
Nicht doch. Auch eine eingeschränkte Existenz lässt sich dehnen bis zu ihren Rändern, die vorher unsichtbar sind. Nur das, wofür wir keine Sinne haben, ist uns verloren. Wem das Auge des Geistes aufgegangen ist, der sieht andern unsichtbare, mit ihm verbundene Dinge. Alles, was das Gemüt anregt, erfrischt und erfüllt, ist mir heilig, sollte auch im Gedächtnis nichts davon zurückbleiben.
(Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends)
momente im mai, die das gemüt angeregt, erfrischt und erfüllt haben:
[1] der zauberer, dessen aufführung die beiden großen und ich bei den mittelaltertagen auf der burg beigewohnt haben;
[2] das erst jetzt entdeckte herz auf dem emailleeimer, den mir die unbekannte nachbarin vor vielen jahren geschenkt hatte;
[3] mein noch zu kreuznacher zeiten umgedichtetes lied, das es auf diesem wege vielleicht tatsächlich ins verkehrsministerium geschafft hat (zumindest die zeit*ung dürfte dort doch sicherlich auch gelesen werden);
[4] die freude der kinder beim ausprobieren der jahrhundertealten spiele;
[5] texte & bilder des büchleins, das die belle amie mir auf gut glück zusandte;
[6] der kleine pilz, der unterhalb der großen pflanze aus dem boden wuchs;
[7] das sammeln | schneiden | transportieren all des wundervollen mulchmaterials.
[8; 12] die liebevoll eingefassten beete im wohnprojekt der belle famille;
[9] der august- mit dem apriljungen in der hängematte;
[1o] die pflanze in der porzellantasse;
[11] das begeisterte planschen des jüngsten im wassereimer der belle sœur.





























apropos…