Ungebetene Gäste
März 3, 2014 § 2 Kommentare
Im vierten Teil meiner „Annäherung an Abstraktion“ präsentierte ich neulich ein Bild, das ich auf Anraten der geschätzten Phyllis Kiehl verkehrt herum aufhängte um – nein, nicht um einem lebenden Großmaler zu huldigen… Ich hängte es über Kopf um Figuren zu bändigen, die sich ungefragt aus der mühsam erdachten abstrakten Komposition herausschälten und mein nach Unfigürlichem dürstendes Gemüt quälten. Es kam freilich, wie es kommen musste, nämlich noch schlimmer, und zwar so:
Es grüßt unfreundlich ein gelber Kopf mit aufgerissenem Mund und schreckensgeweitetem Auge. Ähnlich erging es mir bei meiner zweiten abstrakten Komposition von neulich, aus der sich nach einigen Tagen bei gelegentlichem Betrachten unangemeldet ein Stier herauskristallisierte:
Hineingezoom in das Bild:
Und ja, bei längerer Betrachtung: ich mag ihn. Auch der gelbe Kopf ist mir inzwischen ans Herz gewachsen. Als hätte Munch einem Dilettanten wie mir heimlich seine Visitenkarte untergeschoben…





