Flughafen Nea Anchialos
| Staatlicher Flughafen Nea Anchialos | ||
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| Kenndaten | ||
| ICAO-Code | LGBL | |
| IATA-Code | VOL | |
| Koordinaten | 39° 13′ 11″ N, 22° 47′ 40″ O | |
| Höhe über MSL | 25 m (82 ft) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 19 km südlich von Volos, | |
| Straße | Autobahn 1, Nationalstraße 30 | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1950 | |
| Passagiere | 45.244 (2022)[1] | |
| Luftfracht | 0 t (2022)[1] | |
| Flug- bewegungen | 541 (2022)[1] | |
| Start- und Landebahn | ||
| 08/26 | 2759 m × 45 m Asphalt | |
| Webseite | ||
| www.thessalyairport.gr | ||
Der Flughafen Nea Anchialos (griechisch Κρατικός Αερολιμένας Νέας Αγχιάλου Kratikos Aerolimenas Neas Anchialou, (IATA-Code: VOL, ICAO-Code: LGBL)) liegt am Pagasäischen Golf, südwestlich von Volos auf dem Gebiet von Nea Anchialos. Weiterhin wird der Flughafen als Militärflugplatz genutzt, mit ihrem 111. Geschwader hat die griechische Luftwaffe dort 70 ihrer 154 Kampfflugzeuge vom Typ General Dynamics F-16 stationiert.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Geschichte des Flughafens begann, als am heutigen Standort während des Zweiten Weltkrieges eine Luftwaffenbasis aufgebaut wurde. Nach dem Krieg wurde diese beibehalten und deren Ausbau, beginnend 1950, im Jahr 1953 abgeschlossen. Im selben Jahr wurde dort die 340. Jagdbomberstaffel (FB Sqn) mit Republic F-84G-Flugzeugen gegründet – es war die erste Kampfstaffel des Geschwaders. Im Laufe der Zeit wurden dort auch Flugzeuge der Typen Lockheed T-33, North American F-86D und E, Republic F-84F, Northrop F-5 sowie RF-5 Tigereye stationiert.[3][4]
Im Jahr 1993 wurde der Flughafen dann das erste Mal für zivile Zwecke genutzt, nachdem man den Militärflugplatz zum Verkehrsflughafen entwickelt hatte. Der Flughafen wurde in erster Linie für Charterflüge genutzt, eine Zeit lang bestand jedoch auch eine Linienflugverbindung nach Athen. Im Jahr 2010 wurde ein neues Fluggastgebäude eröffnet,[5] welches über eine Fläche von 9000 Quadratmetern verfügt.[6]
Lage und Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Flughafen liegt etwa 26 Straßenkilometer vom Stadtzentrum der Stadt Volos entfernt, das durch die Straße E75 angebunden wird. Eine Buslinie verkehrt passend zu den Start- und Landezeiten zwischen dem Flughafen und dem Busbahnhof Volos.[7] 62 km östlich des Flughafens von Nea Anchialos liegt der Flughafen Skiathos, der im Passagierluftverkehr der Region eine weitaus wichtigere Rolle übernimmt.[8]
Fluggesellschaften und Ziele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Passagierluftverkehr fliegt im Inland nur die Regionalfluggesellschaft Sky Express nach Heraklion auf Kreta. Daneben steuern den Sommer über auch weitere europäische Fluggesellschaften den Flughafen im Charter- oder Linienverkehr an, im Jahr 2023 etwa von Düsseldorf und Stuttgart, München und Wien aus.[9] Im Jahr 2024 wurde der Flughafen von München, Heraklion, Brünn, Düsseldorf, Paris sowie Wien aus angeflogen.
Zwischenfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Am 8. Juni 1969 aktivierte das Personal auf dem Kontrollturm des Flughafens Nea Anchialos die Netzfanganlage am Pistenanfang ohne zu berücksichtigen, dass sich die Nummer zwei einer Formation von Fiat G.91 R3 der Luftwaffe (30+14) noch im Endanflug befand. Das Luftfahrzeug flog in das Netz ein und wurde so schwer beschädigt, dass eine Reparatur unwirtschaftlich war. Der Pilot erlitt schwere Verletzungen.[10]
- Am 5. Februar 1991 wurde eine Lockheed C-130H Hercules der griechischen Luftwaffe (GrAF 748) in das Othrys-Gebirge (Griechenland) geflogen, 24 Kilometer westsüdwestlich des Flughafens Nea Anchialos. Alle 63 Insassen, 5 Besatzungsmitglieder und 58 Passagiere, wurden bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) getötet.[11]
Im Zusammenhang mit den griechischen Waldbränden des Jahres 2023 erreichte ein am 26. Juli ausgebrochener Brand ein wenige Kilometer nördlich des Flughafens liegendes Munitionsdepot der griechischen Luftwaffe und löste dort starke Explosionen aus.[12] Es kam zu Evakuierungen, die Detonationen waren bis in die 20 km entfernte Stadt Volos zu hören.[13] In der Folge setzten Diskussionen über die Sicherheit des Flughafens ein, der Kommandeur des Kampfflug-Geschwaders wurde von seinen Aufgaben entbunden.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nea Anchialos National Airport. Region of Thessaly – Regional Units of Magnesia and Sporades (englisch).
- Flughafendaten (englisch) ( vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 ΚΙΝΗΣΗ ΑΕΡΟΛΙΜΕΝΩΝ 2022. (xlsx) In: ΣΤΑΤΙΣΤΙΚΗ ΑΕΡΟΠΟΡΙΚΗΣ ΚΙΝΗΣΗΣ (AIR TRAFFIC STATISTICS). Hellenic Aviation Service Provider (HASP), 25. Januar 2023, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2023; abgerufen am 31. Juli 2023 (griechisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Vassilis Nedos: Questions loom over air base’s security. In: ekathimerini.com. Kathimerini English Edition, 31. Juli 2023, abgerufen am 31. Juli 2023 (englisch).
- ↑ Hellenic Air Force, 111 Combat Wing, (englisch), abgerufen am 19. August 2026.
- ↑ militaryphotos.net zur griechischen Luftwaffe ( vom 5. September 2012 im Webarchiv archive.today)
- ↑ Volos Airport. Nea Anchialos National Airport, abgerufen am 1. Juni 2023 (englisch).
- ↑ About the Airport. Nea Anchialos National Airport, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Mai 2011; abgerufen am 31. Mai 2023 (englisch).
- ↑ Airport routes. KTEL Magnissias, abgerufen am 26. Juli 2022 (englisch).
- ↑ magnesia-tourism.gr ( vom 21. Januar 2012 im Internet Archive) abgerufen am 31. Mai 2023.
- ↑ Flight Schedule of Volos Airport. Nea Anchialos National Airport, 2023 (englisch).
- ↑ Unfallbericht Fiat G.91 30+14, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Februar 2026.
- ↑ Unfallbericht C-130H Hercules GrAF 748, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 8. Februar 2020.
- ↑ Waldbrände erreichen Munitionslager der Luftwaffe. In: tagesschau.de. Norddeutscher Rundfunk, 27. Juli 2023, abgerufen am 31. Juli 2023.
- ↑ Greek wildfires trigger blasts at ammunition dump. In: ekathimerini.com. Kathimerini English Edition, 27. Juli 2023, abgerufen am 31. Juli 2023 (englisch).
