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Verschlagwortet: endsofwar

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Schnitte durch die Stadt: Das besetzte Paris in zwei ganz unterschiedlichen fotografischen Konvoluten

Zwei Fotografen, zwei Perspektiven auf das besetzte Paris: Während Raoul Minot unter Lebensgefahr den Alltag unter der NS-Herrschaft dokumentiert, hält Pierre Zucca mit offizieller Akkreditierung Bilder einer scheinbar unbeschwerten Stadt fest. Peter Geimer zeigt, wie diese gegensätzlichen fotografischen Konvolute unterschiedliche Haltungen zur Besatzung offenbaren.

Beitragsbild "The Lives and Afterlives of Amateur Soldier-Photography in World War II"

The Lives and Afterlives of Amateur Soldier-Photography in World War II

Wie lassen sich private Fotografien von Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg heute lesen – zwischen ästhetischem Objekt, historischem Dokument und ethischer Herausforderung? Die zweitägige Veranstaltung „The Lives and Afterlives of Amateur Soldier-Photography in World War II“ des DFK Paris in Kooperation mit dem Centre Marc Bloch brachte im Juni 2025 Expert*innen aus Geschichts-, Kunst- und Kulturwissenschaften in Berlin zusammen, um über die Nachleben der Amateurfotografie durch Soldaten zu diskutieren.

Writing a Global History of the Second World War by Taking Japan Seriously

At the DIJ Forum on October 14, 2025, Sheldon Garon (Princeton University) and Sebastian Conrad (Freie Universität Berlin) will discuss how taking Japan seriously can help us write a truly global history of the Second World War, challenging Eurocentric and America-centric perspectives and discussing Japan’s central role in the transnational dynamics of modern warfare and society.

Globaler Transit nach 1930: Fluchtwege nach Indien, Neuanfänge in China

Gemeinsam organisieren vier Institute der Max Weber Stiftung im Februar 2025 eine internationale Konferenz in Mumbai, die weniger bekannte Fluchtrouten jüdischer Emigrantinnen und Emigranten vor dem Nationalsozialismus beleuchtet. Ein Blick auf die geplanten Konferenzbeiträge zeigt die Verflechtungen globaler und lokaler Konflikte.

Lange Wege zur Unabhängigkeit

Im Zweiten Weltkrieg kämpften die Résistance und das „Freie Frankreich“ um Charles de Gaulle für die Befreiung von der NS-Besatzung. Soldaten aus den französischen Kolonien spielten dabei eine zentrale Rolle. Danach stellte sich Frankreich immer wieder gegen Freiheitsbestrebungen der Menschen in den Kolonien. Darüber, wie Dekolonisation und Zweiter Weltkrieg zusammenhängen, sprach „Weltweit vor Ort“ mit den Historikern Jürgen Finger und Alexandre Bibert vom Deutschen Historischen Institut (DHI) in Paris.

Halbherzige Verbannung

Zwischen 1944 und 1946 inhaftierte die Türkei Deutsche und Österreicher in drei anatolischen Kleinstädten. Am Orient-Institut (OI) Istanbul erforscht Richard Wittmann die widersprüchliche Internierungspolitik und das Zusammenleben von Verbannten und Einheimischen.

Die Schatten des Krieges

Seit nunmehr 25 Jahren untersucht der Historiker Lutz Klinkhammer die nationalsozialistischen Besatzungsverbrechen in Italien und deren Nachgeschichte. Damit trägt er dazu bei, dass kein „Schlussstrich“ unter die komplizierte deutsch-italienische Vergangenheit gezogen wird.

Das leere Album

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte (DFK) plant eine Tagung zu den Fotografien von Angehörigen der deutschen Wehrmacht und deren Nachleben 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. An der von DFK-Direktor Peter Geimer zusammen mit der Historikerin Elissa Mailänder (SciencesPo, Paris und Centre Marc Bloch, Berlin) konzipierten Veranstaltung nehmen sowohl Forschende als auch Künstlerinnen und Künstler teil. Einer von ihnen ist Arno Gisinger, der sich mit den Erinnerungsbildern seines Vaters aus jener Zeit auseinandersetzt. Für Ausstellungen vergrößerte der Fotograf Ausschnitte der Albumseiten und montierte die Fragmente zu einer weiteren, neuen Erzählung zusammen.

Wo der Zweite Weltkrieg einfach nicht endet

Bis 1945 waren Nazi-Deutschland und Japan Verbündete im Zweiten Weltkrieg. Aber während sich Deutschland danach weitgehend mit seinen Nachbarn aussöhnen konnte, bleiben die regionalen Beziehungen in Ostasien angespannt. Das hat auch damit zu tun, dass man sich bis heute kaum über eine gemeinsame Geschichtsschreibung einig ist.