ghb3431 D
ghb3431 D
Gerätehandbuch Teil B1
CP 343–1 / CP 343–1EX20
6GK7 343–1EX11–0XE0 ab Ausgabestand 1 (Firmware–Stand V2.0)
6GK7 343–1EX20–0XE0 ab Ausgabestand 1 (Firmware–Stand V1.0)
für SIMATIC S7–300 / C7–300
CP 343–1
LED–Anzeigen
AUI/ITP–Schnittstelle:
15–polige SUB–D–Buchse
mit Schiebeverriegelung
Betriebsartenschalter
TP–Schnittstelle:
8–polige RJ–45–Buchse
CP 343–1EX20
Betriebsartenschalter
LED–Anzeigen
TP/ITP–Schnittstelle:
8–polige RJ–45–Buchse
Produkthinweise
Produkthinweise
Produktbezeichnungen
In dieser Beschreibung finden Sie Informationen zu den beiden Produkten
S CP 343–1
und
S CP 343–1EX20
Hinweis
Sämtliche Hinweise in der Produktinformation , die dem hier beschriebenen Ge-
rät beiliegt, sind gültig und unbedingt zu beachten.
Hinweis
Beachten Sie zu den Funktionserweiterungen und Einschränkungen unbe-
dingt die Angaben in Kapitel 6 dieses Gerätehandbuchs!
Inhalt
Inhalt – Teil A
Ethernet CPs – allgemeine Informationen . . . . . . . . . . . . . siehe allgemeiner Teil
Hinweis
Beachten Sie bitte den hier genannten Teil A des Gerätehandbuches; dieser ge-
hört ebenfalls zur Beschreibung des CPs. Unter anderem finden Sie dort die Erklä-
rung der verwendeten Sicherheitshinweise sowie weitere Informationen, die für
alle S7–CPs für Industrial Ethernet gelten.
Sie können diesen Allgemeinen Teil auch über Internet beziehen:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8777865
Inhalt – Teil B1
1 Eigenschaften / Dienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–5
2 Voraussetzungen für den Einsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–8
3 Montage und Inbetriebsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–9
4 Anzeigen und Betriebsartenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–11
5 Leistungsdaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
5.1 Allgemeine Kenndaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
5.2 Kenndaten S7–Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–14
5.3 Kenndaten SEND/RECEIVE–Schnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–15
6 Kompatibilität zu Vorgängerprodukt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–16
6.1 Funktionserweiterungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–16
6.2 Ältere Baugruppen tauschen /Ersatzteilfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–17
7 Weitere Hinweise zum Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–18
7.1 Urlöschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–18
7.2 Betrieb mit Fast Ethernet – automatische Umschaltung . . . . . . . . . . . . . . . B1–20
7.3 FC–Aufrufschnittstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–22
7.4 SNMP–Agent
(nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–23
7.5 Einfluss von MPI auf Verbindungen über Industrial Ethernet . . . . . . . . . . . B1–24
7.6 Weitere abrufbare Informationen zum CP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B1–25
1 Eigenschaften / Dienste
Anwendung
Der Kommunikationsprozessor CP 343–1 / CP 343–1 Ext ist für den Betrieb in ei-
nem Automatisierungssystem S7–300 vorgesehen. Er ermöglicht den Anschluss
der S7–300 an Industrial Ethernet.
Dienste
Der CP 343–1/CP 343–1EX20 unterstützt folgende Kommunikationsdienste:
S S7–Kommunikation und PG/OP–Kommunikation
– PG–Funktionen (einschließlich Routing)
– Bedien– und Beobachtungsfunktionen (HMI)
Multiplexen von TD/OP–Verbindungen
– Client und Server für den Datenaustausch über Kommunikationsbausteine 1)
auf beidseitig projektierten S7–Verbindungen
– Server für Datenaustausch auf einseitig projektierten S7–Verbindungen
ohne Kommunikationsbausteine in der S7–300 / C7–300 Station
1)
Bausteine für S7–Kommunikation (siehe auch STEP 7 Online–Hilfe oder Handbuch
“Systemsoftware für S7–300/400 System– und Standardfunktionen”):
BSEND FB 12
BRCV FB 13
PUT FB 14
GET FB 15
USEND FB 8
URCV FB 9
C_CNTRL FC 62
S S5–kompatible–Kommunikation mit
– SEND/RECEIVE–Schnittstelle über ISO–on–TCP–, TCP– und UDP–Verbin-
dungen
– Multicast über UDP–Verbindung
Der Multicast–Betrieb wird über eine entsprechende IP–Adressierung bei
der Verbindungsprojektierung ermöglicht.
– FETCH/WRITE–Dienste (Server; entsprechend S5–Protokoll) über ISO–on–
TCP–Verbindungen und TCP–Verbindungen;
CP 3431
(bei CP
CP3431 CP 3431
343–1 CP 3431
auch über CP 3431 CP 3431 CP 3431
ISO–Transportverbindungen)
Der Adressierungsmodus ist für den FETCH/WRITE–Zugriff als S7– oder
S5–Adressierungsmodus projektierbar .
– LOCK/UNLOCK bei FETCH/WRITE–Diensten;
CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431
S S5–kompatible–Kommunikation über ISO–Transportverbindungen mit
CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431
– SEND/RECEIVE–Schnittstelle
P 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 C
– FETCH/WRITE–Dienste
CP 3431 CP 3431 CP 3431
(Server;
CP 3431
entsprechend
CP 3431 CP 3431
S5–Protokoll)
CP 3431 CP 3431 CP 3431
S Interne Uhrzeitführung
Wenn eine Uhrzeitmaster vorhanden ist (nach NTP–Verfahren oder SIMATIC–
Verfahren), wird der CP–interne Diagnosepuffer über LAN zeitsynchronisiert.
S Adressierbarkeit über voreingestellte MAC–Adresse
Der CP kann über die voreingestellte MAC–Adresse zwecks IP–Adressvergabe
erreicht werden; der CP unterstützt hierzu die Funktion PST (Primary Setup
Tool).
S SNMP–Agent (nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1)
Der CP unterstützt die Datenabfrage über SNMP in Version V1 (Simple Net-
work Management Protocol) gemäß Standard MIB II.
Projektierung
Die Projektierung des CP 343–1/CP 343–1EX20 ist über MPI oder LAN/Industrial
Ethernet möglich. Erforderlich ist STEP 7 mit NCM S7 für Industrial Ethernet
(nachfolgend kurz ”NCM IE” genannt) in folgender Version:
Tabelle 1-1
Achtung
Es wird empfohlen, für alle Baugruppentypen immer die aktuellen Bausteinversio-
nen zu verwenden.
Informationen über die aktuellen Bausteinversionen sowie die aktuellen Bausteine
zum Download finden Sie bei unserem Customer Support im Internet:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8797900
Bei älteren Baugruppentypen setzt diese Empfehlung voraus, dass Sie den für
diesen Baugruppentyp aktuellen Firmware–Stand verwenden.
Allgemeiner Betrieb
Entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle, mit welcher S7–300 CPU der
CP 343–1 mit dem hier beschriebenen Funktionsumfang betrieben werden kann:
Tabelle 2-1
CPU MLFB–Nummer
CPU 312 IFM 6ES7 312–5AC02–0AB0
CPU 312 (T) 6ES7 312–5AC82–0AB0
CPU 313 6ES7 313–1AD03–0AB0
CPU 314 6ES7 314–1AE04–0AB0
CPU 314 (T) 6ES7 314–1AE84–0AB0
CPU 314 IFM 6ES7 314–5AE03–0AB0
CPU 314 IFM (T) 6ES7 314–5AE83–0AB0
CPU 315 6ES7 315–1AF03–0AB0
CPU 315–2 DP 6ES7 315–2AF03–0AB0
CPU 315–2 DP (T) 6ES7 315–2AF83–0AB0
CPU 316–2 DP 6ES7 316–2AG00–0AB0
CPU 318–2 6ES7 318–2AJ00–0AB0
CPU 614 6ES7 614–1AH03–0AB3
CPU 614–Z 6ES7 614–1AH03–0AB3–Z
CPU 312C 6ES7 312–5BD00–0AB0
CPU 313C 6ES7 313–5BE00–0AB0
CPU 313C–2 DP 6ES7 313–6CE00–0AB0
CPU 313C–2 PtP 6ES7 313–6BE00–0AB0
CPU 314C–2 DP 6ES7 314–6CF00–0AB0
CPU 314C–2 PtP 6ES7 314–6BF00–0AB0
In der Tabelle sind die zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Produktinformation
freigegebenen CPUs genannt. Später freigegebene und hier nicht genannte CPUs
der S7–300 beherrschen den hier beschriebenen Funktionsumfang ebenfalls.
Die SINUMERIK–CPUs 840D und 810D werden in allen Varianten unterstützt.
Vorgehensweise / Schritte
Tabelle 3-1
Hinweis
Die beiden Fronttüren (CP 343–1) bzw. die Frontklappe (CP 343–1EX20) sind im
Betrieb geschlossen zu halten.
Die Montage muss so erfolgen, dass die oberen und unteren Lüftungsschlitze der
Baugruppe nicht verdeckt werden und eine gute Durchlüftung möglich ist.
Projektierung
Um den CP für die Kommunikationsdienste einzurichten, verwenden Sie bitte das
Projektierwerkzeug NCM S7 für Industrial Ethernet. Beachten Sie die Angaben in
Kapitel 1 dieses Gerätehandbuches.
Tabelle 4-1
Laufend (RUN)
Anhaltend (RUN–>STOP)
CP–Kommunikationszustand
Zusätzlich zu den LEDs, die den CP–Betriebszustand signalisieren, befinden sich
auf der Frontseite LEDs, die Auskunft über den Zustand der CP–Schnittstelle zu
Industrial Ethernet geben.
Tabelle 4-2
Hinweis
Beachten Sie die Erläuterungen im Handbuch NCM S7 für Industrial Ethernet /2/
zum Thema Betriebsarten.
Betriebszustand steuern
Sie haben folgende Möglichkeiten, den Betriebszustand des CP zu steuern und
zwar mittels:
S Betriebsartenschalter
S SIMATIC Manager in STEP 7
Um den Betriebszustand von STEP 7 / NCM S7 aus steuern zu können, muss sich
der Betriebsartenschalter in der Schalterstellung RUN befinden.
Betriebsartenschalter
Mit dem Betriebsartenschalter erreichen Sie folgende Betriebszustände:
S Umschalten von STOP auf RUN
Der CP übernimmt projektierte und/oder geladene Daten in den Arbeitsspeicher
und geht in den Betriebszustand RUN.
Hinweis
Der Betriebszustand kann nur in der Schalterstellung RUN von NCM S7 oder dem
SIMATIC Manager aus gesteuert werden.
Hinweis
Beachten Sie die Erläuterungen im Handbuch NCM S7 für Industrial Ethernet /2/
zum Thema Projektierdaten in den CP laden.
5 Leistungsdaten
6 Kompatibilität zu Vorgängerprodukt
6.1 Funktionserweiterungen
Schnittstelle im Anwenderprogramm
Gefahr
! Beachten Sie bitte, dass Sie im Ersatzteilfall im Anwenderprogramm nur die für
den projektierten CP–Typ zugelassenen Bausteine an der SEND/RECEIVE–
Schnittstelle verwenden!
Wenn Sie die hier beschriebene Baugruppe in STEP7 als Baugruppentyp
6GK7 343–1EX11–0XE0 projektieren, müssen Sie unbedingt die für diesen Bau-
gruppentyp vorgesehenen Bausteinversionen verwenden:
AG_SEND (ab V4.0)
AG_RECV (ab V4.0)
AG_LOCK (ab V1.1)
AG_UNLOCK (ab V1.2)
Bausteine älteren Typs dürfen Sie nur dann weiter verwenden, wenn Sie die Bau-
gruppe in STEP7 als Baugruppentyp 6GK7 343–1EX10–0XE0 projektieren (Er-
satzteilfall).
Achtung
Verwenden Sie für neue Anwenderprogramme bitte immer die aktuellen Baustein-
versionen. Informationen über die aktuellen Bausteinversionen sowie die aktuellen
Bausteine zum Download finden Sie im Internet unter:
http://www4.ad.siemens.de/view/cs/de/8797900
7.1 Urlöschen
Verfügbare Funktionen
Für den CP steht eine 2–stufige Funktion zum Urlöschen zur Verfügung:
S Urlöschen
Der CP behält nach diesem Urlöschen die voreingestellte MAC–Adresse sowie
die remanenten Parameter. Der CP ist also für ein erneutes Laden über die IP–
Adresse direkt wieder erreichbar.
Die remanent gespeicherten Parameter umfassen:
– IP–Adresse und IP–Parameter
CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431
– neu eingestellte MAC–Adresse
CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431
– LAN–Einstellungen
S Rücksetzen auf Werkseinstellungen
Der CP enthält nach diesem Urlöschen nur noch die voreingestellte MAC–
Adresse (Lieferzustand).
Hinweis
Für den Fall, dass die Projektierdaten in der CPU gespeichert werden, beachten
Sie bitte den nachstehenden Hinweis.
Mit den hier beschriebenen Funktionen zum Urlöschen werden nicht die Projektier-
daten in der CPU verändert!
Bei einem anschließenden Hochladen der Projektierdaten aus der CPU in ein PG
erhalten Sie daher immer die zuvor auf dem CP vorhandenen Projektierdaten (mit
Parametern, Verbindungen, IP–Adresse).
Weitere Hinweise:
S 10/100Mbit Netzkomponenten ohne “Autonegotiation”
Wenn Sie 10/100Mbit Netzkomponenten verwenden, die keine “Autonegotia-
tion” beherrschen, kann es vorkommen, dass Sie den Modus manuell in der
CP–Projektierung mit STEP 7 / HW Konfig einstellen müssen (dort im Eigen-
schaftendialog des CP). Standardmäßig ist der CP auf automatische Erken-
nung projektiert.
S feste Betriebsart anstelle “Autonegotiation” erzwingen
Soll in bestimmten Anwendungsfällen anstelle “Autonegotiation” eine feste Be-
triebsart erzwungen werden, müssen Sie gegebenenfalls die Partnergeräte auf-
einander abstimmen.
S keine Reaktion auf eine Autonegotiation–Anfrage bei manueller Konfiguration
Beachten Sie, dass der CP bei manueller Konfiguration auch auf eine Autone-
gotiation–Anfrage nicht reagiert! Dies kann dazu führen, dass sich ein zuge-
schalteter Partner nicht auf die gewünschte Betriebsart einstellen kann, so dass
keine einwandfreie Kommunikation zustande kommt.
Beispiel:
Wenn der CP beispielsweise fest auf “100 Mbit – Full duplex” eingestellt wird,
stellt sich ein als Partner zugeschalteter CP auf “100 Mbit – Half duplex” ein.
Grund: Wegen der festen Einstellung ist eine Autonegotiation–Antwort nicht
möglich; der zugeschaltete Partner erkennt zwar beim Autosensing 100 Mbit,
bleibt aber bei Half Duplex.
S Empfehlung: “Individuelle Netzwerkeinstellungen” nur über MPI verändern
Wenn Sie die LAN–Einstellungen über die Option “Individuelle Netzwerkeinstel-
lungen” im Eigenschaftendialog des CP verändern, werden diese Änderungen
bereits beim Laden der Projektierdaten in den CP vom CP übernommen und
aktiviert.
Es wird daher empfohlen, Projektierdaten über einen MPI–Anschluss in die
S7–Station zu laden, wenn Sie diese Einstellung verändern.
Wenn Sie die Projektierdaten über die LAN–Schnittstelle laden, kann es je nach
gewählter Einstellung sein, dass der laufende Ladevorgang wegen der sofort
wirksamen Konfigurationsänderung nicht abgeschlossen wird.
Beispiel:
Der Ladevorgang wird zunächst mit der Einstellung TP/ITP mit 10 Mbit/s Halb-
duplex gestartet. Wenn die “Individuellen Netzwerkeinstellungen” jetzt auf AUI
umgestellt wurden, kann der Ladevorgang nicht abgeschlossen werden.
7.3 FC–Aufrufschnittstelle
Bei den FCs AG_SEND (FC 5) und AG_RECV (FC 6) erhalten Sie in folgenden
Betriebsfällen:
S CP befindet sich in STOP;
S Verbindung ist nicht projektiert;
S Verbindung ist nicht aufgebaut
S Verbindung ist abgebrochen;
diese Anzeigen:
S AG_SEND:
DONE=0; ERROR=0; Status=8181H
oder
DONE=0; ERROR=1; Status=8183H
S AG_RECV:
DONE=0; ERROR=0; Status=8180H
oder
DONE=0; ERROR=1; Status=8183H
*) gültig für FCs ab Version 4.0
Achtung
Es ist nicht zulässig, die Kommunikations–Bausteine für S7–300 (SIMATIC NET
Bausteinbibliotheken für S7–300 in STEP 7) in mehreren Ablaufebenen aufzuru-
fen! Wenn Sie beispielsweise einen Kommunikations–Baustein in OB1 und in
OB35 aufrufen, könnte die Bausteinbearbeitung durch den jeweils höherprioren
OB unterbrochen werden.
Wenn Sie die Bausteine in mehreren OBs aufrufen, müssen Sie programmtech-
nisch dafür sorgen, dass ein laufender Kommunikations–Baustein nicht durch ei-
nen anderen Kommunikations–Baustein unterbrochen wird (beispielsweise über
SFC Alarme sperren/freigeben).
Achtung
Die Aufrufparameter an der FC–Aufrufschnittstelle der FCs AG_SEND bzw.
AG_RECV dürfen Sie nach dem Auftragsanstoß erst dann wieder verändern,
nachdem der FC die Auftragsausführung mit DONE=1 oder mit ERROR=1 bestä-
tigt hat.
Wird dies nicht beachtet, kann es sein, dass die Auftragsausführung mit Fehler
abgebrochen wird.
7.4 SNMP–Agent
(nur CP 343–1EX20 ab Firmware–Version V 1.1)
Unterstützte MIB
Der CP unterstützt alle MIB–Objekte der Standard–MIB gemäß MIB II (RFC 1213).
Ausnahmen / Einschränkungen:
S Schreibzugriffe sind nur für folgende MIB–Objekte erlaubt:
sysContact, sysLocation und sysName;
Für alle anderen MIB–Objekte ist aus Sicherheitsgründen nur der lesende Zu-
griff möglich.
S Traps werden vom CP nicht unterstützt.
Achtung
Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass Automatisierungsnetze durch ge-
eignete Netzübergänge (z.B. die bewährten Firewallsysteme) vom restlichen Fir-
mennetz getrennt werden sollten. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden,
gleich aus welchem Rechtsgrund, die sich aus der Nichtbeachtung dieses Hinwei-
ses ergeben.
Bei Fragen zum Einsatz von Firewallsystemen und zu IT Security wenden Sie sich
bitte an Ihre Siemens–Ansprechpartner in den für Sie zuständigen Vertretungen
und Geschäftsstellen. Die Adresse finden Sie im SIMATIC Katalog IKPI oder im
Internet unter http://www.siemens.de/simatic–net
Voraussetzungen
Das Laden einer neuen Firmware in einen SIMATIC NET CP erfolgt über den in
der STEP 7–Option NCM S7 für Industrial Ethernet mitgelieferten Firmwarelader.
Voraussetzung für den Ladevorgang
S im PG/PC befindet sich eine Industrial Ethernet CP–Baugruppe (z.B. CP1613)
oder eine gewöhnliche Ethernet–Baugruppe mit dem Softwarepaket ”Softnet”;
S die S7–ONLINE–Schnittstelle muss auf das Protokoll ”ISO – Industrial Ether-
net” eingestellt sein. Über TCP/IP (und damit netzwerkübergreifend) ist kein
Laden möglich (gilt auch für CP 343–1 Ext).
Beim Laden
CP 3431 der Firmware
CP 3431 CP 3431 leuchtet
CP 3431 die CP
RUN–LED;
3431 je nachCPAblauf
CP 3431 3431 kann die Anzeige
CP 3431 CP 3431
jedoch flackern.
P 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 CP 3431 C
Achtung
Die Notfalladresse 00.AF.FE.AF.FE.00 wird bei der hier beschriebenen Baugruppe
nicht mehr verwendet.
Kann der Ladevorgang nach einem Abbruch weder mit der projektierten noch mit
der voreingestellten MAC–Adresse angestoßen werden, sollten Sie das gesamte
Rack aus– und wieder einschalten. Sie können dann – bei Schalterstellung
STOP – innerhalb von 10 Sekunden den Firmware–Ladevorgang erneut anstoßen.
In diesem Fall müssen Sie immer die voreingestellte MAC–Adresse verwenden.
Die CP–Betriebszustandsanzeige signalisiert für diese Zeitspanne entsprechend
“Bereit für Firmware–Ladebeginn”.
9 Technische Daten
Tabelle 9-1 Technische Daten
CP 343–1 CP 343–1EX20
Übertragungsgeschwindigkeit 10 Mbit/s und 100 Mbit/s
Schnittstellen
Anschluss an Industrial Ethernet 15polige Sub–D–Buchse entfällt
(10/100 Mbit/s) (automatische Umschaltung zwi-
schen AUI und Industrial Twisted
Pair)
Anschluss an Twisted Pair RJ–45–Buchse
Versorgungsspannung DC +5V (+/–5%)
und
DC +24 V (+/–5%)
Stromaufnahme
S aus Rückwandbus 70 mA 200 mA
S aus DC 24 V extern AUI: ca. 0,73 A maximal
TP/ITP: ca. 0,4 A maximal TP/ITP: ca. 0,2 A maximal
Verlustleistung ca. 10 W 5,8 W
Zul. Umgebungsbedingungen
S Betriebstemperatur 0 °C bis +60 °C
S Transport–/Lagertemperatur –40 °C bis +70 °C
S Relative Feuchte max. 95% bei +25 °C
S Betriebshöhe bis 2000 m über NN
Konstruktiver Aufbau
S Baugruppenformat Kompaktbaugruppe S7–300; doppelt breit
S Maße (B x H x T) in mm 80 x 125 x 120
S Gewicht etwa 600 g