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Ahnenhaken vom Ssepik

Ahnenhaken vom Sepik

Transformationen von Mensch, Echsen und Vogel. Der Sepik ist ein Fluß in Papua Neuguinea, der 1912 von einer Berliner Expedition „erforscht“ wurde. Getauscht wurden Eisenwerkzeuge, rohe simple Macheten, Nägel und Messer gegen die Heiligtümer der Ahnengläubigen. Manche Fetische, Masken und Skulpturen sind so bedeutungsgeladen, dass Frauen sie nicht sehen dürfen. wieso wir hier im Museum dann? Ist es nur ein dekoriertes Stück Holz, oder haben die Objekte noch die Zauberkraft der Ahnen und Götter?

Lieber Frühling, das war ja bisher nichts. Drei lauwarme Tage, nicht mal das Gras ist gewachsen. Die Forsythien sind in Habachtstellung, jeden Moment wollen sie ihre kurze giftgelbe Pracht zeigen, dann ist wohl Zeit die Rosen zu schneiden. Aber nun, Krokusse und Osterglocken zusammen! Der Bärlauch nutzt die Gunst der einsamen Stunde, auch der Schnittlauch tut angeberisch, die Brennesseln strecken ihre tölpelig dickstieligen Fühler mit kleinen Blattrosetten und Wurzelbeinchen ins Beet aus, und der Giersch, natürlich, der ist auch schon da, um mir die Zeit zu vertreiben mit seinen weißlichen Wurzeltrhizomen. Um mich einzustimmen aufs morden und schlachten, sammel ich ein Dutzend apartgrauschwarzgemusterter Nachtschnecken samt Nachwuchsgelege ein und stopf sie zum Gierschgemüse in den Plastiksack. Zu und weit weg damit.

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