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3. Sport ist gesund / Griechenland Marathon (Qualität für das Baby) – % 7,1
14. Der Wald als neues Zuhause / Lichtquellen vergangener Zeiten – % 4,0
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. M chten Sie Kraft, Jugend und Gesundheit aus der Flasche? Dann suchen Sie bei Ihrem
n chsten Einkau m Supermarkt nach Sauersto -Mineralwasser. F r den etwas doppelten Preis
eines normalen Mineralwassers erhalten Sie dann ein Getr nk, von dem die Hersteller
versprechen, dass es Ihnen - nat rlich nur, wenn Sie es regelm ßig trinken - magische Kr fte
verleiht. In einer Umfrage wurden Sch lerinnen und Sch ler in Bayern nach ihren Erfahrungen mit
dem Sauersto kraftdrink befragt. Die meisten fanden, dass es nicht anders schmeckt als andere
Mineralw sser auch. Das Deutsche Institut f r Ern hrungsforschung in Potsdam h lt es
f r Unsinn, Wasser mit Sauersto anzureichern. Der menschliche K rper nimmt
Sauersto baupts chlich ber die Atemluft auf, h chstens 0,3 % k nnen auch ber den Magen-
Darm-Trakt aufgenommen werden. M chten Sie immer noch Kraft, Jugend und Gesundheit?
Danngehen Sie doch einfach mehr an die frische Luft. Und die ist kostenlos.
2. Wenn es regnet, dann ßießt das Regenwasser in den Erdboden, der es wie ein Schwamm
aufsaugt. Langsam sickert das Wasser dann in immer tiefere Erdschichten, in dene es ge ltert
und gereinigt wird. Aus dem Regenwasser ist Trinkwasser geworden. Schließlich sammelt es sich
in einer Schicht aus Sandstein, wo es sich mit älterem Wasser vermischt. Mehrere tausend Jahre
lang kann das Trinkwasser so in den Tiefen der Erde ruhen. Durch Brunnen, die bis in die tiefen
Sandsteinschichten reichen, kann dann Mineralwasser gewonnen werden. 10,6 Milliarden Liter
Mineralwasser sind im letzten Jahr in Deutschland verkauft und getrunken
worden.Gesteinsschichten wie Ton oder Kalk schüfen es seit Jahrtausenden vor
Verunreinigungen. Jedoch gelangt in den letzen Jahrzehnten Nitrat durch übermäßige Düngung in
der Landwirtschaft vermehrt in das Trinkwasser und stellt langfristig eine Gesundheitsbedrohung
für die Menschen dar.
3. Nach den Unwettern der letzten Sommer sprechen Meteorologen in ganz Europa davon, dass
sich das Klima weltweit dramatisch verändert. Stabile Sommer mit Sonnenschein pur von Juni bis
August sollen selbst am Mittelmeer in Zukunft passe sein. Die durch Treibhausgase aufgeheizte
Atmosphäre bat sieb erwärmt, mehr Wasser verdunstet durch die höheren Temperaturen aus den
Ozeanen und prasselt in extrem starken Unwettern mit Donner, Blitz und Hagel auf die Erde. Dort
kann die Erde nicht mehr solche Mengen Wassers aufnehmen wie in kürzester Zeit fallen. Die
Folge davon sind Überschwemmungen. Kurze Sonnenscheinperioden werden sich mit
Unwetterfronten abwechseln und vielen Menschen den Badespaß an den Stränden nicht nur des
Mittelmeeres gründlich verderben. Doch auch den Landwirten bereiten die stärkeren Unwetter
Sorgen. Denn die starken Niederschläge mit Hagel zerstören nicht selten einen großen Teil der
Ernte und bescheren so manchen landwirtschaftlichen Betrieben große nanzielle Probleme.
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4. Wozu noch Kästen mit Mineralwasserßaschen nach Hause schleppen, wenn es sich doch
bequem zu Hause zubereiten lässt. Tatsächlich ist das Leitungswasser, das aus den
Wasserhähnen in deutschen Wohnungen ßießt, von guter bis sehr guter Qualität. Einzig das
Prickeln auf der Zunge, das durch das Hinzufügen von Kohlensäure in viele Mineralwässer
ensteht, fehlt bei dem Leitungswasser. Doch auch hier gibt es bereits eine preiswerte Möglichkeit,
dies selbst zu zun: mit einer Sodamaschine. Damit lassen sich Sprudel und Limonaden selbst
herstellen, ganz nach dem individuellen Geschmack des Nutzers: mal mit mehr, mal mit weniger
Prickeln, mal süßer, mal fruchtiger. nd das Wasser kommt wie von selbst ins Haus, das Tragen
und Stapeln von Getränkekästen ist für den cleveren Selbsthersteller Vergangenheit.
5. "Wasser ist zum Waschen da" lautete ein deutscher Schlager Mitte der 1950er, in dem es
weiter hieß: "Auch zum Zähneputzen kann man es benutzen." Wasser zu trinken schien damals
manchen Leuten nicht in die neue Wohlstandswelt zu passen. Süße Limonaden galten als besser
als einfach nur Wasser. Dabei raten heute die meisten Ärzte zum Wassertrinken: "Trinken Sie
täglich mindestens 2,5 Liter davon", steht auch in nahezu allen medizinischen Ratgebern von
heute. Mineralwasser hat, wie man heute wieder weiß, durch seine mineralischen Inhaltssto e
atrium, Kalium, Magnesium, Calzium und Spurenelemente für den menschlichen Körper viele
Vorteile: Es gleicht den Mineral- und Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen aus, es fördert die
Verdauung und das alles ohne den Körper belastenden Zucker und ohne Kalorien. Ob aus der
Heimat oder - wie in den jetzt modischen Wasserbars - von der Insel Hawaii oder vom Südpol:
Wasser ist wieder zum Trinken da.
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2. Für immer wird eine der größten Umweltkatastrophen mit dem Namen des damals in
Basel ansässigen Chemiekonzerns Sandoz verbunden bleiben, der jetzt zu Novartis
gehört. 1986 führten ein Brand in einer Lagerhalle des Konzerns zu Verunreinigungen des
Rheins mit 30 Tonnen hochgiftiger Pestizide und Insektizide. Auf einer Länge von 450
Kilometern kam es zu einem gigantischen Fischsterben. Vor allem Aale waren betroffen.
Trinkwasser konnte nicht mehr aus dem Fluss gewonnen werden. Der öffentliche Druck,
der als Reaktion auf die Umweltkatastrophe entstand war, führte zu großen Investitionen
für den Gewässerschutz. Im Rahmen des „Aktionsprogramms Rhein“ wurden mehr als 15
Milliarden Euro in den Ausbau von Kläranlagen entlang des Rheins investiert. Viele
Schwermetalle wie Kupfer, Cadmium, Blei und Quecksilber konnten reduziert und teilweise
sogar aus dem Rhein verbannt werden. Angesichts der getroffenen Maßnahmen spricht
die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) heute wieder von „guter
Wasserqualität“ des Rheins. 63 Fischarten sind wieder im Rhein vertreten, darunter auch
Lachse. Die Aufgaben des Gewässerschutzes gehen aber noch weiter: Zink, Kupfer und
Cadmium aus Pesticide und Stickstoff bereiten weiterhin Sorgen. Kürzlich warnte das
Verbraucherschutzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vor dem Verzehr von
Rhein schen unterhalb von Duisburg, weil Tenside durch die Neben üsse Möhne und
Ruhr in den Rhein gelangt waren.
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3. Der Klimawandel bringt es in Verbindung mit der Globalisierung mit sich, dass auch in
Deutschland Tiere heimisch werden, die hier zuvor nicht beobachtet wurden. Zu diesen
Neuankömmlingen gehören auch exotische Stechmücken, beispielsweise der japanische
Buschmoskito. Mit den exotischen Stechmücken kommen auch neue Infektionserreger
nach Deutschland, die möglicherweise auch bisher unbekannte Krankheiten beim
Menschen auslösen können. Eine Forschergruppe identi zierte jetzt einige bisher nur in
Afrika und Asien vorkommende Erreger. Anfang 2011 wurde ein interdisziplinäres Projekt
ins Leben gerufen. Als ein erstes Ziel der Forschungsarbeit wird die Erstellung einer
Mückenkarte für Deutschland angestrebt. „Innerhalb weniger Jahre wollen wir einen
Überblick über die Artenverteilung der Mücken haben und wissen was an Viren in ihnen
steckt“, so der Leiter des Bernhard-Nocht-Institut Professor Dr. Sven Klimpel. Das
Bernhard-Nocht-Institut ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung, die eine
langjährige Erfahrung in der Virendiagnostik in das Projekt einbringen kann. Es verfügt
über Laboratorien der höchsten Sicherheitsstufe, die erforderlich sind, um neue Viren mit
unbekanntem Gefährdungspotential zu untersuchen. Mit der neu entdeckten, aus Asien
stammenden Mückenarten könnten in Deutschland bisher 48 Stechmückenarten von den
Entomologen nachgewiesen werden. Seit einigen Jahren breitete sich die Malaria-Mücke
Anopheles plumbeus in Südwestdeutschland aus. Auch die Asiatische Tigermücke, die
unter anderem das gefährliche Dengue eber verbreitet, schaffte es 2018 in die
Schlagzeilen, weil sie am Rhein gefunden wurde.
4. Forscher haben bei Versuchen im Bronx Zoo in New York eine neue Erkenntnis über
Elefanten erlangt: Sie können sich selbst im Spiegel erkennen. Zumindest eines von drei
Versuchstieren versuchte, einen auf seinem Kopf aufgemalten Fleck, der im Spiegelbild zu
sehen war, zu entfernen. Bisher war unter anderem von Affen, Del nen und Elstern ein
ähnliches Verhalten bekannt. Und auch bei diesen reagierten nicht immer alle
Versuchstiere auf einen Spiegel. Es gab auch schon in der Vergangenheit solche Tests mit
Elefanten, die aber auf keine Selbsterkenntnis schließen ließen. Den Grund sieht ein
Wissenschaftler im Versuchsausbau: „Das große Problem ist, einen Spiegel zu haben, der
‘elefantenfest’ ist.“ Frühere Versuche hätten zu kleine und zu schwer zugängliche Spiegel
verwendet. Die Elefanten aber wollten “dagegen knallen, dahinter schauen, die Sache
ausprobieren, bevor Sie verstehen, was vor sich geht”. Deshalb wurde diesmal mit einem
2,5 mal 2,5 Meter großer Spiegel in einem Elefantengehege mit drei weiblichen Elefanten
montiert, der stabil genug für ausgiebige Untersuchungen durch die Tiere war. Bei
ähnlichen Tests mit Affen und Del nen gibt es normalerweise vier Phasen der Erkenntnis
im Spiegel: Zuerst der Versuch der Kommunikation mit dem vermeintlichen Artgenossen,
dann eine physische Inspektion des Spiegels, ein Testen des Verhaltens des Spiegelbildes
und schließlich die Selbsterkenntnis. Die Elefanten übersprangen die erste Phase und
schauten in Phase zwei hinter den Spiegel und griffen auch mit dem Rüssel dahinter. In
Phase drei führten sie verschiedene Bewegungen durch und verglichen sie mit denen des
Spiegelbildes. Auch wenn sich dann nur eines der Tiere selbst erkannte, indem es den
aufgemalten Fleck untersuchte und nach einiger Zeit dann auch das Interesse an dem
Fleck verlor, sehen die Wissenschaftler das Ergebnis als eindeutigen Beweis für die
Fähigkeit zur Selbsterkenntnis. Als Nächstes wollen sie die Fähigkeiten von Elefanten
auch in ihrer natürlichen Umgebung weiter erforschen.
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5. Heute und morgen tagt in Göteborg die Internationale Nordseekonferenz (INK), an der
Regierungsvertreter der acht Nordsee-Anrainerstaaten teilnehmen. Der World Wide Fund
For Nature (WWF) kritisierte in diesem Zusammenhang, dass dies das letzte Treffen
dieser Art sei. Künftig sollen Fragen der Nordsee auf europäischer Ebene behandelt
werden. Der WWF befürchtet, dass der Berücksichtigung ökologischer Belange der
Nordsee künftig im europäischen Rahmen vernachlässigt werde: „Es steht nicht gut aus
für die Nordsee“. So fasste WWF-Meeresschützer Stefan Lutter diese Besorgnis in Worte.
Der WWF ist der Ansicht, dass auf dem Treffen der INK richtungsweisende Beschlüsse
zum Nordseeschutz gefasst worden seien. Das Problem sei allerdings die Umsetzung
dieser Beschlüsse in politisches Handeln in den Anrainerstaaten. Zu diesen Beschlüssen
gehörte beispielsweise das 2001 vereinbarte Abkommen zum Verbot giftiger Schiffsfahren
sowie ein weiteres Abkommen, das die Verunreinigung der Nordsee durch von Schiffen
abgelassenes Ballastwasser bekämpfen sollte. Diese Abkommen wurden erst zum Teil
umgesetzt. Der WWF befürchtet nun, dass diese wichtigen INK-Initiativen unter den Tisch
fallen könnten. Anlässlich des letzten Treffens der Anrainerstaaten erneuerte der WWF
seine Kritik an der Fischereipolitik. Das Ziel einer nachhaltigen Fischereipolitik stehe zwar
auf der Tagesordnung der Konferenz, die alltägliche Praxis in der EU sei jedoch durch die
„Plünderung der Fischbestände“ gekennzeichnet. Die Kabeljau-Bestände stünden kurz vor
dem Zusammenbruch, sagte der WWF-Fischereiexperte. Ein notwendiger Fangstopp für
diese Fischart sei jedoch nicht geplant. Ein weiteres ungelöstes Problem sei das Beifang-
Problem. Der WWF-Sprecher brachte dazu folgendes Rechenbeispiel: Auf jedes Kilo
Platt sch, das auf den Tellern lande, gingen über fünf Kilo unnötiger Beifang in die Netze
der Fang otten.
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1. An der Ostküste Attikas in Griechenland lag in der Antike dtr Orte Marathon. Dort siegte der
griechische König MiHhiadts im Jahr 490 vor Christus über das Heer der Perser. Der Sage nach
soll ein Soldat die 42.2 km langt Stn:cke nach Athen gerannt sein, um die achricht dieses für
Griechuland wichtigen Sieges zu überbringen. ßei seinerAnkunft in Athen brach er noch während
er die achricht verkundete. vor Erschopfung tot zusammen. Auf diese Legende geht eine
sportliche Disziplin zurück: der Marathonlauf. Bereits seil 1896 ist er olympische Disziplin, seit
1984 auch für Frauen. Die Streckenlänge von 42195 m. wurde 1924 festgelegt. Der
Marathonlaufgilt als einziger Leistungssport, der bis ins hohe Alter ausgeubt werden kann
Wissenschaftler erklären das mit der menschlichen Evolution. Der Mensch jagte in der Fruhzeit
seine Beute so lange vor sich her.bis diese vor Erschöpfung nicht mehr weiter konnte Die
Fähigkeit ausdauernd über lang strecken zu rennen ist also in den Menschen Genen verankert.
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2. Warum soll sich der Mensch nun aufStraßen und Wegen fortbewegen? Sich in Feld und Wald,
über Stock und Stein fortzubewegen, ist mindestens interessant interessant. Daher erfand die
Autoindustrie den Geländewagen und die Fahrradindustrie das Mountainbike. Da fehlte eigentlich
nur noch eine euentwicklung eines Gefährts, seine Mobilitätsfähigkeit vorher relativ relativ waren:
der Kinderwagen. Doch das ist jttzt auch vorbei: Im Trend liegt jdzt der Jogging. Kinderwagen, ein
Kinderwagen mit nur noch drei bereiften Richten. Diese neuen Transportmittel für Babys können
sportbegeisterte und von grenzenloser Mobilitat träumende Eltern jetzt samt Kind beim Joggen
oder beim lnlineskaten vor sich herschieben. Die Babys sollen sich darum kümmern, sein von
der Rechte,die mit sich zu fühlen, um sich zu kümmern. Doch der die Gerätesicherheitsbewährte
T ÜV, bei Fahrzeugbesitzern in Deutschland schon seit langem als Spielverderber bekannt, warnte
vor den Joggingbummel: Sie haben einen ungünstigen Schwerpunkt auf der Hinterachse, d.h. sie
kippen leicht nach hinten um, und sie kippn sich leicht selbständig machen - jedenfalls solange,
bis die Babys das Bremsen. lernen haben.
4. Mehr Bewegung als Ausgleich für zu langes Sitzen im Büro und in der Freizeit is rzeit angesagt,
um Übergewicht, Bluthochdruck und er-Kreislaut-Erkrankungen vorzubeugen und t zu bleiben.
Gerade für Neisteiger ist es jedoch bei den i Ausdauer trainierenden Sportarten wie die gegen
einige Grundregeln, die beachtet werden müssen, will man gesundheitliche Schäden vermeiden.
Die ersten Trainingseinheiten sollen nicht länger als 20 bis 30 Minuten dauern und zweimal pro
Woche durchgeführt werden. Der Puls sollte nie den Wert 200 minus Lebensalter überschreiten,
bei einem 20-Jährigen kann er also bei 180, bei einem 60-Jährigen hingegen nur bei 140 liegen.
Außerdem gilt für alle, die beim Sport abnehmen möchten: Je höher der Pulsschlag, desto
weniger Fett wird verbrannt. Hoher Pulsschlag lässt Sporttreibende langsamer abnehmen.
5. Viele frischgebackene Eltern stehen einem riesigen Angebot an Kinderwagen gegenüber, das in
Kinderläden und Großmärkten feilgeboten wird. Doch welcher ist der richtige? Experten raten,
beim Kauf dieses für die ersten Jahre mit dem Kleinkind wichtigen Gefährts auf ein paar Dinge zu
achten. Erstens sollte die Matratze nicht zu weich sein, damit das Kind nicht einsinkt, wodurch die
Atmung behindert werden kann. Zweitens sollten die Räder gefedert sein, um Erschütterungen auf
unebenen Wegen auszugleichen. Ein hoher Wagen schützt die Babys vor dem Auspu der Autos
an Straßenkreuzungen. Zusammenklappbare Wagen passen in jeden Ko erraum und lassen sich
fast überallhin mitnehmen. Der Wagen sollte vor allem kippsicher sein und keine scharfen Kanten
haben, an denen sich die Kinder verletzen können. Vom TÜV geprüfte Kinderwagen erhalten ein
Prüfsiegel. Damit haben die Eltern eine gewisse Sicherheit, dass der Kinderwagen auch nach
Dauergebrauch nicht zu einem Sicherheitsrisiko für ihr Kind werden kann.
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4. Jugend forscht/Wenn aus Erdbeeren Tomaten werden
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1. Im Winter ziehen sich viele Tiere in den Winterschlaf zurück, um Energie zu sparen.
Während dieser Zeit wird ihr Stoffwechsel langsamer, und ihre Körpertemperatur sinkt.
Dies hilft ihnen, über einen längeren Zeitraum ohne Nahrung auszukommen. Beispiele für
Tiere, die Winterschlaf halten, sind Igel, Fledermäuse und Murmeltiere.
2. Laut einer Studie der Universität Leipzig fördert natürliches Licht die Lernfähigkeit von
Schülern. Klassenzimmer mit viel Tageslicht sorgen dafür, dass die Schüler aufmerksamer
und konzentrierter sind. Die Forscher stellten außerdem fest, dass ausreichend Licht die
Stimmung hebt und das Lernklima verbessert.
3. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtig für die Gesundheit. Während des Schlafs
produziert unser Körper das Hormon Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert.
Melatonin unterstützt den Körper dabei, sich zu entspannen, und sorgt für eine erholsame
Nacht. Ein gestörter Schlafrhythmus kann jedoch zu Gesundheitsproblemen führen.
4. In den letzten Jahren ist das nächtliche Wandern in der Natur zu einer beliebten
Freizeitaktivität geworden. Gesundheitsexperten empfehlen, diese Praxis nicht zu
verbieten, da sie positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat.
Nachts zu wandern hilft, Stress abzubauen, die Sinne zu schärfen und die Verbindung zur
Natur zu stärken. Zudem fördert es die Produktion von Melatonin, das den Schlaf-Wach-
Rhythmus reguliert und bei Schlafproblemen hilft. Experten betonen, dass diese
Bewegung besonders wohltuend ist, solange sie sicher und in geeigneten Bedingungen
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5. Professor Dr. Thoma Münch von der Universität Freiburg führte eine Studie durch, die
den Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten, Tageslicht und der Gesundheit von
Arbeitnehmern untersuchte. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die ihre
Arbeitszeiten besser an den natürlichen Sonnenrhythmus anpassen, weniger unter
Schlafstörungen und chronischer Müdigkeit leiden. Außerdem trägt der tägliche Fußweg
zur Arbeit, besonders bei Tageslicht, nicht nur zur körperlichen Gesundheit bei, sondern
verbessert auch die psychische Verfassung. Der Kontakt mit natürlichem Licht reguliert
den Hormonhaushalt, insbesondere die Produktion von Melatonin und Serotonin, was
entscheidend für das Wohlbe nden ist.
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1. Der Begri Extremsport wird oft subjektiv verwendet. Man kann viele gängige
Sportarten als Extremsport bezeichnen, wenn sie mit erhöhtem Risiko für das eigene
Leben ausgeübt werden, z.B. Skilaufen auf ungesicherten Pisten oder Klettern ohne
Sicherung. Extremsportlern geht es aber nicht darum, das höchste Risiko einzugehen,
sondern ihre Grenzen zu erkennen. Extremsport kann man an vielen Orten betreiben: in
der Wüste, unter Wasser, auf Klippen oder Bergen, in der Luft oder sogar auf seinem
eigenen Hausdach. Es gibt viele Wettbewerbe in verschiedenen extremen Sportarten,
zum Beispiel Bungee-Jumping, was früher ursprünglich ein Ritual für junge Männer in der
Südsee war.
Eine andere Art des Extremsports ist Freeclimbing: Man klettert ohne jegliche Sicherung
an mehreren hundert Meter hohen Felswänden. Kein Berg ist zu hoch, keine Wand ist zu
steil, keine Schlucht zu tief, um für den Adrenalinkick zu sorgen. Manchen Sportlern kann
es nicht aufregend genug sein.
Leider entwickelt sich manch ein Extremsportler dabei eine regelrechte „Sportsucht“, die
krankhaft ist. Viele Extremsportler ignorieren die Gefahren, was zu schweren Unfällen
führt und sie häu g sogar das Leben kostet.
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2. Musik, Sport, ehrenamtliches Engagement – die Teilnahme von Jugendlichen an diesen
sogenannten bildungsorientierten Freizeitaktivitäten hat in den vergangenen zehn Jahren
deutlich zugenommen. So lautet das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung. Während vor 10 Jahren erst 48 Prozent aller 16- bis 17-Jährigen an
bildungsorientierten Aktivitäten teilnahmen, waren es im vergangenen Jahr bereits 62
Prozent. Die Daten zeigen außerdem: Während vor 10 Jahren etwa nur 10 Prozent der 16-
bis 17-Jährigen musizierten, waren es im letzten Jahr bereits 18 Prozent. Noch stärker hat
im gleichen Zeitraum das ehrenamtliche Engagement der 16- bis 17-Jährigen
zugenommen (von 14 auf 22 Prozent). Darüber hinaus ist auch der Anteil der
Jugendlichen, die Sport treiben, zunehmen, oder Theater spielen, gestiegen. Gleichzeitig
verzeichnen die Forscher einen Abwärtstrend der sogenannten informellen
Freizeitbeschäftigungen. So ist der Anteil derer, die sich mit dem besten Freund oder der
besten Freundin unter der Woche in der Unterrichtszeitraum von 40 auf 25 Prozent
zurückgegangen. Au allend ist, dass Jugendliche aus sozial schwächeren Haushalten
bildungsorientierte Angebote viel seltener nutzen als junge Menschen aus gut situierten
Familien.
3. In Firmen gibt es sie schon, jetzt wollen auch Schulen Entspannungskurse anbieten.
Schüler sollen zwischen den Unterrichtsstunden mit Entspannungstechniken lernen,
Stress abzubauen. Ein erster Probelauf des Projekts an einer Gesamtschule in Hamburg
ist bei den Teilnehmenden gut angekommen. Die Schüler waren zu Beginn zwar
skeptisch, dann aber vom Ergebnis überzeugt. „Ich konnte mich in meiner nächsten
Stunde nach der Entspannungsübung viel besser konzentrieren und habe viel mehr
mitbekommen“, berichtet Jens aus der 12. Klasse. Die Schule hat damit auf Kritik von
Schülern und Lehrern reagiert: Nach der Umstrukturierung der Stundenpläne klagten die
Schüler zunehmend über Stress und zu wenige Pausen. Gerade Entspannungspausen
seien aber wichtig, erklären Pädagogen und auch Neurowissenschaftler. Nur wer
ausreichend Pausen macht, kann sich Dinge auch langfristig merken. Nachdem das
Projekt in Hamburg solch einen Erfolg hatte, wollen es jetzt auch andere Schulen
anbieten.
4. Tanja Kleist ist von modernem Tanz absolut begeistert. Seit ihrem neunten Lebensjahr
tanzt sie, früher auf Wettkampfniveau. Seit einigen Jahren engagiert sie sich beim TSV
Neustadt. Die Freude, die sie beim Tanzen hat, möchte sie weitergeben und mehr
Jugendliche motivieren, diesem einzigartigen Sport eine Chance zu geben. Und diese
Chance kann nun für alle Interessierten besonders groß werden. Für ihre Hip-Hop-
Tanzgruppe sucht Tanja Kleist neue tanzbegeisterte Teilnehmer ab 14 Jahren, da im
vergangenen Sommer viele nach dem Abitur die Gruppe verlassen haben. Das
abwechslungsreiche Training vereint Kreatives mit „Handwerklichem“. Im Mittelpunkt der
Übungsstunden steht die Erarbeitung kleiner choreogra erter Sequenzen auf Basis von
Musikvideos bekannter Hip-Hopper, aber auch das Techniktraining und die Schulung von
akrobatischen Grundelementen kommen nicht zu kurz. Es entstehen Choreogra en, die
die Gruppe bei ö entlichen Auftritten vorführt. Ein tolles Tanzangebot mit viel Spaß, das
es ab sofort beim TSV Neustadt für Jugendliche ab 14 Jahren gibt!
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5. Montags Tennis, dienstags Klavierunterricht, mittwochs Jazztanz in der Gruppe und
donnerstags Tre en der Astronomie-Gruppe. Was klingt wie der Terminkalender eines
vielbeschäftigten Erwachsenen, ist heute oft eine ganz normale Woche im Leben von
Kindern und Jugendlichen. Nicht genug damit, dass sie sechs oder sieben Stunden
Schule haben, dann vielleicht noch Hausaufgaben machen und natürlich auch etwas
essen müssen – in ihrer Freizeit haben sie dann gleich weitere Termine. Dabei suchen sich
das viele Kinder und Jugendliche gar nicht selbst aus, sondern die Eltern wollen, dass ihr
Nachwuchs möglichst viel unternimmt. Einige ho en, aus ihrem Sohn könnte ein neuer
Spitzensportler werden, andere denken an eine Karriere als Musikerin, meist aber glauben
die Eltern „nur“, sie müssten ihre Kinder ständig beschäftigen. Sonst könnte es ihnen ja
langweilig werden, und wer weiß, was sie dann machen. Viele Eltern haben Angst, dass
ihre Kinder dann „auf dumme Gedanken“ kommen oder dass sie zuhause nur vor dem
Fernseher oder Computer sitzen, wenn sie nicht ständig etwas unternehmen. Ob der
Freizeitstress für alle Beteiligten wirklich gut ist?
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welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
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1. Sie sind eine gut funktionierende Gemeinschaft mit einer Vision: Schon seit den 80er
Jahren leben Mitglieder des „Tauschring Harmlosdorf e.V.“ vor, wie man nachhaltig mit
Ressourcen umgehen kann und dadurch die Umwelt schont. Tauschen, nicht wegwerfen!
ist das Motto dieser Initiative – die damals als eine der ersten dieser Art in Deutschland
noch belächelt wurde, heute aber viel Lob und Anerkennung bekommt. Ob Küchengeräte,
Bücher oder auch Kleidungstücke, die man nicht mehr anzieht: Was ungenutzt ist, ndet
bei jemandem Verwendung, der noch etwas damit anfangen kann. Getauscht werden nicht
nur Güter, sondern auch Dienstleistungen. Eine der Voraussetzungen für das Gelingen:
„Die Dienstleistungen dürfen nicht in Konkurrenz zum Handwerk stehen“, erklärt
Tauschring-Mitglied Kati Jago. Besonders gefragt seien Fahrräder, etwa zum Arzt. Ihre
monatlichen Zusammenkünfte an der Rathausstraße sind für die derzeit 30
Vereinsmitglieder mehr als bloße Tauschtreffs: „Man darf den Faktor Mensch nicht
unterschätzen“, sagt Kati Jago. Denn beim Tauschen zählt auch das soziale Miteinander.
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2. „Man gönnt sich ja sonst nicht.“ Und schon ist die Einkaufstüte voll und das Konto leer.
Macht das glücklich? Oder wieso sonst kauft man mehr, als man eigentlich geplant hat?
Ein Einkauf kann sich ähnlich anfühlen wie eine Belohnung,“ sagt der Psychologe Daniel
Stüber. Denn dabei werden Glückshormone ausgeschüttet. Manchmal kann das sogar in
einem Kaufrausch enden. Denn das Glücksgefühl, das Konsumenten beim Kaufen
erleben, könne zu dem Zwang werden „immer mehr Geld auszugeben“. Doch die
Ernüchterung folgt oft schnell: „Drei, vier, oder zehn Paar später merke, wie teuer alles
gewesen ist“, schildert Stüber seine Erfahrung. Dies könne zu Schlafstörungen und
schlechter Laune führen. Langfristig lässt sich so die eigene Lebenszufriedenheit also
eher nicht steigern.
4. Keine Lust mehr auf die Konsum-Gesellschaft? Dann könnte es ein erster Schritt sein,
den Lieblingspulli zu stopfen statt zu entsorgen oder den alten Wecker von Oma noch mal
zum Laufen zu bringen. Ob Fahrrad, Fernseher oder Smartphone – man muss bei
Defekten nicht gleich alles wegwerfen. In sogenannten Repair-Cafés können defekte
Gegenstände unter fachkundiger Anleitung wieder instandgesetzt werden. „Damit schonen
wir die Umwelt und den Geldbeutel“, erklärt Thomas Redertz, Inhaber eines solchen
Reparaturcafés. Repair-Cafés verstehen sich als Initiative gegen die Wegwerf-Mentalität.
Da viele Firmen keine Reparaturservices mehr anbieten, muss vieles aufwendig ersetzt
werden, sagt Redertz. Das ist nicht immer nötig: „Manchmal ist ja auch nur eine Schraube
locker, oder es fehlt ein kleines Bauteil, das leicht ersetzt werden kann.“ Im Repaircafé
wird gemeinsam gewerkelt, geschraubt, gebastelt – und auch gelacht und geredet. Die
Reparatur wird zu einem sozialen Ereignis. Denn zu den freiwilligen Mitarbeitern der
Repair-Cafés gehört Handwerksmeister der unterschiedlichsten Fachrichtungen.
5. Viele Menschen sind erstaunlich großzügig: Sie machen anderen gern Geschenke,
spenden Geld für gute Zwecke oder opfern Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. Aber was
motiviert sie dazu? Die Wissenschaft liefert ganz unterschiedliche Erklärungsansätze. Eine
Erklärung lautet, dass großzügige Menschen oft mehr Glück emp nden: Wer viel gibt,
bekommt auch viel zurück. Eine Studie konnte nun aber zeigen, dass die Antwort vielleicht
ganz einfach ist: Großzügigkeit macht glücklich. Forscher der Universität Lübeck heraus,
dass dieses Gefühl der Zufriedenheit im Gehirn entsteht. Das Ergebnis ihrer Studie: Schon
ein solches Verhalten im Alltag, wie einem Freund ein kleines Geschenk zu machen, wirkt
sich positiv auf das Wohlbe nden aus. Es gibt noch eine weitere wichtige Erkenntnis:
Diese neu gewonnenen Erkenntnisse könnten weitreichende Folgen für die Gesellschaft
haben. Wer für das eigene Wohlbe nden diese neuen Erkenntnisse nutzt, könnte nicht nur
für sich selbst, sondern auch für andere etwas Gutes tun.
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7. Für unterwegs: Bonbons / Süßwaren mit langer Tradition
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
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1. Bonbons machen Kinder glücklich, und zwar nicht erst seit gestern: Denn diese beliebte
Süßigkeit ist viel älter, als man allgemein vermuten würde. Schon vor über 1 000 Jahren
gab es im antiken China, in Griechenland und im Römischen Reich Süßwaren aus Honig,
Blüten und Früchten. Wer noch mehr über Bonbons erfahren möchte, sollte einen Aus ug
nach Vaihingen an der Enz unternehmen: Dort gibt es nicht nur seit 1828 die Bonbon- und
Zuckerwarenfabrik Jung, sondern auch das einzige Bonbon-Museum Deutschlands. Auf
300 Quadratmetern Ausstellungs äche ndet sich Antwort auf viel bunte Fragen: Man
erfährt dort etwa, woher Bonbons kommen, wie sie ihre heutige Form erhielten und wie sie
überhaupt hergestellt werden. Gezeigt werden auch Bonbondosen, Bonbon-Maschinen
und Werbemittel. Beim Rundgang durch das Museum übernehmen kleine und große
Besucher echte Teile aus den frühen Herstellungsstätten und verfolgen die Entwicklung
der Fabrikproduktionen unserer Zeit.
2. Am Frankfurter Hauptbahnhof können Reisende beim Warten auf den Zug noch schnell
einen besonderen Snack genießen. Denn am Bahnhof steht jetzt ein Ret-tomat: ein
Automat, an dem abgelaufene Schokoriegel, Chips, Nüsse und andere Lebensmittel
verkauft werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte ist in den meisten Fällen fast
abgelaufen, daher werden sie günstiger angeboten als im Handel. Auch Getränke hält der
Automat bereit. Die Produkte sind überschüssig beziehungsweise stehen kurz vor oder
nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, sind aber trotzdem “noch gut”, erklärt ein
Sprecher der Deutschen Bahn. Denn sie werden natürlich sorgfältig geprüft. Mit dem
neuen Ser-vice wolle der Konzern den Bahnhof noch attraktiver machen und so
Ressourcen schützen. Fahrgäste sollen die Möglichkeit erhalten, sich mit Süßigkeiten und
Knab-bereien zu versorgen und gleichzeitig etwas gegen die Lebensmittelverschwendung
zu tun. Außerdem könnten Vorbeigehende und Reisende bei einer kleinen Probiergabe,
die dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, aufgeklärt werden.
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3. Wo heißes Wasser aus der Erde sprudelt, hat sich vielerorts das Bäder- und Kurwesen
gut entwickelt. Schon im alten Rom wusste man, dass ein Bad im warmen Wasser
wohltuend ist und gegen Alltagsstress, Verspannungen und Ermüdung wirkt.
Badeeinrichtungen gab es überall im Römischen Reich. Gegen eine geringe
Eintrittsgebühr konnte jeder, egal welche Erhebung er hatte, an der gesellschaftlichen
Rangordnung-Anlagen genießen; diese boten Platz für bis zu 1000 Menschen. Von ihrer
Schönheit und der speziellen Architektur konnten viele europäische Städte pro tieren und
Bäder erbauen. Möglichst prachtvoll wurden sie gebaut, selten eindrucksvoll sein, und
wertvolle Mosaik- und Marmorböden, mächtige Badebecken sowie Räume für Schwitz-
und Dampfbäder machten sie zu gesellschaftlichen Begegnungsorten. Doch die
besonderen Freizeiteinrichtungen spielten auch im gesellschaftlichen Atmosphären eine
Rolle: Gesuchte für das Auge verband sich hier überall auch mit einer angenehmen
Lebensweise, ob dies nun in einer Therme zu einem beliebten Freizeititel in vielerlei Art.
Mit den veränderten demogra schen Bedürfnissen wurden die römische Bauweise
erhalten, aber die Grenze etwas erweitert.
4. Nicht nur in Hollywood lmen tröstet man sich bei Liebeskummer mit Pralinen: Der Griff
zu Süßigkeiten ist überall weit verbreitet. Viele glauben, dass sie die Stimmung aufhellen,
die Konzentration verbessern oder gegen „Nachmittag tiefs“ im Büro helfen. Doch damit
liegen sie womöglich falsch. Denn Wissenschaftler haben nun genauer erforscht, wie
Zucker auf unser Gemüt wirkt. In ihrer Studie stellten sie praktisch keinen positiven
Ein uss des Zuckerkonsums auf die Laune fest – im Gegenteil. Die Idee, dass Zucker die
Stimmung heben kann, ist auf der ganzen Welt verbreitet“, sagt Konstantin Grüger von der
Humboldt-Universität in Berlin. „Unser Ergebnis bietet jedoch eigentlich keinen
Anhaltspunkt dafür.“ Viele wissen überhaupt, „denn sorgt Zucker dafür, dass wir uns
schlechter fühlen“. Die Auswertung deutet darauf hin, dass Probanden nach
Zuckerkonsum müder und unkonzentrierter waren als jene, die nur ein Placebo
bekommen hatten.
5. Wellness und der Besuch von Kurorten und Thermalbädern haben seit Jahrhunderten
Tradition in Ungarn. Das Land besitzt zwar keinen direkten Zugang zum Meer, aber dafür
wimmelt es in diesem Binnenstaat nur so von Thermalquellen. Dabei handelt es sich um
Quellen, aus denen Grundwasser austritt, das über 20 Grad warm ist. Dieses Wasser
enthält Mineralstoffe, denen eine positive Wirkung auf den Organismus zugeschrieben
wird. 123 Thermalquellen nden sich allein in Budapest, das berühmt für seine Bäder ist.
Diese Stadt ist damit nicht nur das einzige Kurbad, das zugleich die Hauptstadt eines
Landes ist, sondern auch die größte Kurstadt Europas. In Budapest kann man zwischen
über 20 Bädern wählen. Viele sind Bauten von beträchtlichem historischem und
architektonischem Rang. Obwohl Budapest auch eine ausgeprägte Café-Kultur besitzt,
sind die Bäder für die Stadtbewohner wichtige Treffpunkte – denn oft verabreden sich
Freunde in einem Bad.
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8. Vogelinsel/Grüne Geisterinsel ( die Shengsi-insel )
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. Die Shengsi-Inseln liegen im Ostchinesischen Meer. Nicht einmal 20 der rund 400
Inseln sind bewohnt, und manche, auf denen einst Menschen lebten, wurden wieder
verlassen. Ein altes Dorf auf der nun unbewohnten Insel Shengshan ist zu einer
Sehenswürdigkeit geworden. Die Einwohner haben das ehemalige Fischerdorf auf der
vierzehn Quadratkilometer großen Insel längst verlassen. Sie sind aus wirtschaftlichen
Gründen auf das Festland gezogen. Dort ist es für sie leichter, ihren Fischfang zu
verarbeiten und zu verkaufen. Das Dorf aber, das sie zurückgelassen haben, ist in
kürzester Zeit von der Natur zurückerobert worden. Farne und Gräser überwuchern
Häuser und Wege. Die Grenzen zwischen den von Menschenhand geschaffenen
Gebäuden und dem ungebändigten Urwald verschwinden: Mauerwerk, von wildem Wein
überwuchert; Grün, so weit das Auge reicht. An diesem Ort lebt keine Menschenseele
mehr.
5. Dass Elefanten in Thailand teurer sein können als ein 3er-BMW in München, liegt an
ihrem enormen wirtschaftlichen Potenzial: Sie sind eine der Hauptattraktionen der
thailändischen Tourismusindustrie. Jeder dritte Besucher des Landes möchte mit
Elefanten in Kontakt kommen oder hat das bereits hinter sich, zeigt die Umfrage einer
Tierschutzgruppe. Die Organisation schätzt, dass in dem Land mehr als 2000 Elefanten im
Einsatz sind, um die Nachfrage der Urlauber zu bedienen – so viele wie in keinem
anderen Land der Welt. Was für die Besitzer ein gutes Geschäft ist, steht immer häu ger
bei Tierschützern in der Kritik: Elefantenreiten sei die grausamste Tierattraktion der Welt.
Sie sprechen von einer lebenslangen Qual für die Elefanten. Mehr als 100
Reiseveranstalter haben solche Angebote schon aus den Katalogen gestrichen. Dies
feiern Tierschützer als Sieg: „Elefanten sind Wildtiere, keine Entertainer.“ Dass die
Lebensbedingungen der Tourismuselefanten nicht artgerecht sind, ist bekannt. Doch
selbst wenn sie nicht mehr als Einnahmequelle dienen, wird an ihren Lebensumständen
wenig ändern.
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9. Lehrermangel in Berlin/der Schulen auf ein Fiasko zu. (Lehrkräfte)
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. Berlin wird in 10 Jahren rund 5.000 Lehrkräfte weniger brauchen als derzeit. Für den
Unterricht an den Schulen werden dann, wie die Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW) errechnet hat, noch etwa 25.500 von heute 30.000 Pädagogen
benötigt. Die Gewerkschaft befürchtet zugleich, dass bis zu diesem Zeitpunkt zu wenig
Nachwuchskräfte ausgebildet werden und es deshalb zu einer dramatischer
Unterversorgung kommt. Nach Meinung der GEW steuert die Hauptstadt bei der
Personalausstattung der Schulen auf ein Fiasko zu, weil in den nächsten 10 Jahren mehr
als 10.000 Lehrkräfte aus Altersgründen in den Ruhestand gehen. Außerdem würden
jährlich circa 400 Lehrer die Berliner Schulen verlassen, so dass nach Ansicht der GEW
letztlich 9.000 Stellen fehlten. Wenn die Zahl der Studienanfänger nicht kräftig gesteigert
werde, könne langfristig nicht einmal die Hälfte des prognostizierten Einstellungsbedarfs
gedeckt werden. Außerdem sei die Hauptstadt für Berufseinsteiger nicht so attraktiv wie
andere Bundesländer, da sie selbst für Mange fächer nur befristete Verträge anbietet.
2. Wer sich in Berlin um eine Stelle als Lehrer bewirbt, muss hart im Nehmen sein.
“Während man in Hamburg respektvoll behandelt wird, rechnen Vertreter der Berliner
Schulverwaltung den Bewerbern vor, wie teuer Lehrer sind. Da fühlt man sich nicht richtig
gewollt”, sagt Maria Schütz. Die 27-Jährige gehört zu den rund 500 Referendaren, die in
zwei Wochen mit ihrem Studium fertig werden. Maria Schütz, die ihr Examen mit der Note
1,5 bestanden hat und unbedingt in Berlin unterrichten wollte, hat mit ihrer Bewerbung
leidvolle Erfahrungen hinter sich. “Während man in Hamburg sofort eine feste Stelle im
Beamtenverhältnis angeboten hat, konnte mir in Berlin keiner zusagen, dass ich im
nächsten Schuljahr gebraucht werde.” Die junge Frau hat das gute Angebot aus Hamburg
einer unsicheren Zukunft in Berlin vorgezogen. Für Anna Richter, Vorsitzende der
Lehrergewerkschaft GEW, ist Marias Geschichte nur eine von vielen. Ihre Organisation ist
besorgt darüber, dass Berlin auf diese Weise viele gut quali zierte Lehrer an andere
Bundesländer verlieren könnte.
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3. Die Hilferufe aus den Schulen wollen nicht verstummen: Schüler klagen über ständigen
Lehrerwechsel, Eltern über Stundenausfall und Schulleiter über fehlende Bewerber. Doch
es könnte noch schlimmer werden. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) rechnet in
den nächsten 15 Jahren mit einem „gewaltigen Lehrermangel“ in Deutschland. Der
Verbandsvorsitzende Ludwig Eckinger sagte am Donnerstag, er gehe für diesen Zeitraum
von bis zu 400.000 Lehrern aus, die aus Altersgründen aus dem Schuldienst ausscheiden.
Für 100 pensionierte Lehrer kämen jedoch nur 50 neue Kollegen. Der Lehrernotstand
kommt nicht überraschend, Forscher sagten ihn längst voraus. Und auch die Konferenz
der Kultusminister präsentierte schon vor fünf Jahren beunruhigende Zahlen: Es werden
an deutschen Schulen 70.000 Pädagogen fehlen, denn fast die Hälfte der 800.000 Lehrer
geht in Pension. Deshalb fordern Experten seit langem einen bundesweiten
Entwicklungsplan, denn Untersuchungen des Lehrerarbeitsmarktes zeigten eher „Chaos
als systematische Planung“. Deutschland steuere auf Zustände wie in den Niederlanden
zu. Dort ist der Lehrermangel so groß, dass sich Schulen gegenseitig Lehrer ausspannen.
5. Mädchen haben tendenziell bessere Noten und stellen 56 Prozent der Abiturienten.
Dagegen sind zwei Drittel der Schulabbrecher und drei Viertel der Sonderschüler Jungen.
Liegt die Ursache in der Grundschule, wo von den knapp 200.000 Lehrkräften nur rund
26.000 männlich sind? An der Grundschule sind Männer eine Rarität. Wer sich dorthin
verirrt, arbeitet allein unter Frauen. Im Schuljahr 1990/1991 unterrichtete noch ein Drittel
Männer an Grundschulen, im Schuljahr 2006/2007 liegt der Frauenanteil an den
Grundschullehrern bei 86,9 Prozent, während an weiterführenden Schulen das
Geschlechterverhältnis nahezu ausgeglichen ist. Im Extremfall kann das bedeuten, dass
Jungen bis zum Alter von 10 oder 12 Jahren in Krippe, Kindergarten und Grundschule
ausschließlich von Frauen betreut und unterrichtet werden. Auch die Familienministerin
vermisst die Männer an den Grundschulen. „In den wichtigen frühen Jahren fehlen den
Jungen männliche Vorbilder, an denen sie sich im Alltag ausrichten können“, sagte sie in
einem Interview. Das gelte gerade für Kinder mit Migrationshintergrund. Gründe dafür sieht
sie in der gesellschaftlichen Anerkennung des Berufs und in den Gehaltsstrukturen.
10. Bilder der Fotogra n/Das Ende der Dunkelheit
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. Der Buchtitel erinnert an eine Horrorgeschichte: „Die Nacht“. Aber dem Autor Paul
Bogart geht es nicht um Fantasiewelten, sondern um sehr reale Dinge. Das Thema des
Autors ist die nächtliche Finsternis. Wer erlebt noch eine dunkle Nacht?
Großstadtbewohner eher nicht, außer im abgedunkelten Schlafzimmer. Ein natürlicher
Nachthimmel mit unzähligen Sternen ist die Ausnahme, deshalb sind wir überwältigt, wenn
wir ihn doch einmal zu sehen bekommen. Das war früher anders, und zwar bis Gaslicht
und Glühlampe erfunden wurden. Heute sieht man in Städten gerade noch den Mond und,
wenn man Glück hat, eine Handvoll der hellsten Sterne. Paul Bogart erläutert, warum
künstliches Licht so weit verbreitet ist, und betrachtet dies sehr kritisch. Der Autor fesselt
seine Leser dabei mit beachtlichem Fachwissen. Außerdem ist er weit gereist. Überall, so
berichtet er, gebe es Organisationen, die sich für eine Reduzierung des künstlichen Lichts
einsetzen – auch in Deutschland. Paul Bogart fände es positiv, wenn die Organisationen
sich durchsetzen könnten. Denn der Autor – und das macht er sehr deutlich – hält nicht
viel davon, dass es heute kaum noch völlig dunkel ist.
2. Fotos machen ist heute nicht schwer. Schnell nimmt man das Handy und macht einen
Schnappschuss. Wer aber besondere und eindrucksvolle Bilder haben möchte, muss sich
mit dem Thema Fotogra e schon etwas intensiver befassen. Dietmar Spehrs neuer
Fotogra e-Ratgeber ist dabei ein gutes Hilfsmittel. Auf 424 Seiten erklärt der Autor und
Journalist mit einfachen, aber kompetenten Worten, was zu beachten ist. Der Ratgeber
versteht sich als Fotokurs für Ein- und Aufsteiger und richtet sich an die vielen Menschen,
die gerne fotogra eren, aber wenig Fachwissen haben. Diesen Hobbyfotografen vermittelt
das Buch sehr verständlich Schritt für Schritt solides Basiswissen. Spehr setzt dabei auf
Beispielbilder, Tabellen und Gra ken und schreibt so wenig wie möglich, aber so viel wie
nötig. Das sorgt dafür, dass der Ratgeber sehr unterhaltsam zu lesen ist und nicht wie ein
langweiliges Lehrbuch daherkommt. Von der Auswahl des Motivs über die richtige
Kameraeinstellung bis hin zur optimierenden Nachbearbeitung am Computer wird alles
Wissenswerte vermittelt.
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3. Bilder der Fotogra n Annie Leibovitz sind ab kommendem Samstag im Kunsthaus Wien
zu sehen. Die Ausstellung besticht durch ihre umfangreiche Bildauswahl. Zum einen kann
man zahlreiche Porträts berühmter Schauspieler, Politiker oder Musiker bestaunen. Zum
anderen sieht man Bilder aus dem privaten Fotoalbum der Künstlerin. Die zum Teil sehr
persönlichen Aufnahmen dokumentieren ihr Leben und zeigen bisher unveröffentlichte
Werke, die zum Teil sehr bedrückend sind. Bilder ihres Vaters berühren den Besucher und
oftmals ist man von der Offenheit der Fotogra n überrascht. Zwischen Aufnahmen der
Fotogra n selbst stehen zahlreiche Porträts ihrer Eltern und Urlaubsfotos der Familie. Die
bunte Mischung von großformatigen und kleinformatigen Bildern sorgt für Abwechslung.
Um die Fotogra en besser kennenzulernen, können Besucher einen ca. 1,5 Stunden
langen Film über die Karriere von Annie Leibovitz sehen. Eines ist nach der Ausstellung
und dem Film klar: Anne Leibovitz zählt zu den bedeutendsten Fotogra en des 20. und
beginnenden 21. Jahrhunderts.
4. Die Abkürzung TWAN klingt nach einem neuen Computerprogramm, aber tatsächlich
steht sie für eine neue fotogra sche Methode, die der Iraner Babak Amin Tafreshi
entwickelt hat. Diese neue Methode führt zu atemberaubenden Ergebnissen: Noch nie hat
man die Sterne so eindrucksvoll über den Landschaften der Erde gesehen wie bei den
Bildern in diesem Buch – ein Genuss für die Augen. Aus mehr als 160 Seiten des Buches
sieht, ist meines Wissens ohne Beispiel. Viele der gezeigten Orte und Landschaften
erkennt man kaum wieder, hier wirken sie doch so vollkommen anders, als man sie kennt.
Das reicht vom Sternenzug über den Ruinen von Persepolis, den Mond über ungarischen
Wäldern, die Milchstraße über dem kalifornischen Mammutbaum „General Grant“. Die drei
Herausgeber Stefan Seip, Gernot Meiser und Babak A. Tafreshi wurden unterstützt von
einem weltweiten Team erfahrener Naturfotografen. Auf den letzten Seiten des Buchs
erfährt man auch, dass „Fotogra eren im TWAN-Stil heißt, bei fortgeschrittener
Dämmerung oder Dunkelheit Aufnahmen zu machen, auch wenn man selbst nicht mehr
viel sehen kann“. Neben der Technik kommt es aber auf den künstlerischen Blick des
Fotografen an – und viel Geduld.
5. Er gehörte zu den ganz Großen seines Fachs: Andreas Feininger. Eine neue Biogra e
erzählt die Lebensgeschichte des weltberühmten Fotografen. Neben einem Text auf
Deutsch und Englisch enthält sie auch eine kleine, aber gute Auswahl seiner Fotoarbeiten
aus allen Schaffensphasen. Die Autoren zeigen den Weg des 1906 in Paris geborenen
Fotografen von der Kindheit in Berlin über die Jahre in Weimar und Dessau bis hin zum
Leben in Hamburg, Stockholm und schließlich New York, dessen Stadtansichten Feininger
weltberühmt machen. Dabei hatte Feininger keineswegs das Ziel, Fotograf zu sein.
Eigentlich war Andreas Feininger gelernter Architekt. Als Feininger mit seiner Frau 1933
nach Stockholm auswandert, ndet er dort als Architekt keine Anstellung. So macht er aus
der Not eine Tugend: Weil er die kleine Familie mit Sohn Thomas ernähren muss, macht
er seine Leidenschaft, die Fotogra e, zum Brotwerb. Den Durchbruch als weltweit
anerkannter Fotograf schafft er schließlich in New York, wohin seine Familie 1939
auswandert.
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11. Erneuerungskur/alten Markt / Österreichs beliebteste Marktplätze
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. Das Lesemagazin MENU hat eine Umfrage zu den populärsten Märkten in Österreich
durchgeführt. Vor der eigentlichen Abstimmung hatte das Magazin seine Leserinnen und
Leser dazu aufgerufen, Märkte zu nominieren. Aus den häu gsten Nennungen hat das
Redaktionsteam eine Liste mit zwanzig Märkten aus ganz Österreich erstellt und zwei
Wochen lang online zur Abstimmung angeboten. Als klarer Sieger ging der Markt am
Domplatz von St. Pölten hervor. Dieser ist berühmt für sein ganzjähriges
Einkaufsvergnügen. Als Nahversorger für die Innenstadt und Anziehungspunkt für
Menschen aus dem Umland trägt er erheblich zur Lebensqualität der Bevölkerung bei. Auf
Platz zwei und drei folgten zwei bürgerlich-klassische Märkte, nämlich der Markt der Erde
in Parndorf und der Regionalmarkt in den ehemaligen Stallungen von Schloss Esterházy
in Eisenstadt. Das große Interesse an der Abstimmung zeigt laut MENU, wie sehr die
Konsumentinnen und Konsumenten Märkte schätzen.
2. Sie sind der Meinung, dass Ihre Quali kationen ausreichen, um Karriere zu machen?
Quali kationen und Berufserfahrung sind zwar wichtige Kriterien für den erfolgreichen
Aufstieg auf der Karriereleiter, doch ohne gutes Selbstmarketing werden Sie auf halbem
Wege stehenbleiben. Das ist letztlich genauso wie beim Verkaufen eines Produktes: Es
reicht nicht, dass ein Produkt gut ist, es muss auch gut beworben werden. Während
Marketing das Produkt vorteilhaft am Markt platzieren möchte, verfolgt man beim
Selbstmarketing das Ziel, seine Persönlichen und Stärken bewusst hervorzuheben. Mit
anderen Worten: Es geht darum, sich gut zu verkaufen. Selbstmarketing beginnt schon bei
der Bewerbung und auch bei Vorstellungsgesprächen und setzt sich im Job fort. Auch dort
müssen Sie auf sich aufmerksam machen. Doch Achtung: Angeber mag niemand! Wie Sie
das richtige Maß nden, erfahren Sie in einem Seminar, das an vier Wochenenden im April
in Klagenfurt statt ndet. Alle Details gibt es hier.
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3. Der Wiener Naschmarkt gehört zu Österreichs beliebtesten Märkten. Mit einer Fläche
von mehr als zwei Hektar ist er der größte Markt in der Innenstadt. Schon 1780 handelten
Bauern dort mit Milchprodukten. Gemauerte Marktstände entstanden erst mehr als 100
Jahre später. Von 1910 an wurden mehr als 120 xe Marktstände im einheitlichen Stil von
Otto Wagner geplant und errichtet. Das Marktamtsgebäude bei der Kettenbrückengasse
wurde 1916 fertiggestellt. Heute ist der Naschmarkt eine begehrte Wiener
Sehenswürdigkeit. Bei Schönwetter zählt der Markt mehr als 65.000 Personen pro Woche,
viele davon Touristen. Ein Teil der Markt äche ist für Gastronomiebetriebe reserviert. Nun
erzählt ein neuer Reiseführer die Geschichte des Naschmarktes, reich illustriert mit alten
Aufnahmen. Ein Kapitel behandelt auch die berühmten Wienzeilenhäuser Otto Wagners,
die sich an der Linken Wienzeile im Bereich des Naschmarktes be nden. Dazu gibt es
Einkaufs tipps und Beschreibungen der Lokale. „Der Markt am Wien uss“. Hrsg. Hannes
Ortner, 35 Seiten, 17 Euro.
4. Wer bloggt, zeigt neben Fachkompetenz auch Kreativität. Das schätzen auch 4
Arbeitgeber. Ob man über fachliche Fragestellungen schreibt oder einfach nur über das
Leben – das Themenspektrum von Blogs ist riesig. Genauso vielfältig sind auch die
Möglichkeiten, die sich Bewerberinnen und Bewerbern bieten. Wer einen Blog
professionell betreibt, kann seine fachlichen Kompetenzen präsentieren und gleichzeitig
seinen Ideenreichtum unter Beweis stellen. Doch auch die Darstellung eines Hobbys zeigt,
dass der Bewerber aktiv und kreativ ist. Experten raten daher Bloggerinnen und Bloggern,
in ihren Bewerbungsunterlagen gezielt darauf hinzuweisen. Doch Achtung: Ein Blog kann
Bewerber auch in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Bloggen während der
Arbeitszeit und das Schreiben über Firmeninterna sind natürlich tabu.
5. Bis Herbst soll ein neues Marktkonzept für den altehrwürdigen Salzburger Grünmarkt
vorliegen. Damit der Markt für Besucherinnen und Besucher wieder attraktiver wird, setzt
die zuständige Stelle im Magistrat auf Nachhaltigkeit. Biologische Lebensmittel aus
nachhaltiger Produktion, im Idealfall aus der Region, sollen den Markt wieder zu einem
Fixpunkt in der Altstadt werden lassen. Der für Märkte, Stadtnatur und Lebensqualität
zuständige Vizebürgermeister hofft, dass der Markt dazu beitragen kann, ein positives
Lebensgefühl zu vermitteln. Obwohl die Stadt die Verkaufsstände vor einigen Jahren
aufwändig hatte restaurieren lassen, verzeichneten die Händler zuletzt einen deutlichen
Rückgang an Kundschaft. Zudem haben einige von ihnen altersbedingt ihre
Verkaufsstände aufgegeben. In diesem Zusammenhang wurde auch die beliebte
Foodbloggerin Jasmin May engagiert. Sie soll dazu beitragen, das Konzept in der
Öffentlichkeit bekannter zu machen. Wir werden das Projekt weiterverfolgen und von
seinem Fortgang berichten.
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12. Programmierer / Förderwochenende (Immer mehr Jugendliche /
Automobilindustrie)
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1. Martina Lux hat ein Hobby, mit dem sie im Kreis ihrer Freundinnen ziemlich allein steht:
Sie programmiert in ihrer Freizeit. „Mich hat immer schon interessiert, wie
Computerprogramme eigentlich funktionieren“, sagt die 17-Jährige. Außerdem habe sie
großen Spaß am logischen Denken. Ihr Informatiklehrer erzählte ihr von einem Workshop
in Berlin: Bei „Jugend programmiert“ traf Martina von letztem Freitag bis Sonntag mit
gleichgesinnten Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren zusammen, um
gemeinsam Programme zu entwickeln. Dabei standen ihnen erfahrene Informatiker zur
Seite. In 15 Gruppen entwickelten die jungen Nachwuchsprogrammierer ihre Projekte.
Eine Jury verlieh Preise in vier Kategorien. Bewertet wurde die originellste Idee, die
sauberste Umsetzung, die beste Präsentation und die größte Relevanz für die
Gesellschaft. Martinas Gruppe erhielt zwar keinen Preis, aber das Wochenende hat sich
für sie auf jeden Fall gelohnt. Sie hat zwei Mädchen kennengelernt, mit denen sie auch in
Zukunft gemeinsam programmieren möchte. Zu wissen, dass sie nicht allein ist mit ihrem
Hobby, das ist für sie ein besonders wichtiges Ergebnis dieses Wochenendes, meint
Martina.
2. „Jugend forscht“ ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb für junge Menschen bis
zum Alter von 21 Jahren, bei dem besondere Leistungen in Mathematik, Technik,
Naturwissenschaften und Informatik ausgezeichnet werden. Neben Geldpreisen werden
auch einige Sonderpreise vergeben, wie bei den Jugendlichen ganz besonders beliebt
sind. Dazu gehören zum Beispiel die Teilnahme an internationalen Wettbewerben, bei
denen die jungen Forscher Fachleuten aus aller Welt ihre Projekte vorstellen können.
Auch Einladungen zu Studienreisen und Kongressen im Ausland sind für viele Teilnehmer
besonders attraktiv. Im Rahmen von „Jugend forscht“ wird sogar eine Reise zur
Nobelpreisverleihung in Stockholm angeboten. In Malmö haben die Preisträger die
Möglichkeit, ein langes Praktikum an angesehenen Forschungsinstituten und bei wichtigen
Unternehmen zu absolvieren. Dort bekommen die Jugendlichen im Arbeitsalltag eine gute
Vorstellung davon, wo das Forschungsarbeiten funktioniert. Zusätzlich gibt es auch
Sachpreise wie Forschungskits und naturwissenschaftliche Fachzeitschriften, mit denen
die Teilnehmer ihre Projekterbetreuen können. Bei diesem Wettbewerb haben junge
Menschen die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen mit Forschungsprojekten zu sammeln.
Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall.
4. Im Kulturzentrum war gestern Abend Tobias Meyer zu Gast. Die Organisatoren hatten
den bekannten Autor zahlreicher Sachbücher über Erziehung und Bildung eingeladen, um
Thema Berufsorientierung zu sprechen. In seinem Vortrag ging Meyer auf zwei
wesentliche Aspekte von Berufsorientierung ein. Zum einen versteht er Berufsorientierung
als eine Entwicklung, die eng mit den persönlichen und sozialen Beziehungen eines
jungen Menschen zusammenhängt. Die Orientierung auf einen Beruf hin wertet er als
einen Teil der Persönlichkeitsentwicklung. In einem anderen Aspekt sieht er die
Berufsvorbilder, an denen sich Jugendliche orientieren: Diese hängen ebenso wie die
Erwartungen, die an einen Beruf gestellt werden, stark von der sozialen Umgebung ab.
Zudem spielten lokale wirtschaftliche Umstände eine Rolle bei der Berufsorientierung.
Meyer zeigte anhand konkreter Beispiele, wie große Unternehmen vor Ort die Berufswahl
junger Menschen entscheidend beein ussen können. Anschließend ging Meyer auf einen
zweiten wesentlichen Aspekt, nämlich Berufsorientierung im Rahmen der Schulen, ein.
Hier könnten entscheidende Impulse gesetzt werden, indem Talente und Stärken erkannt
und bereits sehr früh gefördert würden.
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5. Wie eine repräsentative Umfrage unter Studenten kürzlich zeigte, erfreut sich die
Automobilindustrie nach wie vor großer Beliebtheit bei Studierenden der Fachgebiete
Wirtschaft und Technik. Gefragt nach den fünf attraktivsten zukünftigen Arbeitgebern,
nannten Wirtschaftsstudenten vier führende Automobilkonzerne und eine Internet-
Suchmaschine; künftige Ingenieure nannten sogar ausschließlich Automobilunternehmen.
Auch für Studierende der Informatik gewinnt die Automobilindustrie zunehmend an
Attraktivität – wenig verwunderlich angesichts der rasch zunehmenden Bedeutung, die der
Elektronik in Fahrzeugen zukommt. Die Branche punktet bei jungen Absolventen mit vielen
spannenden Themen: Wie wird die Mobilität der Zukunft aussehen? Welche alternativen
Antriebe wird es geben? Die Automobilindustrie bietet viel Raum für Innovationen und
somit gute Chancen für motivierte Berufseinsteiger. Doch ausschlaggebend sind nicht nur
solide Berufsaussichten. Wie die Befragung ergab, spielt auch der emotionale Faktor eine
Rolle: Viele Studierende sind einfach begeistert vom Thema Auto.
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
1.Im Winter ziehen sich viele Tiere in den Winterschlaf zurück, um Energie zu sparen.
Während dieser Zeit wird ihr Stoffwechsel langsamer, und ihre Körpertemperatur sinkt.
Dies hilft ihnen, über einen längeren Zeitraum ohne Nahrung auszukommen. Beispiele für
Tiere, die Winterschlaf halten, sind Igel, Fledermäuse und Murmeltiere.
2. Laut einer Studie der Universität Leipzig fördert natürliches Licht die Lernfähigkeit von
Schülern. Klassenzimmer mit viel Tageslicht sorgen dafür, dass die Schüler aufmerksamer
und konzentrierter sind. Die Forscher stellten außerdem fest, dass ausreichend Licht die
Stimmung hebt und das Lernklima verbessert.
3. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtig für die Gesundheit. Während des Schlafs
produziert unser Körper das Hormon Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert.
Melatonin unterstützt den Körper dabei, sich zu entspannen, und sorgt für eine erholsame
Nacht. Ein gestörter Schlafrhythmus kann jedoch zu Gesundheitsproblemen führen.
4. In den letzten Jahren ist das nächtliche Wandern in der Natur zu einer beliebten
Freizeitaktivität geworden. Gesundheitsexperten empfehlen, diese Praxis nicht zu
verbieten, da sie positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit hat.
Nachts zu wandern hilft, Stress abzubauen, die Sinne zu schärfen und die Verbindung zur
Natur zu stärken. Zudem fördert es die Produktion von Melatonin, das den Schlaf-Wach-
Rhythmus reguliert und bei Schlafproblemen hilft. Experten betonen, dass diese
Bewegung besonders wohltuend ist, solange sie sicher und in geeigneten Bedingungen
statt ndet.
5. Professor Dr. Thoma Münch von der Universität Freiburg führte eine Studie durch, die
den Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten, Tageslicht und der Gesundheit von
Arbeitnehmern untersuchte. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die ihre
Arbeitszeiten besser an den natürlichen Sonnenrhythmus anpassen, weniger unter
Schlafstörungen und chronischer Müdigkeit leiden. Außerdem trägt der tägliche Fußweg
zur Arbeit, besonders bei Tageslicht, nicht nur zur körperlichen Gesundheit bei, sondern
verbessert auch die psychische Verfassung. Der Kontakt mit natürlichem Licht reguliert
den Hormonhaushalt, insbesondere die Produktion von Melatonin und Serotonin, was
entscheidend für das Wohlbe nden ist.
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14. Der Wald als neues Zuhause/Lichtquellen vergangener Zeiten (künstlichen
Lichts )
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
2. Jahrelang zog es vor allem junge Berufstätige in die Großstädte, denn diese sind
attraktiv, bieten umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten und einen gut ausgebauten
öffentlichen Nahverkehr. Doch seit einiger Zeit beobachten Forscher eine gegenläu ge
Bewegung: Immer mehr Menschen kehren den Metropolen den Rücken und lassen sich
im Umland nieder – wegen der Ruhe und der günstigeren Preise. Die Städte, die immer
teurer werden, die Freiräume, die der ländliche Raum bietet, sowie die neuen Formen des
digitalen Arbeitens begünstigen die Stadt ucht. Unter den neuen Landbewohnern nden
sich einerseits Berufstätige, die ortsunabhängig arbeiten können, wie Programmierer,
Journalisten oder Gra kdesigner, andererseits aber auch Lehrer, Ärzte und Handwerker,
heißt es in der Studie. Die Wissenschaftler sprechen schon von einer Trendwende, die
sich vor allem in den Ballungszentren Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart
abzeichnet.
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3. Satellitenbilder der Erde bei Nacht zeigen ein strahlendes Lichtermeer, das sich fast
durchgehend über den Globus erstreckt. Seit der Er ndung der Glühbirne steht Licht für
Wohlstand und Fortschritt. Die Städte sind nachts hell erleuchtet – nicht immer jedoch zum
Wohle von Mensch und Umwelt. Denn zu viel Licht hat Folgen für Menschen und Tiere. An
Straßenlaternen verenden jedes Jahr Milliarden von Insekten, Zugvögel verlieren die
Orientierung, und selbst der Mensch wird durch das Kunstlicht um einen gesunden Schlaf
gebracht. Wissenschaftler sprechen bereits von einer massiven Lichtverschmutzung.
Weltweit gehen Forscher jetzt der Frage nach, wie sich die Licht ut auf ein gesundes Maß
reduzieren lässt. Dabei arbeiten Physiker, Biologen, Mediziner und Ingenieure an der
Beleuchtung der Zukunft: an einem Licht, das weder Energie verschwendet noch unnötig
den Nachthimmel erhellt, keine Insekten verenden und durch besondere Farbspektren
auch den Menschen unbehindert schlafen lässt. Denn es geht nicht darum, die Städte
völlig dunkel zu machen. Es geht darum, sie nachhaltiger und intelligenter zu beleuchten.
4. Vor zehn Jahren lebten Dirk und Antje Sebens noch in Mannheim, mitten in der Stadt.
Dann kauften sie sich ein altes Forsthaus im Wald. Sie hatten es zufällig entdeckt, denn
eigentlich hatten sie nur einen ruhigen Ort gesucht, um am Wochenende dem Stadtleben
ent iehen zu können. Doch sie waren sofort von dem Haus begeistert, dass es dort weder
Strom noch ießendes Wasser gab, schreckte sie nicht ab. Heute versuchen die beiden,
so autark wie möglich zu leben. Die Solaranlage auf dem Dach liefert Strom, eigenes Holz
die Wärme, der Brunnen vor dem Haus das Wasser. Im Sommer bauen Dirk und Antje
Sebens Gemüse an, das sie für den Winter einwecken. Das nächste Dorf ist mehrere
Kilometer entfernt, und außer Besuchern verirrt sich höchstens mal ein Wanderer zu
ihnen. „Die absolute Dunkelheit draußen in der Nacht war am Anfang sehr ungewohnt“,
erzählt Antje Sebens. Denn elektrische Straßenlaternen wie in der Stadt gibt es im Wald
natürlich nicht. Bereut haben die beiden ihre Entscheidung nie. Noch immer emp nden sie
es als großes Abenteuer, mitten in der Natur zu sein und auf viele Annehmlichkeiten zu
verzichten.
5. Wer verbringt nicht gerne sein Wochenende fernab der Stadt? Im Grünen, wo es noch
Wiesen und Schmetterlinge gibt und weder Stau noch Lärm. Viele zieht es gleich ganz
aufs Land. Doch dort braucht man meist ein Auto. Wer nicht im Homeof ce arbeiten kann,
wird zum Pendler. Hinzu kommt, dass es in vielen Dörfern kaum noch
Einkaufsmöglichkeiten oder Schulen gibt, und der öffentliche Nahverkehr in ländlichen
Grundschulbezirken nicht ohne PKW auskommen kann. Forscher haben errechnet, dass
wir bis zu 87 Prozent der Emissionen aus unserer Alltagsmobilität einsparen können, wenn
wir in verkehrstechnisch günstiger Lage wohnen, also am besten in der Stadt mit
Einkaufsmöglichkeiten vor der Tür. Auch das Argument, dass Wohnen auf dem Land sei
günstiger, überzeugt immer weniger. Zwar waren dort früher Mieten und Baugrund auf
dem Land vergleichsweise erschwinglich, wird heute das Preisgefälle zwischen Stadt und
Land immer acher. Das Ergebnis könnte ernüchternd sein und das Leben in der Stadt
attraktiver machen.
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15. Rauchen – Mit der Zigarette / Freizeitsport in den Alpen
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
2. Urlaub in den Bergen ist sehr gesund. Das fanden jetzt Wissenschaftler am
Anatomischen Zentrum der Universität Köln heraus. Besonders die Höhenlagen um die
2.000 Meter wirken sich messbar positiv auf die Gesundheit aus. Die „dünnere Luft“ im
Hochgebirgspagang bewirkt eine Senkung des Blutdrucks und des Pulsschlages, eine
verbesserte Leistungsfähigkeit des Herzens und damit eine Stärkung der Funktion von
Herz, Lunge und Kreislauf. Wichtig sei es aber, in den ersten Tagen auf eine ausreichende
Akklimatisierung zu achten. Denn etwa eine Woche benötige der Körper, um sich an die
neuen klimatischen Bedingungen im Gebirge anzupassen. Während dieser Zeit solle man,
so die Wissenschaftler, größere körperliche Anstrengungen und Extremsport vermeiden.
Ab der zweiten Urlaubswoche habe man dann seine volle körperliche Leistungsfähigkeit
erreicht.
3. Schlechte Haut, übler Atem, leere Brieftasche. Das ist eigentlich ziemlich „uncool“. Und
doch dauert es ziemlich lange, bis junge Raucher begriffen haben, dass Rauchen nicht
hält, was viele Jugendliche in ihrer Phantasie damit verbinden: Freiheit und Attraktivität –
der Glimmstängel macht „cool“ und begehrenswert. Stress und Leistungsdruck ver iegen
angeblich, sobald man nur an der Zigarette zieht. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die
zuerst genannten Negativfolgen stellen sich oft schneller ein als gedacht. Häu g ist es
aber dann schon zu spät, denn das Entwöhnen von der Sucht des Rauchens ist ein
langwieriger und oft auch schmerzhafter Weg. Obwohl dies alles bekannt ist, nden es in
Deutschland fast 50 % aller Teenager zwischen 12 und 16 Jahren schick, Zigaretten zu
konsumieren – ein eindeutig zu großer Anteil, warnen die Gesundheitsbehörden.
Besonders groß ist der prozentuale Anteil der Raucher übrigens unter den jungen
Mädchen. Als Raucherinnen fühlen sie sich erwachsen und der Cliquendruck – nahezu
alle Freunde und Freundinnen rauchen auch – erzeugt oft ein vermeintliches
Notwendigkeitsgefühl, auch zu rauchen.
5. Sportvereine spielen eine immer wichtigere soziale Rolle für junge Leute in
Deutschland. Das haben neueste Untersuchungen an den Tag gebracht. Ging man früher
in einen Sportverein, um Fußball zu spielen, zu reiten oder zu turnen, geben die Clubs
heute vielen Jugendlichen ein zweites Zuhause. Hier treffen sie Freunde, hier kümmern
sich jemand um sie, hier haben sie eine Aufgabe. Zuhause fühlen sie sich einsam und
über üssig. Die Eltern arbeiten und sind nicht da, die Kommunikation mit dem Fernseher
oder dem Computer ist eine recht einseitige Angelegenheit. Jugendliche, die in
Sportvereinen Mitglied sind, sind geselliger, werden – so zahlreiche Studien – weniger
gewalttätig, leben gesünder, rauchen deutlich weniger als ihre Altersgenossen, die nicht im
Verein sind, konsumieren erheblich weniger Alkohol oder Drogen. Das
Zugehörigkeitsgefühl zum Verein und das Gefühl, etwas zu leisten, tragen sehr stark dazu
bei, dass die jungen Leuten gegen die Verführungen der Zigaretten- und Alkoholindustrie
resistent werden.
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16. Grippe-Impfung / Neue Erkenntnisse (WHO)
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
A) Das neue Schülerticket - rund ums Jahr mit Bus und Bahn fahren.
B) Das richtige Alter für die Einschulung.
C) Mit Schulanfängern richtiges Verhalten im Verkehr üben.
d) Neue Methode: So lernen Kinder leichter lesen und schreiben.
E) Neues Buch für kleine Leseanfänger.
F) Traditionen zum Schulanfang.
G) VORSICHT AN HALTESTELLEN!
H) Weniger Fahrten in den Schulferien.
i) Woher stammt der Brauch mit der Schultüte?
J) Wörterbuch mit CD – Neuerscheinung.
1. Nach der englischen Bezeichnung für „Schultüte“ sucht man vergebens. Die mit
Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllte Spitzüte aus Karton, die Kinder in
Deutschland am ersten Schultag von ihren Eltern bekommen, ist offenbar etwas typisch
Deutsches. In Großbritannien besucht die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer die
Familie zu Hause, bevor das Kind in die Schule kommt. So können sich Lehrer, Schüler
und Eltern schon vor dem Schuleintritt kennenlernen. In den USA bekommen die Kinder
vor dem ersten Schultag kleine Geschenke; Dinge, die sie in der Schule gebrauchen
können. In Russland wird zum Schulanfang zu Hause ein großes Familienfest gefeiert.
Den Lehrerinnen und Lehrern überreichen die Schulanfänger Blumen. Gefeiert wird die
Einschulung auch in Japan, allerdings nicht zuhause, sondern in der Schule. Dort gibt es
Ansprachen und Aufführungen von älteren Schülerinnen und Schülern. In Indien wird am
ersten Schultag ein besonderer Joghurt gegessen. Er soll den Schulanfängern Glück
bringen. Am wenigsten Aufheben macht man in Frankreich von der Einschulung: Dort gibt
es keine besonderen Bräuche.
2. Raban Rabovic ist ein kleiner Rabe. Seit Wochen denkt er nur noch an eines: den
Schulanfang! Nun ist es endlich so weit: Für ihn und neun andere Rabe kinder beginnt die
Schule. Wie es Raban dabei ergeht, erzählt Antonija Tomic im Schulanfang in der
Rabenschule. So heißt ihr Erstlesebuch, das gerade erschienen ist. Antonija Tomic hat als
Lektorin in einem Kinderbuchverlag gearbeitet, bevor sie selbst begonnen hat,
Erzählungen zu schreiben. Inzwischen hat sie sich vor allem als Bilderbuchautorin für
Kinder einen Namen gemacht. Von ihr stammen dabei nicht nur die Geschichten, sondern
auch die meist farbigen Illustrationen. Auch die ersten Schultage von Raban begleiten
liebevoll gezeichnete Bilder. Dazu gibt es eine CD mit Liedern, die kleine Rabe kinder
gerne singen. In einem Begleitheft nden sich zudem Arbeitsblätter mit Mal-und
Schreibübungen. Für alle ABC-Schützen, die gerade lesen und schreiben lernen, sind ein
ideales Geschenk für den ersten Schultag!
3. Auf den Straßen sind ab Schulbeginn wieder viele Kinder unterwegs. Autofahrer sind
deshalb zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert, besonders beim Überholen an
Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel. In der Straßenverkehrsordnung ist das
Überholen von Bussen und Straßenbahnen genau geregelt: An Omnibussen des
Linienverkehrs, an Straßenbahnen und an gekennzeichneten Schulbussen, die an
Haltestellen stehen bleiben, darf man nur vorsichtig vorbeifahren. Wenn Fahrgäste ein-
oder aussteigen, dürfen Autofahrer rechts nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren. Sie
müssen auch genügend Abstand wahren, um die Fahrgäste nicht zu gefährden. Wenn
nötig, müssen die Autofahrer warten. Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete
Schulbusse, die sich einer Haltestelle nähern und das Warnblinklicht eingeschaltet haben,
darf man gar nicht überholen. Auf jeden Fall sollten Autofahrer damit rechnen, dass sich
Kinder dort vielleicht nicht so verhalten, wie es eigentlich sollten, zum Beispiel beim
Überqueren der Fahrbahn. Dann ist es Aufgabe der Autofahrer, für die Sicherheit der
Kinder zu sorgen.
4. In Deutschland herrscht für alle Kinder Schulp icht: Ab einem gewissen Alter muss
jedes Kind die Schule besuchen. An ihrem ersten Schultag können sie fünf, sechs oder
sieben Jahre alt sein. Der genaue Zeitpunkt des Schuleintritts wurde Ende der 1990er
Jahre bewusst exibler gestaltet. Denn das optimale Alter für den Schuleintritt ist
umstritten. Zum einen setzen die einzelnen Bundesländer unterschiedliche Stichtage und
Mindestalter fest. Zum anderen gibt es höchst unterschiedliche Ansichten über den
Zeitpunkt, zu dem ein Kind reif sein soll für die Schule. Die einen argumentieren, dass
auch Fünfjährige schon lesen und schreiben lernen können. Die anderen warnen vor
Überforderung und Leistungsdruck. Entscheidend ist hier nicht das Alter, sondern die
Entwicklung eines Kindes: Wenn sich ein fünfjähriges Kind im Kindergarten langweilt und
sich auf die Schule freut, ist es vermutlich bereit für den Schulanfang. Ein sechsjähriges
Kind aber, das kaum stillsitzen kann, ist im Kindergarten noch gut aufgehoben.
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5. Ein Großteil des Busverkehrs in der Region dient vor allem dem Schulverkehr. Fast die
Hälfte der in unserem Gebiet eingesetzten Busse fährt ausschließlich an Schultagen.
Daher sind viele Fahrten in den Fahrplänen mit einem S gekennzeichnet. Diese Fußnote
steht für „nur an Schultagen“. Zudem gibt es auch Fahrten, die „nur in den
Ferien“ statt nden; diese sind mit einem F gekennzeichnet. Die mit einem S4
gekennzeichneten Fahrten stehen natürlich jedem Fahrgast zur Verfügung und sind nicht
ausschließlich für die Beförderung von Schülerinnen und Schülern zugelassen. Allerdings
muss man bei diesen Fahrten mit gewissen Einschränkungen rechnen: Sie gelten nicht an
Ferientagen. Hierbei ist zudem zu berücksichtigen, dass auch die Ferien in den
angrenzenden Bundesländern ausschlaggebend sein können. Bitte achten Sie auf jeden
Fall auf die Anmerkungen in den jeweiligen Fußnoten. Bei Regionalzügen und
Straßenbahnen gibt es ebenfalls bestimmte Fahrten, die sich an Schul- und Ferientagen
unterscheiden. Bitte beachten Sie auch hier die Angaben in den Fahrplänen.
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
3. Gedruckten Büchern wurde vor einigen Jahren von Experten ein schnelles Ende
vorausgesagt. Das papierlose Lesen sei die Zukunft, hieß es. Höchstens als
Nischenprodukt könnten Bücher noch existieren. Doch schon wenig später stiegen deren
Verkaufszahlen überraschend an. Vieles deutet darauf hin, dass sich Sachen, die man
selbst in die Hand nehmen kann, doch nicht so leicht von digitalen Inhalten verdrängen
lassen. Zum Beispiel sind Papierkalender nicht aus den Geschäften verschwunden und
die Schallplatte ndet trotz der Verbreitung von Streaming Angeboten viele Käufer.
Zukunftsforscher erkennen darin sogar einen Trend, nämlich eine Gegenbewegung zur
Digitalisierung. Dafür gibt es natürlich Gründe. Wer will schon nur Passwörter, PINS,
Speicherplatz und Kontaktdaten besitzen? Alte Bücher, Hörspielkassetten oder Fotoalben
wecken dagegen Gefühle“, erklärt der Konsumforscher Peter Riefenberg. Nimmt man das
Taschenbuch in die Hand, das man am Strand gelesen hat, fühlt man sich gleich wieder
wie in den Sommerurlaub zurückversetzt. Gegenstände wecken also Erinnerungen – das
werden sie digitalen Produkten immer voraus haben.
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4. Immer neue Spielekonsolen, Spielformate und Apps drängen auf den – elektronischen –
Spielemarkt und dennoch haben Brettspiele an Bedeutung verloren. Die Hersteller
vermelden sogar Jahr für Jahr steigende Umsätze. Was aber macht den Zauber des
klassischen analogen Brettspiels aus? Wer setzt sein Glück am Würfelbecher versucht,
kommt dem Geheimnis schnell auf die Spur: Beim gemeinsamen Spiel genießen die
Mitspieler besondere Momente der Zusammengehörigkeit. „Bei solchen Spielen steht das
gemeinsame Erlebnis im Vordergrund: Familie und Freunde kommen an einem Tisch
zusammen“, erklärt Stefan Wiese, Geschäftsführer des Naumburger Spieleverlags. „Das
gute Brettspiel von früher wird auch in Zukunft Anhänger haben. Nach einer gemeinsamen
Spielrunde stehen meist alle mit einem Lächeln vom Tisch auf“, ergänzt er. Das Spielen in
analogen statt digitalen Welten steigert also Zufriedenheit und Gemeinschaftsgefühl.
5. Jahr für Jahr gehört der Umsatz der Spielzeughersteller. Und das ist auch kein Wunder:
Denn kaum etwas erfreut Eltern mehr als die leuchtenden Augen der Kinder, wenn sie ein
neues Spielzeug bekommen. Und so sind die Schränke und Spielzeugkisten der lieben
Kleinen voll mit Puppen, Kuscheltieren und Autos. Doch das hat auch unerwünschte
Folgen. Wenn ein Kind zu viel Spielzeug hat, wird sich seine Phantasie nicht
weiterentwickeln“, warnt Spielforscher Jens Junge. Deshalb verzichten manche
Kindergärten auf über üssiges Spielzeug. Im Berlin Musikkindergarten zum Beispiel zählt
kaum ein Regeln über – und trotzdem wird den Kindern hier nie langweilig! Es gibt
Musikinstrumente, Bastelmaterialien und ab zu Spielzeug – aber nie zu viel, sodass die
Kinder nicht überfordert sind. Es komme für die Kinder gar nicht so darauf an, womit sie
spielen, sondern vor allem mit wem betont Mitarbeiterin Lara Schwarz. Das gemeinsame
mit Freunden sei für Kinder sowieso am wichtigsten.
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
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2. Der Riechsinn ist unser ursprünglichster Sinn – sagt Mattias Schenk vom Schloss
Freudenberg. Wer ihn schärfen will, ist im dort untergebrachten „Erfahrungsfeld der Sinne“
an der richtigen Adresse: Sieben Stationen befassen sich mit dem Riechvermögen. Ob
klein oder groß, dick oder schmal – auch wenn manch einer denkt, ohne Nase könne er
nicht riechen, ohne sie können wir nicht sehen. „Es entsteht eine neue und ganz andere
Sicht auf das Kosmos, wenn man sich mit der Nase beschäftigt“, weiß Matthias Schenk.
Sein „Erfahrungsfeld der Sinne“ wird täglich von rund 400 Gästen besucht. An 140
Stationen im Gemäuer und im parkähnlichen Außenbereich lässt sich bewusst fühlen,
hören, sehen, schmecken und eben auch riechen. Der Nase kommt im „Erfahrungsfeld der
Sinne“ eine besondere Rolle zu, so Schenk, sei der Geruchssinn ursprünglich älter als alle
anderen Sinne. „Es ist ein Ur-Sinn, der eng mit allen Tieren verbunden“. Gestützt wird
diese Aussage dadurch, dass Neugeborene ihre Mutter riechen, bevor sie sie sehen und
hören.
3. Mit Drogen kennt sich Falko aus. Der sechs Jahre alte Schäferhund sucht für den Zoll
nach Kokain, Haschisch und Heroin. Bis zu vier Kofferladuungen, meist aus Südamerika,
Afrika und Südostasien, beschnüffelt der Vierbeiner am Tag. Rund 300 mal in der Minute
atmet er dabei ein und aus – ein wahrer Nasenmarathon. Hunde riechen bis zu einer
Million mal besser als Menschen. Hat der Mensch fünf Millionen Riechzellen, so sind es
bei einem Schäferhund 200 Millionen. Grundsätzlich gilt: je länger die Hundeschnauze,
desto besser das Geruchsvermögen. Schnüf er wie Falko können „stereo“ riechen, das
heißt, ihre Nase kann zwischen rechts und links unterscheiden. Spürhunde erkennen
deshalb auch die Richtung eines Geruchs. Doch die beste Hundnase nützt nichts, wenn
sie nicht geschult wird. So lernen Drogenspürhunde in jungen Jahren, wie sie sogenannte
weiche und harte Drogen nden. Werden bei der Ausbildung noch alle Drogen
zusammengepackt, so schafft es Falko, sie beim Kofferschmüffeln dann einzeln
wahrzunehmen. Bis zu zehn Jahre können Spürhunde des Zolls arbeiten, ehe sie samt
ihrer Nase in den verdienten Hunde – Ruhestand gehen dürfen.
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4. Beim Menschen ist das Sehen der Sinn Nummer eins, gefolgt vom Hören und an dritter
Stelle dem Riechen. Ganz anders sieht es bei vielen Tieren aus, zum Beispiel bei Hunden.
„Ein Hund, der nicht jagen darf, wird ein Mensch ohne Geruch“ – das ist nicht schön, aber
nicht dramatisch“, sagt Ralf Spangenberg, Tierarzt aus Ingleheim. Zum Vergleich:
Während die Riechschleimhaut des Menschen rund fünf Quadratzentimeter misst, bringt
es der Hund auf 85 Quadratzentimeter und mehr. „Hunde sind Riechweltmeister“, bringt es
der Tierarzt auf den Punkt. Nicht die beste, dafür aber die längste Nase der Welt hat der
Elefant. „Das Riechen ist allerdings Nebensache – beim Elefanten ist die Nase zum
Werkzeug geworden“. Er kann damit Baumstämme umschlingen und schleppen, die Nase
kann als Rüsseldusche genutzt werden – und natürlich als Esswerkzeug. Anders verhält
es sich bei Schlangen: „Sie nehmen über die Zunge Gerüche auf“. Und damit nicht genug:
Weil die Zunge gespalten ist, können sie auch rechts und links unterscheiden – und die
Richtung bestimmen, in der sich ihre Beute be ndet. Auch scheinbar nasenlosen Fische
können riechen. „Haie zum Beispiel riechen und schmecken Blut über Kilometer“, so
Spangenberg.
5. Niesen ist eine Reaktion auf die Umwelt. Mal kitzelt Staub die Nase, mal reizt ein
chemischer Stoff oder ein anderer Fremdkörper in der Luft unser Riechorgan. Sogar
grelles Licht kann durch eine Veränderung der Gesichtsnerven zum Niesen führen. Hierbei
wird ein Re ex ausgelöst, der die Nase „säubern“ soll. Es kommt zu einem
explosionsartigen Ausstoßen von Luft, meist unwillkürlich. Bei einem allergischen Niesen
ist der letzte Reiz oft nur das, was die Reizung noch verstärkt. Dabei holt der Körper tief
Luft – bis die Lungen maximal gefüllt sind. Dann wird der Atem kurz angehalten. Und
schließlich stößt der Körper in Sekundenschnelle die eingemietete Luft wieder aus. Dabei
kann diese leicht eine Geschwindigkeit von 150 bis 160 Stundenkilometern erreichen. Der
Laut „ha“ – oft gleich mehrfach – wird beim Einatmen der Niesbewegung vorangestellt.
Beim „Tschi“ werden dann die Luftmassen wieder ausgestoßen. Der Laut verstärkt
gelegentlich das Niesen. Der Körper wirft also möglichst viel Luft durch die Nase und
möglichst wenig durch den Mund aus. Dadurch verschließt die Zunge der Luft teilweise
den Weg.
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20. Ernährung – Gesund essen / Vegetarische Ernährung
Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie,
welche Überschrift (a–j) am besten zu welchem Text (1–5) passt.
Tragen Sie Ihre Lösungen in den Antwortbogen bei den Aufgaben 1–5 ein.
2. Am Mittelmeer und in Mexiko wächst die Aloe-Vera-P anze, der in der heutigen
Naturmedizin eine wachsende Rolle zukommt. Durch die dick eischigen Blätter dieser
P anze ist für Schädlinge kein Durchkommen, deshalb kann sie in Plantagen ohne
chemische Schutzmittel angebaut werden. Unter der dicken Haut der P anze be ndet sich
eine gelartige Flüssigkeit, deren Aufgabe darin besteht, Wasser möglichst lange zu
speichern – schließlich ist die P anze in extrem trockenen Landschaften beheimatet.
Dieses Gel ist sehr vitamin- und mineralstoffreich. In der Wundheilung ist Aloegel sehr
effektiv. Kosmetisch wird es für Cremes benutzt, die Hitzeschäden und leichte
Verbrennungen wie zum Beispiel Sonnenbrand lindern, Feuchtigkeit spenden und die Haut
straffen.
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3. Eine der ältesten bekannten Gemüsesorten ist der Spargel. Schon vor 5000 Jahren war
er bei den Chinesen bekannt. Geschätzt wurde er vor allem in der Medizin als
Herzschutzmittel und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte: Spargel hält gesund.
Heute schätzen wir am Spargel besonders, dass er nicht dick macht. Die körperlich hart
arbeitende Bevölkerung früherer Zeiten schätzte ihn deshalb nicht sehr, weil er kaum
Energie lieferte. Im Südwesten Deutschlands wächst der Spargel von Mitte April bis zum
Johannistag, dem 24. Juni. Besonders rund um Mainz, Darmstadt, Heidelberg, Bruchsal
und in der Pfalz erntet man das stangenförmige Gemüse. In Deutschland ist allerdings der
weiße Spargel, der unter der Erde wächst, populärer als sein oberirdisch wachsender
Bruder, der grüne Spargel.
4. Schlank sein ist “in”. Deshalb versuchen Millionen Menschen nicht nur in Deutschland
immer wieder ihre Pfunde loszuwerden. Und so purzeln sie von einer Diät zur nächsten,
immer mit dem gleichen Erfolg: Nach dem Abnehmen nehmen sie genauso schnell wieder
zu. Und bei vielen kommt mit dem Gewichtsverlust die Krankheit, denn die meisten Diäten
sind sehr einseitig und entziehen dem Körper viele für sein Wohlbe nden wichtige
Nährstoffe. Hier setzt eine neue Theorie an: Sie untersucht Nahrungsmittel in Fettbrenner,
die Fett im Körper speichern, und Fettburner, die dem Körper helfen, zu viel Fett und damit
Kilos zu verwerten. Frisches Gemüse, Obst, Fisch und Ge ügel versorgen den Körper mit
Energie und helfen ihm dabei, die Nahrungsstoffe optimal zu verwerten. Iss dich schlank,
lautet das Motto der Fatburnertheorie. Aber ist es nur eine neue Theorie oder hilft sie uns
wirklich schlank zu werden?
5. Als typisch deutsch gilt sie, doch rund um den Globus ist sie eines der Basislebensmittel
schlechthin. In Österreich nennt man sie Erdapfel, an der Mosel heißt sie Grumbeere.
Gemeint ist die überaus populäre Kartoffel. Hunderte verschiedener Sorten gibt es auf der
Welt, doch ihr Ursprung liegt in Südamerika. Präkolumbianische Kulturen begannen damit,
die bis dahin wild wachsende Urform der Kartoffel systematisch anzubauen. Die
englischen Seefahrer Sir Francis Drake und Sir Walter Raleigh sollen sie im 16.
Jahrhundert nach Europa mitgebracht haben. Etwa zur gleichen Zeit wurde sie in Spanien
und Portugal bekannt. Dennoch ist das Klischee von der “deutschen” Kartoffel nicht ganz
falsch, denn zu vielen traditionellen Gerichten wird die Knolle gekocht oder in der Form
von Bratkartoffeln, Kartoffelknödeln oder Pommes frites als Beilage gereicht.
Informationen rund um die Kartoffel in www.rheinzeitung.de/kartoffel
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