Kortdüse

Eine Kortdüse ist ein konisch zulaufender, tragflügelähnlich profilierter Ring, der den Propeller eines Schiffes umgibt.
Allgemeines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kortdüse wurde in den 1930er Jahren von dem italienischen Luftfahrtingenieur Luigi Stipa und dem deutschen Schiffbauingenieur Ludwig Kort entwickelt. Im Jahre 1936 bekam Ludwig Kort ein Patent auf diese Erfindung.[1]
Propeller mit zylindrischem Mantel, die vorwiegend an Luftfahrzeugen eingesetzt werden, werden dagegen als Mantelpropeller bezeichnet.
Durch den Einsatz einer Kortdüse werden die Strömungsverluste an den Enden der Propellerblätter reduziert und ein höherer Massenstrom erzeugt. Dies führt zu einer Steigerung des Wirkungsgrades. Durch den ruhigeren Nachstrom werden Ufer und Sohlen von Binnengewässern weniger angegriffen.
Kortdüsen werden häufig an Schleppern und Binnenschiffen eingesetzt. Sie können drehbar gelagert und somit direkt als Ruder verwendet werden. In der Freizeitschifffahrt nutzt man Kortdüsen oft als Schutzvorrichtung des Propellers gegen Beschädigung durch Treibgut. In diesen Fällen ist der hydrodynamische Effekt nur gering ausgeprägt.
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- (Linke) Kortdüse am Heck des Hochsee-Bergungsschleppers Nordic mit Opferanoden
- Kortdüse am Heck eines Schleppers (Propeller demontiert)
- Starr eingebaute Kortdüse
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- W. Beitz, K.-H. Küttner: Dubbel Taschenbuch für den Maschinenbau. Springer Verlag, 1990, ISBN 3-540-52381-2.