Wetterwechsel

März 6, 2026 § 6 Kommentare

Viele hadern mit dem Winter. Sie nehmen ihn als potentielles / tatsächliches Hindernis im Alltag wahr. Als Ausbremsen routinierten Fortkommens durch das Aufkommen von Eis und Schnee, durch langwieriges An- und Ausziehprocedere. Selbstgemachtes Verkehrsaufkommen ist auch ärgerlich, wird aber weit eher hingenommen als das Wirken eines Wettergottes. Früher als Strafe erlebt, entfällt nunmehr die Rückkoppelung an das eigene Tun, das sich stets nur belästigt fühlt durch das Wirken nicht beeinflussbarer Faktoren. Dabei liegt im Wechsel, und eben auch im Wetterwechsel, die potentielle Kraft für neuer Impulse, für das Runterfahren des eigenen Motors und staunendes Wahrnehmen unbegreiflicher Schönheiten, für ein Sicheinlassen auf Phänomene der Welt ringsherum. Und wie könnte es einen Frühling geben, ohne zuvorigen Winter? Das Potential sinnlich erfahrbarer Sensationen wächst mit ihrer Spannweite. Nicht jeder muss darob aber gleich die Extreme suchen. Den Kick im Alltag gibt’s frei Haus, oft reichen ein paar Schneeflocken.

Zwei Mal Acryl auf Buchdeckel.

Schweres Land

Juni 15, 2025 § Hinterlasse einen Kommentar

Acryl auf rotem Buchdeckel. Nach einem iphone-Foto aus einem schnell fahrenden ICE.

Noch mehr Buchdeckellandschaften

Mai 28, 2025 § 6 Kommentare

Zur Serie gehört, dass im Bild immer Reste des Originaleinbandes zu sehen bleiben. Ein durchaus althergebrachtes Verfahren vieler Künstler, die mit dem Durchscheinen des mehr oder weniger bearbeiteten Bildgrundes Wirkungen erzielten. Das ist dann durchaus eine Frage der Arbeitsökonomie (sparsamer Einsatz der Malmittel), befördert aber auch Transparenz und Vibrieren des Bildeindruckes. Bei mir geht es freilich auch um den Aspekt des Wiederverwendens, Nachnutzens. Bibliotheken sondern aus Platzgründen – Speicherplatz ist teuer (Nebenbemerkung hierzu: das als Alternative propagierte Vorhalten digitaler Information ist strom- und mithin auch kostenintensiv) – Bücher aus. Vom Buchblock befreit bietet der Einband dann einen hervorragenden Malgrund.

Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herrn jeweils ein Foto des originalen Buchdeckels zum Vergleich (ich habe mehrere davon).

Hinterland

Mai 12, 2025 § 3 Kommentare

Warum fährt man an die Ostsee? Meer, Dünen, gepflegter Strand, moderate Brandung… all das lockt – uns nicht. Wir fahren an die Ostsee, um im letzten Moment abzubiegen. Wir lieben das Hinterland. Vegetation, Kultur, Einsamkeit. Und gerade jetzt, das frische Grün der Laubwälder, das leuchtende Gelb der Rapsfelder, ein mit öffentlichen Mitteln liebevoll restauriertes Schloss in Stolpe prallvoll mit Büchern, die nur darauf warten, gegen eine Spende mitgenommen zu werden. André Gides Erzählungen bekam ich dort, Konzerte gibt‘s im Sommer auch. Der Bahnhof in Ahlbeck wartet mit einer Kulturscheune auf. Weißdorn und Mohn blühen, Ginster sowieso, die raubblättrige Rose wartet auf Beute, nicht entscheiden kann sich die Kirschpflaume, majestätisch grüßen Pappeln. Entstanden sind dort diese Aquarelle, Din A4.

Was ist Kunst? Eine Betrachtung

März 6, 2025 § 8 Kommentare

Kunst ist, was sich verkauft, ohne eine erkennbar andere Funktion zu haben, als rumzuhängen.

Kunst könnte natürlich auch sein, was sich (noch) nicht verkauft. Aber dann könnte Kunst natürlich jeder beliebige Gegenstand sein, oder es werden. Der Begriff ist ja nicht geschützt. Jeder darf ein Objekt Kunst, oder sich selber Künstler(in) nennen. Anders als etwa der Zahnarzt. Als solcher darf sich nur nennen, wer es studiert und die Approbation hat. Kunst kann man auch studieren, aber daraus muss erstens nicht unbedingt Kunst werden, und zweitens kann auch Kunst werden, was von Menschen ohne Abschluss an einer künstlerischen Bildungsinstitution geschaffen wurde (siehe van Gogh). Nun kommt Kunst zweifellos von Können, geht aber offensichtlich darüber hinaus. Seit der beginnenden Moderne mitunter so weit, dass sich die Basis eines „Könnens“ verflüchtigt hat, oder gar gleich überhaupt nicht erst angestrebt wird. Was davon in den Dunstkreis von Kunst gerät, zieht seine alleinige Legitimität offensichtlich aus dem Markt. Womit wir wieder bei obigem Satz angelangt wären.

Kunst ist, was mir gefällt, ohne dass es praktischerseits zu etwas gut wäre. (Eine Spülmaschine könnte mir gefallen, scheidet aber offensichtlich als Kunstobjekt aus, weil sie einen Zweck erfüllt)

Darauf könnten sich sicherlich viele verständigen, ausgenommen der Personenkreis, der professionell mit Kunst zu tun hat (siehe oben). Denn damit ein Ding ein Wertobjekt wird, und als solches wirtschaftliche Relevanz erhält, muss eine Gruppen von Menschen, mit Autorität in diesen Dingen versehen, es als solches deklarieren. Ein Galerist, die Kunsthistorikerin, der Museumsfachmann, die Professorin usw. Sie entscheiden, was Kunst ist. Nach Kriterien, die freilich oft genug intellektuellen Taschenspielertricks gleichkommen. Und was heute banaler Kitsch ist, kann morgen schon Kunst sein. Sofern die richtigen Leute darauf abfahren.

Stellen wir uns einmal kurz vor, jeder Künstler bekäme staatlicherseits ein Fixgehalt, mit dem es sich gut leben ließe. Die Verkauspreise sind streng nach Größe und Materialart reglementiert. Kunst wäre für jederman erschwinglich. Man kauft, was einem gefällt. Keine Spekulation. Kein Budenzauber. Und mein Geschmack würde lernen, auf eigenen Füßen zu gehen, ohne Fixierung auf vermeintliche Autoritäten. Ich glaube, der Kunst täte es gut.

Meer ohne Mönch

Februar 11, 2025 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Serie „Durchrauschtes Land“ sechste Folge

Februar 1, 2025 § Hinterlasse einen Kommentar

Handyfotos aus dem fahrenden ICE erweisen sich als tragfähige Vorlage/Inspiration für eine Serie in Aquarell oder Acryl, deren sechste Folge ich hier zeige. Das leicht Verstrahlte rührt hier von Wassertropfen am Zugfenster, die durch die direkt auf der Scheibe aufliegende Kameralinse die Landschaft verzerren. (siehe hier)

Drei Wald- und Wiesenstücke

Dezember 21, 2024 § Ein Kommentar

Aquarell auf Papier. Die Vorlagen mit dem Handy aus dem fahrenden ICE geknipst.

Wolkenstück

Mai 15, 2024 § Hinterlasse einen Kommentar

ein etwas älteres… Acryl auf Pappe.

Die Aufnahmen aus der Oberlausitz sitzen noch in der Pipeline, dürfen aber bald raus.

Landpartie

Februar 8, 2024 § 5 Kommentare

Acryl auf Karton.

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