Lichtklang am Thunersee
Juli 31, 2024 § 4 Kommentare
An dem Blick oberhalb des Thunersees Richtung Niesen und Stockhornkette konnte man sich nicht sattsehen. Zu jeder Stunde war das Licht anders, im Wechsel von Tageszeit, Wetter, Sonnenstand, Mond gar – der leicht surreale Lichtschein auf dem nächtlichen, fast schwarzen Wasser entpuppte sich als Widerschein des über der Stockhornkette aufgehenden Vollmondes… Im Nachgang spüre ich dem Lichtklang anhand vor Ort gefertigter Tusche- und Filz-Zeichnungen mittels Wasserfarben nach. Die Fantasie schlägt da durchaus ein paar Kapriolen.





Oberlausitzen
Mai 13, 2024 § 2 Kommentare
Vier Tage Oberlausitz, Basislager Bildungsgut Schmochtitz, ehemaliges Rittergut in ländlicher Umgebung eingebettet in liebevoll gepflegte Parkanlage. Eine dort aufgestellte Sphinx, geschaffen im Auftrag einer ortsansässigen Gräfin von einen Dresdner Bildhauer soll an Napoleons Feldzug in Ägypten erinnern. Mir diente die Steinfigur als Vorlage fürs Zeichnen:








Eine weitere Anregung zum Zeichnen bot sich mir in Cunewalde. Vis-a-vis der dortigen, imposanten Dorfkirche stand folgende Plastik zum Gedenken an die Toten zweier Weltkriege:








Totentanz einer Tulpe
Mai 5, 2024 § 5 Kommentare
Gestern, am vorletzten Tag unseres Gnitzer Kurzurlaubes, krümmte sich an den Tulpen ein einzig verbliebenes Blütenblatt, eingekringelt und in sich gekehrt das Ende erwartend. Nichts hatte das Blütenblättchen von seiner rotvioletten, gelb gemusterten Farbe eingebüßt. Aber entfalten konnte sich der schillernde Ton nicht mehr. Die würfelartige Spitze meines permanent marker drehend, schleifend, schiebend und rubbelnd ansetzend versuchte ich, dem eigenartigen Minimalismus der sterbenden Pflanze nachzuspüren. Im folgenden wiedergegeben jede Zeichnung recto und verso (was vom Schreibmittel auf der Rückseite des Papiers sichtbar wurde, nimmt den weiteren Verfallsprozess schon voraus. Sozusagen).





















Gnitzer Tulpen
Mai 2, 2024 § 6 Kommentare




Auf der Terrasse sitzend in angenehmst mild spätfrühlingshafter Sonne und vor der Kulisse des im Licht funkelnden Achterwassers springen drei Tulpen ins Auge. Kräftig rot leuchtend aber überschrittenen Zenits stemmen sie sich ihrem Ende entgegen. „Man suche nur nichts hinter den Phänomenen, sie selbst sind die Lehre“ sagt Goethe*.  Einstweilen überlasse ich das Rot der Einbildungskraft des Betrachters, und arbeite mit Permanent Marker auf Moleskine Daily Diary 2023-2024.
zitiert nach Anita Albus, Die Kunst der Künste.
Aktzeichnen
April 27, 2024 § 4 Kommentare



Inmitten der Vorbereitung zur Ausstellung war noch Zeit für einen Termin mit Modell in Mols Landens Atelier. Sehr angenehm entspannte Atmosphäre, wunderbares Modell. Unter anderem auf A3-Karton zeichnete ich in Permanent Marker und Kohle – eine Kombination, die sich spontan ergab und gut funktionierte.







