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Leonin - Viderunt Omnes (PPX) Zur Übersicht Über Das Stück.

Eine übersichtliche PowerPoint zu Leonins Stück „Viderunt Omnes“ mit einigen Aspekten zur musikalischen Aufführungspraxis im Mittelalter

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Viderunt omnes

Leonin
Zur Person „Leonin“:
• vermutlich gelebt von 1150– 1201
• Komponist der „Notre Dame-Schule“
• hat in der mittelalterlichen Musikgeschichte eine prominente Stellung als erster
namentlich genannter Komponist von Zweistimmigkeiten im 12. und 13.
Jahrhundert
• In der Quelle Anonymus IV wird berichtet „Leoninus“ habe ein großes Buch der
Organi (Magnus liber organi) hinterlassen welches später von „Perotinus“
überarbeitet und erweitert wurde (um 3- und 4-Stimmigkeiten)
• Leonin verwendet ein Notationssystem das bereits teilweise rhythmisch organisiert
(Quadratnotation), dieses System wird später von Perotin präzisiert und erweitert
• In Anonymus IV wird Leonin keine konkrete Komposition zugeschrieben, da aber
Leonin laut dieser Quelle vor Perotin kam, werden ihm die zweistimmigen
Kompositionen zugeschrieben
Leonin Perotin
[Link]
Viderunt omnes - Leonin
• Organum Duplum (zweistimmiges Organa) des Magister Leoninus
• Dieser liturgische Gesang ist Teil des weihnachtlichen Mess-Propriums
• Ein Jubelgesang auf die Geburt Christi
• Das ursprüngliche, gregorianische Graduale geht auf das 11. Jahrhundert zurück,
welches sowohl Leonin, wie auch Perotin als gedehntes Fundament für ihre
Organa verwenden.
• Leonin scheut nicht vor Dissonanzen, anders als bei Perotin beginnen/enden die
einzelnen Silben des Graduale oft mit einer Dissonanz, die sich dann (quasi als
Vorhalt) in ein konsonantes Intervall auflöst. (siehe Beispiele)
• Die zweistimmigen Abschnitte des Organa werden durch einstimmige Phrasen,
die dem gregorianischen Graduale entnommen sind, unterbrochen. Sie haben die
Funktion, die Handlung der Liturgie voranzutreiben und so die gedehnten
zweistimmigen Teile auszugleichen (ähnlich Rezitativ und Arie).
• Das Duplum (die von Leonin dazuerfundene 2. Stimme) ist im vergleich zum
Tenor (dem gedehnten gregorianischen Choral) deutlich virtuoser (kleiner
Notenwerte und größerer Ambitus)
• Ambitus: Tenor: f – f´; Duplum: f – b´
• Stimmkreuzungen kommen häufig vor und scheinen kein Problem darzustellen,
jedoch bleiben die Stimmen die meiste Zeit in einer Lage (das Duplum höher, der
Tenor tiefer).
• Schlussbildung: Diese sieht bei Leonin wie folgt aus, er greift nochmals den
Beginn auf und schließt mit dem letztmalgien Anhängen einer einstimmigen,
gregorianischen Passage.
Aufführungspraxis
• Ein zentrales Problem der Aufführungspraxis der mittelalterlichen mehrstimmigen
Musik ist die Zugehörigkeit von Instrumenten
• Es gibt bildliche Quellen die nahelegen, dass die Aufführung mit Instrumenten
stattgefunden haben soll, allerdings ist dabei offen, welchen Kontext diese Bilder
haben (geistlich oder weltlich)
• Man findet heute Beispiele für beide Möglichkeiten, die Aufführung mit
Instrumenten und die rein vokale

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