dass
Erscheinungsbild
dass (Deutsch)
[Bearbeiten]Nicht mehr gültige Schreibweisen:
Worttrennung:
- dass
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] konsekutiv, selten allein, wird meist als ‚so … dass‘/‚sodass‘ ausgedrückt: drückt eine Folge des Geschehens aus, Art und Weise oder Grad
- [2] final, selten, wird meist mit ‚damit‘ ausgedrückt: drückt eine Absicht, einen Zweck des Geschehens aus; veraltend, feierlich: auf dass
- [3] neutral: zur Bildung von Objekt-, Subjekt- und Attributsätzen (jeweils ohne feste Bedeutung, steht nach Ausdrücken der Sicherheit)[1]:
- [4] modal, instrumental, ‚ohne dass‘: drückt das Fehlen eines bestimmten Umstandes aus
- [5] restriktiv, ‚außer dass‘: drückt eine Einschränkung aus
- [6] adversativ, ‚anstatt dass‘: drückt einen Ersatz eines Umstands aus[2]
- [7] temporal, ‚kaum dass‘: zum Ausdruck der unmittelbaren Vorzeitigkeit, ‚kurz nachdem‘
- [8] kausal: drückt Grund/Ursache aus;[3]
Synonyme:
Beispiele:
- [1] „Mit einem Mal sprang Peter Sump auf, warf dabei den Doppler um, schrie »Ja, ich bin da!« und versetzte der Frau einen Schlag ins Gesicht, dass sie gegen den Kühlschrank taumelte.“[4]
- [1] Sie schlug ihn so, dass er ins Krankenhaus musste.
- [1] Es war so traurig, dass ich heulen musste.
- [1] „[…] ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah.“[5]
- [2] Wir rannten schnell, dass wir den Bus bekamen.
- [3] (Objektsatz:) Er sagte, dass es ein Problem für ihn sei.
- [3] (Subjektsatz:) Dass du mir schreiben willst, freut mich besonders.
- [3] (Attributsatz:) Die Ungewissheit, dass es zu spät sein könnte, veränderte ihr Leben.
- [4] Ich mochte ihn, ohne dass ich je zuvor von ihm gehört hatte.
- [5] Ich habe mich gefreut, außer dass es ein wenig peinlich für mich war.
- [6] Anstatt dass er mich zuerst fragte, schlug er einfach zu.
- [7] Kaum dass ich ihn gesehen hatte, wurde mir auch schon schwarz vor Augen.
- [8] „[...] ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah.“ [6]
Wortbildungen:
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] drückt eine Folge des Geschehens aus, Art und Weise oder Grad
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| Dialektausdrücke: | ||
|---|---|---|
[2] drückt eine Absicht, einen Zweck des Geschehens aus; veraltend, feierlich: auf dass
[3] zur Bildung von Objekt-, Subjekt- und Attributsätzen
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[4] ‚ohne dass‘: drückt das Fehlen eines bestimmten Umstandes aus
[5] ‚außer dass‘: drückt eine Einschränkung aus
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[6] ‚anstatt dass‘: drückt einen Ersatz eines Umstands aus
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[8] drückt Grund/Ursache aus;
- [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „daß“, veraltete Schreibweise
- [1] Goethe-Wörterbuch „daß“, alte Rechtschreibung
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „daß“, alte Rechtschreibung
- [1–7?] Duden online „dass“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „dass“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7. Auflage. Band 4, Dudenverlag, Mannheim u. a. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Seite 633.
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7. Auflage. Band 4, Dudenverlag, Mannheim u. a. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Seite 636.
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 4, Seite 379.
- ↑ Harald Mini: Mord am Spielplatz. Gmeiner, Meßkirch 2015, ISBN 978-3-7349-9372-5 (Zitiert nach Google Books).
- ↑ Franz Kafka: Kleine Fabel. 1920 (Wikipedia: Kleine Fabel).
- ↑ Franz Kafka: Kleine Fabel. 1920.
- ↑ DEX online: „încât“
