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St.

Ursula-Schule Hannover M a t e r i a l
Fachbereich Kunst
K O M P A K T:

Skulptur
Skulptur

[Link]
die - lat. sculptura „Bildhauerarbeit“, sculpere „schnitzen“

Bezeichnung für ein dreidimensionales Bildwerk, das aus


einem festen Material abtragend herausgearbeitet (gehauen,
geschnitten, geschnitzt) wird.

Plastik

die - gr. „ aus weicher Masse bilden, formen“

Bezeichnung für ein dreidimensionales Bildwerk, das im


Gegensatz zur Skulptur, aus weichem Material (Ton, Wachs,
Gips, ) antragend, bzw. aufbauend geschaffen wird. Alle Guss-
verfahren (Metalle, Kunststoffe, etc.) werden ebenfalls als Plas-
tik bezeichnet.

Denkmal

Kaum ein Begriff ist so offen und heterogen wie der des Denkmals.

„(...) ein zur Erinnerung an bestimmte Personen oder Ereignisse errich-


tetes Werk der Bau- und Bildhauerkunst“

Diese Definition bezieht sich auf den memorialen Aspekt


von Denkmalen, mögliche Absichten der Denkmalsetzer werden
jedoch nicht berücksichtigt.
/
Aufgabe des Denkmals ist es Herrschaft aus der Vergangenheit zu legiti-
mieren (Legitimation), in der Gegenwart darzustellen (Repräsen-
tation) und dauerhaft in die Zukunft zu tradieren (Tradition). Das
für den Darstellungsinhalt eines Denkmals postulierte allgemeine oder
öffentliche Interesse stellt sich somit als Interesse, Ideologie oder Weltbild
der herrschenden Gesellschaft heraus.

In diesem Sinne sind Denkmale eine undemokratische Zei-


chensetzung der Herrschenden zum Zweck des eigenen
Ruhmes und zur Darstellung vermeintlich kollektiver Harmonie.
Plastik

In demokratischen Gesellschaften sind staatliche Denk-


male keine Zeichensetzung des Herrschers zum Zwecke seiner
Glorifizierung, sondern sie entstehen im öffentlichen Auftrag.

Neben dem Staat als Denkmalsetzer lassen auch nicht staatliche


Institutionen und Initiativen Denkmale errichten. Inhaltlich werden
bestimmte Aspekte der Vergangenheit ausgewählt und aus einer
spezifischen Perspektive interpretiert.

Das Denkmal ist ein in der Öffentlichkeit errichtetes und für die Dauer
bestimmtes selbständiges Kunstwerk, das an Personen oder Ereignisse
erinnern und aus dieser Erinnerung einen Anspruch seiner Urheber,
eine Lehre oder einen Appell an die Gesellschaft ableiten und historisch
begründen soll. Mittig 1985
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Mahnmal

Das Mahnmal stellt eine Sonderform des Denkmals dar.

Neben dem Krieger- und Heldendenkmal gibt es das


Persönlichkeitsdenkmal, das Nationaldenkmal und
das Mahnmal.

Das Mahnmal steht in der Tradition des Kriegerdenk-


mals, welches die Form des Denkmals mit der Tradition des
Grabmals verbindet. Während das Kriegerdenkmal dem Tod
der Gefallenen jedoch nachträglich Sinn verleiht,verweigert Die Trauernde, 1959
das Mahnmal diesen Appell.

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten sich in Deutschland


die Erwartungen, die an ein Denkmal gestellt wurden. Ange-
sichts der beispiellosen Verbrechen trat Trauer um die
Opfer an die Stelle von Sinnstiftung.
Ein Mahnmal mahnt, Gewalt nicht zu vergessen, es erinnert an
die Opfer und ihr Leid und verpflichtet die Überlebenden, die
Ereignisse als Mahnung für die Gegenwart zu begrei-
fen.
Unter einem Mahnmal versteht man heutzutage Denkmale,
die an den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg
erinnern. Quelle: Institut für Museumsforschung Mahnmal für die ermordeten Juden Europas, 2005

Mahnmale Traditionelles Denkmal Konventionelle Denk- und Denk- und Mahnmale ab


des 19. Jahrhunderts Mahnmale ab ca. 1950 ca. 1980

Gedenken Mahnen Denken

Herausragende Ereignisse und Nationalsozialismus und Holo- Nationalsozialismus, Holocaust


Inhalt, Anlass
Personen caust und dessen gesellschaftliche Ver-
drängung in der Nachkriegszeit

Form Monumentalität, Plastik, figürli- Figürlicher Realismus, sakrale Sämtliche Darstellungen architek-
cher Realismus und mythologische Symbolik tonischer, städtebaulicher, garten-
baulicher, abstrakter und figürli-
cher Art

Zeit Dauerhaft Dauerhaft Dauerhaft und temporär

Standort Zentral Zentral und dezentral Zentral und dezentral

Auftraggeber Herrscher, Staat Staat, Erinnerungsgemeinschaf- Einzelne Künstler, Erinnerungs-


ten gemeinschaften, Staat

Funktion Sinnstiftung, Legitimation, Reprä- Mahnung, Demonstration von Reflektion, Kritik, Impulsgeber für
sentation, Tradition, Trauer und Reue, Harmonisierung kollektive Prozesse, Aufklärung,
(Verschleierung) Provokation

Inschrift Pauschale Formeln wie: „Sie star- Pauschale Formeln wie: „Den Op- Spezifische Benennungen von
ben für Volk und Vaterland“ fern von Krieg und Gewaltherr- Tätern, Opfern, Orten und Ereig-
(Sinnstiftung) schaft“ (Mahnung, Appell) nissen (Sachinformation)

Ko m m u n i k a t i o n , Rituell Rituell Informell, alltäglich


Rezeption
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1 Korinthische Plastik, Apoll 1 2 3
von Tenea, um 550 v. Chr., Antike
Marmor, Höhe: 153 cm

2 Polyklet, Doryphoros (Speer-


träger), um 440 v. Chr., Marmor,
Höhe: 212 cm

3 Laokoon und seine Söhne, Helle-


2. Jh. v. Chr., Römische Kopie, nismus
Marmor, Höhe: 242 cm (um323-
Klassik
4 Hildesheimer Bronze-
Archaik (bis etwa (ca. 500-325 etwa 30
tür, (Berwardstür), Vollendet
500 v. Chr.) v. Chr.) v. Chr.)
1015, Bronze, Höhe: 472 cm

4 5 6 7
5 Imadmadonna, um 1060, Holz Mittelalter
(ursprügl. mit Silberfolie u. Edel-
steinen besetzt), Höhe: 112 cm

6 Pietà, um 1400, gefasste


Sandsteinplastik , Höhe: 75 cm

7 Madonna aus Krummau,


um 1400, gefasste Kalksand-
steinplastik , Höhe: 112 cm
Vorromanik Romanik
8 Michelangelo, Pietà von (Ottonische Zeit um 750-
Avignon, 1498/99, Marmor, 174
ca. 950-1024 ) 1200 / 1250 Gotik (ca. 1100-1400 )
x 166 x 103 cm

9 Michelangelo, David, 8 9 10 11
1501/04, Marmor, Höhe: 434 cm Neuzeit

10 Giambologna, Raub der


Sabinerin, 1581/82, Marmor,
Höhe: 410 cm

11 Gian Lorenzo Bernini,


Die Verzückung der hl. The-
resa, zwischen 1645 und 1652, Barock
Marmor, Höhe: 350 cm ( um 1600
Manierismus bis ca. Mitte
12 J. G. Schadow, Die Prin-
zessinnen Luise u. Friederike Renaissance (ca. 1400-1600) (ca. 1500/20 - 1600) 18. Jh)
von Preußen, 1796/97, Marmor,
Höhe: 172 cm
12 14 15
13 Louis E. Barrias, Die Natur 19. Jahrhundert
offenbart sich der Wissenschaft,
1899, Polylith, Höhe: 200 cm

14 Edgar Degas, Vierzehnjäh-


rige Tänzerin, 1880/81, Bronze,
Rock aus Tüll, Haarband aus
Seide, Höhe: 99 cm

15 C. Meunier, Der Lasten-


träger, nach 1885, Gips, Höhe:
59,5 cm 13
Klassizismus Idealismus Naturalismus Realismus
16 Wilhelm Lehmbruck, Der
Gestürzte, 1915 / 16, Bronze, 78

Moderne
x 239 x 83 cm

17 Henri Laurens, Der Kopf,


1920, Stein (ursprüngl. bemalt),
Höhe: 43 cm

18 Umberto Boccioni, Urfor-


men von Bewegung im Raum, 16 17 18 19
1913, Bronze, Höhe: 112 cm
Expressionismus
19 Raoul Hausmann, Mecha-
nischer Kopf, um 1919/20,
Objektmontage, Höhe: 32 cm

20 Marcel Duchamp, Fon-


Kubismus Futurismus Dadaismus
täne, 1917, Ready-made, Origi-
nal verschollen 22 23
21 Edward Kienholz, Das
tragbare Kriegerdenkmal, 1968,
Environment, verschiedene Ma-
terialien und Techniken

22 Duane Hanson, Young


Shopper, 1973, Polyester und
Fiberglas, farbig bemalt, lebens- 21
groß

23 Rebecca Horn, Der Mond,


20
das Kind und der anarchistische
Fluss, 1992, Installation Ready-made Environment Hyperrealismus Installation
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Gerichtetheit / Achsen
Hauptrichtungen / Bewegungsrichtungen, die im Werk angelegt sind

Archaisches Kontrapost Dynamik / Gegeneinander gesetzte


Achsensystem Körperachsen
Beim Kontrapost zeigt
die tandfigur eine er-
lagerung des Körper-
gewichtes auf ein Bein
(Standbein), sodass
das andere Bein sich
frei bewegen kann
(Spielbein).

Der geneigten Becken-


stellung antwortet die
entgegengesetzt verlau-
fende Achse der Schul-
tern. Auf der hoch ge-
zogenen Hüftseite wird
das rechte Bein belastet
und so zum Standbein.

In dieser ausbalancier-
ten Ponderation (Ge-
wichtsverteilung) neigt
sich das Becken im-
mer zur Spielbeinseite,
die Schulterpartie zur
Jüngling von Tenea, um 560 v. Standbeinseite hin.
Chr., Marmor, Höhe 153 cm

Laokoon und seine Söhne, 2 Hälfte 2. Jh. v. Chr., Römische Kopie,


statisch / starr Polyklet, Doryphoros (Speerträger), Marmor, Höhe 242 cm
um 440 v. Chr., Marmor, Höhe 212 cm

Bewegung Bewegung kann als dargestellte Bewegung, z.B. einer Handlung, angelegt sein.

Die prinzipiellen glichkeiten bestehen darin, ent eder einen e egungsfluss oder einen o ent
des Stillstands innerhalb eines Ablaufs darzustellen.

Fruchtbarer Moment Bewegungsfluss Kinetisch


Diskobolus, Römische Marmorkopie aus der Villa Adriana., Höhe 169 cm

Gian Lorenzo Bernini, Apoll und Daphne, um 1622/23, Marmor, Höhe 143 cm

Alexander Calder, Ohne Titel, 1937, Blech

ei kinetischen Plastiken ist auch eine tats chli-


che e egung glich.

egrifflich fassbar ist der in der ntike ent i-


ckelte fruchtbare o ent , der einen eitpunkt
in eine andlungsablauf zeigt, von de aus
die vorangegangene tigkeit rekonstruiert Begriff für einen Handlungs- / Bewegungsab-
und die folgende gedanklich antizipiert erden lauf, der hnlich ie bei einer otografie festge-
kann. halten ist.
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Körper - Raum - Verhältnis Ein Körper existiert nur in der Ausdehnung im Raum
den die Masse des Körpers einnimmt
den die Plastik umschließt oder in den sie hinausweist

Blockhaft / Kernplastik Raumgreifend / Raumoffen Lineares Raumzeichen

Käthe Kollwitz, Pietà. Trauernde Mutter, 1937/ 38, Bronze, Alberto Giacometti, Drei Schreitende, 1948, Bronze,
38 x 28,5 x 39 cm Höhe 40 cm

rau ab eisend, h ufig geschlossene Schlafender Satyr, um 220 v. Chr., Marmor, Höhe 215 cm
Formen werden soweit ausgedünnt, Mate-
Umrisse, Je mehr sich ein Körper öffnet und je mehr rial wird soweit zurückgenommen, dass die
Teile von seinem Kern wegstreben, desto positiven Formen eher linear denn plastisch
extrem bei geometrischen Idealkörpern wie
mehr wird der Körper, durch eingezogene-, wirken
Kugel oder Ei, die Aufgrund ihrer durchgängi-
gen konvexen Wölbung, dem Raum keinerlei durchbrochene- oder Hohlformen, vom Raum
ngriffsfl che lassen durchdrungen (negative Raumformen).

nach innen gerichtete Energie, Geschlossen- Wechselspiel zwischen konkaven und kon-
heit vexen Partien

Volumen „Inhalt“ (lat.); gemeint ist der Rauminhalt einer plastischen Form. Bei Plastiken
unterscheidet man das Massevolumen und das Raumvolumen. Diese beiden
Aspekte einer Plastik verhalten sich zueinander umgekehrt proportional

Massevolumen Raumvolumen

Jason Meadows, Pigs, 2008, lackierter und gebogener Stahl

Das „Leere“, d.h. die Luft, die von einer Plastik sozusagen mit erfasst bzw.
Constantin Brancusi, Torso eines jungen Mädchens, 1922, Onyx, umfasst wird; das Raumvolumen. ist also der immaterielle Anteil einer
33 x 22,8 x 21 cm Plastik.
Bereits eine Ritzzeichnung in einem Block oder auf einer Fläche stellt einen
Das aus Material bestehende, raumverdrängende Volumen einer Plas-
– wenn auch sehr geringen - Anteil an Raumvolumen dar. Der Raumvolu-
tik; also das Volumen der greifbaren Materialität. Ein Block (Kubus)
men-Anteil erhöht sich z.B. durch Perforation, noch stärker durch weit in
besteht z.B. ausschließlich aus Massevolumen.
den Umraum ausgreifende Einzelteile einer Plastik.

Eine starke Steigerung des Raumvolumens und zugleich extreme Redu-


zierung des Massevolumens liegt z.B. im Fall einer linearen Drahtplastik
vor.
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Organisch / Tektonisch Grundsätzlich kann der Aufbau einer Skulptur / Plastik entweder „organisch“
gewachsen oder tektonisch (gebaut) sein.

Organisch Tektonisch

Aristide Maillol, La Mediterranée, 1905, Bronze, Höhe 110 cm


Henry Moore, Large Two Forms, 1966/68, Bronze, ca. 6 x 6 m

Zu übersetzen etwa mit „gebaut“. Benennung einer Form oder eines kompo-
sitorischen Aufbaus einer Plastik, falls diese der Architektur verwandt sind.
Dabei spielen tragende, der ertikalen ver andte, und lastende, der ori-
zontalen verwandte Formen eine Rolle sowie Kombinationen aus diesen
beiden Prinzipien.
Zu übersetzen etwa mit „gewachsen“. Benennung einer Form oder eines ufig sind diese or en geo etrisch bz . geo etrisiert. Dies f hrt insbe-
kompositorischen Aufbaus einer Plastik, falls diese der Natur verwandt sind. sondere bei fig rlichen Plastiken zu eine klaren, strengen ufbau.

Plastizität / Licht und Schatten Licht und chatten dienen zur l rung der rperlichkeit. ie beeinflus-
sen die irkung einer kulptur Plastik. nders als in der alerei sind
sie, durch unterschiedliche usleuchtung, ver nderbar

Plastizität Licht und Schatten


Hans Arp, Torso, 1931, Bronze, 30,5 x 18,5 x 14,5 cm

stein, 12,8 x 8 m
Francois Rude, Aufbruch der Freiwilligen (La Marseillaise), 1833-36, Natur-

Das Licht ist abh ngig vo aterial und der earbeitung die Oberfl che
kann z. . Licht absorbierend lichtar sein polierte Oberfl chen hinge-
Plastizit t rperlichkeit entsteht aus de echselspiel von konkaven gen reflektieren.
und konve en Partien.
igenschatten rperschatten auf der Oberfl che einer Plastik
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Ansichtigkeit Anders als bei zweidimensionalen Werken kann die Ansichtigkeit einer Plastik variabel
sein. Eine Plastik kann eine oder auch mehrere gültige Ansichten haben. Als Hauptan-
sicht bezeichnet man die Ansicht, auf die eine Plastik in besonderer Weise orientiert ist.

Einansichtig Mehransichtig Allansichtig


Höhe: 112 cm
Imadmadonna, um 1060, Holz (ursprügl. mit Silberfolie u. Edelsteinen besetzt),

Michelangelo, David, 1501/04, Marmor, Höhe 434 cm


Auguste Rodin, Die Bürger von Calais, 1884-86, Bronze,
Höhe 219,5 cm, Breite 235,5 cm, Tiefe 178,4 cm

Man spricht von Allansichtigkeit einer Plastik,


wenn sie so konzipiert ist, dass man sie von
allen Seiten betrachten kann und sollte.

Mit dem Standort des Betrachters ändert sich


Frontalansicht, en face (von vorne) zu auch die Kontur einer Plastik. So hat eine all-
betrachten, freistehende Plastiken (voll- bzw. rundplas- ansichtige Plastik beim Umschreiten unend-
Werke, die vor einer Wand bzw. in einer tisch), lich viele Konturansichten.
Nische stehen,
umgehbar,
Relief
auf der Rückseite oftmals nicht ausgearbeitet oft aber nur mit einer Hauptansicht konzipiert

g en s n n Bezeichnungen für unvollständige und unvollendete Plastiken.

Fragment / Torso Torso als autonome n n


Kunstform
Wilhelm Lehmbruck, Frauentorso, 1910, Bronze, Höhe 115 cm,

Zusammenstellung der Überreste der Kolossal-Statue Konstan-


tins des Großen (Fertigstellung um 312–315 ) in den Kapitoli-
nischen Museen, Rom

Eine Plastik wird zum (unfreiwilligen oder


geschichlichen) Fragment / Torso durch das
Wirken von Mensch und Natur.

durch Abarbeitung von Wind und Wasser,


Korrosionen, Erdbeben, usw.,

durch Menschen, die eine Skulptur beschä-


digen oder zerstören, die ihre Legitimität
verloren hat, um damit die durch die Plastik Torso (ital.) „Bruchstück“ meint ein der Regel
repräsentierte religiöse oder politische Macht den Rumpf einer Plastik ohne Extremitäten. Michelangelo, Sklave als Atlant, 1519, Marmor, Höhe 277 cm,
zu treffen.
on finito ital. unvollendet

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