Sint-Genesius-Rode
| Sint-Genesius-Rode | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Region: | Flandern | |
| Provinz: | Flämisch-Brabant | |
| Bezirk: | Halle-Vilvoorde | |
| Koordinaten: | 50° 45′ N, 4° 21′ O | |
| Fläche: | 22,77 km² | |
| Einwohner: | 18.693 (1. Jan. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 821 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 1640 | |
| Vorwahl: | 02 | |
| Bürgermeister: | Pierre Rolin (IC-GB) | |
| Adresse der Kommunal- verwaltung: | Gemeentehuis Dorpsstraat 46 1640 Sint-Genesius-Rode | |
| Website: | sint-genesius-rode.be rhode-saint-genese.be | |
Sint-Genesius-Rode (französisch Rhode-Saint-Genèse) ist eine Fazilitäten-Gemeinde in der belgischen Provinz Flämisch-Brabant.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Sint-Genesius-Rode liegt in Flandern. Sie spielt im belgischen Sprachenstreit eine besondere Rolle, da sie die einzige der sechs Fazilitäten-Gemeinden in der Umgebung Brüssels ist, die sowohl an die Region Brüssel-Hauptstadt als auch an die Wallonische Region grenzt. Eine Eingliederung der Gemeinde in die Region Brüssel-Hauptstadt würde somit erstmals eine geografische Verbindung zwischen dem frankophonen Wallonien und der zweisprachigen Region Brüssel-Hauptstadt herstellen, was die flämischen Parteien zu verhindern suchen. Anders als diese Gemeinde pflegen Hoeilaart und Overijse, die ebenfalls an beide Nachbarregionen grenzen, ausschließlich Niederländisch als Amtssprache.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mobutu Sese Seko, der Diktator von Zaire (heute Demokratische Republik Kongo), besaß in dem Ort eine Luxusimmobilie.[1] Durch Zuzug aus Brüssel ist Sint-Genesius-Rode mehrheitlich französischsprachig geworden. Auch die gewählten Bürgermeister sind französischsprachig. Im Jahr 2019 erkannte die Innenministerin Flanderns die Wahl eines Bürgermeisters nicht an, weil französischsprachige Wahlbenachrichtigungen versendet wurden, die ihrer Meinung nach nur in Niederländisch hätten verfasst sein müssen. Sie gehört der Partei Nieuw-Vlaamse Alliantie an, die eine Abspaltung Flanderns von Belgien anstrebt.[2]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ursprünglich mehrheitlich flämischsprachige Gemeinde ist heute mit steigender Tendenz zu etwa zwei Dritteln frankophon.
Institutionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Sint-Genesius-Rode befindet sich das renommierte von-Karman-Institut für Strömungsmechanik.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jan Engels (1922–1972), Radrennfahrer
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ David Van Reybrouck: Congo, une histoire. Traduit du néerlandais (Belgique) par Isabelle Rosselin. Actes Sud, Arles 2012, ISBN 978-2-330-00930-4, S. 409 (Originalausgabe: Congo. Een geschiedenis, De Bezige Bij, Amsterdam 2010).
- ↑ Kay Wagner: Sprachenstreit: Homans gießt Öl ins Feuer. In: brf.be. Belgischer Rundfunk, 11. Februar 2019, abgerufen am 16. März 2024.
