Rüdiger Brandis vom Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen hielt am 21.01.2026 den abendlichen Vortrag im Colloquium in Digital Cultural Heritage des Instituts für Digital Humanities der Universität zu Köln. Der Vortrag basierte auf seinem Promotionsprojekt „Historische Simulakren im digitalen Raum“ und war als Impulsgeber hinsichtlich historisch orientiertem Game Design und wie Historical Theory Einfluss auf die Gestaltung aktueller Videospiele nimmt – beziehungsweise wie Spieleentwickelnde sie bewusster und produktiver nutzen können, angedacht. Rüdiger Brandis hat Geschichte, Literatur und Kulturanthropologie in Göttingen und Game Design and Research in Köln studiert. Neben seinem Doktorandenstudium arbeitet er seit über acht Jahren in der Videospielindustrie und hat sich mit diversen Entwicklungsplattformen (Web, PC, XR, Mobile) und folglich Spielearten beschäftigt.
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Material als Akteur: Alabaster in vormoderner Kunst in Frankreich und Deutschland, untersucht durch Materi-A-Net
Das Projekt Materi-A-Net untersucht die Beziehungen von Material, Künstler und Werk. Im Zentrum stehen dabei weniger die menschlichen Akteure, sondern der Rohstoff Alabaster selbst. Mit Hilfe digitaler Methoden sollen die Netzwerke, die hinter dem Material stehen, sichtbar gemacht werden, um somit die Entstehungsgeschichte historischer Kunstwerke genauer untersuchen zu können. Materi-A-Net verfolgt dazu einen über die klassische Kunstgeschichte hinausgehenden, multidisziplinären Ansatz. So werden Geochemie, Kunstgeschichte und die Digital Humanities zielführend miteinander verwoben, um Einblicke in bisher weitestgehend unbekannte innereuropäische Handelswege und Netzwerke von Alabaster(-kunst) zu erhalten. Aleksandra Lipińska vom kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln sowie Jonathan Blumtritt und Tobias Mercer vom Cologne Center for eHumanities (CCeH) erläuterten den Prozess der Datenaufnahme und -weiterverarbeitung am 03.07.2025 im DH-Colloquium des Instituts für Digital Humanities.
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