{"id":5535,"date":"2025-06-20T09:00:00","date_gmt":"2025-06-20T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/?p=5535"},"modified":"2025-06-24T15:32:17","modified_gmt":"2025-06-24T13:32:17","slug":"die-schatten-des-krieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/5535","title":{"rendered":"Die Schatten des Krieges"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Text: Felix Bohr<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seit nunmehr 25 Jahren untersucht der Historiker Lutz Klinkhammer die nationalsozialistischen Besatzungsverbrechen in Italien und deren Nachgeschichte. Damit tr\u00e4gt er dazu bei, dass kein \u201eSchlussstrich\u201c unter die komplizierte deutsch-italienische Vergangenheit gezogen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Mittag des 24. M\u00e4rz 1944 hielten mehrere Lastwagen vor den Ardeatinischen H\u00f6hlen am s\u00fcdlichen Stadtrand Roms. Auf den Ladefl\u00e4chen sa\u00dfen die Gefangenen, die H\u00e4nde auf den R\u00fccken gebunden. SS-M\u00e4nner trieben sie in F\u00fcnfergruppen ins Innere des stillgelegten Tuffsteinbergwerks. In dem nur schwach mit Fackeln ausgeleuchteten Tunnelsystem wurden die Opfer nacheinander mit Sch\u00fcssen ins Genick ermordet. Insgesamt starben 335 M\u00e4nner, der j\u00fcngste 15 Jahre alt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Massaker in den Fosse Ardeatine war ein Racheakt der NS-F\u00fchrung. Am Tag zuvor hatten italienische Partisanen im Zentrum der Ewigen Stadt 32 SS-Ordnungspolizisten bei einem Anschlag get\u00f6tet. F\u00fcr jeden von ihnen sollten zehn Italiener erschossen werden. Als ein weiterer SS-Mann w\u00e4hrend der T\u00f6tungsaktion seinen Verletzungen erlag, erh\u00f6hte der deutsche Kommandant die Anzahl der Opfer. Au\u00dferdem erschoss das Exekutionskommando im Eifer f\u00fcnf Menschen \u201ezu viel\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Es war einer der grausamsten Massenmorde, die deutsche Einheiten auf der Apenninhalbinsel begingen. Bis heute sind die Ardeatinischen H\u00f6hlen der Symbolort f\u00fcr NS-Kriegsverbrechen in Italien. J\u00e4hrlich legt der italienische Staatspr\u00e4sident dort einen Kranz nieder. An dem Gedenken zum 80. Jahrestag im M\u00e4rz nahm auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth teil. \u201eWir m\u00fcssen und wir wollen erinnern\u201c, sagte sie. Es d\u00fcrfe keinen \u201eSchlussstrich\u201c geben. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Traumata \u00fcberwinden<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Einer, der dazu beitr\u00e4gt, dass kein Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen wird, ist Lutz Klinkhammer. Seit nunmehr 25 Jahren untersucht der Zeithistoriker und Vizedirektor des Deutschen Historischen Instituts in Rom die deutschen Besatzungsverbrechen und deren Nachgeschichte. \u201eDie Auseinandersetzung mit der Kriegsvergangenheit bleibt ein wichtiger Bestandteil der Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern\u201c, sagt der 63-J\u00e4hrige.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Projekt \u201eDie Last von Achsenb\u00fcndnis und Besatzung. Nationale Erinnerungskulturen und deutsch-italienische Beziehungen 1945 bis heute\u201c b\u00fcndelt Klinkhammer nun seine Forschungsinteressen. Gleichzeitig leistet er auch praktische Hilfe, um die Traumata des Krieges zu \u00fcberwinden. Oft erh\u00e4lt Klinkhammer Anfragen von Italienerinnen und Italienern, die mehr \u00fcber das Schicksal ihrer Vorfahren unter deutscher Besatzung wissen m\u00f6chten. Durch Vor-Ort-Recherchen und Archivbesuche tr\u00e4gt er zur Aufkl\u00e4rung bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer wie Klinkhammer die deutsch-italienische Perspektive einnimmt, muss das einzigartige Verh\u00e4ltnis beider L\u00e4nder beachten. Es resultierte aus der zeitweiligen Achsenpartnerschaft im Zweiten Weltkrieg und dem 1943 geschlossenen Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten. In dessen Folge besetzten deutsche Truppen Nord- und Mittelitalien. Unter F\u00fchrung des \u201eDuce\u201c Benito Mussolini entstand die \u201eRepubblica Sociale Italiana\u201c, ein faschistischer Satellitenstaat mit Sitz in Sal\u00f2 am Gardasee. Italien war nun ein besetzter Verb\u00fcndeter. Zwischen 1943 und 1945 ermordeten Wehrmacht und SS etwa 15.000 Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine halbe Wiedergutmachung <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Jahrzehnte nach dem Krieg muss der jeweilige Umgang in beiden L\u00e4ndern mit der nationalsozialistischen und faschistischen Vergangenheit ber\u00fccksichtigt werden. Wie komplex die Nachgeschichte war, macht Klinkhammer am Beispiel seiner Forschungsfelder deutlich. Da ist zum Beispiel die Geschichte der Wiedergutmachung. Am 2. Juni 1961 schloss die Bundesregierung mit Italien ein Abkommen \u00fcber eine Einmalzahlung in H\u00f6he von 40 Millionen D-Mark, nach heutiger Kaufkraft gut 104 Millionen. Daf\u00fcr verpflichtete sich die Regierung in Rom, die Anspr\u00fcche italienischer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aufgrund von NS-Verfolgungsma\u00dfnahmen abzugelten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus heutiger Sicht war das eine l\u00e4cherliche Summe. \u201eDie Geschichte der Wiedergutmachung ist eine halbe Wiedergutmachung\u201c, formuliert es Klinkhammer. Die Abwicklung der Anspr\u00fcche italienischer NS-Opfer \u00fcbernahmen italienische Stellen in Absprache mit der bundesdeutschen Regierung. \u201eIn den 1960er Jahren stellten Betroffene fast 330.000 Antr\u00e4ge an die italienische Regierung\u201c, sagt Klinkhammer. Lediglich italienische KZ-Opfer erhielten eine einmalige Zahlung. \u201eNur gut 12.000 wurden positiv beschieden. Die H\u00f6he der Entsch\u00e4digung bema\u00df sich nach den im Lager verbrachten Tagen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hunderttausende italienische Zwangsarbeiter, darunter in NS-Deutschland gefangengehaltene Milit\u00e4rinternierte, erhielten keine Wiedergutmachung. 1998 verklagte dann der zu Kriegszeiten nach NS-Deutschland verschleppte und dort als Zivilist zur Arbeit gezwungene Italiener Luigi Ferrini die Bundesrepublik vor dem Amtsgericht im toskanischen Arezzo. Im M\u00e4rz 2004 gab das Oberste Gericht Italiens der Klage statt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"347\" height=\"500\" src=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-347x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5599\" style=\"width:466px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-347x500.jpg 347w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-208x300.jpg 208w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-768x1105.jpg 768w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-1067x1536.jpg 1067w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-1423x2048.jpg 1423w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-4_DHIR_Bohr-LK_GU_DPR2043_6OTT1963-1-scaled.jpg 1779w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dekret des ital. Staatspr\u00e4sidenten, Ausf\u00fchrungsbestimmung, 6.10.1963, ver\u00f6ffentlicht in der \u201eGazzetta Ufficiale della Repubblica Italiana\u201c N. 16, S. 267.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>F\u00fcr viele Opfer kam die Entsch\u00e4digung zu sp\u00e4t<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDaraufhin forderten italienische NS-Opfer von der Bundesrepublik Entsch\u00e4digungszahlungen in Millionenh\u00f6he\u201c, sagt Klinkhammer. \u201eEin juristisches Tauziehen zwischen Deutschland und Italien begann.\u201c Die Bundesregierungen verweigerten eine finanzielle Wiedergutmachung mit dem Hinweis auf das erw\u00e4hnte Abkommen von 1961. Als in der Folge die Zwangsversteigerung deutschen Staatseigentums wie des Deutschen Historischen Instituts in Rom drohte, rief die Berliner Regierung den Internationalen Gerichtshof an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Haager Richter urteilten 2012, solche Pf\u00e4ndungen verletzten die Staatenimmunit\u00e4t der Bundesrepublik. Dar\u00fcber hinaus hafte Deutschland f\u00fcr begangene Kriegsverbrechen nicht gegen\u00fcber Einzelpersonen und habe folglich auch keine Zahlungen an sie zu leisten. Das italienische Verfassungsgericht wiederum erkl\u00e4rte die Anspr\u00fcche der Opfer f\u00fcr wichtiger als den Haager Urteilsspruch. Erst nachdem die italienische Regierung 2022 einen Fonds f\u00fcr Schadenersatzforderungen von NS- Opfern eingerichtet hatte, wurde der Streit beigelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 2023 umfasste der Fonds 20 Millionen Euro, in diesem Jahr sind es gut 11,8 Millionen Euro. F\u00fcr unz\u00e4hlige bereits verstorbene Ex-Zwangsarbeiter und Milit\u00e4rinternierte kommt die Beilegung des deutscherseits unw\u00fcrdigen Rechtsstreits indes zu sp\u00e4t. Sie erhielten f\u00fcr ihr Leid nie einen Pfennig Entsch\u00e4digung von der Bundesrepublik. An die Stelle der ausgebliebenen finanziellen Wiedergutmachung trat mit der Zeit das Gedenken. Die Erinnerung an die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Opfergruppe, die sogenannten \u201eMilit\u00e4rinternierten\u201c, wird unter anderem im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin wachgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eProvisorische Archivierung\u201c <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr starkgemacht hatte sich die 2008 von den Au\u00dfenministern in Berlin und Rom ins Leben gerufene deutsch-italienische Historikerkommission, deren Mitglied Klinkhammer war. \u201eIch beobachte historische Prozesse, bin aber auch Akteur in der Gegenwart\u201c, sagt er. \u201eIch darf die eigene Perspektive nicht absolut setzen.\u201c Klinkhammer, der auch in den italienischen Medien sehr pr\u00e4sent ist, nahm bereits mehrfach eine Scharnierfunktion zwischen Wissenschaft und Politik ein. Bereits 2006 hatte ihn das italienische Parlament zum Sachverst\u00e4ndigen in einer Untersuchungskommission zur Aufarbeitung von NS-Taten berufen \u2013 als einzigen Deutschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Untersuchungskommission besch\u00e4ftigte sich mit Hunderten unges\u00fchnten deutschen Kriegsverbrechen. Die dazugeh\u00f6rigen Akten waren 1994 im Zuge von Ermittlungen gegen den ehemaligen SS-Mann Erich Priebke, der am Massaker in den Fosse Ardeatine beteiligt gewesen war, im Keller der Allgemeinen Milit\u00e4ranwaltschaft in Rom gefunden worden. Es stellte sich heraus, dass der zust\u00e4ndige Milit\u00e4rgeneralstaatsanwalt die Dokumente 1960 im Rahmen einer \u201eprovisorischen Archivierung\u201c in einem Schrank hatte wegsperren lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Seinerzeit wollte die italienische Regierung die Verbrechen vertuschen. Rom bef\u00fcrchtete in den Nachkriegsjahrzehnten unter anderem, eine allzu konsequente Verfolgung deutscher Delinquenten k\u00f6nne zugleich die Forderungen nach einer Ahndung faschistischer Kriegsverbrechen verst\u00e4rken, etwa im einst von Italien besetzten Griechenland. Deshalb verschleppte die italienische Justiz die Ahndung \u00fcber Jahrzehnte. \u201eNachdem die Akten 1994 wiedergefunden worden waren, fingen die Ermittlungen von vorne an\u201c, sagt Klinkhammer. Er bezeichnet das als \u201eitalienische Anomalie\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unges\u00fchnte Verbrechen<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge kam es zu zahlreichen weiteren, auch von der deutschen Justiz durchgef\u00fchrten Ermittlungen, etwa im Fall des Massakers von Sant\u02bcAnna di Stazzema. In dem toskanischen Bergdorf hatten SS-M\u00e4nner im August 1944 \u00fcber 400 italienische Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, ermordet. In Italien wurde der Prozess in Abwesenheit der Angeklagten gef\u00fchrt und endete mit lebensl\u00e4nglichen Haftstrafen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelte zehn Jahre lang gegen noch lebende mutma\u00dfliche T\u00e4ter, ehe sie im Oktober 2012 entschied, das Verfahren aus Mangel an Beweisen einzustellen. Der damalige italienische Staatspr\u00e4sident Giorgio Napolitano kritisierte den Beschluss, Bundespr\u00e4sident Gauck reiste zu einem Vers\u00f6hnungsbesuch nach Italien.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer historischer Komplex, den Klinkhammer in seinem aktuellen Projekt erforscht, ist der Schutz von Kunstwerken, Archiven und Bibliotheken unter deutscher Besatzung in Italien. Auch die Schatten dieses Themas reichen bis in die Gegenwart. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die 2019 erfolgte R\u00fcckgabe des 1944 von den Nationalsozialisten entwendeten Gem\u00e4ldes \u201eBlumenvase\u201c von Jan van Huysum (1682\u20131749) an die Gem\u00e4ldegalerie des Palazzo Pitti in Florenz. Das kostbare Bild befand sich jahrzehntelang im Besitz der Familie eines ehemaligen Wehrmachtssoldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Klinkhammer interessiert sich f\u00fcr die Handlungsspielr\u00e4ume der damaligen Akteure. Auf Seite der Besatzer waren es unter anderem deutsche Kunsthistoriker, die bereits vor dem Krieg an deutschen Instituten in Italien gearbeitet hatten. Zahlreiche Kunstobjekte wurden etwa aus Rom in l\u00e4ndliche Gebiete in Depots ausgelagert. Die zust\u00e4ndige r\u00f6mische Denkmalschutzbeh\u00f6rde arbeitete mit den Deutschen zusammen, um die Kunstsch\u00e4tze nach Rom zur\u00fcckzubringen und im Vatikan sicherzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hunderte Kunstwerke bleiben verschollen<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Kontrolle war den italienischen Beh\u00f6rden vielerorts l\u00e4ngst entglitten. \u201eSie mussten sich auf die Zusagen der Besatzungsmacht verlassen, deren Agieren zwischen Kunstschutz und Kunstraub oszillierte\u201c, sagt Klinkhammer. Im Oktober 1943 etwa beschlossen deutsche Offiziere der Division \u201eHermann G\u00f6ring\u201c eigenm\u00e4chtig den Abtransport der 70.000 B\u00e4nde umfassenden Bibliothek der Abtei Montecassino. Die Dokumente gelangten auf Umwegen nach Rom und wurden so vor der Zerst\u00f6rung gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitgleich lie\u00df ein im Auftrag von NS-Reichsmarschall Hermann G\u00f6ring t\u00e4tiger Kunsth\u00e4ndler ebenfalls aus Montecassino \u201egerettete\u201c Kisten ins Reich abtransportieren. Darin befanden sich wertvolle Gem\u00e4lde aus neapolitanischen Museen, unter anderem von Breughel und Tizian. Die St\u00fccke wurden erst nach dem Krieg in einem Stollen des Salzbergwerks Alt-Aussee wiedergefunden. Andere Kunstsch\u00e4tze sind bis heute nicht aufgetaucht. Sch\u00e4tzungen zufolge k\u00f6nnten Hunderte von geraubten Objekten bis heute nicht nach Italien zur\u00fcckgekehrt sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><a href=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-500x333.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5626\" srcset=\"https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-500x333.jpg 500w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/endsofwar.hypotheses.org\/files\/2025\/06\/Abb.-1_DHIR_Bohr-LK_Fosse-Ardeatine_Maerz-2024_Quirinale-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Staatspr\u00e4sident Sergio Mattarella bei der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Massakers an den Fosse Ardeatine, 22.3.2024. \u00a9 Presidenza della Repubblica Italiana<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><strong>Lutz Klinkhammer<\/strong> ist Stellvertretender Direktor und Referent f\u00fcr die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am Deutschen Historischen Institut in Rom. Au\u00dferdem ist er als Privatdozent an der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz t\u00e4tig.<br><br><a href=\"https:\/\/dhi-roma.it\/klinkhammer.html\">Kontakt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit nunmehr 25 Jahren untersucht der Historiker Lutz Klinkhammer die nationalsozialistischen Besatzungsverbrechen in Italien und deren Nachgeschichte. 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