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Inhalt

Vorwort

Die Abschlussprüfung – 10 wichtige Fragen und Antworten

A Training Grundwissen

Lesekompetenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1 Den Leseprozess steuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
2 Leseaufgaben lösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2.1 Geschlossene Aufgaben lösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2.2 Halboffene Aufgaben lösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.3 Offene Aufgaben lösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3 Sachtexte verstehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
3.1 Die Absicht hinter dem Text erkennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
3.2 Arten von Sachtexten unterscheiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.3 Besonderheiten bei Sachtexten beachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.4 Nichtlineare Texte lesen: Tabellen und Diagramme . . . . . . . . . . . . . 22
4 Literarische Texte verstehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
4.1 Epische Texte untersuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
4.2 Gedichte untersuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
4.3 Dramentexte untersuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
5 Die sprachliche Gestaltung untersuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
5.1 Die Sprachebene bestimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
5.2 Auf die Wortwahl achten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
5.3 Den Satzbau berücksichtigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
5.4 Sprachbilder erkennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
5.5 Ironie richtig deuten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

Schreibkompetenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
6 Den Schreibprozess steuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
7 Schreibaufgaben lösen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
7.1 Den Inhalt eines Textes zusammenfassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
7.2 Einen Text analysieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
7.3 Eine literarische Figur charakterisieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
7.4 Einen argumentativen Text schreiben:
Erörterung und Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
7.5 Einen informierenden Text verfassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
7.6 Produktiv-kreative Texte schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
7.7 Textsorten unterscheiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
Inhalt

8 Einen Text überzeugend gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96


8.1 Geschickt formulieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
8.2 Zitate gezielt einsetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
9 Richtig schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
9.1 Rechtschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
9.2 Zeichensetzung – Die wichtigsten Kommaregeln . . . . . . . . . . . . . . . 103

Kompetenz „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ . . . . . . . . . . . . . 105


10 Wortarten unterscheiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
10.1 Nomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
10.2 Adjektive . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
10.3 Pronomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
10.4 Verben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
11 Satzglieder und Satzbau beherrschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
11.1 Sätze untergliedern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
11.2 Hauptsätze und Nebensätze unterscheiden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
11.3 Sätze verbinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124
11.4 Relativsätze geschickt nutzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126
11.5 „Das“ und „dass“ auseinanderhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127

Merkwissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Arbeitsaufträge (Operatoren) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
Stilmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
Literarische Epochen – ein Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133

B Musterprüfungen

Musterprüfung 1 – Thema: Dating gestern und heute . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137

Musterprüfung 2 – Thema: Freundschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147

Musterprüfung 3 – Thema: Reisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158

Musterprüfung 4 – Thema: Eitelkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167

Autorin:
Marion von der Kammer
Interaktives Training

Dieses Buch umfasst auch ein interaktives Training fürs Lernen am Computer
oder Tablet, auf das du über die Online-Plattform MyStark zugreifen kannst.
Du findest deinen Zugangscode auf der Umschlaginnenseite vorne im Buch.

Interaktive Aufgaben
Aufgaben mit Tipps, Feedback und sofortiger Auswertung zu den
folgenden Bereichen:
Lesekompetenz
1 Literarischer Text (Romanauszug)
2 Sachtext
Schreibkompetenz
1 Innerer Monolog
2 Persönlicher Brief
3 Erörterung
4 Stellungnahme
5 Charakterisierung einer Figur
6 Gedichtinterpretation
Sprachkompetenz
1 Stilmittel
2 Fremdwörter
3 Zeitformen des Verbs
4 Modus des Verbs
5 Zeichensetzung

MindCards
Interaktive Lernkarten zu wichtigen Fragen und Fehlerschwerpunkten.

Digitales Glossar
Einfaches und schnelles Nachschlagen von Fachbegriffen, wie z. B.
Textsorten, Stilmittel, Grammatikwissen.

Lernvideos
Lernvideos mit verständlichen Erläuterungen zu folgenden Themen:

 Großschreibung
 Nominalisierung
 Kommaregeln bei Haupt- und Nebensätzen
 Kommasetzung bei Infinitivgruppen
 Rechtschreibstrategien
Vorwort

Liebe Schülerin, lieber Schüler,

das vorliegende Buch hilft dir bei der selbstständigen Vorbereitung auf die Real-
schulabschlussprüfung im Fach Deutsch. Wenn du die einzelnen Kapitel
gründlich durcharbeitest, bist du für die schriftliche Prüfung sicher gut gerüstet.

 Anhand von 10 wichtigen Fragen und Antworten erhältst du vorab einen


Überblick über das, was dich in der Prüfung erwartet.

 Im Kapitel „Training Grundwissen“ erfährst du genau, welche Strategien


und Kernkompetenzen von dir in der Prüfung verlangt werden. Es wird dir
gezeigt, wie einzelne Aufgaben aussehen können und wie sie Schritt für
Schritt zu bearbeiten sind. Zu allen Bereichen gibt es passgenaue Übungen,
mit denen du trainieren kannst, die Aufgabenstellungen erfolgreich zu lösen.
Übersichtliche Zusammenfassungen vermitteln dir die wichtigsten Inhalte
auf einen Blick und helfen dir, nichts zu vergessen. Darüber hinaus erhältst
du zahlreiche Tipps und Hinweise, um in der Prüfung ein optimales Ergeb-
nis zu erzielen.

 Mithilfe des Kapitels „Merkwissen“ kannst du dir die wichtigsten Opera-


toren (Arbeitsaufträge), die in der Prüfung vorkommen können, sowie Fach-
begriffe aus dem Deutschunterricht (Stilmittel) noch einmal in Erinnerung
rufen und deine Kenntnisse effektiv überprüfen. Darüber hinaus erhältst du
einen knappen Überblick über die wichtigsten literarischen Epochen.

 Am Ende des Buchs findest du vier Musterprüfungen. Die Aufgaben zeigen


dir ganz genau, was dich in der Prüfung erwartet, und helfen dir, dich gezielt
auf die Prüfungsanforderungen vorzubereiten.

 In das Buch eingelegt ist ein Lösungsheft mit ausführlichen Lösungsvor-


schlägen und vielen wertvollen Hinweisen zu allen Aufgaben. Du solltest die
Aufgaben aber immer erst einmal selbst bearbeiten, ehe du dir die Lösungen
anschaust.
 Über die Online-Plattform MyStark kannst du außerdem auf das interaktive
Prüfungstraining zu diesem Buch zugreifen. Es bietet dir viele interaktive
Aufgaben, mit denen du zusätzlich am PC oder Tablet für die Prüfung üben
kannst. Sieh dir auf MyStark auch unsere Lernvideos an, um wichtige Regeln
der Rechtschreibung zu wiederholen. Den Link zu MyStark sowie deinen
persönlichen Zugangscode findest du auf der Umschlaginnenseite.

Wichtig: Sollten nach Erscheinen dieses Bandes noch Änderungen zur


Abschlussprüfung vom Ministerium für Bildung bekannt gegeben werden,
erhältst du aktuelle Informationen dazu ebenfalls auf MyStark.

Viel Spaß beim Üben und vor allem viel Erfolg in der Prüfung!
r 1

Lesekompetenz

Was muss man können? Was wird geprüft?


Ein Text (lat. textus: Gewebe) ist ein komplexes Geflecht, dessen Botschaften
gar nicht so leicht zu entschlüsseln sind. Um einen Text gut zu verstehen, muss
man vor allem Folgendes können:
 Zusammenhänge herstellen: Die Wörter in einem Text beziehen sich auf-
einander und bilden Sinnzusammenhänge, die man erkennen muss.
 Leerstellen füllen: In einem Text kann ein Sachverhalt nie lückenlos darge-
stellt werden. Deshalb muss man beim Lesen das, was „zwischen den Zeilen“
steht, ergänzen. Man muss also Schlussfolgerungen ziehen und ableiten
können, was nicht ausdrücklich gesagt wird.

Geprüft wird vor allem, ob du Zusammenhänge herstellen kannst, und zwar …


 textinterne Zusammenhänge, d. h. Zusammenhänge zwischen Wörtern
und Sätzen innerhalb des Textes, sowie
 textübergreifende Zusammenhänge zwischen Textinformationen und
deinem Erfahrungswissen.

1 Den Leseprozess steuern

Gewöhne dir an, einen Text dreimal zu lesen, ehe du anfängst, die Aufgaben
zu bearbeiten. Auf diese Weise wirst du den Text von Anfang an besonders gut
verstehen und sparst dir später Zeit beim Lösen der Aufgaben.

Richtig lesen Schritt für


Schritt
Arbeitsschritt 1 Überfliege den Text. Lies ihn zügig durch. Es macht nichts, wenn du noch nicht
alles verstehst. Finde zunächst nur Antworten auf diese Fragen und notiere sie:
• Um was für eine Art von Text handelt es sich? Bestimme die Textsorte.
(Eine Übersicht über wichtige Textsorten findest du auf S. 15 und S. 31 f.).
• Worum geht es in dem Text? Bestimme das Thema.
Arbeitsschritt 2 Lies den Text ganz genau.
• Markiere Stellen, die dir bedeutsam erscheinen, und kennzeichne sie mit !.
• Bei Textstellen, deren Sinn dir noch unklar ist, notierst du s.
• Kennzeichne Stellen, an denen ein neuer Gedanke oder Inhalt auftaucht,
mit c. Notiere am Rand, worum es in jedem Abschnitt geht.
Arbeitsschritt 3 Lies den Text selektiv (d. h. stellenweise).
• Sieh dir noch einmal gezielt die Textstellen an, die du mit s gekennzeichnet
hast. Versuche, ihren Sinn jetzt zu klären.
• Lies den Text mit Blick auf die Aufgaben. Achte gezielt auf die gesuchten
Informationen und markiere sie entsprechend.
Hinweis: Auf Seite 20 f. kannst du die drei Lesephasen am Beispiel eines Sachtextes üben.
2 r L E SE KO M PE T EN Z

2 Leseaufgaben lösen

In der Prüfung werden dir drei Arten von


Aufgaben zum Leseverstehen vorgelegt, um
festzustellen, ob du die Sinnzusammenhänge
in einem Text verstanden hast: geschlosse-
ne, halboffene und offene Aufgaben. Halb-
offene Aufgaben haben den größten Anteil.
 Geschlossene Aufgaben: Es sind immer Antwortmöglichkeiten vorgege-
ben, und es wird eine bestimmte Lösung erwartet.
 Halboffene Aufgaben: Auch hier wird von dir eine bestimmte Antwort er-
wartet. Es werden aber keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben.
 Offene Aufgaben: Es gibt keine eindeutige richtige Antwort.

Schritt für Leseaufgaben lösen


Schritt
Arbeitsschritt 1 Zur Vorbereitung (vgl. S. 1):
• Lies den Text zweimal durch: einmal überfliegend und einmal genau.
• Wirf einen Blick auf die Aufgaben, damit du weißt, worauf du beim Lesen
achten musst. Lies den Text dann selektiv.
Arbeitsschritt 2 Bearbeite die Aufgaben:
• Halte dich an die gegebene Reihenfolge, denn das Bearbeiten der ersten
Fragen bereitet dich auf die schwierigeren Aufgaben am Schluss vor.
• Lies jede Aufgabe ganz genau durch. Erst wenn du hundertprozentig ver-
standen hast, wonach gefragt wird, kannst du die passende Antwort finden.
Arbeitsschritt 3 Arbeite mit dem Text:
• Orientiere dich immer am Text, spekuliere nicht! Stelle dir bei jeder Aufgabe,
die du beantwortest, die Frage: Wo steht das im Text? bzw. Passt das zum Text?
• Bedenke aber: Nicht jede Antwort steht wortwörtlich im Text. Suche dann
nach einer Aussage, die sinngemäß zur Frage passt.
• Manchmal musst du für die Lösung auch mehrere Informationen im Text
miteinander kombinieren.

2.1 Geschlossene Aufgaben lösen


Geschlossene Aufgaben sind so gestellt, dass sie für die richtigen Antworten
keinen Spielraum lassen. Auf den folgenden Seiten lernst du verschiedene
Arten von geschlossenen Aufgaben kennen, die dir gestellt werden können.

Multiple-Choice-Aufgaben
Es wird eine Frage gestellt; dazu gibt es mehrere Auswahlantworten, von denen
eine oder mehrere richtige Antworten angekreuzt werden müssen. Mit Mul-
tiple-Choice-Aufgaben (= Mehrfachwahlaufgaben) kann auch nach Falschaus-
sagen (welche Aussage nicht zutrifft) gefragt werden.
86 r S C H R EI B K O MP ET EN Z

7.5 Einen informierenden Text verfassen


Mit einem informierenden Text vermittelt der Schreiber seinen Lesern Wissen
über ein bestimmtes Thema. Für deinen Text musst du aus dem vorliegen-
den Material die entscheidenden Informationen sinnvoll auswählen, sie ge-
schickt anordnen und verständlich darstellen.

Tipp
Es wird nicht von dir erwartet, dass du alle Informationen verwendest, die im Text enthalten
sind. Im Gegenteil: Du sollst zeigen, dass du in der Lage bist, genau die Informationen
auszuwählen und strukturiert wiederzugeben, die für die Aufgabe wesentlich sind.

Beachte im Hinblick auf die Darstellung dies:


 Schreibe sachlich und neutral – ohne persönliche Kommentare.
(Ausnahme: Am Schluss kannst du kurz deine eigene Meinung äußern.)
 Die Zeitform ist das Präsens.
 Berücksichtige die Schreibsituation: Schreibst du zu einem bestimmten An-
lass (z. B. Schulaufführung, Jahrestag), nimmst du darauf Bezug. Ist dir eine
Textsorte vorgegeben, musst du deren Merkmale beachten (z. B. Datum und
Anrede bei Briefen). Sprich deine Leser direkt an, wenn die Situation das nahe-
legt, und richte deine Sprache an ihnen aus (z. B. mehr oder weniger förmlich).
 Verwende unbedingt eigene Worte! Schreibe nicht aus den Materialien ab.

Schritt für Einen informierenden Text schreiben


Schritt
Arbeitsschritt 1 Informationen auswählen: Lies den vorliegenden Text sorgfältig durch. Markiere
Textstellen, die du für bedeutsam hältst, und notiere am rechten Rand Stichpunk-
te zu den Inhalten. So behältst du die Übersicht, wo du welche Information fin-
dest.
Arbeitsschritt 2 Inhalte zuordnen: Sieh dir deine Randkommentare noch einmal an und über-
lege, welche Informationen inhaltlich zusammengehören. Diese kennzeichnest
du mit gleichen Buchstaben oder Zeichen.
Arbeitsschritt 3 Zusammenhänge feststellen: Finde Oberbegriffe/Zwischenüberschriften für
die zuvor gekennzeichneten „Informationsgruppen“, z. B. Problem, Ursachen etc.
Arbeitsschritt 4 Die Reihenfolge bestimmen: Lege fest, wo in deinem Text die jeweiligen
Informationen vorkommen sollen – eher am Anfang, in der Mitte oder am Ende.
Im Zweifelsfall folgst du dem Prinzip: vom Allgemeinen zum Besonderen/Detail.
Nummeriere die Textstellen und Oberbegriffe entsprechend.
Arbeitsschritt 5 Den Schreibplan erstellen: Übertrage deine Zwischenüberschriften und Notizen
stichwortartig in einen Schreibplan. Sie gehören in den Hauptteil. Dann ergänzt
du Ideen für die Einleitung und den Schluss.
Arbeitsschritt 6 Den Text schreiben: Wecke in der Einleitung das Interesse der Leser und füh-
re zum Thema hin (z. B. durch ein anschauliches Beispiel, einen aktuellen Bezug).
Im Hauptteil formulierst du die Notizen aus deinem Schreibplan aus. Zähle aber
nicht bloß Fakten auf, sondern stelle Zusammenhänge her.
Am Schluss kann ein Fazit oder ein Appell an die Leser den Text abrunden. Oder
du äußerst einen weiterführenden Gedanken oder deine Meinung zum Thema.
S c h re i b a u fg a b e n l ö s e n r 87

Ein Schreibplan zum Thema „Kinderarbeit“ könnte so beginnen: Beispiel

Einleitung
Hinführung (Beispiel) Kinderarbeit heute, z. B. Schuhputzer in Indien

Hauptteil, Teil 1 • Arbeit von Kindern unter 15 Jahren


Definition, • regelmäßiges Arbeiten für Geld
Verbreitung und • überwiegend in Entwicklungsländern, vor allem in
Häufigkeit Lateinamerika und Afrika, im Nahen Osten sowie in
Asien
• …

Hauptteil, Teil 2 • …
Ursachen

… • …

Tipp
Geeignete Zwischenüberschriften bzw. Oberbegriffe findest du z. B., indem du dir be-
stimmte Fragen stellst. Zum Thema „Kinderarbeit“ könnten es diese Fragen sein:
• Was ist Kinderarbeit? (→ Definition/ Erläuterung)
• Wo gab oder gibt es Kinderarbeit? (→ Regionen, in denen Kinderarbeit üblich ist)
• In welchem Ausmaß gibt es Kinderarbeit? (→ Häufigkeit/Umfang von Kinderarbeit)
• Warum gibt es Kinderarbeit? (→ Ursachen von Kinderarbeit)
• Wie wirkt sich Kinderarbeit aus? (→ Folgen von Kinderarbeit)
• Was kann man gegen Kinderarbeit tun? (→ Lösungsmöglichkeiten/Gegenmaßnahmen)

Ihr habt euch im Unterricht mit dem Thema Kinderarbeit beschäftigt. Gemein- Übung 39
sam mit eurem Lehrer bereitet ihr nun eine Ausstellung zu diesem Thema vor.
Bei der Eröffnung der Ausstellung wirst du ein Referat halten, in dem du die Be-
sucher – Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte – über wichtige As-
pekte von Kinderarbeit informierst. Der Text dieses Referats soll auch in einer
Broschüre für die Besucher abgedruckt werden.

Verfasse hierfür auf Grundlage des Textes und des Diagramms auf der nächsten
Seite einen informierenden Text zum Thema „Kinderarbeit“. (→ Heft)

Gehe so vor:
 Führe in der Einleitung zum Problem hin. Definiere, was Kinderarbeit ist,
und informiere in Kürze über Kinderarbeit heute.
 Im Hauptteil vermittelst du die wesentlichen Informationen über Kinder-
arbeit, d. h. über ihre Verbreitung, Ursachen und Folgen sowie über mögliche
Maßnahmen dagegen.
 Am Schluss sprichst du einen Appell aus: Fordere die Zuhörer auf, künftig
möglichst keine Produkte mehr zu kaufen, die aus Kinderhand stammen.
Hinweis: Bereite das Schreiben deines Textes durch einen Schreibplan vor. Du
kannst dafür den bereits begonnenen Plan von oben als Muster verwenden.
Lösungsvorschläge: Schreibkompetenz r 29

Übung 39: „Kinderarbeit heute“ – Einen informierenden Text verfassen

Schreibplan:

Einleitung
Hinführung (Beispiel) Kinderarbeit heute, z. B. Schuhputzer in Indien
Hauptteil, Teil 1
Definition • Arbeit von Kindern unter 15 Jahren
• regelmäßiges Arbeiten für Geld
Verbreitung und Häufigkeit • überwiegend in Entwicklungsländern, vor allem in Lateinamerika und Afrika, im Nahen
Osten sowie in Asien
• 168 Millionen Kinderarbeiter weltweit
(im Alter von 5 –17 Jahren)
• 85 Millionen davon gehen gefährlicher Arbeit nach
• größte Anzahl arbeitender Kinder in Asien und im Pazifikraum: 77,7 Millionen
• Anteil mit 21,4 % in Afrika südlich der Sahara mit Abstand am größten
Hauptteil, Teil 2
Ursachen • Armut, wirtschaftliches Ungleichgewicht in der Welt (Beispiel Schuhputzer in Indien)
• Eltern oft verschuldet, Kinder auch „Schuldknechte“
• Kinder müssen Eltern unterstützen
• kulturell bedingt: Arbeit wird von Kindern erwartet (als Zeichen der Dankbarkeit)
• Bürgerkriege, Krankheiten → Kinder oft Waisen, müssen sich allein durchschlagen
Hauptteil, Teil 3
Folgen • gesundheits- oder sogar lebensgefährlich
• kein Schulbesuch → mangelnde Bildung, keine Berufsausbildung
• keine Zukunftsperspektive, da kein Entrinnen aus der Armut
Hauptteil, Teil 4
Mögliches Vorgehen • Engagement von Hilfsorganisationen vor Ort, Alternativen/Perspektiven bieten
• Verbraucherverhalten: beim Einkauf auf Fair-Trade- oder Sozialsiegel achten
• Großverbraucher wie Betriebe, Vereine etc. sensibilisieren
Schluss
Appell Bitte an Eltern, künftig beim Einkaufen auf Produktionsbedingungen von Waren zu achten,
möglich: Preiserhöhungen; Was ist wichtiger: niedrige Preise oder Rechte von Kindern?

Kind sein – das bedeutet für die meisten von uns: in einer Familie leben, Zeit zum Einleitung:
Spielen haben, sich mit Freunden treffen. Doch die Wirklichkeit sieht für viele Vorstellungen vom Kindsein –
Realität: weltweit Kinderarbeit
Kinder anders aus, und zwar weltweit. Ihr Alltag besteht aus Arbeit. Tag für Tag sind
sie in der Landwirtschaft oder in der Industrie tätig oder sie erbringen Dienstleis-
tungen, z. B. indem sie als Schuhputzer schuften.
Man spricht von Kinderarbeit, wenn Kinder unter 15 Jahren regelmäßig einer Hauptteil, 1. Teil:
Erwerbsarbeit nachgehen. Entscheidend ist dabei nicht nur das Alter; von Bedeu- Definition von Kinderarbeit
tung sind vor allem die Häufigkeit des Arbeitens und der Zweck. Kinderarbeiter
arbeiten regelmäßig, also Tag für Tag, und sie tun es, um Geld zu verdienen. Oft regelmäßiges Arbeiten
helfen sie dabei, Produkte herzustellen, die später auf dem Weltmarkt verkauft Zweck: Geld verdienen
werden. Man weiß z. B., dass manche Teppiche von Kinderhand geknüpft sind.
Kinderarbeit gibt es vor allem in Entwicklungsländern, das heißt in Asien, dem
Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika. Weltweit müssen über 168 Millionen Wo es Kinderarbeit gibt / Häufigkeit von
Kinder und Jugendliche arbeiten, 85 Millionen davon sogar unter gefährlichen Kinderarbeit
30 r Lösungsvorschläge: Schreibkompetenz

Bedingungen. Dazu gehören bereits Kinder im Alter von fünf Jahren. Die größte
Zahl an Kinderarbeitern findet man in Asien und im Pazifikraum (77,7 Millionen).
Gemessen an allen Kindern und Jugendlichen, die in diesen Regionen leben,
macht das einen Anteil von 9,3 Prozent aus. Im Vergleich zu Afrika ist das
allerdings noch eine recht geringe Zahl. Dort, genauer gesagt, südlich der Sahara,
beträgt der Anteil der Kinder, die arbeiten, sogar 21,4 Prozent. In diesem Teil
Afrikas geht also mehr als jedes fünfte Kind aus Erwerbsgründen arbeiten.
Freiwillig geschieht das bei den meisten Kindern nicht, sondern sie arbeiten aus Hauptteil, 2. Teil:
der Not heraus. Ihre Eltern sind oft so arm, dass sie ihre Familie von dem Geld, das Ursachen von Kinderarbeit
sie mit ihrer eigenen Arbeit verdienen, nicht ernähren können. In Südostasien
kommt es auch vor, dass Eltern hoch verschuldet sind; dann müssen ihre Kinder
mitarbeiten, um diese Schulden nach und nach abzubezahlen. Eine solche
„Schuldknechtschaft“ kann von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Kinderarbeit kann auch kulturelle Hintergründe haben. In einigen Gegenden auch kulturell bedingt
erwarten Eltern einfach von ihren Kindern, dass diese arbeiten, um sie zu unter-
stützen und so ihre Dankbarkeit zu zeigen. In anderen Ländern wiederum, in de- Bürgerkriege, Aids →
nen Bürgerkrieg herrscht oder in denen die Krankheit Aids verbreitet ist, sind viele auf sich gestellte Waisenkinder
Kinder Waisen. Sie müssen sich dann selbst durchschlagen und sind deshalb
gezwungen zu arbeiten.
Die Folgen des täglichen Arbeitens für die Kinder sind fatal: Zunächst einmal kann Hauptteil, 3. Teil:
die Gesundheit der Kinderarbeiter geschädigt werden. Viele Arbeiten, die von Folgen von Kinderarbeit:
Gesundheitsschäden,
Kindern ausgeführt werden, gelten als gefährlich. Weltweit gehen 85 Millionen
Gefahr
Kinder einer solchen gefährlichen Tätigkeit nach.
Ein weiteres Problem ist, dass arbeitende Kinder nicht zur Schule gehen können. kein Schulbesuch,
Das führt dazu, dass sie keinen Schulabschluss bekommen und anschließend auch keine Berufsausbildung → Armut setzt
sich fort
keine richtige Berufsausbildung machen können. So setzt sich die Armut in den
Familien immer weiter fort: Ohne Ausbildung können die Kinder später als
Erwachsene nur einfache Arbeiten ausführen, die schlecht bezahlt werden, und
bleiben arm.
Einige Hilfsorganisationen wie z. B. „terre des hommes“ engagieren sich vor Ort Hauptteil, 4. Teil:
dafür, dass Kinderarbeit abgeschafft wird. Sie wollen z. B. erreichen, dass die Ein- Hilfsorganisationen: Vorgehen gegen
Kinderarbeit
haltung von Gesetzen, die Kinderarbeit verbieten, besser überwacht wird, oder sie
gründen Schulen.
Auch in Europa haben Verbraucher die Möglichkeit, etwas gegen Kinderarbeit zu Macht der Verbraucher
tun: Sie können beim Einkaufen darauf achten, dass die ausgewählten Produkte
nicht von Kinderhand gefertigt wurden. Dabei helfen bestimmte Siegel, z. B. das
Siegel „Fair Trade“: Waren, die dieses Zeichen tragen, wurden unter fairen Bedin-
gungen hergestellt und gehandelt, also ohne Mithilfe von Kinderarbeitern. Bei
Artikeln, die kein Siegel tragen und die aus einem Entwicklungsland stammen, z. B.
aus Burkina Faso, kann man den Geschäftsführer gezielt danach fragen, ob das
Produkt nicht von Kinderarbeitern hergestellt wurde. Auf diese Weise macht man
zumindest auf dieses Problem aufmerksam.
Es wäre schön, wenn Sie alle künftig beim Einkauf etwas bewusster darauf achten Schluss:
würden, keine Produkte mehr zu kaufen, die aus Kinderhand stammen. Je mehr Appell an die Eltern: keine Produkte
kaufen, die von Kindern hergestellt
Kunden zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, Kinder an der Herstellung
wurden
von Waren zu beteiligen, umso eher kann es gelingen, Kinderarbeit zumindest
einzudämmen. Es ist zwar möglich, dass dadurch die Preise einiger Produkte
steigen, denn Kinderarbeiter werden besonders schlecht bezahlt, um die Herstel-
lungskosten zu senken. Aber was ist wichtiger – Schnäppchenpreise oder Kinder-
rechte?
158 r

Realschulabschluss Deutsch Sachsen-Anhalt


Musterprüfung 3 – Thema: Reisen

Teil A – Textverständnis und Sprachuntersuchung


Lesen Sie Material A.
Lösen Sie anschließend die Aufgaben.

Material A
Joachim Ringelnatz: Reisegeldgedicht
1 Es gibt der Worte nicht genug,
Um Heim und Heimat laut zu preisen.
Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug.
Adieu! Adieu! Ich muss verreisen.
5 Mein Reisekoffer, frisch entstaubt,
Folgt seiner Sehnsucht in die Weite
Und hat mir freundschaftlich erlaubt,
Dass ich ihn unterwegs begleite.
Und Sehnsucht, Kohle und Benzin
10 Soll uns recht fern durch Fremdes treiben,
Damit wir denen, die wir fliehn,
Recht frohe Ansichtskarten schreiben.
Auf Wiedersehn! Ich reise fort.
Mein Reisegeld sucht andres, andre.
15 Bis ich erkenne: Hier ist dort
Und neu vergnügt nach Hause wandre.
Quelle: Joachim Ringelnatz: Das Gesamtwerk in sieben Bänden.
Hrsg. v. Walter Pape. Band 2: Gedichte. Diogenes: Zürich 1994. S. 192.
Teil A – Textverständnis und Sprachuntersuchung r 159

Aufgaben
1. Beschreiben Sie die Formmerkmale des Gedichts. Formulieren Sie jeweils 3 BE
einen Satz.
Strophen und Verse:
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Reimschema:
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Metrum:
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2. In dem Gedicht werden verschiedene Personalpronomen verwendet. 3 BE


Notieren Sie, wofür sie stehen.

Das Personalpronomen steht für …

ich (V. 4, 8, 13, 15)

ihn (V. 8)

uns (V. 10), wir (V. 11)

3. Zitieren Sie für die folgenden Aussagen jeweils eine passende Textstelle. 3 BE

Aussage Textbeleg

a) Wer verreist, sucht Abstand von


Freunden und Bekannten.

b) Reisende möchten gegenüber


den Daheimgebliebenen
angeben.
c) Mit einer Reise ist der Wunsch
nach Abwechslung verbunden.

4. a) Nennen Sie den Fachbegriff für das Gestaltungsmittel, mit dem in der 1 BE
zweiten Strophe der „Reisekoffer“ beschrieben wird.
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160 r Teil A – Textverständnis und Sprachuntersuchung

3 BE b) Erklären Sie, was durch dieses Gestaltungsmittel zum Ausdruck gebracht


wird.
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3 BE 5. Der lyrische Sprecher benutzt zweimal das Wort „Sehnsucht“ (V. 6 und V. 9).
Stellen Sie einen Zusammenhang zwischen dem Sinn dieses Wortes und dem
Antritt einer Reise her.
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3 BE 6. Erklären Sie die Bedeutung von „Kohle und Benzin“ in Vers 9.


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7. In Vers 4 heißt es: „Ich muss verreisen“, und die dritte Strophe beginnt mit
den Worten „Und Sehnsucht, Kohle und Benzin / Soll uns recht fern durch
Fremdes treiben“.
1 BE a) Nennen Sie den Fachbegriff für die unterstrichenen Verben.
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3 BE b) Notieren Sie drei weitere Beispiele für solche Verben.


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164 r Teil B – Textproduktion

Teil B – Textproduktion

Bearbeiten Sie Aufgabe B 1 oder Aufgabe B 2. Lesen Sie dazu Material B.

Aufgabe B 1: Nachhaltig reisen!


Der drohende Klimawandel ist auch bei Ihnen in der Schule ein viel diskutiertes
Thema. Immer öfter hört man die Frage: „Kann man heute überhaupt noch
verreisen?“ Das bewegt Sie dazu, einen Text für die Schülerzeitung zu schreiben.
Die Botschaft, die Sie Ihren Leser*innen vermitteln wollen, lautet: „Ja, man kann
noch verreisen. Entscheidend ist nicht das Ob, sondern das Wie!“
Schreiben Sie einen appellativen Text für die Schülerzeitung. Plädieren
Sie darin für nachhaltiges Reisen.
 Richten Sie Ihren Appell an die Mitschüler*innen. Erklären Sie in dem Zusam-
menhang auch knapp, was es heißt, nachhaltig zu reisen.
 Führen Sie zur Begründung mindestens drei Argumente aus.
 Weisen Sie mögliche Einwände begründet zurück.
 Bekräftigen Sie am Schluss Ihren Appell.

Aufgabe B 2: Zu Hause bleiben oder verreisen?


Zwei Freunde unterhalten sich über die nächsten Sommerferien. Einer von ihnen
freut sich schon auf den Flugurlaub, den seine Eltern gerade gebucht haben, der
andere wird diesmal gar nicht verreisen.
Schreiben Sie das Gespräch, das zwischen den beiden Jungen stattfinden
könnte, in Form eines Dialogs auf.
 Arbeiten Sie in dem Dialog die unterschiedlichen Meinungen der Gesprächs-
partner zum Thema „nachhaltig reisen“ heraus.
 Begründen Sie beide Positionen mit aussagekräftigen Argumenten.
 Beziehen Sie sowohl Informationen aus Material B als auch eigene Beispiele
mit ein.

Hinweis: Sie können das Gespräch auch zwischen zwei Mädchen oder einem
Jungen und einem Mädchen stattfinden lassen.
Teil B: 50 BE
Teil B – Textproduktion r 165

Material B

Nachhaltig reisen: Die Welt sehen und besser machen


1 Sanfter Tourismus zu machen, Zeit mit lieben Menschen zu
Nachhaltigkeit und Reisen: Ist das nicht 50 verbringen oder mal wieder durch den 1 Primärenergie:
ursprünglich vorkommende
ein Widerspruch? Schließlich ist die Stadtpark zu spazieren. Wen das Fern-
Energiequellen, z. B. Öl und
Erkundung der Welt kaum zu Fuß mög- weh plagt, der kann trotzdem einiges Erdgas
5 lich. Eine Studie im Auftrag des Um- tun, um ökologisch zu reisen. Ein Flug
2 Emissionen: Ausstoß von
weltbundesamtes zeigt die verheeren- von Berlin nach Mallorca hat statistisch Stoffen, die in der Regel für
den Auswirkungen des Tourismus auf 55 dieselbe Klimawirkung, als wenn je- die Umwelt schädlich sind,
die Umwelt. Während der An- und Ab- mand ein halbes Jahr Auto fährt. Städ- z. B. CO2
reise kommt es zu einem hohen Ver- tetrips, die mit dem Fernbus erreicht 3 Biodiversität: Vielfalt der
10 brauch der Primärenergie1, klimaschädli- werden können, sind wesentlich effizi- Lebewesen

chen Emissionen2 und einem Rückgang enter5. Auch Mitfahrgelegenheiten sind 5 effizient: wirksam, wir-
kungsvoll
der Biodiversität3. Der Kompromiss lau- 60 eine tolle Möglichkeit, umweltfreund-
tet: Nachhaltig reisen. […] lich zu reisen und gleich noch ein paar
nette Menschen kennenzulernen.
Was versteht man unter nachhaltigem
15 Reisen? Auf Flugzeug verzichten, um nachhaltig
Der sogenannte sanfte Tourismus ist reisen zu können?
eine Möglichkeit, neue Länder zu erkun- 65 Bestimmte Ziele sind nur mit dem Flug-
den und dabei möglichst wenig auf die zeug zu erreichen. In diesem Fall kön-
Natur einzuwirken. Viele Themen spie- nen nachhaltige Touristen CO2 kom-
20 len dabei eine Rolle. Nachhaltiges Rei- pensieren6. Über myClimate ist eine 6 kompensieren: aus-
sen beginnt bereits beim Kofferpacken, Berechnung möglich, welchen Klima- gleichen
reicht über die Auswahl der geeigneten 70 schaden die eigene Flugroute anrichtet.
Unterkünfte und betrifft nicht zuletzt Die zwei- bis dreistellige Summe spen-
das Verhalten vor Ort, die Unterstüt- det der Reisende am besten für Klima-
25 zung der Einheimischen und die lokale schutzprojekte vor Ort. […]
4 lokale Wertschöpfung:
Wertschöpfung4.
Was kann ich bei der Wahl des Hotels wirtschaftlicher Gewinn vor
Ort
Was sind die Gründe für nachhaltiges 75 berücksichtigen?
Reisen? Oft suchen Reisende nach dem güns-
Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend, tigsten Preis für Übernachtung vor Ort.
30 sondern ein Lebensstil geworden. Nur Dieser wird meistens von internationa-
wenn jetzt etwas für die Erhaltung der len Ketten angeboten, die Bettenburgen
Natur und der Kultur in den Zielländern 80 in bester Lage bauen. Große Hotelketten
getan wird, bleiben sie langfristig erhal- gehören ausländischen Investoren, die
ten. Ökotouristen haben eine Vorbild- kein Interesse an dem haben, was um
35 funktion für die Einheimischen – wer das Hotel herum passiert. Selbst Ar-
Müll in Eimer und nicht auf die Straße beitskräfte werden oft von außerhalb
wirft, bewegt vielleicht auch ein Um- 85 eingeflogen. Stattdessen ist es besser,
denken bei der Bevölkerung. Durch kleine Häuser vor Ort zu buchen, die
Achtsamkeit im Umgang mit der Natur von Einheimischen geführt werden,
40 kann diese ökonomisch an Wert gewin- oder sogar einen Homestay bei einer
nen. Die Einheimischen entwickeln aus Familie in Anspruch zu nehmen. Da-
diesem Grund eine Bereitschaft, etwas 90 durch wird gleich die Nähe zur Kultur
für die Erhaltung ihrer Umwelt zu tun. und dem Land hergestellt. […]
Wie kann ich meine Reise nachhaltig Wie kann ich mich während meines
45 gestalten? Ökourlaubs vor Ort fortbewegen?
Nachhaltigkeit beginnt schon bei der Am besten natürlich zu Fuß, mit dem
Wahl des Urlaubsziels. Nichts spricht 95 Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrs-
dagegen, einfach mal Urlaub zu Hause mitteln. Oftmals bieten auch einheimi-
Lösungsvorschläge: Musterprüfung 3 r 57

Musterprüfung 3 – Thema: Reisen

Teil A – Textverständnis und Sprachuntersuchung

Aufgabe 1 b) Mit den Ansichtskarten, die Reisende verschicken,


• Das Gedicht besteht aus vier Strophen mit je vier zeigen sie den Empfängern, dass sie in weit entfernte
Versen. schöne Orte gereist sind. c) Die Wörter „andres, andre“
• Es liegt ein regelmäßiges Reimschema vor: der sowie „Fremdes“ stehen für etwas, das neu für die Reisen-
Kreuzreim. den ist.
• Das Metrum ist ein vierhebiger Jambus.
Aufgabe 4
r Hinweis: In einem Gedicht entspricht ein Absatz einer
Strophe, eine Zeile einem Vers. – Bei einem Kreuzreim a) Fachbegriff: Personifikation
reimen sich die Verse am Ende immer abwechselnd: b) Der lyrische Sprecher schreibt dem Koffer mensch-
a b a b. – Ein Jambus ist das Versmaß, das mit einer unbe- liche Gefühle und Verhaltensweisen zu. In der
tonten Silbe beginnt, gefolgt von einer betonten Silbe. Jede zweiten Strophe sagt er über ihn: „Mein Reisekoffer,
betonte Silbe bezeichnet man als Hebung. […] / Folgt seiner Sehnsucht in die Weite / Und hat
mir freundschaftlich erlaubt […]“ (V. 5 – 8). Damit
Aufgabe 2 entsteht auch der Eindruck, dass es nicht der lyri-
sche Sprecher ist, der die Reise unbedingt unter-
Das Personalpronomen
steht für … nehmen will. Er will seinem Koffer nur folgen.
r Hinweis: Personifikation liegt vor, wenn eine nicht-
ich (V. 4, 8, 13, 15) den lyrischen Sprecher.
menschliche Sache, hier: ein Koffer, so dargestellt wird
wie ein menschliches Wesen (eine Person).
ihn (V. 8) den Koffer des lyrischen
Sprechers.
Aufgabe 5
uns (V. 10), wir (V. 11) den lyrischen Sprecher und Wer sich nach etwas sehnt, hat einen starken Wunsch
alle anderen Reisenden. danach. Wenn es heißt, der Koffer habe „Sehnsucht in
r Hinweis: Sieh dir jeweils die Textstelle an und überlege, die Weite“ (V. 6), möchte er die Enge der Wohnung
worauf sich das Personalpronomen dort bezieht. verlassen und dorthin reisen, wo er sich freier fühlt.
Seinem Koffer fühlt sich der lyrische Sprecher freund-
Aufgabe 3 schaftlich verbunden.
In der dritten Strophe findet eine Verallgemeinerung
Aussage Textbeleg
statt: Hier spricht der lyrische Sprecher nicht nur von
a) Wer verreist, sucht „denen, die wir fliehn“ sich, sondern von mehreren Reisenden („uns“, V. 10),
Abstand von Freun- (V. 11) die den Wunsch haben, etwas Neues zu erleben. Die
den und Bekannten. Sehnsucht, so heißt es, solle sie „recht fern durch Frem-
b) Reisende möchten „Recht frohe Ansichts- des treiben“ (V. 10).
gegenüber den Da- karten schreiben.“ (V. 12) r Hinweis: Sieh dir den genauen Zusammenhang an, in
heimgebliebenen dem von „Sehnsucht“ die Rede ist. Frage dich, wer es
angeben. jeweils ist, der Sehnsucht empfindet – und wonach er sich
sehnt.
c) Mit einer Reise ist „Mein Reisegeld sucht
der Wunsch nach andres, andre.“ (V. 14)
Aufgabe 6
Abwechslung ver- oder:
bunden. „Soll uns […] durch Der lyrische Sprecher nennt hier die Antriebsstoffe, die
Fremdes treiben“ (V. 10) für die Fahrzeuge verwendet wurden, mit denen man
verreisen konnte. Kohle steht für die Eisenbahnen, die
r Hinweis: a) Man „flieht“ vor jemandem (hier: „jeman-
damit angetrieben wurden, und Benzin steht für Autos.
den fliehen“), den man eine Zeit lang nicht sehen will.
Lösungsvorschläge: Musterprüfung 3 r 59

Teil B – Textproduktion

Aufgabe B 1
r Hinweis: Lies Material B gründlich und orientiere dich dabei an den Arbeitshinweisen. Sie geben dir vor, welche
Informationen du für deinen Text brauchst, und legen den Aufbau deines Textes schon fest, das erleichtert dir die
Arbeit. Gehe am besten so vor: Führe in der Einleitung zum Thema hin, dem nachhaltigen Reisen, und formuliere dann
deinen Appell. Beginne deinen Hauptteil mit einer kurzen Erklärung, was mit nachhaltigem Reisen gemeint ist. Achte
darauf, hier noch keine Einzelheiten zu nennen, das machst du dann im nächsten Schritt, in dem du deinen Appell
ausführlich begründest. Du möchtest erreichen, dass deine Leser*innen deinen Aufruf ernst nehmen, deshalb musst du
überzeugende Argumente für dein Anliegen vorbringen können. Führe mindestens drei verschiedene Argumente aus.
Bringe darin verschiedene Aspekte des Reisens zur Sprache, z. B. die Anreise, die Wahl der Unterkunft, das Verhalten vor
Ort. Reichere deine Aussagen mit passenden Beispielen an; dadurch wirkt deine Darstellung anschaulich. Überlege
auch, welche Einwände jemand gegen deine Argumente anführen könnte, z. B. die Einstellung der Eltern oder Geld-
fragen. Weise diese Einwände zurück, damit bekräftigst du indirekt deine Argumente für nachhaltiges Reisen. Am
Schluss wiederholst du deinen Appell und verweist dabei noch einmal auf deinen entscheidenden Gedanken.
Bedenke, dass du deinen Appell an deine Mitschüler*innen richtest. Schreibe so, dass sie sich angesprochen fühlen
können. Formuliere deinen Text aber trotzdem möglichst sachlich, sonst wirkt er nicht seriös.

Nachhaltig reisen!
Freut ihr euch auf die Sommerferien? Wahrscheinlich haben eure Eltern schon Einleitung:
eine Reise gebucht. Wohin soll es denn diesmal gehen? Oder wollt ihr ausnahms- Einstimmung auf das Thema: Reisepla-
nung für die Sommerferien
weise in diesem Jahr ohne eure Familie reisen, vielleicht mit einem Freund oder Aussprechen eines Appells: Reist nach-
einer Freundin? – Unabhängig davon, mit wem und wohin ihr wegfahrt: Reist haltig!
nachhaltig!
Aber was heißt das eigentlich: nachhaltig reisen? Grundsätzlich bedeutet es, dass Hauptteil:
man sich als Tourist darum bemüht, durch sein Verhalten keine dauerhaften Schä- Erklärung: Was bedeutet nachhaltiges
Reisen?
den anzurichten – weder auf dem Weg zum Urlaubsziel noch am Urlaubsort selbst.
Wer nachhaltig reisen will, sollte also als Erstes darüber nachdenken, wie er seinen 1. Argument: Anreise mit dem Flugzeug
Urlaubsort am besten erreicht. Für viele Touristen ist es seit Jahren selbstverständ- besser vemeiden
lich, mit dem Flugzeug in den Urlaub zu reisen. Schließlich kann man auf diese
Weise selbst große Entfernungen mühelos in wenigen Stunden überwinden. Was
viele nicht wissen: Schon ein zweistündiger Flug, z. B. von Berlin nach Mallorca,
belastet das Klima so sehr wie das Fahren mit einem Auto über einen Zeitraum Begründung: hohe Klimabelastung
von einem halben Jahr. Deshalb rate ich euch: Wählt für eure Anreise an den
Urlaubsort nicht das Flugzeug, sondern ein anderes Verkehrsmittel!
Ihr werdet einwenden, dass es kaum möglich ist – oder sehr lange dauern würde, Einwand: südliche Urlaubsorte nur per
mit dem Auto einen Urlaubsort am Mittelmeer zu erreichen. Das stimmt natür- Flugzeug zu erreichen
lich. Aber ist es überhaupt nötig, ein Urlaubsziel anzusteuern, das so weit entfernt
ist? Reicht es nicht, an die Ostsee zu fahren? Dort sind die Strände genauso schön Entkräften des Einwands: Reiseziel im
wie in Italien oder Spanien (vielleicht sogar schöner). Leichter zu erreichen ist ein Inland ebenso attraktiv
Urlaubsort im Inland auf jeden Fall, und die Anreise ist billiger. Außerdem sind
die Temperaturen hier mittlerweile fast genauso hoch wie in einem südlichen
Land.
Worauf man auch achten sollte, ist die Wahl der Unterkunft. Viele von euch ken- 2. Argument: Wahl der Unterkunft
nen sicher die Vorteile eines Pauschalurlaubs: Man bucht die Reise im Paket, und Vorteil eines Pauschalurlaubs: geringer
der Reiseveranstalter erledigt alles andere – neben der Anfahrt auch das Buchen Organisationsaufwand für die
Reisenden
von Hotel und Verpflegung, oft sogar „all inclusive“. Der Vorteil einer solchen
60 r Lösungsvorschläge: Musterprüfung 3

Reise liegt auf der Hand: Man muss sich nicht weiter um die Organisation des
Urlaubs kümmern. Das erleichtert die Planung erheblich.
Allerdings hat ein solcher Urlaub auch Nachteile. Habt ihr schon mal daran ge- aber: viele Nachteile durch große Hotels:
dacht, wer an einer solchen Reise am meisten verdient? Das sind – neben dem
Reiseveranstalter – vor allem die Besitzer großer Hotels. Und wem gehören die?
Großen Investoren, die ihre Hotelpaläste weltweit errichtet haben – zum Nachteil • Die Einheimischen profitieren nicht
der Einheimischen, die sich mit viel Mühe ihre kleine Pension aufgebaut haben. davon.
Sie können mit den Angeboten in den großen Hotels einfach nicht mithalten.
Und am schlimmsten ist, dass die riesigen „Bettenburgen“ die Natur in dem Ge- • Die Hotels zerstören die Natur vor
biet zerstören. Vielleicht solltet ihr aus diesen Gründen darauf achten, in einem Ort.
→ lieber kleinere Unterkunft wählen
kleineren Haus zu übernachten. So bekommt ihr auch viel eher Kontakt zu den
Einheimischen.
Was darüber hinaus eine wichtige Rolle spielt, ist euer Verhalten vor Ort. Zum 3. Argument: Verhalten vor Ort
Einkaufen sucht ihr am besten kleine Läden auf, statt wie gewohnt in einen der • in kleinen Läden einkaufen
riesigen Supermärkte zu gehen. Oder ihr besucht einen Wochenmarkt. So könnt
ihr jedenfalls sicher sein, dass die Produkte nicht von weit her importiert wurden,
sondern von den Bauern im Umland stammen. Essen und trinken solltet ihr auch • in örtlichen Restaurants oder Cafés
essen und trinken
lieber in einem der örtlichen Restaurants oder Cafés statt in den großen Hotels.
Dass ihr euren Müll nicht einfach irgendwo fallen lasst, versteht sich von selbst. • Müll ordnungsgemäß entsorgen
Damit würdet ihr die Landschaft verschandeln, und das wollt ihr doch sicher
nicht. Es gibt in der Regel überall genügend Papierkörbe, und wenn nicht, nehmt
ihr euren Abfall einfach wieder mit.
Nicht zuletzt ist auch die Art und Weise, wie ihr euch am Urlaubsort fortbewegt, 4. Argument: Fortbewegung am
von Bedeutung: Wahrscheinlich werden eure Eltern ein Auto mieten – zumindest Urlaubsort
für eine Woche. Schließlich wollt ihr das Umland erkunden und die eine oder an-
dere Sehenswürdigkeit bewundern. Aber müsst ihr denn unbedingt mit dem Auto Auto meiden
dorthin fahren? Es gibt doch auch öffentliche Verkehrsmittel, z. B. Busse! Oder ihr öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder
mietet ein Fahrrad. Das ist umweltfreundlich – und fördert zugleich eure Fitness. Fahrrad fahren
Ihr werdet jetzt denken: „Die Ratschläge sind ja schön und gut. Es sind aber meine möglicher Einwand: Eltern entscheiden
Eltern, die entscheiden, wie und wohin wir in den Urlaub fahren!“ Da habt ihr über den Urlaub
natürlich recht. Aber ihr könnt doch auch mal eure Stimme erheben und Ratschlag: Eltern beeinflussen
versuchen, eure Eltern zu beeinflussen. Wenn ihr ihnen ausdrücklich sagt, dass ihr
keine Urlaubsreise mehr machen wollt, die der Umwelt schadet – oder den
Einheimischen vor Ort –, werden sie euch sicher anhören. Vielleicht ändern sie
dann auch irgendwann ihr Urlaubsverhalten.
Ich hoffe, ihr habt verstanden, worum es mir geht: Ich will euch nicht dazu über- Schluss:
reden, gar nicht mehr zu verreisen. Das ist nicht der Punkt. Ihr solltet eure Reisen Bekräftigen des Appells
allerdings so planen und durchführen, dass die Natur dadurch nicht unnötig lei-
det. Am wichtigsten ist dabei wahrscheinlich die Wahl des Urlaubsorts: Am Wiederholen des wichtigsten
besten wählt ihr ein Ziel aus, das ihr mit dem Auto – besser noch: mit der Bahn – Gesichtspunkts
erreichen könnt. Das verringert die CO2-Belastung der Luft – und verlangsamt
damit den Klimawandel. Dazu sollten wir unbedingt unseren Beitrag leisten. Dann
können wir unseren Urlaub auch mit gutem Gewissen genießen.
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