Dativ
Deutsch
A2
Souri Akram
„Mein Studium“
“Mein Name ist Sara, ich bin 22 Jahre alt und studiere seit einem Jahr an
der Universität in Berlin. Das Studium gefällt mir sehr gut, obwohl es
manchmal schwer ist. Jeden Tag sitze ich viele Stunden in der Bibliothek
und arbeite zusammen mit meinen Kommilitonen an Projekten. Besonders
gern höre ich den Vorträgen meiner Professoren zu, weil sie spannende
Themen erklären.
Neben dem Studium interessiere ich mich sehr für Sprachen. Schon in der
Schule hat mir das Lernen von Fremdsprachen viel Spaß gemacht. Damals
hat unsere Lehrerin oft Spiele gespielt, um uns Schülern das
Vokabellernen leichter zu machen. Heute spreche ich Arabisch,
Französisch, Englisch und ein bisschen Deutsch. Jeden Tag übe ich
Deutsch, indem ich Podcasts höre und Nachrichten auf meinem Handy
lese. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich meine Freunde oder
schreibe eine E-Mail an meiner Lehrerin. Sie erklärt es immer geduldig mit
einfachen Beispielen.
In meiner Freizeit lese ich sehr gern Bücher. Besonders gefallen mir
Romane, die von fremden Kulturen erzählen. Einmal hat mir mein Freund
ein Buch über Japan geschenkt, und es hat mir sofort gefallen. Oft gehe ich
auch mit meiner Freundin in die Stadtbibliothek. Dort sprechen wir mit den
Bibliothekaren über neue Bücher. Manchmal empfehlen sie uns spannende
Geschichten oder zeigen uns die Regale mit den Neuerscheinungen.
Lesen ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern auch eine Möglichkeit,
neue Wörter zu lernen. Wenn ich ein schwieriges Wort finde, schreibe ich
es in ein Heft und erkläre es später meiner Schwester. So macht das
Lernen beiden Spaß, und gleichzeitig helfe ich ihr, ihr Deutsch zu
verbessern.“
Neue Wörter mit Erklärung
die Universität (die Uni) = Hochschule, wo man studiert
der Kommilitone / die Kommilitonin = Mitstudent/in
der Vortrag = eine Präsentation von einem Professor
die Fremdsprache = Sprache, die nicht Muttersprache ist
das Vokabellernen = Lernen von neuen Wörtern
geduldig = mit viel Ruhe, ohne Stress
die Neuerscheinung = neues Buch, das gerade veröffentlicht wurde
die Stadtbibliothek = öffentliche Bibliothek in der Stadt
das Regal = Möbelstück, wo Bücher stehen
empfehlen + Dativ = sagen, dass etwas gut ist (z. B. „Der Lehrer
empfiehlt mir ein Buch.“)
1. Was ist der Dativ?
Der Dativ ist ein Kasus (Fall) in der deutschen Sprache.
Deutsch hat vier Fälle:
1.Nominativ (Wer? Was?) → Subjekt
2.Akkusativ (Wen? Was?) → direktes Objekt
3.Dativ (Wem? mit wem? bei wem? wo? zu wem?) → indirektes Objekt
4.Genitiv (Wessen?) → Besitz
Der Dativ antwortet immer auf die Frage „Wem?“
2. Wann braucht man den Dativ?
Bei
Verben
Dativ
Ortangaben/wo?
mit Wchselpräpositionen Nach bestimmten
/ Wo ? Präpositionen
3.Was wechselt im Dativ ?
Bestimmter Artikel
Kasus Maskulin Feminin Neutrum Plural
Nominativ der Mann die Frau das Kind die Kinder
Akkusativ den Mann die Frau das Kind die Kinder
Dativ dem Mann der Frau dem Kind den Kindern
Unbestimmter Artikel
Kasus Maskulin Feminin Neutrum Plural (keiner)
Nominativ ein Mann eine Frau ein Kind keine Kinder
Akkusativ einen Mann eine Frau ein Kind keine Kinder
Dativ einem Mann einer Frau einem Kind keinen Kindern
Plural →
den + -n am Nomen, wenn möglich
Beispiel: „die Kinder“ „den Kindern“ →
Possessivartikel im Dativ)
Person Maskulin Feminin Neutrum Plural
ich (mein) meinem Vater meiner Mutter meinem Kind meinen Kindern
du (dein) deinem Vater deiner Mutter deinem Kind deinen Kindern
er (sein) seinem Vater seiner Mutter seinem Kind seinen Kindern
sie (ihr) ihrem Vater ihrer Mutter ihrem Kind ihren Kindern
es (sein) seinem Vater seiner Mutter seinem Kind seinen Kindern
wir (unser) unserem Vater unserer Mutter unserem Kind unseren Kindern
ihr (euer) eurem Vater eurer Mutter eurem Kind euren Kindern
Sie (Ihr) Ihrem Vater Ihrer Mutter Ihrem Kind Ihren Kindern
Personalpronomen Verben
helfen – Kannst du mir helfen?
Nominativ Dativ
widerstehen – Ich widerstehe der Versuchung.
dienen – Das Werkzeug dient dem Zweck.
ich mir
gehorchen – Kinder gehorchen den Eltern.
nützen – Das bringt mir nichts.
du dir
ähneln – Du ähnelst deiner Schwester.
danken – Ich danke dem Arzt für die Hilfe.
er ihm
folgen – Folge mir!
verzeihen – Sie verzeiht ihm.
sie (Sing.) ihr
zustimmen – Ich stimme dir zu.
misslingen – Das Experiment misslang den Studenten.
es ihm
entgehen – Dieses Problem entgeht mir.
einfallen – Mir fällt eine Idee ein.
wir uns
schmecken – Das Eis schmeckt den Kindern.
begegnen – Ich begegne einem alten Freund.
ihr euch
vertrauen – Ich vertraue meiner Freundin.
helfen – Er hilft dem Nachbarn.
sie (Plural) ihnen
gratulieren – Wir gratulieren der Gewinnerin.
nützen – Diese Regel nützt dem Team.
Sie
(Höflichkei Ihnen
antworten – Ich antworte dem Kunden.
tsform) schaden – Fast Food schadet der Gesundheit.
zuhören – Bitte hört mir zu!
Kannst du mir helfen? danken – Ich danke dir.
Ich danke dir für deine Hilfe. gefallen – Das Buch gefällt mir.
Das Lied gefällt uns sehr. gehören – Das Auto gehört ihm.
Wem gehört dieses Buch? → Es glauben – Ich glaube dir.
antworten – Ich antworte dem Lehrer.
gehört meiner Schwester.
Wir gratulieren euch zum Erfolg. folgen – Der Hund folgt dem Mann.
zuhören – Hörst du mir zu?
vertrauen – Ich vertraue dir.
verzeihen – Ich verzeihe dir.
schmecken – Die Suppe schmeckt mir.
passen – Die Hose passt mir nicht.
gratulieren – Wir gratulieren dir.
drohen – Der Hund droht dem Fremden.
fehlen – Du fehlst mir.
4.Präpositionen mit Dativ
Lokal Temporal
aus-bei-mit-nach-seit-von-zu-ab-außer- aus-bei-mit-nach-seit-von-zu-ab-außer-
gegenüber gegenüber
Präpos Bedeutung / Beispiele Präposition Bedeutung /
ition Beispiele
aus „Ich komme aus der Stadt.“ aus „Er kommt aus
(Herkunft) der Schule.“ (oft
bei „Ich bin bei meinem Freund.“ (Ort) bei „Bei Regen bleibe
ich zu Hause.“
mit „Ich gehe mit meinem Bruder ins seit „Ich lerne
Kino.“ (Begleitung) Deutsch seit
nach „Wir fahren nach Deutschland.“ von…bis „Wir arbeiten von
(Richtung, Länder/Städte ohne 9 Uhr bis 17 Uhr.“
seit „Ich wohne seit einem Jahr hier.“ ab „Ab Montag
(Zeitraum) beginnt der Kurs.“
von „Das Geschenk ist von meiner nach „Nach dem
Schwester.“ (Absender) Frühstück gehe
zu „Ich gehe zu meiner Tante.“ zu „Zu Weihnachten
(Richtung Person/Ort) besuchen wir die
Ich komme aus dem Haus. Ich wohne seit einem Monat in Berlin.
Wir treffen uns bei meiner Freundin. Von Montag bis Freitag arbeite ich im Büro.
Er fährt mit dem Bus zur Arbeit. Ab nächster Woche habe ich Ferien.
Sie zieht nach Berlin. Nach dem Abendessen gehe ich spazieren.
Ich kenne ihn seit der Schule. Wir treffen uns zu Ostern bei den Großeltern.
Das Paket ist von meiner Tante.
Ich gehe zu dem Arzt.