meditationsleiterin ob das normal sei und sie bejahte.

Nach der zweiten und dritten Meditation fühlte ich mich erfrischt und entspannt, eine tiefe innere Ruhe machte sich breit, so wie ich es vorher nicht kannte, das war mir neu. Oder schon seeeeehr lange her.

Es fühlt sich wirklich wahnsinnig angenehm an, innerlich entstand bei mir ein ganz sanftes Gefühl, ich merkte wie ich nach und nach immer ruhiger wurde und mein Körper immer schwerer. Aber nicht unangenehm schwer, es fühlte sich gut an!

Und ich glaube das ist das, was man Tiefenentspannung nennt!

Ein Unterschied zu den vorher ausprobierten Methoden ist auch, dass ich die Leiterin seit fast 2 Jahren kenne, ich vertraue ihr und ihrer angenehmen Stimme.

In der ersten Meditation ging es darum, sich mit seinem Körper zu verbinden, ich glaube, damit haben viele Menschen Schwierigkeiten. Wir achten zu wenig darauf, was für unseren Körper gut ist. Weil wir es gar nicht gewohnt sind, wir haben es nicht gelernt. Wir sind es gewohnt “zu funktionieren”. Und oft wissen wir auch gar nicht, was überhaupt dem Körper gut tut, wir beschäftigen uns zu wenig damit, als hätten wir noch einen zweiten Körper im Kofferraum

Wir sollten bewusster darauf achten:

“Was tut mir und meinem Körper wirklich gut?”,

“Worauf kann ich vielleicht auch verzichten?”

„Was brauche ich, um mich wohlzufühlen?“

An diesen Punkt kommt man spätestens dann, wenn man seinen Körper bereits so überfordert hat, dass er streikt, der Körper zieht selbst die Notbremse.

In den folgenden Meditationen ging es um die sieben Hauptchakren,

  • Kronenchakra
  • Stirnchakra oder “drittes Auge”
  • Halschakra
  • Herzchakra
  • Solarplexuschakra
  • Sakralchakra
  • Wurzelchakra

um Selbstliebe und um Dankbarkeit.

Dankbarkeit, auch: sich bei sich selbst bedanken, wahnsinnig wichtig! Sowas habe ich nie zuvor gemacht.

Die letzten Intentionen(Ziele) lauteten wie folgt und werden mich wohl auch noch eine ganze Weile beschäftigen:

  • Wer bin ich? (und wenn ja wieviele- habe ich gedanklich angefügt 😉 )
  • Wofür bin ich (gerade) dankbar?
  • Welchen Sinn möchte ich meinem Leben geben?
  • Was wünsche ich mir?

Da das alles für mich soviel Input ist und so viele Fragen aufwirft, werde ich dafür noch genug Gesprächs- und Schreibstoff für Fortsetzungen dieses Blogbeitrages haben.

Werde also darauf zurückkommen.

Es ist krass, wie wirksam so eine Meditation sein kann!

Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich somit einen Weg in die Entspannung gefunden habe und kann nur jedem, der sich für Entspannung interessiert, wärmstens empfehlen MBSR einmal auszuprobieren. 😊