Handout Plastik
Handout Plastik
Ursula-Schule Hannover M a t e r i a l
Fachbereich Kunst
K O M P A K T:
Skulptur
Skulptur
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die - lat. sculptura „Bildhauerarbeit“, sculpere „schnitzen“
Plastik
Denkmal
Kaum ein Begriff ist so offen und heterogen wie der des Denkmals.
Das Denkmal ist ein in der Öffentlichkeit errichtetes und für die Dauer
bestimmtes selbständiges Kunstwerk, das an Personen oder Ereignisse
erinnern und aus dieser Erinnerung einen Anspruch seiner Urheber,
eine Lehre oder einen Appell an die Gesellschaft ableiten und historisch
begründen soll. Mittig 1985
St. Ursula-Schule Hannover M a t e r i a l
Fachbereich Kunst
K O M P A K T:
Mahnmal
Form Monumentalität, Plastik, figürli- Figürlicher Realismus, sakrale Sämtliche Darstellungen architek-
cher Realismus und mythologische Symbolik tonischer, städtebaulicher, garten-
baulicher, abstrakter und figürli-
cher Art
Funktion Sinnstiftung, Legitimation, Reprä- Mahnung, Demonstration von Reflektion, Kritik, Impulsgeber für
sentation, Tradition, Trauer und Reue, Harmonisierung kollektive Prozesse, Aufklärung,
(Verschleierung) Provokation
Inschrift Pauschale Formeln wie: „Sie star- Pauschale Formeln wie: „Den Op- Spezifische Benennungen von
ben für Volk und Vaterland“ fern von Krieg und Gewaltherr- Tätern, Opfern, Orten und Ereig-
(Sinnstiftung) schaft“ (Mahnung, Appell) nissen (Sachinformation)
4 5 6 7
5 Imadmadonna, um 1060, Holz Mittelalter
(ursprügl. mit Silberfolie u. Edel-
steinen besetzt), Höhe: 112 cm
9 Michelangelo, David, 8 9 10 11
1501/04, Marmor, Höhe: 434 cm Neuzeit
Moderne
x 239 x 83 cm
In dieser ausbalancier-
ten Ponderation (Ge-
wichtsverteilung) neigt
sich das Becken im-
mer zur Spielbeinseite,
die Schulterpartie zur
Jüngling von Tenea, um 560 v. Standbeinseite hin.
Chr., Marmor, Höhe 153 cm
Bewegung Bewegung kann als dargestellte Bewegung, z.B. einer Handlung, angelegt sein.
Die prinzipiellen glichkeiten bestehen darin, ent eder einen e egungsfluss oder einen o ent
des Stillstands innerhalb eines Ablaufs darzustellen.
Gian Lorenzo Bernini, Apoll und Daphne, um 1622/23, Marmor, Höhe 143 cm
Käthe Kollwitz, Pietà. Trauernde Mutter, 1937/ 38, Bronze, Alberto Giacometti, Drei Schreitende, 1948, Bronze,
38 x 28,5 x 39 cm Höhe 40 cm
rau ab eisend, h ufig geschlossene Schlafender Satyr, um 220 v. Chr., Marmor, Höhe 215 cm
Formen werden soweit ausgedünnt, Mate-
Umrisse, Je mehr sich ein Körper öffnet und je mehr rial wird soweit zurückgenommen, dass die
Teile von seinem Kern wegstreben, desto positiven Formen eher linear denn plastisch
extrem bei geometrischen Idealkörpern wie
mehr wird der Körper, durch eingezogene-, wirken
Kugel oder Ei, die Aufgrund ihrer durchgängi-
gen konvexen Wölbung, dem Raum keinerlei durchbrochene- oder Hohlformen, vom Raum
ngriffsfl che lassen durchdrungen (negative Raumformen).
nach innen gerichtete Energie, Geschlossen- Wechselspiel zwischen konkaven und kon-
heit vexen Partien
Volumen „Inhalt“ (lat.); gemeint ist der Rauminhalt einer plastischen Form. Bei Plastiken
unterscheidet man das Massevolumen und das Raumvolumen. Diese beiden
Aspekte einer Plastik verhalten sich zueinander umgekehrt proportional
Massevolumen Raumvolumen
Das „Leere“, d.h. die Luft, die von einer Plastik sozusagen mit erfasst bzw.
Constantin Brancusi, Torso eines jungen Mädchens, 1922, Onyx, umfasst wird; das Raumvolumen. ist also der immaterielle Anteil einer
33 x 22,8 x 21 cm Plastik.
Bereits eine Ritzzeichnung in einem Block oder auf einer Fläche stellt einen
Das aus Material bestehende, raumverdrängende Volumen einer Plas-
– wenn auch sehr geringen - Anteil an Raumvolumen dar. Der Raumvolu-
tik; also das Volumen der greifbaren Materialität. Ein Block (Kubus)
men-Anteil erhöht sich z.B. durch Perforation, noch stärker durch weit in
besteht z.B. ausschließlich aus Massevolumen.
den Umraum ausgreifende Einzelteile einer Plastik.
Organisch Tektonisch
Zu übersetzen etwa mit „gebaut“. Benennung einer Form oder eines kompo-
sitorischen Aufbaus einer Plastik, falls diese der Architektur verwandt sind.
Dabei spielen tragende, der ertikalen ver andte, und lastende, der ori-
zontalen verwandte Formen eine Rolle sowie Kombinationen aus diesen
beiden Prinzipien.
Zu übersetzen etwa mit „gewachsen“. Benennung einer Form oder eines ufig sind diese or en geo etrisch bz . geo etrisiert. Dies f hrt insbe-
kompositorischen Aufbaus einer Plastik, falls diese der Natur verwandt sind. sondere bei fig rlichen Plastiken zu eine klaren, strengen ufbau.
Plastizität / Licht und Schatten Licht und chatten dienen zur l rung der rperlichkeit. ie beeinflus-
sen die irkung einer kulptur Plastik. nders als in der alerei sind
sie, durch unterschiedliche usleuchtung, ver nderbar
stein, 12,8 x 8 m
Francois Rude, Aufbruch der Freiwilligen (La Marseillaise), 1833-36, Natur-
Das Licht ist abh ngig vo aterial und der earbeitung die Oberfl che
kann z. . Licht absorbierend lichtar sein polierte Oberfl chen hinge-
Plastizit t rperlichkeit entsteht aus de echselspiel von konkaven gen reflektieren.
und konve en Partien.
igenschatten rperschatten auf der Oberfl che einer Plastik
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Ansichtigkeit Anders als bei zweidimensionalen Werken kann die Ansichtigkeit einer Plastik variabel
sein. Eine Plastik kann eine oder auch mehrere gültige Ansichten haben. Als Hauptan-
sicht bezeichnet man die Ansicht, auf die eine Plastik in besonderer Weise orientiert ist.