Epiphanie

September 17, 2025 § 2 Kommentare

Acryl auf rotem Buchdeckel.

Kinderszenen – Szenen aus dem Leben eines Kindes

Juni 25, 2025 § 2 Kommentare

Robert Schumann schrieb diese kurzen Stücke in seiner ersten, auf Klaviermusik beschränkten Schaffensphase. Zu einer Zeit, da er um seine Geliebte Clara Wieck kämpfte, zwischen irren Glücksmomenten und depressiver Verzweiflung pendelnd. Zu Ruhm gelangte die „Träumerei“, auch das Eingangsstück, „Von fremden Ländern und Menschen“ wird häufig gespielt. Eingebrannt aber in meinen Gefühlshaushalt hat sich die vorletzte der insgesamt zwölf Nummern, Kind im Einschlummern. Ein Wiegenlied der anderen Art. Seine wiegenden Rythmen werden durch dissonant kanonartig versetzt abwärts geführte Linien gnadenlos konterkariert. Das Stück findet auch nicht zum Grundton zurück, sondern endet offen auf einem Vorhalt, der durch einen nachgeschobenen Basston vom Vorhalt zum Grundakkord auf der Subdominante umgedeutet wird. Ein unerhörter Vorgang, der bedeutet, dass die Spannung nicht regelgerecht aufgelöst, sondern zur Endstation umgedeutet wird. Hier berührt sich der beginnende Schlaf mit dem Tod. Eine Musikwissenschaftlerin* hat plausibel erläutert, dass sich Schumann für diese Stücke von den Szenen mit Kindern in Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther anregen ließ. Ein Dichter, den Schumann über alles verehrte, und dessen Werk er sehr genau kannte. Die Pianistin Pavlina Gusheva spielt und durchleidet in einem kurzen Video auf instagram das Stück. Die zwei Bilder – Acryl auf Buchdeckel – sind dadurch inspiriert.

*Marion Harder-Merkelbach, Die Leiden des jungen Robert Schumann. In: Robert und Clara Schumann – Romantische Entdeckungen. Petersberg 2010.

Schweres Land

Juni 15, 2025 § Hinterlasse einen Kommentar

Acryl auf rotem Buchdeckel. Nach einem iphone-Foto aus einem schnell fahrenden ICE.

Buchdeckellandschaft

Mai 15, 2025 § 2 Kommentare

Aus der Buchdeckel-Serie. Acryl auf Bucheinband.

Vom originalen Einband den Weg stehengelassen. Schimmert wohl auch hie und da durch Gestrüpp und Geäst.

Buchdeckel zwischen Himmel und Erde

März 26, 2025 § 9 Kommentare

Die Idee war, mit wenigen Pinselstrichen eine Szenerie zwischen Himmel und Erde zu entwerfen. Der jeweils kräftiger Farbton des Bucheinbandes temperiert im Hintergrund das Geschehen, bleibt gelegentlich aber auch einfach als Vordergrund stehen.

how fast is now

Januar 22, 2025 § 2 Kommentare

Acryl auf rotem Buchdeckel

Buchdeckelportrait

Januar 16, 2025 § 2 Kommentare

Portrait in Acryl auf beigefarbenem Buchdeckel, ausgesonderter Band der Internationalen Bibliografie der Zeitschriftenliteratur IBZ. Malt sich wunderbar auf der rauhen, leinenartigen Struktur des stabilen Kartons.

Büchernachleben

Januar 8, 2025 § 10 Kommentare

Gedruckte Bücher segnen zunehmend das Zeitliche. Was in wissenschaftlichen Bibliotheken lange Regalreihen füllte, und geflissentlich zu Rate gezogen wurde, wenn es galt, den Stand der Forschung über ein Thema in den Blick zu nehmen – zuvörderst bibliografische Nachschlagewerke – wird zunehmend weggeworfen. Gemacht einst für die Ewigkeit, auf stabilem, reißfesten Papier gedruckt, fachmännisch – seltener -fraulich – gebunden und mit Qualitätseinbänden, meist aus Leinen versehen, scheint ihr Schicksal nun besiegelt. Doch halt. Befreit vom papiernen Inhalt – längst digitalisiert und einer Zweitverwertung zugeführt – starten Buchdeckel nun in ein neues Zeitalter. Im Versuch stellt sich heraus, dass sie perfekte Malgründe für Mittel aller Art, insbesondere Acryl, bilden. Gerade durch das farblich kräftige Äußere, die Körnigkeit der Leinenstruktur und die Festigkeit des Kartons der hier verwendeten Einbände sind sie hervorragend zum Malen geeignet. So entstanden gestern im Atelier vier Bilder, deren erstes hier zu sehen ist.

Gut erkennbar mittig das originale Rot des Bucheinbandes, stehen gelassen zwischen aufgetragenem Acryl.

Vorlage für das Motiv war ein aus dem ICE aufgenommener Abendhimmel, hier freilich durch den tiefroten Malgrund einer neuen Realität zugeführt.

Durchrauschte Gegenden

Oktober 16, 2024 § 4 Kommentare

Seit längerem nutze ich ICE-Fahrten für Handy-Aufnahmen aus dem Fenster in die durchpflügte Landschaft hinaus. Durchpflügt, weil die Bahntrasse nicht wie früher sich der Landschaft anpasst, allenfalls gelegentlich eine Brücke hier und einen Tunnel dort erforderlich macht, sondern diese geradezu durchbohrt. Und zwar Erd- wie Luftreich, wechselweise mittels überlanger Tunnel oder permanenter Brücken, mindestens aber über erhöhte Bahndämme. Spektakuläre Aus-, Weit- und Einblicke ergeben sich daraus, die mein Handy schon des öfteren festhielt, siehe zum Beispiel hier und hier. Zuhilfe kommt mir hierbei der Zufall, denn angesichts der vor dem (Kamera)Auge vorbeirasenden Gegenden lässt sich der Auslöser nur nach dem Gießkannenprinzip betätigen, gezieltes Reagieren auf vorbeihuschende Motive ist nahezu ausgeschlossen. Bei nachträglicher Durchsicht bleiben von hundert Aufnahmen vielleicht drei oder vier gelungene. Die aber sind es wert, festgehalten zu werden. Und gelernt habe ich dabei auch etwas über den Unterschied zwischen digitaler und analoger Fotografie. Lange Zeit wunderte ich mich über die direkt an den Gleisen aufgestellten Masten:

Sie waren, erwartbar, stets bewegungsunscharf. Aber schief?

Sogar Bahnwaggongs? Kürzlich dämmerte mir der Effekt. Was bei hoher Geschwindigkeit am Kameraauge vorbeirast, wird vom Chip, anders als von einer zu belichtenden fotochemischen Platte, Zeile für Zeile beschrieben. Bis die Software bei der untersten Zeile, das Bild vervollständigend, angelangt ist, ist der abgebildete Gegenstand schon weiter gerückt. Im Ergebnis gelangt der kerzengerade Mast schief aufs Bild. Wer hätte‘s gedacht?

Die Serie taugt mir aber nicht nur für fotografische Ergebnisse. Was der krassen (End)Auswahl standhält, ist immer auch willkommene Vorlage für bildnerische Arbeiten. Daher das obige Bild (Acryl auf Leinwand).

Yuja takes a swim

September 26, 2024 § Ein Kommentar

… and drifts in the reeds.

Übermalung eines Portraits der Pianistin Yuja Wang in weinrot glitzerndem Kleid. Vielleicht besuchte sie anlässlich ihres letzten Konzertes in der Waldbühne diesen Sommer den Summter See nördlich von Berlin. Sollten wir uns da etwa verpasst haben?

Wo bin ich?

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