Sorengo
| Sorengo | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Lugano |
| Kreis: | Vezia |
| BFS-Nr.: | 5225 |
| Postleitzahl: | 6924 |
| Koordinaten: | 716181 / 95350 |
| Höhe: | 430 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 319–410 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 0,85 km²[2] |
| Einwohner: | 2153 (31. Dezember 2025)[3] |
| Einwohnerdichte: | 2533 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 36,2 % (31. Dezember 2025)[4] |
| Gemeindepräsidentin: | Antonella Meuli (Die Mitte) |
| Website: | www.sorengo.ch |
| Lage der Gemeinde | |
Sorengo ist eine politische Gemeinde im Kreis Vezia, Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz und besteht aus den Ortsteilen Cortivallo und Cremignone.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sorengo liegt auf einer Anhöhe zwischen dem Luganersee und dem kleinen See von Muzzano, an den das Gemeindegebiet grenzt.
Die Nachbargemeinden sind im Norden und Osten die Stadt Lugano, im Süden Collina d’Oro und im Westen Muzzano.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1189 erwarb das Domkapitel Sorengo Lorenzo von Lugano Zehntrechte in Sorengo. Im Spätmittelalter besassen das Kloster S. Abbondio in Como (ab 1265), das 1298 bezeugte Domkapitel Como und verschiedene bedeutende Familien, darunter die Torriani und die Rusca, Güter in Sorengo, das seit 1298 als Gemeinde belegt ist. Die Siedlung Cortivallo
verfügte bis ins 18. Jahrhundert über eine gewisse Selbstständigkeit. Abwechselnd mit Lugano und Loreto war Sorengo Tagungsort des Generalrats von Stadt und Talschaft Lugano (16. Jahrhundert, 1687 und 1696).[5]
Die Einwohner Sorengos waren nach Lugano kirchgenössig, bis der Ort 1776 eine selbstständige Pfarrei wurde. Die Kirche S. Maria Assunta, die mindestens bis auf das Ende des 11. Jahrhunderts zurückgeht, aber erst 1298 bezeugt ist, wurde zwischen 1566 und 1593 erweitert, dann mehrmals umgebaut sowie 1975/1976 und 1980 bis 1981 renoviert. 1565 gründeten einige Mönche aus Bigorio
neben der Kirche ein Kapuzinerkloster, das 1653 nach Lugano verlegt wurde (Kloster SS. Trinità).[5]
Seit den 1950er Jahren hat sich Sorengo von einem ländlichen Dorf zu einer Wohngemeinde der Agglomeration Lugano entwickelt, was sich im starken Anstieg der Einwohnerzahlen bemerkbar machte. In Sorengo haben seit 1920 die Kinderhilfsorganisation Opera ticinese per l'assistenza alla fanciullezza, seit 1934 die Klinik S. Anna und seit 1986 die amerikanische Privatuniversität Franklin University Switzerland ihren Sitz. 2005 entfielen 96 Prozent der Arbeitsplätze in der Gemeinde auf den Dienstleistungssektor.[5]
Bevölkerung
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Sehenswürdigkeiten
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Sakrale Bauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pfarrkirche Santa Maria Assunta, bezeugt seit 1298, enthält romanische Fresken und Pfarrhaus, ehemaliges Kapuzinerkloster[8][9]
- Kaplanei[8]
- Kirchhof[8]
- Kapelle der Klinik Sant’Anna (1964), Glasfenster von Emilio Maria Beretta[10] und Kreuzweg[8]
- Friedhof mit verschiedenen künstlerischen Grabstellen und Kapelle mit Fresko Crocifisso (Kreuzigung, 1843) von Giovanni Battista Sertorio[8]
- Betkapelle im Ortsteil Cremignone, mit Fresko Madonna, Sant’Antonio Abate und San Domenico[8]
- Betkapelle San Grato, mit Fresko Madonna col Bambino (Maria mit dem Kind)[8]
Zivile Bauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Villa Lampugnani, mit Basrelief (15. Jahrhundert)[8]
- Wohnhaus/Atelier von Pietro Chiesa[11] (1934), Architekt: Cino Chiesa[8]
- Villa Pagnamenta, Architekt Franco Pessina[8]
- Wohnhaus La Colombaia (1948)[8]
- Einfamilienhaus Tami, Architekt: Rino Tami[8]
- Sogenannt Pergolone[8]
- Viertel Pioggia d’oro, Architekten: Fabio Muttoni, Elio Ostinelli[8]
- Weitere Wohngebäude der Architekten Viero Balmelli und Ivano Ghirlanda[8]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf liegt an der Strasse Lugano–Agno. Im öffentlichen Verkehr wird Sorengo von der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn bedient.[12]
Kultur, Erziehung
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Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Franklin University Switzerland (FUS) hat ihren Sitz in Sorengo.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Walter Fontana: Sorengo 1962–1982. Il restauro del Centro parrocchiale, Casa del Sagrestano (XII–XVI sec.), Convento dei Cappuccini (XVI–XVII sec.), Chiesa di Santa Maria Assunta. Sorengo 1982.
- Antonio Gili: Sorengo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. Juli 2023.
- Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 124, 248, 490, 495, 558–562.
- Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 334–336.
- Mario Redaelli, Walter Fontana: Sorengo Cortivallo Cremignone. Archeologia, Storia, Arte. Edizione Comune di Sorengo, Sorengo 1995; derselbe: Il fondo Cora Carloni e Luigia Carloni Groppi: un contributo alla storia dell’impegno sociale e pedagogico nel Canton Ticino. Edizioni del Comune di Sorengo, Sorengo 2007.
- Celestino Trezzini: Sorengo. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 6, Sisikon – Steg. Attinger, Neuenburg 1931, S. 451 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
- 1 2 3 Antonio Gili: Sorengo. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 29. April 2025.
- ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 29. April 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 334–335.
- ↑ Pfarrkirche Santa Maria Assunta auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
- ↑ Maria Will: Emilio Maria Beretta. In: Sikart (Stand: 1998)
- ↑ Matteo Bianchi: Pietro Chiesa. In: Sikart (Stand: 2004)
- ↑ Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025, Fahrplanfeld 635. In: öv-info.ch
- ↑ Katholische Pfarrei Sorengo auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
- ↑ Archivio comunale Sorengo auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
- ↑ Bibliothèque Internationale de Gastronomie auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
- ↑ Opera Ticinese per l’assistenza alla fanciullezza (italienisch)

