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Marra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marra
Höhe 3042 m
Lage Wasat Darfur, Sudan
Gebirge Marra-Plateau
Koordinaten 12° 56′ 23″ N, 24° 14′ 8″ OKoordinaten: 12° 56′ 23″ N, 24° 14′ 8″ O
Marra (Sudan)
Marra (Sudan)
Typ Vulkanfeld
Alter des Gesteins 2000 v. Chr.
Erstbesteigung unbekannt
Einer der zwei Deriba-Seen im Zentrum des Vulkanberges. Photo von 1986.
Einer der zwei Deriba-Seen im Zentrum des Vulkanberges. Photo von 1986.

Der Marra (arabisch جبل مرة Dschabal Marra; auch Jebel Marra) ist ein 3042 m[1] hoher Vulkan auf dem Marra-Plateau im Westen des Sudan. Er ist der höchste Berg des Landes.

Lage und Topographie

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Er liegt in den Bundesstaaten Schamal Darfur und Dschanub Darfur zwischen der Stadt al-Faschir und der Grenze zum Tschad. Im Darfur-Konflikt ist er ein Rückzugsort für Rebellen und ein Zufluchtsort für Kriegsvertriebene.[2]

Das umgebende Marra-Plateau ist eine Steinwüste (Hammada), die von einer Reihe Wadis durchzogen ist. Im Innern der fünf Kilometer weiten 4000 Jahre alten Deriba-Caldera liegen die beiden Deriba-Seen. Diese sind von mit Gras und Buschwerk bewachsenen Hügeln umgeben.[3] Die Vegetation leidet jedoch unter Überweidung und Rodungen für Brennholz.[4]

Das Marra-Plateau hat eine Fläche von 1500 km² und liegt 1500 bis 3042 m (Kraterrand des Marra) über dem Meeresspiegel.

BirdLife International listet den Vulkan und seine Umgebung auf einer Fläche von rund 1500 km² als Important Bird Area (IBA, „wichtiges Vogelgebiet“), das jedoch nicht unter Schutz steht. Zu den ganzjährig vorkommenden Vogelarten zählen laut der Organisation die von der IUCN („Weltnaturschutzunion“) als gefährdet eingestufte Nubiertrappe (Neotis nuba) und die potentiell gefährdete Arabientrappe (Ardeotis arabs). Darüber hinaus sind auf dem Gebiet beispielsweise der Rotbauch-Glanzstar, die Lachtaube, der Perlbartvogel, die Einödlerche, der Schuppenkopfsänger und der Rußheckensänger verbreitet. Im Winter ziehen zudem Rötelfalken in das Gebiet.[3]

  • Sabine Miehe: Vegetation ecology of the Jebel Marra Massif in the semiarid Sudan. Cramer, Berlin 1988. ISBN 3-443-64025-7

Einzelnachweise

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  1. peakbagger.com
  2. Dominic Johnson: Neue Kämpfe und Vertreibungen. In: die tageszeitung. 7. Februar 2011, abgerufen am 8. Februar 2011.
  3. 1 2 Site factsheet: Jebel Marra. In: datazone.birdlife.org. BirdLife International, 2026, abgerufen am 3. Juli 2026 (englisch).
  4. Jebel Marra (6806). In: keybiodiversityareas.org. Key Biodiversity Areas (KBA) Partnership, abgerufen am 3. Juli 2026 (englisch).