Raising Arizona
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Raising Arizona
ISBN: 9780312022709
Category: Media > Books
File Fomat: PDF, EPUB, DOC...
File Details: 18.2 MB
Language: English
Website: [Link]
Short description: Fine The Screenplay. 8vo. Glossy illustrated
wrappers. 139 pages. Illustrated. No names or marks. A crisp,
unmarked, as new copy.
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Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.
Was Du einst warst, mich soll’s nicht stören,
Und was ich bin, geht keinen an,
Dir will für immer ich gehören,
Nur Gutes hast Du mir getan.
Das Leid, das wir gemeinsam tragen,
Macht uns von Schuld und Sünde frei,
Die Welt verstößt uns! was die sagen,
Wenn Du mich liebst, ist’s einerlei.
Liebe mich,
Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.
An König Ludwig II. von Bayern
u einziger König dieser Zeit, den Purpur kleidet,
Der Du im Sterben Deinen Genius hast gerächt
Am Wahnsinn jener Wissenschaft, die uns beneidet,
Die breit an unserm Herd zu sitzen sich erfrecht,
Die Gott gemordet hat und hämisch dem Geschlecht
Des Menschen Freude, Kunst und Poesie verleidet,
Im Tode gabst Du noch den Tod, Dein Stolz war echt,
Ich grüße Deine Majestät, die glorreich scheidet!
In dem Jahrhundert, wo die Könige wie nie
Zuvor verlernt die wirklich königliche Pose,
Warst Du ein König, Märtyrer der Phantasie.
Heil Dir und Deiner einzigen Apotheose,
Der stolzen Seele, die befreit des Weges zieht,
In Gold und Erz, umrauscht von Richard Wagners Lied!
Meine Büste
m ... das ist also die Gestaltung,
In der mein Bild zur Nachwelt
spricht!
Höchst imponierend ist die Haltung,
An Würde fehlt es wirklich nicht.
Vor diesem Haupt, das jeden Morgen
Um ein Erlebnis schwerer wiegt,
Das dennoch seiner ewigen Sorgen
Gewicht im bittern Kampf erliegt,
Was urteilt einmal wohl die Clicque,
Die schwatzend vor dem Marmor steht?
„Gewiß, der harte Zug verrät,
— Man sieht es schon am finstern Blicke —
Der Kerl war, was man böse nennt,
Doch in der Büste steckt Talent.“
José-Maria de Hérédia
1842-1905
Vergessen
er Tempel auf der steilen Klippe ist zerfallen,
Die ehernen Heroen liegen tief im Sand,
Die Marmorgöttin, welche auf dem Altar stand,
Ruht im Gestrüpp, verödet sind die weißen Hallen.
Ein Rinderhirt läßt seine Muschelflöte schallen,
Die Weise ist seit altersgrauer Zeit bekannt,
Zur Tränke zieht der Stier im heißen Sonnenbrand,
Der Geier späht nach Raub für seine scharfen Krallen.
Die milde Erde, die die Götter einst gesehn,
Schmückt stets im Frühling, um für alte Huld zu danken,
Geborstene Kapitäle mit Akanthusranken.
Der Mensch will seiner Väter Traum nicht mehr verstehn,
In hellen Nächten hört er ohne frommen Schauer
Des Meeres Klagelied und der Sirenen Trauer.
Pan
uer durch des Waldes rätselhaftes Dickicht schweift
Auf stillen Pfaden, die im tiefen Dunkel enden,
Der Bocksfuß, der die Nymphen mit den frechen Händen,
Wo sie sein heißer Blick erspäht, verlangend greift.
Rings Girren und Geraun. Ein heller Lichtstrahl streift
Das Dach, frohlockend tanzt er auf den grünen Wänden;
Es lebt und webt im Holz, verborgene Quellen spenden
Ihm junge Kraft, zur Höhe ist der Tag gereift.
Verloren hat sich eine Nymphe. Unentschlossen
Lauscht sie der Träne, die vom Morgentau vergossen
Im Moose schluchzt. Das junge Herz bangt ahnungsvoll.
Ein Sprung! Da hält sie schon der Gott, von Wollust trunken,
Im Arm, sein Lachen peitscht die weiche Luft wie toll ...
Fort ist er. Und in Schweigen liegt der Wald versunken.
Der Ziegenhirt
erfolge nicht den Bock auf diesem Kletterpfad,
Ein Fehltritt, und Du kommst zu Schaden und zu Leide!
Am Hang des Menalos, wo wir die Sommerweide
Beziehn, gewahrst Du kaum, wie schnell das Dunkel naht.
Ich habe Wein und Obst. Wir harren, durch den Grat
Geschützt, des Morgens hier, doch laut zu sein vermeide,
Allgegenwärtig sind die Himmlischen, uns beide
Hat Hekate schon längst erspäht. Deshalb mein Rat.
Der Satyr, der als Herr auf diesen Höhen schaltet,
Haust dort im tiefen Loch, wo das Gestein sich spaltet,
Er kommt hervor, wenn jemand ihn zu schrecken wagt.
Horch, die Schalmei! laß flink uns in den Schatten schlüpfen ...
Sieh, wie der Mondschein sich an seine Hörner hakt,
Zum Tanze spielt er auf, und meine Ziegen hüpfen.
Weihe
em grimmen Ares weihe ich die treuen Waffen!
Hilf mir, ich bin zu alt. Hier vor das Gottes Bild
Häng an den Pfeiler meinen Helm, den schweren Schild
Und dieses schartige Schwert ..., ich kann es nicht mehr schaffen.
Und auch den Bogen. Meinst Du, daß er mit der straffen
Sehne hier hängen soll? Ich wär es gern gewillt,
Doch meine Kraft versagt, wenn solcher Kunst es gilt,
Das harte Holz gehorcht nicht mehr dem Arm, dem schlaffen.
Nimm jetzt den Köcher. Wunderst Du Dich etwa, weil
Er leer ist? Ja, mir scheint, Dein Auge sucht den Pfeil,
Damit er Dir von blutigem Männerstreit erzähle!
Es ist umsonst, Du findest keinen mehr davon,
Sie schwirrten zischend durch das Feld von Marathon
Und stecken alle in des toten Persers Kehle.
Des Toten Bitte
alt, Wanderer, ein Wort! Wenn je Dein froher Mut
Nach Kypsela Dich führt am Hebrosstrand, so frage
Dem greisen Hyllos nach, er soll die Totenklage
Dem Erben weihn, der nie mehr an des Herdes Glut
Sich wärmen wird. Zernagt vom Wolf und seiner Brut
Vermodert der erschlagne Leib im finstern Hage,
Vergebens harrt, daß ihn das Boot hinüber trage,
Am Styx der Schatten. Rache heischt vergossenes Blut.
Jetzt geh. Des Abends, wenn der Sonne Strahlen bleichen,
Siehst Du vielleicht ein Weib zu einem Denkmal schleichen,
Der schwarze Schleier hüllt das weiße Haupt ihr ein.
Daß nächtigen Spuk die Ärmste treibt, darfst Du nicht wähnen,
Es ist mein Mütterchen. Sie beugt sich auf den Stein
Und füllt die leere Urne nur mit ihren Tränen.
Der Sklave
in Sklave bin ich jetzt, zerlumpt, gehetzt, gejagt,
Mein Rücken kennt den Schmerz, mein Auge kennt die
Tränen,
Geboren bin ich frei, am Strande der Sirenen,
Dort wo die blaue Hybla froh gen Himmel ragt.
Hätt ich Sicilien nie Lebewohl gesagt,
Ach würde noch einmal erfüllt der Seele Sehnen!
Wenn Du zur Winterszeit nach Süden folgst den Schwänen,
O Gastfreund, geh zu ihr, nach der mein Kummer fragt.
Noch einmal möchte ich die Augen schaun, die feuchten,
Daraus der Sonne Glanz und alle Sterne leuchten,
Und ihrer dunkeln Brauen sieggewohntes Joch.
Such Cleariste auf! ich fleh Dich an, erbarme
Dich gnädig, sage ihr, ich lebe, liebe noch,
An ihrer tiefen Trauer kennst Du sie, die arme.
An der Trebia
uf kahlen Höhen flammt des bleichen Morgens Pracht,
Numidische Geschwader führen, um zu tränken,
Die Rosse schnell hinab, wo sich die Ufer senken,
Die Hörner schmettern grell, das Lager ist erwacht.
Sempronius nämlich, der die Augurn keck verlacht,
Trotzt dem geschwollnen Strom und Scipios Bedenken,
Die seines Consulates junge Würde kränken ...
Lictoren, hebt das Beil, Cohorten, auf zur Schlacht!
Der dunkle Horizont steht rings umher in Flammen,
Des Insubrers armselige Hütte bricht zusammen,
Laut in Trompetentönen klagt ein Elefant.
Dort unterm Brückenbogen lehnt ein Mann. Ein dumpfes
Geräusch vom Taktschritt der Legionen naht. Gespannt
Lauscht Hannibal mit einem Lächeln des Triumphes.
Nach der Schlacht bei Cannae
er eine Consul tot, der andere verschollen,
Der Aufidus schwillt an, es wälzt die trübe Flut
Zum Meer die Waffen und die Leichen. Rot wie Blut
Wölbt sich der Himmel über Rom, die Donner grollen.
Vergebens fällt der Opferstier, die Götter wollen
Nicht sprechen, keine Vogelschau schafft neuen Mut,
Die Bücher der Sibylle schweigen. Schrecken ruht
Und Trauer auf der Stadt, des Schicksals Würfel rollen.
Am Abend steht die Menge auf dem Aquäduct,
Die Väter und das Volk. Nur ein Gedanke zuckt
Durch Tausende. Sie spähn hinaus in bangem Schweigen.
Sie sehen schon im letzten Abendsonnenstrahl
Auf seinem Elephanten jenen Hannibal
Von den Sabinerbergen klirrend niedersteigen.
Villula
u bist am Ort, Du brauchst nicht weiter erst zu gehen!
Dem alten Gallus eignet dieses kleine Gut,
Das so bescheiden an dem niedern Hange ruht,
Und dieses Schindeldach, kaum kann man drunter stehen.
Im Häuschen mag er einen Freund schon bei sich sehen;
Ein Weinberg ist dabei, des alten Herdes Glut
Backt reichlich Brot, und wie die Bohnensuppe tut,
Frag ihn ...! Soll von den Göttern er noch mehr erflehen?
Des Wäldchens Reisig kommt im Winter ihm zu Nutz,
Im heißen Sommer bietet ihm das Laubdach Schutz,
Der Herbst bescheert wohl eine Drossel, ein paar Meisen.
Hier lebt er an der Stätte, die des Knaben Spiel
Geschaut, zufrieden mit dem Lose, das ihm fiel.
Jetzt kennst Du Gallus, Freund. Du findest einen Weisen.
Tranquillus
C. Plinii Secundi Epist. I. 24.
ier hat Sueton gelebt! stets führte das Verlangen
Nach seines Tibur tiefer Ruh ihn wieder her;
Noch steht ein Bogen von der Villa aufrecht, der
Die Ranken stützt, die an den alten Ulmen hangen.
In jedem Herbst ist er von Rom hierher gegangen,
Aus jenem großen, glutdurchwogten Häusermeer,
Hier leuchtete die rote Traube, reif und schwer,
Dies Fleckchen Erde nahm ihn immer neu gefangen.
Und in dem Frieden waren sie ihm alle nah,
Des Claudius Spukgestalt, Nero, Caligula,
Der Messalina frevelhaft verbuhltes Lieben,
Das grause Spiel, das einst auf Capri ward getrieben ...
Dies alles hat in Wachs geritzt, ganz wie’s geschah,
Sein Griffel hier, der unerbittlich wahr geblieben.
Lupercus
M. Val. Martialis Lib. I. Epigr. 118.
upercus hält mich eifrig an, der Bücherjäger:
Dein neues Epigramm ist köstlich, Meister, fein!
Du borgst mir — tadellos ist wirklich das Latein —
Die ganze Rolle, morgen schick ich meinen Neger.
Den der so humpelt und so keucht? Das ist ein träger
Gesell, der schläft auf meiner steilen Treppe ein.
Du wohnst am Palatin? bequemer kann’s nicht sein,
Im Argiletum haust Atrectus, mein Verleger.
Sein Lager ist auf’s reichste assortiert, ich kenn’s:
Vergil und Silius, Plinius, Phädrus und Terenz,
Du magst nach Lebenden, Du magst nach Toten fragen.
Dort steht, und nicht im letzten Fach, im Futteral
Von Cedern, fein gefalzt, in Purpur eingeschlagen,
— Für fünf Denare hast Du ihn — auch der Martial.
Die Dogaressa
ie Herren plaudern in den lichten Säulengängen,
So malte sie des göttlichen Vecellio Hand;
Noch röter leuchtet heut das rote Prachtgewand
Im Glanz der schweren Ketten, die darüber hängen.
Sie blicken in die trübe Flut, die in der engen
Lagune, aus der weiten Adria verbannt,
Vorüberrauscht, sie sehn den Himmel, lachend spannt
Er sich ob buntem Volk, ob fröhlichen Gesängen.
Die stolzen Nobili im purpurfarbenen Kleid,
Mit kaltem Herrenblick und blitzendem Geschmeid
Bewegen ernst sich auf der weißen Marmortreppe.
Die Dame dehnt im Sessel lässig sich und stumm,
Sie dreht sich langsam zu dem kleinen Neger um
Und lächelt. Dieser Wicht trägt die brokatne Schleppe.
Der alte Goldschmied
rotz manchem Namen, der ins Meisterbuch geschrieben,
Trotz Ruiz, Becerril, Ximenez und Arphee
Hab ich den Stein gefaßt, die Perle, die Kamee,
Der Vase Griff gedreht, ihr Fries herausgetrieben.
Den Märtyrer, der auf dem Roste treu geblieben,
Ihn bildete ich nie, ich malte, Schmach und Weh,
Dionysos im Rausch, den Fall der Danae
Auf Silber und Email, statt meinen Herrn zu lieben.
Ich habe mehr als eine Klinge damasziert,
Bei diesem Teufelswerk, das frecher Stolz gebiert,
Vergaß ich um der Seele Seeligkeit zu werben.
Dem dunkeln Abend neigt sich meines Tages Glanz,
Ich will wie Fra Juan von Segovia sterben,
Mein letztes Werk sei eine goldene Monstranz.
Die Conquistadoren
in wilder Geierflug aus Horsten kahl und leer,
Des stolzen Elends satt sind sie der Not
entflohen,
Von wüstem Traum berauscht, Banditen und Heroen,
So stießen sie hinaus von Palos de Moguer.
Zipango war ihr Ziel, des roten Goldes schwer,
Gold sah die heiße Gier im tiefen Schachte lohen;
Die Passatwinde, welche schreckenvoll sonst drohen,
Geleiteten sie durch das unbekannte Meer.
Die Tropennacht verheißt schon morgen Abenteuer,
Ein blauer Phosphorglanz ringsum, ein Meer in Feuer,
Durchfurcht von leichtem Kiel auf rätselhafter Bahn;
Sie beugen sich hinab von ihren Caravellen,
Da steigt ein neuer Stern tief aus dem Ozean
Zum fremden Himmel auf, die Pfade zu erhellen.
Jungbrunnen
uan Ponce de Leon erlag des Teufels Spiel,
Als mit den Jahren er das dichte Haar sah
bleichen;
Von alten Schriften voll und kraft geheimer Zeichen
Lenkt nach dem Bronnen ewiger Jugend er den Kiel.
Er kreuzt, des Traumes Knecht, dem all sein Witz verfiel,
Drei Jahre durch die Fluten, die sich endlos gleichen;
Da taucht, vom Licht umrahmt, und alle Nebel weichen,
Ein Märchen, Florida, empor. Er steht am Ziel.
Nun segnet er den Wahn, der ihn hierher geleitet,
Sein Banner pflanzt er auf, die müden Hände breitet
Er nach dem Strande aus, der ihm zum Grabe wird.
Beneidenswerter Greis, Dein Sehnen und Dein Streben
Hat Dir der Tod erfüllt, und ob Du schon geirrt,
Hat er des Ruhmes ewige Jugend Dir gegeben.
Auf eine tote Stadt
Cartagena de Indias, 1533-1585-1697.[4]
erträumte Stadt, voreinst die Königin der Meere!
Heut tummelt in der Bucht sich ungestraft der Hai,
Die Schatten dehnen sich in ödem Einerlei
Dort wo die Flut gewiegt Galione und Galeere.
Franz Drakes Eisenfaust brach Deine stolze Wehre,
Die Mauer und den Turm schlug Englands Neid entzwei,
Und Wunden klaffen noch, die Spur von Pointis’ Blei,
Ein düsterer Perlenkranz der Trauer und der Ehre.
Die Sonne kocht das Meer, das sich nur träge kräuselt,
Die Königin, sie schläft, vom Windeshauch umsäuselt,
Sie träumt von altem Ruhm und vom Conquistador,
Von ihrem jähen Fall, die Trümmer sieht sie qualmen;
In heißen Nächten schreckt sie angsterfüllt empor ....
Dann schläft sie wieder ein, umrauscht von schlanken Palmen.
Antike Medaille
och immer kocht den Purpursaft, der Theokrit
Berauscht, der Ätna an den glühend heißen
Lehnen,
Doch spähte heut umsonst des Sängers Blick nach jenen
Gestalten, welche einst gepriesen hat sein Lied.
Ach, Arethusa hat als Sklavin feig gekniet
Vorm Grimm des Anjou, und der Lust des Sarazenen
Hat sie gedient, das Griechenblut in ihren Venen
Verdarb gleich dem Profil, das Götterhuld verriet.
Der Zahn der Zeit hat selbst den Marmor angefressen,
Zum Schatten wurde Agrigent, und halb vergessen
Träumt unterm Blau des milden Himmels Syrakus.
Das spröde Erz nur, dem sich Liebe anvertraute,
Bewahrt den keuschen Abglanz und den letzten Gruß
Der Mädchenschönheit, welche einst Sizilien schaute.
[4] Cartagena de las Indias, Hafenstadt in Südamerika, 1533 von einem
Vorfahren des Dichters gegründet, 1585 von den Engländern und 1697 von
den Franzosen zerstört.
Bretagne
ie Unrast schwindet, Deine Seele wird sich weiten,
Wenn Dir die salzige Seeluft durch die Lungen
zieht;
Zu Arvors Klippe klimm empor! Dein Auge sieht
Tief unter Dir den weißen Ozean sich breiten.
Die Erika, der Ginster blüht. In grauen Zeiten
Sang der Druide hier dem Clan das Zauberlied
Von Zwergen und Dämonen. Hart wie der Granit
Sah auch der Mensch Jahrtausende vorüber schreiten.
So komm und schau Dich um! Zum düstern Himmel ragt
Des Menhir altes Mal, das um die Helden klagt,
Die unter rotem Haidekraut vergessen liegen;
Die ewige See, die Is und Occismor umschmiegt,
Die sie in einem Bett von goldnen Algen wiegt,
Wird flüsternd auch Dein Herz, das kummervolle, wiegen.
Maris stella
on Tannenholz der Schuh, die Haube weiß wie Schnee,
Aus Wollenstoff das Kleid, die Schürze von Perkale,
Sie liegen auf den Knien, ach, zum wievielten Male,
Am steilen Klippenrand, in Bangen und in Weh.
Die Männer, Väter, Söhne, Brüder sind auf See
Mit denen von Paimpol, Audierne und Cancale,
Im Norden stellen sie dem Hering nach, dem Wale,
Hart ist des Fischers Los und hart war es von je.
Fromm tönet übers Meer, das sich unendlich weitet,
Der Bittgesang zum Stern, der jeden Schiffer leitet,
Und die bewegte See wird mählich wieder still;
Der Abendglocken Ruf läßt alle Häupter neigen,
Sie schallen von Roscoff, vom Turm von Sybiril,
Der Himmel färbt sich rot, sie schwellen an und schweigen.
An Ernesto Rossi
Nach einer Dante-Deklamation.
Rossi, ich hab Dich gesehn, da Du gelassen
Opheliens Herz zertratst wie eine Blume, Dir
Hab zitternd ich gelauscht, da Du, ein wildes Tier,
Desdemona erwürgt — —, ich konnte es nicht fassen.
Den Macbeth habe ich bewundert und den Lear,
Ich sah Dich letzten, der zu lieben weiß, zu hassen
Auf Italienerart, wie Juliens Mund, den blassen,
Du küßtest. Größer schienst Du eines Abends mir.
Da hab ich es erlebt, erschüttert und begeistert,
Zum ersten Mal, wie die Terzinen Du gemeistert,
Sie schmetterten gleich ehernem Drommetenklang.
Und meine Seele wähnte bebend, voller Grauen,
Umzuckt von roter Lohe Dante selbst zu schauen,
Leibhaftig, wie der Hohe den Inferno sang.
Jacques Normand
geb. 1848
Nach dem Essen
n dem Ledersessel friedlich,
Höchst gemütlich,
Sitzt der Gastfreund. Wie ein Schlauch
Bläst er aufwärts im Verdauen
Dichten blauen
Leicht gewellten Tabaksrauch.
Nach der glänzenden Verpflegung,
Der Erregung,
Dem Geschwätz beim Mittagsmahl
à l’anglaise sich zu strecken,
Sich zu recken,
Das ist einfach ideal.
Und dann sitzt man so vertraulich
Und beschaulich
„Unter uns“, nicht jedermann
Will im Bilde ängstlich bleiben
Und umschreiben,
Was man deutlich sagen kann.
Nein, wir sprechen frei! O Wunder,
Der Burgunder
Löst die Zunge. Manchem schon
Hängt der Himmel voller Geigen,
Weshalb schweigen?
Jetzt riskiert man einen Ton.
Nur nicht Politik, nicht Wahlen,
Keine Zahlen,
Solche Themen sind zu fein,
Sowas darf man sich nicht leisten,
Denn die meisten
Schlummern dabei friedlich ein.
Lieber so ein Anekdötchen,
So ein Zötchen,
Das die Laune nicht verdirbt,
Das im enggeschlossnen Kreise
Seine Reise
Fröhlich antritt und auch stirbt.
Man erfährt von Eingeweihten
Neuigkeiten,
Das Ballett wird durchgesiebt,
Dankbar hört man Jagdgeschichten
Neu berichten,
Die der Ahnherr schon geliebt.
Was nach einem guten Essen
Angemessen,
Wird mit Wichtigkeit erzählt,
So gewährt des Geists Entfaltung
Unterhaltung,
Die das ernste Haupt nicht quält.
* *
*
Einsam sitzen unterdessen,
Fast vergessen,
Schöne Damen. Edler Stil
Sind sie alle und Vollendung,
Jede Wendung
Zeigt beim Plaudern Halbprofil.
Jeder kann von diesen Sternen
Etwas lernen,
Was ihn mit der Welt versöhnt,
Von dem Wetter oder lieber
Noch vom Fieber
Und wie Baby man entwöhnt.
Eine Schneiderin empfehlen
Gute Seelen,
Andere wissen andern Rat;
Diesen Winter trägt man Loden,
Nein, die Moden
Sind abscheulich, in der Tat.
Manches läßt man sich wohl bieten,
Doch Visiten
Nicht erwidern ist nicht fein,
Bleibt man selber welche schuldig,
Soll geduldig
Immer hübsch der andere sein.
Ein Roman, den jedes Wesen
Schon gelesen
Oder augenblicklich liest,
Wird bewundert. Sehr erquicklich
Und auch schicklich
Ist es, was man da genießt.
Der Tenor ... um Gottes Willen!
Meine Pillen
Tuen glücklich ihre Pflicht,
Ach, die Leute .., alle Tage
Solche Plage,
Nein, man glaubt es wirklich nicht.
Unser Doktor ist sehr peinlich.
Höchst wahrscheinlich
Gehn wir diesmal an die See.
Vom Theater wird gesprochen.
In die Wochen
Kommt sie wieder mal ... o weh!
Unerschöpflich quillt der Segen,
Dauerregen
aue ege
Netzt in Strömen das Gesträuch.
Trotzdem sieht sofort der Kenner,
Ohne Männer
Plagt die Langeweile euch.
Arme Damen, seid bedauert,
Denn ihr lauert
Auf das stärkere Geschlecht.
Ach, Ihr könnt noch lange harren,
Die Zigarren
Fordern mitleidlos ihr Recht.
* *
*
Gott sei Dank, da sind sie endlich!
Selbstverständlich
Duften alle nach Tabak,
Nach dem Kraute der Havanna,
Frisches Manna
Hat ganz anderen Geschmack.
Doch die Frauen sind ja alle
Ohne Galle!
Manches liebliche Duett
Tönt sofort. Nein, was ich sage,
Ohne Frage,
Dieser Abend war zu nett.