
«Il semble qu’il existe dans le cerveau une zone tout à fait spécifique qu’on pourrait appeller la mémoire poétique et qui enregistre ce qui nous a charmés, ce qui nous a émus, ce qui donne à notre vie sa beauté», a écrit Kundera.

[da sich am 12ten mai, mein poetisches gedächtnis mit so vielerlei bezaubernden | bewegenden | schönen momenten gefüllt hat, nun mal wieder 2x12von12.]

am montag, den 12ten mai, stehe ich mit dem weckerklingeln auf und neben dem augustjungen ist auch der apriljunge schon wach [22]. während ich die brotdose befülle, frühstücken die beiden wachen kinder [1]. nach und nach stelle ich alle vorgezogenen pflänzchen zur sonnengewöhnung auf den balkon [2] und winke dann dem großen, der sich auf den weg zur schule macht [13]. dann wecke ich den märzjungen und richte die kindergartentasche [23], so dass er sich pünktlich mit b auf den weg machen kann. kurz vor (oder nach) dem mittleren mache ich mich auch auf den weg und nehme (mit dem apriljungen in der trage) den bus in die stadt, denn…

an diesem tag bin ich bei mamuschka und schrat zum frühstück eingeladen. wir essen unter dem großen kirschbaum [3] mit blick auf die zwei feigenbäumchen, die der schrat aus zwei stecklingen selbst gezogen hat [4]. nach dem frühstück spielt der apriljunge mit dem opa schrat noch ein wenig klavier [24], erhält von der öna einen probierhappen vom mittagessen [18] und ich darf ein halbes frisch gebackenes brot einpacken [9] (und bewundere die filigranen zeichnungen, die die mamuschka als zierde auf einem briefumschlag skizziert hat [21]. irgendwann am späten vormittag holt b uns (und eines der beiden feigenbäumchen [1o]) mit dem auto ab. zuhause…

machen wir (oder hauptsächlich b, ich mache nur ein paar aushilfstätigkeiten) uns sogleich ans kochen: kartoffelbrei [11] mit sauerkraut und vegetarischen würstchen. nach dem mittagessen saust der augustjunge zum bus (und stattet öna und opa schrat den zweiten besuch des tages ab), b legt den apriljungen zum mittagsschlaf hin und ich bewundere das wachstum der süßkartoffelpflanzen [15] und genieße einen kleinen matcha-latte [16]. um kurz vor drei mache ich mich auf den weg zum kindergarten. vorbei an der blühenden rosskastanie [5] und einem skurrilen stillleben [14]. auf dem rückweg rennt der märzjunge fröhlich voran [6]. der weitere nachmittag…

beschert mir zwei zitate (eines auf einem alten kalenderblatt [19], das ich der bücherprinzessin neben einigen sprachnachrichten sende, und das andere ein photographierter buchausschnitt als kleiner alltagsgruß von der belle amie [17]), ein angebrachtes miniaturregal über dem kachelofen [16] und etwas zeit im garten, die ich dazu nutze, die vorgezogenen artischockenpflänzchen an die warme mauer zu setzen [7]. am frühen abend kommen der märz- und der apriljunge in die badewanne [2o], der augustjunge wieder nach hause [8] und alle drei kinder hoffentlich zügig ins bett.



























apropos…