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Rolf Funck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Rolf H. Funck (* 7. Februar 1930 in Soltau; † 24. August 2015) war ein deutscher Volkswirtschaftler und Professor für Volkswirtschaftslehre am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Rolf Funck wurde im Februar 1930 in Soltau geboren.[1] Nach dem Abitur 1949 absolvierte Funck von 1949 bis 1951 eine Banklehre in Osnabrück. Anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität zu Köln sowie der Universität Münster und schloss 1955 mit dem Diplom ab. Neben dem Studium war er als kaufmännischer Angestellter tätig. Im Jahr 1957 folgte die Promotion an der Universität Münster, im Jahr 1962 die Habilitation ebenda.[2] Im gleichen Jahr begann er in Münster als Privatdozent zu lehren.[1]

Im folgenden Jahr wechselte Funck als Dozent an die Universität Karlsruhe (TH) und erhielt dort 1964 einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre. Er gründete dort das Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung, welches er auch bis 1998 leitete. Ab 1966 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Verkehr und zeitweilig Vorsitzender der Gruppe Verkehrswissenschaft.[1] 1967/68 war er Gastprofessor an der University of North Carolina at Chapel Hill und 1971 an der State University of New York at Binghamton.[2]

Von 1975 bis 1999 war Funck für die FDP Mitglied des Karlsruher Gemeinderats und von 1979 bis 1999 Vorsitzender der FDP-Gemeinderatsfraktion. Von 1980 bis 1994 gehörte er dem Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters an.[2][3][4]

Am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe war Funck seit dessen Gründung 1989 Mitglied des Stiftungsrats. Am Interfakultativen Institut für Angewandte Kulturwissenschaft der Universität Karlsruhe (TH) war er Gründungsmitglied und von 1993 bis 1999 Vorsitzender des Vorstands. Von 1993 bis 2001 war er Studienkoordinator der Europäischen Kommission und der Southern Africa Transport and Communications Commission in Mosambik für die Planung der Verkehrs- und Kommunikationsentwicklung im südlichen Afrika.[1] 1996 erhielt Funck die Ehrendoktorwürde der Wirtschaftsuniversität Posen in Polen.[5] 1998 wurde er emeritiert.[2]

Funck war Autor und Mitautor sowie Herausgeber und Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, insbesondere auf den Gebieten der Verkehrs- und Regionalwissenschaft sowie der Kulturökonomik.[1] Er verstarb im August 2015 im Alter von 85 Jahren.[6][7]

Publikationen (Auswahl)

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  • Mit Karin Peschel: Möglichkeiten der Kraftfahrzeugbesteuerung und ihre verkehrswirtschaftlichen Konsequenzen. unter Berücksichtigung der Besteuerungssysteme in der EWG und in anderen ausgewählten Ländern; Gutachten erstattet dem Bundesverkehrsministerium (= Schriftenreihe des Bundesministers für Verkehr. Band 32). Kirschbaum, Bad Godesberg 1967, DNB 456687068 (88 S.).
  • Mit Fritz Pampel, Karlheinz Schaechterle: Vorstudie einer Untersuchung über die Möglichkeiten einer künftigen Erschliessung der Region Mittlerer Oberrhein durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Regionalverb. Mittlerer Oberrhein, Karlsruhe 1975, DNB 790589222.
  • Presidential address: Regional science in transition. In: Papers in Regional Science. Band 70, Nr. 1, 1991, S. 1–8, doi:10.1111/j.1435-5597.1991.tb01715.x (englisch).
  • Mit Antoni Kukliński: Space-structure-economy. A tribute to August Lösch (= Karlsruhe papers in economic policy research. Band 3). von Loeper, Karlsruhe 1986, ISBN 3-88652-680-1 (englisch, 311 S.).
  • Mit Jolanta Dziembowska-Kowalska, Caroline Y. Robertson-Wensauer: Kultur und Wirtschaft in Karlsruhe. Eine Untersuchung. IWW; IAK, Karlsruhe 1996, DNB 951571265 (144 S.).

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 Rolf H. Funck †. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. De Gruyter, ISSN 2193-2786, doi:10.1515/KDGO (degruyterbrill.com [abgerufen am 27. August 2026]).
  2. 1 2 3 4 Das ZKM Karlsruhe. Über. Brill, abgerufen am 27. August 2026.
  3. Wahl von Prof. Dr. Rolf Funck zum neuen Vorsitzenden der FDP-Fraktion des Karlsruher Gemeinderats in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  4. Beratung des Doppelhaushalts 1985/1986 im Karlsruher Gemeinderat. Brustbild des FDP-Fraktionsvorsitzenden Prof. Rolf Funck am Mikrofon. In: LEO-BW. Stadtarchiv Karlsruhe, 26. Februar 1985, abgerufen am 27. August 2026.
  5. Doktorzy Honoris Causa. In: Wirtschaftsuniversität Posen. Abgerufen am 27. August 2026 (polnisch).
  6. Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Funck †. Nachruf. Karlsruher Institut für Technologie, Lehrstuhl für Netzwerkökonomie, 8. Dezember 2015, abgerufen am 27. August 2026.
  7. Werner Rothengatter: Rolf Funck died on August 24, 2015. Regional Science Association International, 29. Januar 2016, abgerufen am 27. August 2026 (englisch).